Thema App »

Kreatives App-Design mit dem MIT App Inventor

WhatsApp, Spotify, Candy Crush… Jeder benutzt täglich zahlreiche Apps. Doch selbst kreativ zu werden und eine App zu konzipieren und zu entwickeln ist gar nicht so schwer! Der MIT App Inventor macht hier spannende Projekte möglich. Im Projekt „Genial digital“ entwickelten Kinder kleine eigene mobile Anwendungen. Dadurch werden sie für Funktions- und Wirkweisen der Apps sensibilisiert und zu einer aktiven Mediengestaltung angeregt. Den ganzen Beitrag lesen

Anja Gebauer Kurzbio
Anja Gebauer forscht, lehrt und arbeitet am Institut für Kunstpädagogik als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Im Rahmen ihrer Promotion forscht sie zum Einsatz digitaler Medien in der Kunstvermittlung. Begleitend dazu beschäftigt sie sich im praktischen Feld in der Kunstvermittlung für Museen und außerschulische Träger. Seit 2017 betreibt sie zudem als Mitgründerin und Autorin den Kulturblog „Aktuellkulturell“ (https://aktuellkulturell.wordpress.com/).

Chat-Geschichten erstellen

Auch in der Medienpädagogik gilt: Geschichten, Narrative und Erzählungen prägen unsere Lernerfahrungen unmittelbar und tiefgreifend. Was früher in mündlicher Überlieferung, dann gedruckt und schließlich in Ton, Film und Computerspielen möglich war, lässt sich nun mit den neuen Kulturtechniken des Webs und mit Apps auch einfach selbst produzieren. Eine Erzähltechnik hierfür sind Chat-Geschichten (engl. chat stories).

Medienpädagogisch lässt sich vieles rausholen: Dialogische Inszenierung bekannter und neuer Texte, Imaginierte Selbstreflexion mit virtuellem Gegenüber, Geschichten in Gesprächsform, Frage-Antwort-Chats zur Wissensvermittlung, spannungsgeladene Fiktion, Feedback-Schleifen als Lernreflexion, Lovestory, …

Und wie erstellt man Chat-Geschichten ganz praktisch und möglichst kostenlos?
Ich habe mir ein paar Möglichkeiten angeschaut und stelle euch hier die praktikabelsten vor: Den ganzen Beitrag lesen

Medienhäppchen für die Jugendarbeit

Es ist wichtig, dass Medien mehr in die Jugendarbeit finden. An vielen Stellen wird immer wieder überlegt, erprobt und werden Ideen geteilt. Ich bin persönlich der Auffassung, dass Jugendarbeit ihr Konzept grundlegend überdenken muss und Medien eher ein Querschnittsthema werden müssen. Gleichzeitig ist dabei auch klassische Medienpädagogik weiterhin gefragt. medien+bildung hat hierfür jüngst die kostenlose (und CC-lizensierte) Broschüre «Medienbildung in der Jugendarbeit – Methoden für die Praxis» [PDF // iBook] veröffentlicht, die hierfür zahlreiche Ideen an einem Ort versammelt. 

Kategorisiert nach klassischen medienpädagogischen Tätigkeitsbereichen (Audio, Video, Foto, Comic, Smartphone, Web, Jugendschutz, digitale Spiele) werden konkrete Methoden vorgestellt, mit denen sich Medien in Jugendarbeitssettings thematisieren lassen. Dabei handelt es sich um kurze pädagogische Methodenbeschreibung (ähnlich wie in einer Spielesammlung), die von den Autor_innen recht konkret beschrieben sind, inkl. Zielgruppe, Zielen, benötigten Materialien und konkreten Hinweisen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.

In meinen Augen ist die Broschüre daher ein wertvolles ergänzendes Hilfsmittel für Jugendarbeiter_innen, wenn es darum geht, an konkreten Stellen Medien zu thematisieren.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Kreative Kurzvideos ohne Filmschnitt produzieren: Snapchat Stories

Das Storyboard wurde gemeinsam entwickelt, der Videodreh macht allen Spaß, das Material ist schließlich fertig aufgezeichnet – und dann ist der Arbeitsschritt des Schneidens fällig. In der großen Gruppe macht diese zeitaufwändige Aufgabe dann meist wenig Sinn, u.a. weil sie viel Konzentration erfordert. Mit der Smartphone-App Snapchat kann für kleinere Videoprojekte im Kontext der Medienpädagogik ein anderer Weg gewählt werden, der ohne Filmschnitt auskommt. So können zum Beispiel Erklärvideos mit wenig Zeitaufwand produziert oder Storyboardentwürfe kurz getestet werden.

Wie das genau funktioniert erklärt der folgende Artikel mit einigen Beispielen und Erfahrungen aus der praktischen Arbeit. Den ganzen Beitrag lesen

Matthias Andrasch Kurzbio
Edu-Hacker, Blogger, arbeitet und denkt an der Schnittstelle von Medienpädagogik und Informatik. Ansonsten alles mit #Open.
Verfasst am 25.04.2017

(Live-)Berichterstattung für alle

Dank Smartphone, Tablet und mobilem Internet war (Live-)Berichterstattung für alle noch nie so einfach wie heute. Und so sind Livestreams von Jugendveranstaltungen, Reportagen von Projekten und andere eher journalistische Formate in der Medienpädagogik häufiger geworden.

Alle, die in die mobile Berichterstattung einsteigen möchten, können ab sofort an Profiwissen anknüpfen. Al Jazeera hat mit «Mobile Journalism» eine kostenlose Handreichung (PDF) herausgegeben, in denen die Grundlagen von journalistischem Arbeiten mit mobilen Medien anschaulich zusammengestellt werden. Dazu gehören Hinweise auf geeignete Apps und Hardware, Tipps und Checklisten für Livestreams und vieles mehr. Leider ist die Publikation auf Englisch verfügbar und zudem unter keiner offenen Lizenz. Aber für die persönliche Weiterbildung und Vorbereitung von Medienpädagog_innen sicher geeignet.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Der Seitenstark-Chat auch auf dem Smartphone

Mein Herz schlägt ja eher für die Bescheidenen und Beständigen. Und dazu gehört der Seitenstark-Chat: Seit langen Jahren dabei, bieten die Macher_innen ein verlässliches, professionelles Angebot für Kinder und Jugendliche – einen betreuten, sicheren Chat – und begeistern damit auch die Eltern.

Neben dem Onlineangebot gibt es nun auch eine App, mit der junge Menschen das Angebot auch auf einem Smartphone nutzen können. Das ist sicher nicht der neue hippe Shit, auf den die Medienpädagogik gern mal schielt. Aber genau das, was Seitenstark so gut macht: Ein einfaches, aber verlässliches Angebot. Und das verdient weitergesagt zu werden.

Leider ist die App bisher nur für Android verfügbar – ich bin gespannt, wann es auch eine Version für iOS gibt.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 26.01.2017

Online-Kurs: Making mit Kindern – Einfaches Programmieren: Scratch & Co. – Teil 2/7

In der zweiten Einheit des Online-Kurses „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ dreht es sich um das erste Programmieren – mit Scratch & Co.

Um das geht’s Einfaches Programmieren: Scratch & Co.
Zielsetzung Programmierumgebung für Kinder kennenlernen und ausprobieren, erstes eigenes Programmieren
Einheit Teil 2/7 des Online-Kurses
Der Kurs Die siebenteilige Kurs „Making. Kreatives digitales Gestalten und Experimentieren mit Kindern“ ist eine Einführung in unterschiedliche Making-Werkzeuge und -Aktivitäten für Kinder in der Schule und Freizeit. Der Kurs stellt dabei ausgewählte Werkzeuge der Making-Bewegung vor, gibt konkrete Beispiele für ihren Einsatz, nennt Herausforderungen und gibt Tipps für die Umsetzung. Der Kurs wendet sich dabei explizit an Einsteiger/innen, d.h. Personen, die selbst bisher noch keine Erfahrungen mit den Werkzeugen haben. Mehr zum Hintergrund am Ende des Beitrags.

Den ganzen Beitrag lesen

5
Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.

Empfehlungen zu Apps für den Unterricht

Wenn es um Tablets in der Schule geht, dann ist wohl die meistgehörte Frage, wo es denn gute Apps gebe. Und das ist auch logisch, denn jede_r kommt irgendwann an den Punkt, wo es um passende Apps für den Unterricht geht – bei allen kritischen Hinweisen zu einer gewissen Apperitis.

Nun sind mir zwei Seiten über den Mauszeiger gelaufen, die ich bisher noch nicht auf dem Schirm hatte:

  • Handysektor hat neu eine Übersicht von Apps für die Schule im Angebot. Diese ist nach Fächern sortiert und jede App wird kurz vorgestellt – inkl. Ideen zu Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.
  • Die Website von Andreas Breuer ist ähnlich, aber ein wenig einfacher gestaltet: Dort findet sich eine App-Liste – ebenfalls nach Fächerbereichen sortiert – mit Kurzbeschreibungen und Direktlinks zu den App-Stores.
  • Recht umfangreich und technisch sehr komfortabel gestaltet ist der «Appadvisor» der PH FHNW, wo aber nicht nur Apps, sondern auch Webtools besprochen werden.

Kennen Sie weitere Übersichtsseiten zu Apps in der Schule? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 13.10.2016

Kollaboratives Zeichnen zur Kreativitätsunterstützung (Handbuch Making-Aktivitäten)

Mit Hilfe einer kostenlosen iPhone-App kann (an mehreren Tablets) eine gemeinsame Zeichnung erstellt werden, um Kreativitätsprozesse und Teamarbeit auf neuartige, spielerische Weise zu vereinen.

Setting Grundschule / Bildnerische Erziehung, Zeichnen
Dauer eine Doppelstunde
Zielgruppe 3. oder 4. Schulstufe, Kinder sollten ein iPad generell bedienen können, Klassenstärke (abhängig von der Anzahl der Endgeräte, Ausstattung: 1:1)
Zielsetzung kollaboratives Erstellen einer Zeichnung zur Unterstützung von Teamarbeit und Kreativitätsprozessen
Notwendige Ausstattung WLAN, iPad mit mind. iOS8, Teamsketch-App (kostenlos). Anmerkung: Die hier vorgestellte App ist eine Neuentwicklung; ähnliche Produkte fehlen bislang, es ist aber anzunehmen, dass diese mittelfristig auch für andere Betriebssysteme zur Verfügung stehen werden.
Aufwand Vorbereitungsaufwand falls die App überall zu installieren ist (insbesondere wenn ein Update auf min. iOS 8 nötig ist); Einarbeitung in die Handhabung der App; Erstellung von Accounts (siehe Vorbereitung).

Den ganzen Beitrag lesen

Snapchat #3: produzieren

Nachdem wir einen grundlegenden Einblick in die Welt von Snapchat und einen Überblick über innovative Snapchatter gegeben haben, widmen wir uns im dritten Teil der Serie der Produktion von Snaps.

Aktiv gestalten können Sie in Snapchat verschiedene Bereiche: persönliche Nachrichten, Stories (“Meine Geschichte”) sowie Geofilter.

Die persönlichen Nachrichten sowie die Stories funktionieren weitgehend ähnlich: Kamera mit Foto oder Video benutzen, mit Text, Icons und selbst Gemaltem gestalten, dazu verschiedenste Filter auswählen. Das Ergebnis kann dann in die eigene Story (Symbol unten in der Mitte mit dem Plus-Zeichen) oder als persönliche Nachricht an Freunde (Pfeil-Symbol unten rechts) geschickt werden.

Ein wichtiger Unterschied: wenn sie erst in eine Konversation mit einem Freund gehen, können Sie über den gelben Kamera-Button dann unten rechts auf die lokale Bildergalerie zugreifen und so auch vorproduzierte Inhalte und aufwändigere grafische Gestaltungen vornehmen. Für die öffentlichen Geschichten lässt Snapchat dies leider nicht zu. Dennoch stößt man dort regelmässig auf vorproduzierte Inhalte, dies geht aber nur über Dritt-Anbieter-Apps, welche leicht in den entsprechenden Stores zu finden sind – Snapchat erlaubt diese Nutzung nicht, bislang ist aber auch kein Fall bekannt, wo Snapchat dagegen vorging, insofern: Nutzung auf eigenes Risiko, dafür kann leider keine Empfehlung ausgesprochen werden. Spannend bleibt zu beobachten, ob dieser restriktive Weg mit nicht aktuell produzierten In-App-Inhalten die Zukunft von Snapchat ist – oder sich hier die Strategie von Snapchat nochmal verändert.

Den ganzen Beitrag lesen

2
Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.
Verfasst am 29.03.2016

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv