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Mastodon: Ein dezentrales Soziales Netzwerk

Soziale Netzwerke und ihre strukturellen Zusammenhänge sind immer Thema in der Medienpädagogik. Versuche, dezentrale soziale Netzwerke aufzubauen, gibt es mit Diaspora, Friendica und GNU Social schon einige. Die ersten beiden richten sich eher an Facebook-Nutzer*innen, GNU Social hat sich mit StatusNET zusammengetan und richtet sich eher an Nutzer*innen von Twitter. Letzteres hat nun mit Mastodon einen weiteren Konkurrenten bekommen. Eine Konkurrenz für GNU Social ist das nicht, denn die Benutzer*innen beider Plattformen können untereinander agieren – ein feiner Vorteil offener Standards. Den ganzen Beitrag lesen

Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.

Einsteigen ins Twittern in der Schule

Social Media in der Schule finde ich alles andere als trivial: Wer es «richtig» (im Sinne von «die Möglichkeiten des Mediums wahrnehmend») nutzen möchte, der/die muss richtig einsteigen, was weder allen Lehrpersonen noch allen Schüler_innen liegt – und meistens ist mit einem adäquaten Einsatz von Social Media auch eine Kulturveränderung verbunden. Gleichzeitig sind genau das auch oft Gründe es doch zu tun… 🙂

Es gibt aber auch ein Dazwischen, das zeigen die Unterrichtsideen zu Twitter von Christiane Schicke, die mit ihrer Grundschulklasse in verschiedenen Zusammenhängen getwittert hat. Mir gefällt, dass in jedem der genannten kleinen Projekte ein spezifischer Aspekt des Mediums genutzt wird, alle Ideen aber auch sehr einfach umsetzbar sind und alle vom Inhalt bzw. vom Unterricht aus gedacht sind. In diesem Sinne finde ich den Blogbeitrag eine gute Empfehlung für alle, die niedrigschwellig ins Twittern in der Schule einsteigen möchten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

«Ein Dienst, sie alle zu bebildern»

In Jugendarbeit und Medienpädagogik werden viele SocialMedia-Accounts gepflegt – und YouTube, Facebook, Twitter und Konsorten haben alle ihre eigenen Vorstellungen, wie Bilder optimal formatiert sein müssen, damit sie ideal angezeigt werden (und so vielleicht auch mehr Menschen erreichen). So ist es nicht nur schwierig, immer die richtigen Abmessungen im Kopf oder im Blick zu haben, es ist auch ein großer Aufwand, ein Foto für verschiedene Kanäle aufzubereiten. Da kann mensch sich schnell geknechtet fühlen.

Das kostenlose Webangebot «Landscape» mutet da erlösend an: Die Website macht es möglich, mit einem Aufwasch ein Bild in die gewünschten Größen für die wichtigsten sozialen Netzwerke zu bringen. Landscape kennt nicht nur die gängigen Formate, es ist auch sehr einfach gestaltet, hat keine Registrierungs- oder Werbehürden, und bietet am Ende ganz selbstlos eine ZIP-Datei zum Download. Wenn das mal nicht traumhaft ist…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Geschichten auf Instagram erzählen

Dass soziale Netzwerke in der Medienpädagogik nicht nur zur Kommunikation genutzt werden können, sondern auch als Medium für verschiedene Geschichten, ist kein sonderlich neuer Gedanke. Vor allem auf Twitter gibt es zahlreiche pädagogische Projekte, in denen Geschichte(n) (neu) erzählt werden.

Jüngst ist mir ein «shieldfive» über den Mauszeiger gelaufen – ein Thriller, der ausschließlich mit Instagram erzählt wurde und wird. Für mich kann dieses Angebot eine gute Inspiration sein, mit Jugendlichen zusammen auf einem ihrer Netzwerke eine Geschichte zu erzählen.

Haben Sie bereits ein solches Projekt auf Instagram durchgeführt? Ergänzen Sie ihre Erfahrungen gern in den Kommentaren!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Facebook&Co professionell nutzen

Wie trenne ich beruflich und privat in sozialen Netzwerken? Wie gehe ich mit Transparenz und Dauerhaftigkeit im Netz um? Wie werde ich bekannt mit einem Blog, über Facebook oder Twitter? Wie steht es mit dem Recht am eigenen Bild im Netz? Das sind alles Fragen, die sich vor allem Menschen stellen, die zum ersten Mal social media nutzen (möchten), aber auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die schon länger dabei sind. Und Medienpädagog_innen haben hierbei oft eine beratende Funktion.

Im Rahmen des «ichMOOC» der FH Lübeck und anderen sind zahlreiche Expert_inneninterviews zu genau diesen Fragen entstanden, die nun frei (unter einer CC-Lizenz) als Videos verfügbar sind. Für mich eine wertvolle Ressource zum Selbststudium, für Vorträge und zum Einbinden auf Websites.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Das Netz isoliert, macht einsam und egoistisch #einBuchfuerKai

Diesen Satz höre ich auch heute noch relativ oft – sei es auf Elternabenden oder anderen Veranstaltung. Ausdrücken wollen viele Eltern damit die Sorge, dass sich überwiegend Kinder und Jugendliche in virtuelle und digitale Welten zurückziehen und verlieren, die Sozialkontakte abbrechen und kein Anschluss zu „echten“ Menschen mehr vorhanden ist.

Anstatt zu argumentieren, erzähle ich dann viel lieber von schönen Beispielen, die es ohne die soziale Power digitaler Netzwerke nicht geben würde – und die so vielen Menschen auf so unterschiedlichen Weisen geholfen haben: Da wäre die Helfer-Koordination der Fluthilfe in bestimmten Großstädten, da wäre die kollaborative Ansammlung von Wissen in YouTube und Wikipedia – und natürlich ist da auch ein Buch – #einBuchfuerKai.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Website und Social Media richtig vernetzen

Social Media ist ein wichtiges Thema – nicht nur für Medienpädagogen auf Elternabenden und Vorträgen. Für viele Einrichtungen oder auch Freiberufler ist Social Media mittlerweile zu einem unverzichtbarem Bestandteil der eigenen Reputation geworden. Die Frage, die hier für viele im Raum steht ist, wie die bestehende Kommunikation via Homepage am Besten mit Social Media Diensten vernetzt werden kann.

Wer an dieser Stelle Rat sucht, sollte sich den kostenlosen Leitfaden „Website mit Social Media richtig vernetzen“ von Annette Schwindt durchlesen. Die Autorin des Bestsellers „Das Facebook-Buch“ und Betreiberin des Blogs „In Sachen Kommunikation“ stellt über 25 Seiten hilfreiche Tipps zur Social Media Vernetzung vor, die natürlich auch im Bereich der Medienpädagogik ihren Wert finden.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Netzschwingungen auf dem Schirm

Rund um die Medienpädagogik ist gut was los und Pädagog_innen tun und lesen viel um sich weiterzubilden und up to date zu bleiben. Dabei sind verschiedenste Kanäle im Blick zu behalten, was – allein technisch – nicht trivial ist: Twitter, Facebook und Co. und, wie der Shutdown von Google Reader in diesem Sommer gezeigt hat, auch sehr verbreitet RSS-Feeds.

Wer nicht allein einen RSS-Reader braucht, sondern möglichst viel unter einen Hut bekommen möchte, dem/der kann das unter Umständen mit Netvibes gelingen: Mit dem kostenlosen (Freemium) Webservice lassen sich RSS-Feeds, Twitteraccounts, Websuchen usw. in einen Stream bringen und so zumindest übersichtlicher gestalten. Imports insbesondere von Google sind möglich; auch die mobile Nutzung ist ausdrücklich mitbedacht.

Netvibes ist ansprechend gestaltet und gut zu bedienen und sicher eine gute Alternative zu anderen zentralen Webangeboten. Genau wie diese hat Netvibes aber einen Nachteil: Ändert der Dienst seine Politik, kann der eigene Informationsstream auch schnell zusammenbrechen.

[via Björn Maurer, thx!]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Thinkup – der eigene Social Media Report

thinkWer unterschiedliche Social Media Angebote nutzt, stellt sich oft die Frage, wer eigentlich was von einem Beitrag mitbekommt. Viele Angebote stellen Optionen zur Verfügung, womit mensch die eigenen Daten herunterladen kann, allerdings ohne eine entsprechende Auswertung. An dieser Stelle füllt die Open Source Web-Anwendung Thinkup eine Lücke.

Thinkup lässt sich auf einem eigenen Webserver installieren. Hierfür benötigt mensch lediglich eine Datenbank und entsprechenden Webspace. Das hat den Vorteil, dass die gesammelten und ausgewerteten Daten ebenfalls auf dem eigenen Server bleiben. Nach der Installation müssen die entsprechenden Schnittstellen zu den Social Media Diensten eingerichtet werden. Das klingt erstmal kompliziert – ist es aber gar nicht, da diese Schritte sehr gut dokumentiert sind. Die Anwendung ist dann in der Lage, mit Hilfe eines Cronjobs stündlich die Daten von Twitter, Facebook, Foursquare und Co abzurufen und stellt diese in einem Dashboard ausgewertet zur Verfügung. [via]

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Accountkiller – Konto löschen leicht gemacht

accountkillerIm Laufe der Jahre habe ich mich bei sehr vielen Diensten im Netz angemeldet, sei es, um ein bestimmtes Angebot zu testen oder um es wirklich ausgiebig zu nutzen. Skype, Google, Facebook sind nur drei von vielen, ein Account ist in der Regel sehr schnell und mit wenigen Klicks erstellt. Was aber, wenn ich ein Konto löschen möchte? Nicht immer ist das so einfach, oft sind die entsprechenden Buttons und Funktionen gut versteckt – schliesslich wollen die Anbieter ja, dass man mit seinen Daten bei Ihnen bleibt.

Wer es sich hier etwas einfacher machen möchte, sollte einen Blick auf den Accountkiller werfen. Auf dieser Website finden Sie Anleitungen, um Ihr Konto bei über 700 Anbietern zu löschen, wie z.B. Facebook, Skype, MSN, Twitter, Windows Live, etc.

 

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

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