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Empfehlungen zu Apps für den Unterricht

Wenn es um Tablets in der Schule geht, dann ist wohl die meistgehörte Frage, wo es denn gute Apps gebe. Und das ist auch logisch, denn jede_r kommt irgendwann an den Punkt, wo es um passende Apps für den Unterricht geht – bei allen kritischen Hinweisen zu einer gewissen Apperitis.

Nun sind mir zwei Seiten über den Mauszeiger gelaufen, die ich bisher noch nicht auf dem Schirm hatte:

  • Handysektor hat neu eine Übersicht von Apps für die Schule im Angebot. Diese ist nach Fächern sortiert und jede App wird kurz vorgestellt – inkl. Ideen zu Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.
  • Die Website von Andreas Breuer ist ähnlich, aber ein wenig einfacher gestaltet: Dort findet sich eine App-Liste – ebenfalls nach Fächerbereichen sortiert – mit Kurzbeschreibungen und Direktlinks zu den App-Stores.
  • Recht umfangreich und technisch sehr komfortabel gestaltet ist der «Appadvisor» der PH FHNW, wo aber nicht nur Apps, sondern auch Webtools besprochen werden.

Kennen Sie weitere Übersichtsseiten zu Apps in der Schule? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 13.10.2016

Einsteigen ins Twittern in der Schule

Social Media in der Schule finde ich alles andere als trivial: Wer es «richtig» (im Sinne von «die Möglichkeiten des Mediums wahrnehmend») nutzen möchte, der/die muss richtig einsteigen, was weder allen Lehrpersonen noch allen Schüler_innen liegt – und meistens ist mit einem adäquaten Einsatz von Social Media auch eine Kulturveränderung verbunden. Gleichzeitig sind genau das auch oft Gründe es doch zu tun… 🙂

Es gibt aber auch ein Dazwischen, das zeigen die Unterrichtsideen zu Twitter von Christiane Schicke, die mit ihrer Grundschulklasse in verschiedenen Zusammenhängen getwittert hat. Mir gefällt, dass in jedem der genannten kleinen Projekte ein spezifischer Aspekt des Mediums genutzt wird, alle Ideen aber auch sehr einfach umsetzbar sind und alle vom Inhalt bzw. vom Unterricht aus gedacht sind. In diesem Sinne finde ich den Blogbeitrag eine gute Empfehlung für alle, die niedrigschwellig ins Twittern in der Schule einsteigen möchten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Einstieg in das Musizieren und Programmieren mit Sonic Pi (Handbuch Making-Aktivitäten)

Mithilfe eines Lernvideos lernen Jugendliche, Musik mit der freien Software Sonic Pi zu kreieren und üben dabei kollaboratives Arbeiten in Kleingruppen sowie Prinzipien der Programmierung.

Setting Sekundarstufe I in den Fächern Musik und Informatik, ggf. auch mit älteren Jugendlichen und in anderen Kontexten, z.B. freie Jugendarbeit
Dauer zwei Unterrichtsstunden
Zielgruppe Die Projektbeschreibung orientiert sich an Schüler/innen im Alter von 10 bis 14 Jahren in der Unterstufe ohne Vorerfahrung mit Sonic Pi. Mit entsprechender Anpassung ist es auch für Mittel- und Oberstufenschüler/innen geeignet. Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Zielsetzung Schüler/innen sollen durch die kostenlose Software Sonic Pi einen Eindruck darüber erhalten, wie ohne Musikinstrumente Töne entstehen können. Zudem lernen sie einfache Strukturen zu erkennen und üben ein wenig die englische Sprache. Durch die Gruppenarbeit üben sie gemeinsam über ihre Werke zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Die Schüler/innen erhalten durch das Lernvideo eine Idee, wie sie sich selbst ohne der Hilfe von Lehrer/innen weiterbilden können.
Notwendige Ausstattung Computer/Laptop mit Sonic Pi (verfügbar für Windows, Mac, Linux, Raspbian) bzw. Raspberry Pi samt Monitor, Lautsprecher, Tastatur und Maus, Netzteil für Notebook oder Raspberry Pi, eventuell Smartphone/Tablet für die Lernvideo-Wiedergabe, Kopfhörer, für eine Anpassung des Lernvideos: Software für Videoaufzeichnung, Schnitt und Tonaufnahme, Mikrofon für Video-Aufnahme
Aufwand Das Programm ist leicht verständlich und nach Abhängigkeit von den Vorkenntnisse ist mit etwa 30 bis 90 Minuten als Einarbeitungszeit in Sonic Pi für die Lehrkraft zu rechnen. Wenn das Lernvideo modifiziert oder selbst erstellt werden soll, bedeutet dies etwa zwei weitere Stunden Arbeitszeit für die Lehrkraft.

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Markus Peißl Kurzbio
Lehramtsstudent Informatik/Mathematik, Diplomarbeit: "Maker-Workshops an Schulen - eine Potentialanalyse".
Verfasst am 06.07.2016

Das Smartphone in der Salatschleuder

Dass Smartphones und Tablets unter anderem mit den eingebauten vielfältigen Sensoren ein großes Potenzial für Schule und Unterricht bergen, ist kein superneuer Gedanke. Dennoch ist es beeindruckend, was tatsächlich möglich ist, wenn mensch die Möglichkeiten ausreizt, die sich daraus ergeben.

Schüler und Schülerinnen eines Gymnasiums in Freiburg (Breisgau) haben sich im Physikunterricht die einzelnen Sensoren von Smartphones vorgenommen und in zahlreichen Experimenten erprobt, welche Apps für Messungen geeignet sind, was genau gemessen werden kann – aber auch, wie die Technik an sich funktioniert.

Die Experimente zeigen nämlich auch, dass eine solche Auseinandersetzung nicht mit dem puren Einsatz von Smartphones enden muss (auch wenn es spannend ist, die Beschleunigung in einer Salatschleuder zu messen :-)), sondern dass sich auch viel über Smartphones selbst lernen lässt. So wird die GPS-Technologie mit einem Analogieexperiment veranschaulicht.

Die Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit gut dokumentiert und auf der Website unter einer CC-Lizenz für die weitere Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt. Das dürfte nicht nur eine Inspiration für die schulische Arbeit sein, sondern in Teilen auch für die Medienpädagogik allgemein.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

iPad at School

Tablets stoßen auf immer größere Resonanz, wenn es um die Digitalisierung schulischen Lernens geht. Die Geräte sind aber sicher kein Selbstläufer und so stellt sich vielen Menschen die Frage, wie Tablets denn genau in der Schule eingesetzt werden können, damit die Szenarien zum Inhalt, zu den Lehrenden und den Lernenden passen. Und – wie so oft in der Medienpädagogik – ist Austausch über Erfahrungen wichtig.

Auf der Seite iPad@School sammelt ein Lehrer solche Erfahrungen, Einschätzungen und Tipps zum Einsatz von iPads im Unterricht. Besucher_innen finden auf der Seite grundsätzliche Überlegungen und Tipps, aber auch zahlreiche Ideen zu konkreten Szenarien (und ja: auch Apps) in einzelnen Fächern.

 

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 21.10.2015

Schritt für Schritt mit dem Roboter

Lego Mindstorms («EV3») ist ein wunderbares Material, um sich handlungsorientiert und projektbezogen mit Robotern, Programmen und damit letztlich mit Informatik auseinander zu setzen. Ein Wermutstropfen dabei ist allerdings, dass es recht schwierig ist, freies und kostenloses pädagogisches Begleitmaterial zu finden, wodurch meist auf recht teure Bücher zurückgegriffen werden musste.

Spätestens mit der Website EV3Lessons ändert sich das aber. Denn dort stellt ein Team der «First Lego League» eine umfangreiche Sammlung von (Unterrichts)Einheiten zusammen, mit denen (auch in Schule und Medienpädagogik) Schritt für Schritt die Arbeit mit Lego Mindstorms gelernt werden kann. Das alles inklusive Arbeitsblättern, Powerpoint-Präsentationen (!), Bauplänen usw. und mit mehreren Erfahrungsstufen. Noch dazu stehen alle Materialien unter einer CreativeCommons-Lizenz und sind damit frei weiter verwendbar. Obendrein sind auch mehrere Sprachen verfügbar, allerdings (bisher?) kein Deutsch. Insgesamt also ein fast paradiesisches Angebot – und der pädagogischen Arbeit mit Lego Mindstorms steht fast nichts mehr im Wege.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Fotogedichte „Vergnügungen“

Mit diesem Praxisbaustein sollen Jugendliche für die produktive und kreative Arbeit mit Gedichten motiviert werden. Sie erhalten zunächst einen Überblick über verschiedene Gedichtformate und entwickeln dann in Anlehnung an das Gedicht „Vergnügungen“ von Berthold Brecht ein eigenes Gedicht, das sie mit Hilfe der App Book Creator grafisch umsetzen. Den ganzen Beitrag lesen

Peter Holzwarth Kurzbio
http://www.phzh.ch/personen/Peter.Holzwarth http://phzh.educanet2.ch/peter.holzwarth/ - Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich - Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg - Interessengebiete: Aktive Medienarbeit (Fotografie, Video, Audio), Filmbildung, Migration im Film, interkulturelle Bildung, visuelle Forschungsmethoden, Werbung und Werbekompetenzvermittlung, globales Lernen - Autor des Buchs "Kreative Medienarbeit mit Fotografie, Video und Audio."

App in die Geschichte

Geschichte begegnet uns in Städten überall – in dem Denkmal, an dem wir vorbeigehen, in Straßennamen, Gebäuden, Brücken und Plakaten. Als historische Lernorte gelten eigentlich nur Orte, an denen Geschichte erklärt wird. Wie wäre es aber, wenn plötzlich jeder historische Ort zu einem Lernort wird?

Mobile Endgeräte machen dies möglich. Sie bieten Werkzeuge, um auch die Geschichte der Orte, an denen ich mich befinde, zu erkunden und zu untersuchen. Über eine Internetverbindung lassen sich zusätzliche Informationen abrufen – unabhängig davon, ob andere den Ort für so wichtig halten, dass sie dort zum Beispiel einen Informationstext angebracht haben. Das war der erste der beiden Ausgangspunkte für die Konzeption der GeschichtsApp.

Der zweite war die Überzeugung, dass in den lokalen und regionalen Archiven Schätze schlummern, die ihren Weg bislang nicht zu Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern gefunden haben. Die Digitalisierung macht dies aber möglich. Sie kann eine Brücke bauen zwischen Archiv und Schule. Ein Digitalisat ist kein Original. Dennoch bietet es mehr Informationen als die transkribierten Quellenauszüge in den Schulbüchern. Aber wie lässt sich mit digitalisierten Quellen lernen? Und wie lassen sich mobiles Geschichtslernen und Quellen-Digitalisate zusammenbringen? Den ganzen Beitrag lesen

Daniel Bernsen Kurzbio
Lehrer am Eichendorff-Gymnasium Koblenz und Fachberater für Geschichte im Schulaufsichtsbezirk Koblenz. Bernsen bloggt seit 2009 zum Geschichtsunterricht unter: http://geschichtsunterricht.wordpress.com

Wikipedia im Unterricht

Wikipedia ist eigentlich ständig in der Schule präsent: Als Startpunkt von Recherchen, Wissensquelle oder Fotodatenbank; immer wieder wird auch die Online-Enzyklopädie selbst als Medium thematisiert und bewertet. Wikipedia-Artikel als Ausgangspunkt von Lernprozessen zu nutzen ist dagegen bisher eher selten und die vorliegenden Erfahrungen und Unterrichtsmodelle bis dato überschaubar.

Umso schöner, dass Wikimedia Deutschland und das Niedersächsische Kultusministerium die Erfahrungen aus einem gemeinsamen Projekt dokumentieren, das seit einiger Zeit an Schulen im Bundesland stattfindet. Im Reader (PDF, 3MB) finden sich zunächst grundlegende Einschätzungen zur Nutzung von Wikipedia im Unterricht, vor allem aber zehn ausführliche Projektberichte aus verschiedenen Klassenstufen, Fächern und Schularten. Weit mehr als ein guter Anfang!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Bilder sammeln, präsentieren und diskutieren

Mit bildbild.ch möchte ich heute eine Seite vorstellen, die sich ganz dem Thema Fotografie widmet. Die Seite verfügt über zahlreiche Fotos mit einem Bezug zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen Anlässen oder Naturereignissen und bietet zudem sehr gute Hilfestellungen für die Verwendung der Werke im Unterricht. Ein umfangreiches Glossar informiert die Schülerinnen und Schüler über Begriffe wie „Bildausschnitt“, „Motiv“, „Bildargumentation“ oder „Inszenierung“ während kleine Hilfestellungen und Anregungen der Lehrperson die Verwendung der Fotos im Unterrichts-Kontext erleichtern.

Bildbild ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Hochschule Zürich, der Stiftung Bildung & Entwicklung Schweiz und der Fotostiftung Schweiz und bietet allen ein gutes Handwerkzeug, die sich mit dem Thema Fotografie im Bildungsbereich auseinandersetzen wollen.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Bildungsreferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, politische Jugendbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

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