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Inklusion mitgedacht: Social Media für alle!

In der Reihe „Schriften zur lokalen Medienarbeit“ veröffentlicht die LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. (LAG LM) Publikationen, die praktische Hilfen, Methodensammlungen und Hintergrundwissen für die medienpädagogische Praxis anbieten. In der neuesten Veröffentlichung widmet sich die LAG LM den sozialen Medien unter dem Gesichtspunkt der Inklusion. In Zusammenarbeit mit Expert*innen aus der inklusiven Medienpädagogik und Jugendmedienarbeit sowie dem Kinder- und Jugendschutz werden Chancen und Risiken des Mediums unter die Lupe genommen.

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LAG Lokale Medienarbeit NRW Kurzbio
Die Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V. (LAG LM) ist ein Netzwerk aus über 190 Mitgliedern in NRW, die eigenständig kulturelle, soziale, politisch-bildende und pädagogische Medienarbeit vor Ort leisten. Als Fachstelle haben wir den Schwerpunkt Inklusive Medienarbeit. Wir informieren, beraten und bilden fort. Wir sind Träger landesweiter Projekte der Jugendmedienarbeit, die wir in Kooperation mit unseren Mitgliedern und weiteren Akteuren der Medienarbeit durchführen. Wir unterstützen lokale und regionale Organisationen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Medienprojekten.

Den Daten auf der Spur

Jedes Mal, wenn wir eine Website aufrufen, in sozialen Netzwerken chatten oder online einkaufen gehen, hinterlassen wir Spuren. Diese Spuren sind Daten, die auf Websites gesammelt werden. Was sich hinter dem Begriff der Daten verbirgt, wie Unternehmen personenbezogene Daten nutzen und wie diese geschützt werden können, möchte der medienpädagogische Workshop „Den Daten auf der Spur” aufzeigen, der von Studierenden der Hochschule München realisiert wurde.

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Seminar Hochschule München Kurzbio
Wir veröffentlichen Ergebnisse aus dem Seminar "Handlungsmethoden im Kontext der Mediatisierung" (Leitung: Astrid Meckl, JFF, und Björn Friedrich, SIN), das an der Hochschule München im Master-Studiengang „Soziale Arbeit, Forschung und Digitalisierung“ durchgeführt wird.

„Was ist ein schönes Bild?“

Im Rahmen des Projektes „Was ist ein schönes Bild?“ haben wir uns gemeinsam mit jugendlichen Mädchen im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren mit den Themen Selbstdarstellung und Schönheitsidealen in sozialen Netzwerken beschäftigt. Das Projekt wurde mit der 7. Klasse einer Mädchen-Realschule durchgeführt. Die Teilnehmer:innen sollten u.a. dazu angeregt werden, die Bedeutung von Bildern in sozialen Netzwerken und deren Wirkung auf die Außenwelt zu reflektieren und zu vergleichen. Hierbei standen die Eigen- und Fremdwahrnehmungen im Fokus.

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Seminar Hochschule München Kurzbio
Wir veröffentlichen Ergebnisse aus dem Seminar "Handlungsmethoden im Kontext der Mediatisierung" (Leitung: Astrid Meckl, JFF, und Björn Friedrich, SIN), das an der Hochschule München im Master-Studiengang „Soziale Arbeit, Forschung und Digitalisierung“ durchgeführt wird.

Die Macht der Algorithmen – Ein H5P Quiz zur Förderung der Medienkritikfähigkeit von Jugendlichen

Soziale Netzwerke stehen bei Kindern und Jugendlichen nicht erst seit ein paar Jahren hoch im Kurs. Es ist längst bekannt, dass bei der Nutzung dieser Dienste Daten über die User_innen gesammelt werden. Was im Hintergrund sozialer Netzwerke mit diesen Daten geschieht, bleibt jedoch oftmals unbekannt. Anhand solcher Daten entscheiden Algorithmen darüber, welche Nachrichten die Nutzerinnen und Nutzer sehen, welchen Leuten sie folgen sollten und welches Produkt sie interessieren könnte. Wissen über die Macht der Algorithmen kann als Teil einer ausgebildeten Medienkompetenz angesehen werden, denn so können vorgeschlagene Beiträge, Videos oder Nachrichten durch die Rezipierenden richtig eingeordnet werden. Im Artikel wird ein medienpädagogisches OER-Quiz zu Algorithmen in Sozialen Medien für Jugendliche vorgestellt und Vorschläge zur didaktischen Nutzung aufgezeigt. Zusätzlich zum Quiz werden Diskussionsanregungen zur Verfügung gestellt, damit Teilnehmende basierend auf ihrem Interesse bestimmte Aspekte vertiefen können.

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Max de Baey-Ernsten Kurzbio
studiert M. A. Kinder- und Jugendmedien an der Universität Erfurt, vorher B. A. Bildung, Erziehung und Kindheit / Childhood Studies in Darmstadt.
Sebastian Hilt Kurzbio
hat Pädagogik in Bamberg studiert. Aktuell absolviert er den Master-Studiengang Kinder- und Jugendmedien in Erfurt.

Social Media – Antisocial Media? – «The social Dilemma» (Jeff Orlowski, USA 2020)

Lassen wir mit der Verbreitung und Nutzung von Social Media zu, dass unser gesellschaftlicher Zusammenhalt kaputt geht, dass wir manipuliert werden, dass wir süchtig oder depressiv werden?

Der Dokumentarfilm „Das Dilemma mit den sozialen Medien“/ «The social Dilemma» (Jeff Orlowski, 9.9.2020, Netflix) lässt unterschiedliche Technologie- und Finanzexpertinnen und -experten zu Wort kommen, die aufgrund ihrer früheren Arbeit bei Social Media Firmen einen vertieften Einblick in deren Strategien, Ziele und Methoden gewonnen haben. Parallel dazu erzählt er die Geschichte einer Familie, in der ein Junge und ein Mädchen auf unterschiedliche Art und Weise an Social Media Nutzung leiden. Der Film ist für die eigene Weiterbildung von Medienpädagoginnen und Medienpädagogen interessant und kann auch gut in Veranstaltungen zum Einsatz kommen. 

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Peter Holzwarth Kurzbio
http://www.phzh.ch/personen/Peter.Holzwarth http://phzh.educanet2.ch/peter.holzwarth/ - Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich - Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg - Interessengebiete: Aktive Medienarbeit (Fotografie, Video, Audio), Filmbildung, Migration im Film, interkulturelle Bildung, visuelle Forschungsmethoden, Werbung und Werbekompetenzvermittlung, globales Lernen - Autor des Buchs "Kreative Medienarbeit mit Fotografie, Video und Audio."

In eigener Sache: @medienpaed bei Instagram

Das Medienpädagogik Praxis-Blog ist nun auch bei Instagram vertreten! Wer mag, findet uns unter www.instagram.com/medienpaed und darf uns dort abonnieren, liken und virtuelle Herzchen schenken.

Zugegebenermaßen outen wir uns mit diesem Schritt nicht gerade als „early adopter“, aber wir haben uns lange überlegt, ob dieses Portal die passende Adresse für uns ist. Schließlich können wir keine Hochglanz-Fotos liefern, sondern nur Vorschaubildern zu längeren Texten, die nicht direkt verlinkbar sind. Da sich aber Instagram zunehmend zu einem digitalen Gemischtwarenladen wandelt, in dem neben Selfies, Foodporn und Urlaubsfotos auch (medien-)pädagogische Inhalte zu finden sind, wagen wir nun diesen Schritt. Wir möchten euch schließlich auf möglichst vielen Kanälen über neue Blogbeiträge informieren.

Und bevor jemand fragt: Nein, bei TikTok, Snapchat o.ä. sind wir derzeit nicht präsent. Lasst uns in ein paar Jahren nochmal darüber reden…

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, Games und Jugendpartizipation. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Mit Tobias Albers-Heinemann schrieb er mehrere Elternratgeber, zuletzt 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln). Mit Michael Dietrich und Sebastian Ring veröffentlichte er 2020 den Sammelband "Medien bilden Werte. Digitalisierung als pädagogische Aufgabe" (kopaed, München).

Mit HumHub ein kleines Soziales Netzwerk aufbauen

Facebook-Gruppen sind eine großartige Möglichkeit, um sich auszutauschen und Dinge zu organisieren. Allerdings ist es nicht immer möglich oder nicht gewünscht, dass Facebook genutzt wird. Auf der Suche nach alternativen bin ich vor einiger Zeit auf den Dienst HumHub gestoßen. HumHub wirbt mit dem Slogan „The flexible Open Source Social Network Kit for Collaboration“. Einfach gesagt, ist es ein Facebook-Groups zum selbst hosten – mit ein paar schicken extras und natürlich auch Nachteilen. Der Größte Nachteil ist, dass es nicht Facebook ist. Heißt, die Leute müssen sich extra registrieren – „uff, noch ein Login“, sagen die einen. „Kein Problem“, sagen all jene, die einen Passwortmanager nutzen. Man kann sich aber z.B. auch mit seinen Facebook-Daten einloggen. Ein weiterer Nachteil ist, dass es keine App gibt. Allerdings ist das Layout responsive und kann problemlos auf dem Handy genutzt werden. Den ganzen Beitrag lesen

Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.

Mastodon: Ein dezentrales Soziales Netzwerk

Soziale Netzwerke und ihre strukturellen Zusammenhänge sind immer Thema in der Medienpädagogik. Versuche, dezentrale soziale Netzwerke aufzubauen, gibt es mit Diaspora, Friendica und GNU Social schon einige. Die ersten beiden richten sich eher an Facebook-Nutzer*innen, GNU Social hat sich mit StatusNET zusammengetan und richtet sich eher an Nutzer*innen von Twitter. Letzteres hat nun mit Mastodon einen weiteren Konkurrenten bekommen. Eine Konkurrenz für GNU Social ist das nicht, denn die Benutzer*innen beider Plattformen können untereinander agieren – ein feiner Vorteil offener Standards. Den ganzen Beitrag lesen

Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.

Lösch Dich – Einblicke in HateSpeech-Netzwerke

Letzte Woche hat ein Team um Rayk Anders eine Webvideo-Doku zu einem nach wie vor stark unterbeleuchteten Thema veröffentlicht. Ein Jahr sind der YouTuber und sein Team tief in vor allem rechte Netzwerke vorgedrungen, haben sich Fake-Accounts angelegt und das Vertrauen der Akteure dort erarbeitet. Im militärisch anmutenden und organisierten „Reconquista Germanica“ Netzwerk treffen verschiedenste Akteure – von der rechtsextremen, jungen und netzaffinen Identitären Bewegung bis zum AfD-Funktionär (die rein männliche Schreibweise ist Absicht, Hass scheint vor allem männlich zu sein) – aufeinander, um gemeinsam in einem sogenannten „Infokrieg“ koordinierte Aktionen im Netz zu starten, um vor allem politische Meinungsbildung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Sie geben damit wertvolle Einblicke und weiternutzbare Inhalte für die Medienpädagogik.

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Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.

Medienkompetenzerwerb a la Österreich

Medienpädagogik zieht gerade massiv in die Schule ein. So ist nicht verwunderlich, dass immer mehr Materialien auch direkt auf den schulischen Kontext hin hergestellt werden. Mit etwas pädagogischer Fantasie sind die Materialien aber sicherlich auch in außerschulischen Bildungszusammenhängen einsetzbar.

Nachdem  wir erst kürzlich auf die Fake News-Check App hingewiesen haben, lohnt es sich auch einen Blick auf die Schul-Offensive gegen Fake-News aus Österreich. Die in Zusammenarbeit mit dem Österreichischem Bildungsministerium von saferinternet.at und mimikama hergestellten 16 Videos mit  Schüler- und Lehrerunterlagen stehen nicht nur unter CC Lizenz kostenfrei im Netz, sondern sprechen auch zwei unterschiedliche Altersgruppen an (10 – 14 Jahre und 14 – 19 Jahre).

Insgesamt werden neben einer Grundeinführung in Soziale Medien und einem Verabschiedungsvideo (könnte man auch am Anfang zeigen, da es größtenteils die Motivation und Haltung der Macher der Reihe darlegt), behandeln die Videos sieben Themen, jeweils für die entsprechende Altersgruppe ( Cybermobbing, Dein digitales Ich, Alles Fake?, Kettenbriefe, Onlinesuche und Impressum, Filterblase, Social Bots). Die Videos führen jeweil in 3 – 4 Minuten ins Thema ein, die Schülerunterlagen geben ergänzende Infos und stellen offen Fragen zum Nachdenken. Die Lehrermaterialien bieten Fragen und die didaktische Einbettung in ein Unterrichtsgespräch an.

Insofern ist der Titel „Offensive gegen Fake News“ etwas verwirrend, denn letztendlich geht es um die grundsätzliche Auseinandersetzung und den Kompetenzerwerb bezüglich sozialer Medien im Netz. Dafür bieten die Materialien eine gute Ausgangsbasis – wenn man auch aufpassen muss, dass rechtliche Grundlagen z.B. nicht einfach nach Deutschland übertragbar sind.

Als Kritik sei noch angemerkt, dass die Unterschiede der Materialien zwischen den Altersgruppen manchmal sehr marginal sind, zumindest in den von mir angeschauten Materialien. Hier hätte ich mir den Zuschnitt von Videos und Sprachstil noch mal differenzierter auf die Altersgruppen gewünscht. Insgesamt stellen sie aber ein gutes Angebot – nicht nur für Lehrpersonen in der Schule – dar, mit Jugendlichen über die genannten Themen in eine Auseinandersetzung zu kommen.

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 11.01.2018

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