Thema Unterricht »

Wikipedia im Unterricht

Wikipedia ist eigentlich ständig in der Schule präsent: Als Startpunkt von Recherchen, Wissensquelle oder Fotodatenbank; immer wieder wird auch die Online-Enzyklopädie selbst als Medium thematisiert und bewertet. Wikipedia-Artikel als Ausgangspunkt von Lernprozessen zu nutzen ist dagegen bisher eher selten und die vorliegenden Erfahrungen und Unterrichtsmodelle bis dato überschaubar.

Umso schöner, dass Wikimedia Deutschland und das Niedersächsische Kultusministerium die Erfahrungen aus einem gemeinsamen Projekt dokumentieren, das seit einiger Zeit an Schulen im Bundesland stattfindet. Im Reader (PDF, 3MB) finden sich zunächst grundlegende Einschätzungen zur Nutzung von Wikipedia im Unterricht, vor allem aber zehn ausführliche Projektberichte aus verschiedenen Klassenstufen, Fächern und Schularten. Weit mehr als ein guter Anfang!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Bilder sammeln, präsentieren und diskutieren

Mit bildbild.ch möchte ich heute eine Seite vorstellen, die sich ganz dem Thema Fotografie widmet. Die Seite verfügt über zahlreiche Fotos mit einem Bezug zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen Anlässen oder Naturereignissen und bietet zudem sehr gute Hilfestellungen für die Verwendung der Werke im Unterricht. Ein umfangreiches Glossar informiert die Schülerinnen und Schüler über Begriffe wie „Bildausschnitt“, „Motiv“, „Bildargumentation“ oder „Inszenierung“ während kleine Hilfestellungen und Anregungen der Lehrperson die Verwendung der Fotos im Unterrichts-Kontext erleichtern.

Bildbild ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Hochschule Zürich, der Stiftung Bildung & Entwicklung Schweiz und der Fotostiftung Schweiz und bietet allen ein gutes Handwerkzeug, die sich mit dem Thema Fotografie im Bildungsbereich auseinandersetzen wollen.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Wikis in Lernprozessen

Wikis sind nicht unbedingt mehr der neue heiße Scheiß in Bildung und Medienpädagogik. Dafür aber sind die Erfahrungen damit umso größer und es ist klar, in welchen Bereichen und Zusammenhängen Wikis ein gutes und bewährtes Mittel für Bildungsprozesse sind und wie sie Kollaboration und Eigentätigkeit in Lernprozessen fördern können.

Michele Notari und Beat Döbeli Honegger haben sich nun dankenswerterweise auf den Weg gemacht und mit «Der Wiki-Weg des Lernens» ein Buch herausgegeben, das diese Erfahrungen sammelt und noch dazu frei und kostenlos im Netz verfügbar ist. Darin wird zum Einen das Wiki-Prinzip erläutert und in Bezug zu Lerntheorien gesetzt, vor allem aber finden sich in der Publikation konkrete Einsatzbeispiele aus verschiedenen Schulstufen sowie konkrete Hinweise zum Starten eigener Wiki-Projekte.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Das iPad im Schulmusikunterricht

Eines meiner Lieblingsthemen ist zur Zeit das Musizieren mit Tablets. Im Medienpädagogik-Praxis Blog hatten wir ja schon des Öfteren das Thema und sowohl für Android als auch für iOS einige Apps empfohlen. Ergänzend dazu steht in unserem Medienpad ja auch noch die Sammlung für iOS-Apps mit der immer währenden Bitte um Weiterarbeit zur Verfügung.

Nun hat sich vor kurzem der Stefan Gisler bei uns gemeldet, der im letzten Jahr seine Master-Thesis über das iPad im Schulmusikunterricht geschrieben hat, welche er in seinem Blog kostenlos zum Download anbietet. Wir sagen an dieser Stelle: vielen Dank an Stefan und viel Spass beim Lesen allen anderen…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Informatik zum Anfassen

In unserer Gesellschaft sind Computer, Software und Algorithmen so zentral geworden, dass Medienpädagogik auch Projekte und Methoden umfassen muss, die einen Bezug zur Informatik haben. Nun haftet diesem Themenfeld der Ruf an, nur Nerds wirklich Freude zu bringen, was Medienpädagog_innen vor Herausforderungen stellt, Kinder und Jugendliche dafür zu begeistern.

Eine große Hilfe ist da das Projekt „Computer Science Unplugged„, das Pädagoginnen und Pädagogen Methoden kostenlos (als PDF) zur Verfügung stellt, die spielerisch die Faszination der Informatik zeigen. Da wird dann mit Karten gezaubert, mit zwei Händen bis Tausend gezählt oder Geheimbotschaften verschlüsselt – und solche Dinge machen Kindern meistens Spaß.

Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

YouTube im Unterricht

YouTube in der Medienpädagogik

Screenshot aus dem Dossier

YouTube und andere Videoplattformen werden noch immer erstaunlich selten im Unterricht genutzt. Zum Teil ist die Plattform in Schulen sogar gesperrt, was aus medienpädagogischer Sicht mehrfach kontraproduktiv ist. Wir müssen den kompetenten Umgang mit Videoplattformen vermitteln. Dabei interessiert uns Medienpädagogen nicht nur die Rolle der Konsumenten, sondern ganz besonders auch die des Produzenten.

Das 40-seitige Dossier „YouTube im Unterricht“ führt durch die Plattform und zeigt vom Erstellen eines Nutzerkontos bis zu den online-Bearbeitungsmöglichkeiten das Potenzial für die Medienbildung auf.
7 Unterrichtsideen mit Beispielen sollen zu kreativem Produzieren mit Kindern und Jugendlichen anregen.

Das Dossier kann als PDF heruntergeladen werden. Es wird laufend ergänzt, für Anregungen bin ich dankbar.

Dies ist ein Gastbeitrag von Beat Küng. Der Autor ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz und Dozent für Medienbildung. 
Nach den Lehrdiplomen für die Primarschul- und die Sekundarschulstufe I unterrichtete er 20 Jahren auf der Sek I. Danach bildete er sich zum Schulleiter weiter. Anschliessend studierte er an der HGK in Luzern und schloss mit dem MAS in Digital Media ab. Seine Website digitalpro.ch befasst sich mit Projekten und Projektunterricht in der Schule, vornehmlich natürlich mit Medienprojekten. Er leitet das kleine, aber sehr aktive Netzwerk Medienbildung Obwalden.

Social Media im Unterricht

Social Media im Unterricht in der Medienpädagogik

"Like" von sofiabudapest auf flickr.com (CC BY-NC-SA)

Eignen sich Social-Media-Anwendungen wie Blogs, Wikis, Communities und Medienportale nicht hervorragend für den eigenständigen Wissenserwerb in der Schule? (Vorausgesetzt natürlich, sie sind in ein didaktisch sinnvolles Setting eingebettet!)? Oder werden diese Tools in der Freizeit der Schüler/innen in ausreichendem Maße genutzt, so dass die Schule nicht auch noch diesem Trend hinterherhecheln muss?

Um sich dieser Frage zu nähern ist zunächst eine Übersicht über diverse Social-Media-Anwendungen sinnvoll, die sich an der Funktionalität verschiedener Dienste orientiert und sie mit möglichen Anknüpfungsmöglichkeiten an die Schule verbindet. Den ganzen Beitrag lesen

Scribblenauts Reloaded Remix

Scribblenauts Remix

Scribblenauts Remix | Warner Bros.

Nachdem es Nintendo ja leider immer noch vorzieht Gameklassiker wie „Super Mario“ und Co nicht für andere mobile Endgeräte als DS/DSi und 3DS auf den Markt zu bringen, haben es ihre Spieleentwickler scheinbar einfacher, den großen Mobile-Gaming-Markt der Smartphones und Tablets zu bedienen…
Jedenfalls erschien vor kurzem das famose Scribblenauts mit dem Zusatz Remix für iOS Geräte die ja, wie wir in der letzten Woche hier ausführlich diskutierten, gerne auch in Bildungskontexten genutzt werden. Das Remix im Namen deutet darauf hin, dass die Entwickler die vermeintlich beliebtesten 40 Level der bereits erschienen Scribblenauts Teile in dieser App zusammengeführt haben. Zudem sind noch 10 extra für die Neuauflage programmierte Level dazugekommen. Ich möchte nun keine klassische Spiel-App-Review schreiben, dass können andere besser (Gametrust Artikel) – spannender finde ich die Frage nach den möglichen Einsatzgebieten in Schule und Co. Wie schon im Artikel zum Nintendo DS Scribblenauts vor (oje, wie die Zeit vergeht) fast drei Jahren, sehe ich großes Potential im Einsatz solcher kreativen Spiel im Unterricht. Wie wäre es, wenn DeutschlehrerIn beim Vermitteln neuer Wörter ganz spielerisch das an die Wand gebeamte Scribblenauts einsetzen würde? Oder wie wäre es, wenn die SchülerInnen die Aufgabe bekommen in Kleingruppen möglichst kreative Lösungsansätze für die Bewältigung eines kniffeligen Levels auszuhandeln? Oder, auch schön, wie wäre es, wenn die SchülerInnen die Aufgabe bekommen keiner Aufgabe nachzugehen, sondern eine eigene kleine Geschichte oder Szene auf dem „Scribblenauts Spielplatz“ zu erstellen?

Was haben Sie für Ideen zu, bzw. Erfahrungen mit Scribblenauts im Unterricht?

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter des Instituts für Computerspiel - Spawnpoint. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.
Verfasst am 24.10.2011

Schöne Ideen in schöner Umgebung

Unterrichtsideen aus der Medienpädagogik

"Light Bulb" von plushoff auf flickr.com (cc by-nc)

Schulen sind computertechnisch immer besser ausgestattet, viele LehrerInnen nutzen die neuen Möglichkeiten für den Unterricht, indem sie neue, kreative Methoden entwickeln. Schön, wenn es da Orte gibt, wo diese Ideen gesammelt werden.

Einer davon ist unterrichtsideen.ch. Das Wiki ist sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet und listet derzeit knapp 100 Methoden auf, inkl. vieler hilfreicher Details (Links zu Anleitungen etc.). Die MacherInnen rufen dazu auf, weitere Ideen einzureichen.

[via Goemans Medienblog]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Spielend lernen?

LfM-Dokumentation/Band 41 auf lfm-nrw.de

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat es sich derzeit scheinbar zur Aufgabe gemacht, Lernen und Computerspiel in allen Fassetten zu hinterfragen – gut so! Nachdem vor Kurzem ein sehr praxisorientierter Projekt-Kompass erschien (wir berichteten), wurde für die Dokumentation „Spielend lernen? – Eine Bestandsaufnahme zum (Digital) Game-Based Learning“ Johannes Breuer damit beauftragt, einerseits die ‚ernsthaften Spiele‘ – also die Serious Games und deren IST-Stand zu hinterfragen und zum anderen das (Digital) Game-Based Learning im Allgemeinen darzustellen.

Auf 68 Seiten kann Mensch sich einen Überblick über aktuelle Trends und Möglichkeiten verschaffen. Natürlich geht der Autor auch auf bestehende Probleme wie die häufige Trennung von Spiel- und Lerninhalten ein, welche vor allem ältere Serious Games für den Gamer bzw. Lernenden zu durchschaubar und unattraktiv gestalten. Für mich besonders spannend ist auch die Frage nach den sogenannten COTS-Spielen (‚commercial off-the-shelf games’), also kommerziell erfolgreiche und beliebte Games und deren Einbindung in (Digital) Game-Based Learning Szenarien.

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter des Instituts für Computerspiel - Spawnpoint. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv