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YouTube Universum

Wer sich schon mal intensiver mit YouTube auseinander gesetzt hat, ist fast zwangsläufig über Bertram Gugel gestolpert, der seit Jahren brilliant insbesondere die ökonomischen Veränderungen im Webvideo-Markt analysiert.

Nun hat er eine Visualisierung zu YouTube-Deutschland veröffentlicht, die dazu einlädt, Vernetzung innerhalb der YouTube-Szene zu entdecken. Die Visualisierung macht ein paar Punkte sehr deutlich:

  • YouTuber sind vor allem nach ihren Netzwerken organisiert und vernetzt
  • klassische Medienunternehmen sind deutlich isolierter als neu entstandene MCNs
  • die Netzwerke verfolgen offenbar unterschiedliche Vernetzungsstrategien unter ihren YouTubern

Soweit keine wirkliche Überraschung – das Tool ist dennoch praktisch, um ausserhalb des YouTube-Universums durch die verschiedensten Kanäle surfen zu können und neues zu entdecken – dafür wären noch weiterreichende Infos und Verlinkungen zu den Kanälen praktisch.
Sowohl MedienpädagogInnen als auch Jugendlichen wird mit dem Tool ein strukturierter Blick auf die Szene möglich, dieses Wissen kann als gute Gesprächsgrundlage in medienpädagogischen Projekten dienen, die visuelle Aufbereitung lädt auch zum gemeinsamen Entdecken ein.

Weitere Aspekte beleuchtet Spiegel Online.

 

YouTube-Channel des Monats: Shore, Stein, Papier

„Erzählungen aus einem Leben inmitten von Frühstücksblech und Affen, Kokarausch und Wahn, Beschaffungskriminalität und Drogendeals, Knastschlägerei und Flucht.“

Wer glaubt, erfolgreiche YouTube-Channels gibt es nur im seichten Unterhaltungsbereich, wird von zqnce (wie Sequence ausgesprochen) und ihrer Serie „Shore, Stein, Papier“ eines besseren belehrt. Seit mittlerweile 2,5 Jahren erzählt ihr Protagonist wöchentlich in konsumierbaren, youtube-kompatiblen Häppchen in 5-15 Minuten von seinem Leben, das er wie eingangs zitiert zwischen „Frühstücksblech und Knastschlägerei“ wähnt. Über inzwischen 350 Folgen kann nachvollzogen werden, wie sich dies entwickelt hat, der Protagonist „Sick“ gibt tiefe Einblicke in das Leben eines Junkies, in das Leben eines Knackies – und seinen Weg dort wieder heraus. Dazu braucht das Channel-Konzept nichts als den Protagonisten selbst, der am Küchentisch in 2 Kameras aus seinem Leben erzählt. Ausbrüche aus diesem Setting sind höchst selten – so wird auch die These, Videoproduktion sei automatisch immer teuer, wiederlegt – wenn nur die Geschichte fesselnd genug ist. So werden die Zuschauerzahlen von Eingangs mehreren Hunderttausend auf Heute noch wenige Zehntausend immer kleiner, doch ist die Fangemeinde nach über 350 Videos dafür immer noch beachtlich.

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YouTube-Channel des Monats: So Behindert

Das Großartige an YouTube ist die Vielfalt. Und die spannenden Einblicke in Gedanken und Leben Anderer. Beides bedient SoBehindert ganz bravourös, deswegen ist er unser Channel des Monats Juni.

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YouTube-Channel des Monats: Marie Meimberg

Es gibt ja nicht oft die Momente, wenn „das Internet“ auf „diese YouTuber“ trifft – also genauer hier Sascha Lobo als Vertreter der „alten sozialen Medien“ und „Kelly aka MissesVlog“ als Vertreterin der „neuen sozialen Medien“.
Wenn das dann noch von Marie Meimberg in ihrem Stammtisch-Format gehostet wird, wird man bestens unterhalten – und lernt auch noch ein wenig, vor allem, das sich die beiden Welten eben gar nicht so viel überschneiden.

Auch z.B. der Stammtisch mit Stefan Niggemeier und LeFloid zum German Wings Absturz und dem Umgang damit im Netz ist höchst spannend.

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Tipps zum Umgang mit Hate Speech

Trolle, Shitstorms, böse Kommentare – drei Phänomene, in der sich eine dunkle Seite des Internet zeigt: Die teilweise sehr verbreitete hasserfüllte Kommunikation im Netz, auch bezeichnet als Hate Speech. Nicht nur Betreiber_innen von Nachrichtenwebsites sind betroffen und haben begonnen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Auch Produzent_innen von YouTube-Videos oder politisch engagierte Menschen können ein Lied davon singen.

Daher ist Hate Speech ein klassischer Gegenstand von Medienpädagogik – im Sinne der Prävention bei potenziellen «Täter_innen», aber auch zur Stärkung und Unterstützung von Betroffenen. Die Amadeu Antonio-Stiftung hat hierfür nun eine hilfreiche Broschüre veröffentlicht, in der zahlreiche Expert_innen das Problem aus verschiedenen Winkeln betrachten und hilfreiche Tipps geben. Die Publikation steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

YouTube-Channel des Monats: hyperbole.tv

YouTube und Co sind unerschöpfliche Quellen für medienpädagogische Inspiration – ab sofort präsentieren wir einmal monatlich den Channel des Monats – mal ein medienpädagogisches Angebot, mal etwas, das medienpädagogische Praxis inspirieren kann, mal Jugendkultur..

Den Anfang macht hyperbole.tv – sie selbst beschreiben sich so:

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YouTube in der Bildungsarbeit: Wer macht was?

YouTube ist schon ein interessantes Thema. Seit etwa ein bis zwei Jahren häufen sich auch seitens der Medienpädagogik Artikel rund um YouTube als Bildungsmedium. Viele reden darüber, viele beschäftigen sich damit und auch wir vom Praxisblog haben nach einer langen Videotutorial-Pause mit unserem Kooperationsprojekt medienbier.tv den aktiven Schritt in das neue Leitmedium  gewagt.

Dennoch sind es gefühlt wenige Pädagoginnen und Pädagogen, die YouTube wirklich als Bildungsmedium verwenden. Ich schreibe bewusst „gefühlt“, denn bestimmt gibt es sie, nur kenne ich sie nicht. Ich bin also auf der Suche nach allen, die YouTube aktiv für ihre Arbeit verwenden, egal ob für Jugendliche oder Erwachsene. In einem Etherpad möchte ich gerne für uns alle eine kleine Übersicht aktiver PädoYouTuber erstellen, mit dem Ziel der Vernetzung und des gegenseitigen Kennenlernens. Also, los gehts: https://medienpad.de/p/youtube_medienbildung

Tozzl – eine kostenlose Pinnwand im Netz

Ich finde es immer wieder spannend, für mich noch unbekannte Dienste und Tools im Netz zu finden. Viele sind oftmals noch nicht 100% ausgereift, zeigen aber gute Ansätze und sind vielversprechend. So zum Beispiel auch Tozzl. Hierbei handelt es sich um eine simple Online-Pinnwand. Neue Pinnwände können privat oder öffentlich erstellt werden und sind über eine ID anderen zugänglich. Wer über das entsprechende Passwort verfügt, kann an dieser Wand mitarbeiten, Texte schreiben, Bilder, Videos oder Dateien hochladen oder mit anderen Personen chatten.

Leider eignet sich Tozzl noch nicht dafür, mit mehreren Personen zeitgleich zu arbeiten, wie beispielsweise bei einem Etherpad, da für die Darstellung der neuen Informationen die Seite aktualisiert werden muss. Ich finde jedoch das Grundprinzip für eine kollaborative Arbeit sehr gelungen und denke, dass es bereits jetzt seine Anwendungsgebiete finden wird.

medienbier.tv – der Elternabend auf YouTube

Medienbier ist eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen Medien, Bi-ldung und Er-ziehung und bezeichnet ein innovatives Kooperationsprojekt im Bereich der Medienbildung, das nun unter www.medienbier.tv offiziell gestartet wurde.

Konkret geht es um Themen aus den Bereichen Medienerziehung und Medienbildung, die in typischen Elternabenden zu finden sind. „“Whatsapp und mobile Kommunikation“, „“Wie lange darf mein Kind fernsehen?“, „“der kindgerechte Einstieg ins Internet“, „“Medienangst und –abhängigkeit“ … das sind nur wenige der zahlreichen Themen, die vom Evangelischen Dekanat Ingelheim, medien+bildung.com, dem Institut für Medienpädagogik – Landesfilmdienst Mainz e.V., dem MUK Hessen e.V. und dem Medienpädagogik Praxis-Blog in kurzen und prägnanten Videos über einen YouTube-Kanal beantwortet werden.

Die Initiatoren wollen mit diesem Projekt Eltern, Lehrern und Pädagogen verständlich und vor allem kostenlos Tipps und Hilfestellungen rund um das große Thema „Medienerziehung“ zukommen lassen, zum Anderen einladen, über Erfahrungen, Methoden und Vorschläge im YouTube-Kanal oder auf der Facebook-Seite zu diskutieren.  Insgesamt soll einmal pro Woche ein neues Video mit aktuellen und/oder traditionellen Themen aus dem Bereich der Medienerziehung erscheinen.

Die Absicht ist es, über das Format YouTube eine breitere Zielgruppe zu erreichen, die unabhängig von einer fernsehtypischen „Sendezeit“ auf die Bildungsinhalte zugreifen wollen. Eltern, Erziehende und Pädagogen sollen dann die Antworten bekommen, wenn sie eine Frage haben und nicht erst, wenn der nächste Elternabend stattfindet. Hierbei ist es egal, ob das Video über den PC, ein Tablet oder ein Smartphone abgerufen wird. Ort, Zeit und Endgerät spielen eine untergeordnete Rolle, allein das persönliche Interesse ist ausschlaggebend.

 

Expeditionen zu YouTube

An keiner Stelle ist der Unterschied der Medienwelten von Kindern/Jugendlichen und von (älteren) Erwachsenen so deutlich wie bei Fernsehen bzw. YouTube. Umso wichtiger ist Vermittlungsarbeit ebenso wie die Entwicklung von medienpädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Wichtig für beides sind passende Materialien wie Erklärvideos, Hintergrundinformationen und aufschlussreiche Beispiele. Eine wahre Fundgrube in diesem Zusammenhang ist die (traditionell) umfangreiche Dokumentation der Fachtagung «Ich zeigs Dir – YouTube» des ServiceBureau Jugendinformation Bremen. Ebenso aufschlussreich ist ein Mitschnitt eines Vortrags (wenn auch in sehr schlechter Qualität) der YouTuber JustKetchup und Simon. Und immer wieder schön: der obige Klassiker «Was ist YouTube», ein dankbarer Einstieg in jeden Vortrag.

[thx Said Köse]

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