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Podcasts rund um Medienpädagogik

Für Medienpädagog:innen sind Anlaufstellen für Wissen, Impulse und einen Austausch eine große Erleichterung, um sich selbst laufend fortzubilden. Hierzu zählt selbstverständlich auch dieses Blog. Der Großteil der Plattformen liefert die Infos in Textform oder auch als Bewegtbild. Welche Angebote gehen durch das Ohr in den Kopf? Podcasts! Welche drehen sich rund um den Bereich Medienpädagogik? Und gibt es auch Angebote für Eltern?

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Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.
Verfasst am 14.05.2019

Mit dem Olive Video Editor Videos schneiden

In meiner medienpädagogischen Laufbahn habe ich schon viele Videoschnittprogramme in verschiedenen Workshopformaten ausprobiert. Vom allbekannten Microsoft Movie Maker bis hin zu Openshot oder ShotCut. Oft waren meine teilnehmenden Personen bei den Projekten nicht wirklich zufrieden mit den Programmen, weil sie immer funktionelle oder Softwareprobleme hatten. Doch beim Programm Olive kann das anders sein.

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Dennis Kranz Kurzbio
Dennis Kranz ist Medienpädagoge in der Stadtbibliothek Rostock. Er studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg und war bei Bürgersendern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Studio-Link für Live-Übertagungen nutzen

Das Medium Radio ist bei Kinder und Jugendlichen trotz der Streaming-Angebote immer noch sehr beliebt. Für mich stand die Frage im Raum, wie kann ich diese Neugier medienpädagogisch nutzen. Ich wollte schon länger eine Möglichkeit finden, um Livesendungen aus einem Klassenzimmer, einer Bibliothek oder anderen Einrichtungen zu ermöglichen. Am Anfang war nur das simulierte Erlebnis mein Ziel, aber als ich selbst zum Podcastproduzenten wurde, entdeckte ich das Tool Studio-Link. Dies ermöglicht mir Audioverbindungen in hoher Qualität. Für die Verbindung selbst benötigt man ein USB-Audiointerface oder Mischpult, sowie Mikrofon, Kopfhörer, Computer und natürlich eine Internetverbindung. Dann steht einer Verbindung mit Studio-Link nicht mehr viel im Wege.  Den ganzen Beitrag lesen

Dennis Kranz Kurzbio
Dennis Kranz ist Medienpädagoge in der Stadtbibliothek Rostock. Er studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg und war bei Bürgersendern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Medienpädagogik unplugged #2 – Spiele zur Datensicherheit ohne Strom

Medienpädagogik unplugged ist mir erstmalig auf dem letztjährigen educampX über den Weg gelaufen. Maik Riecken hatte dazu eine Session angeboten und diese zwei großartigen Spiele präsentiert. Unplugged, also ohne Strom, klingt im ersten Augenblick recht ungewöhnlich, weil die Auseinandersetzung mit digitalen Medien ohne Strom schwerzufallen scheint. Allerdings sind die meisten pädagogischen Umgebungen sehr stromfeindlich. Die aktuellen Gegebenheiten lassen aber die Medienpädagogik allgegenwärtig werden, sie ist eine sogenannte Querschnittskompetenz geworden. Ebenso häufig stellen die verantwortlichen Pädagog_innen allerdings auch fest, dass die dafür nötigen Voraussetzungen fehlen. Sowohl was die Versorgung mit Strom, als auch mit Internet angeht. Medienpädagogik unplugged macht aus der Not eine Tugend und stellt Methoden bereit, die in solchen Situationen sehr gut funktionieren. Häufig kommt die Medienpädagogik ohne Strom im Gewand eines Spieles daher.

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Medienpädagogik unplugged #1 – Programmieren ohne Strom

Programmieren will gelernt sein. Für die medienpädagogische Arbeit optimal ist, dass das spielerisch, experimentell, kreativ geht und man dazu noch nicht mal unbedingt Strom braucht.

Bei der Programmierung geht es im Kern um die Entwicklung von Algorithmen, also Abfolge-Regeln. Simple Beispiele sind Rezepte oder Weg-Beschreibungen. Damit diese funktionieren, müssen sie aus klar nachvollziehbaren, allgemeinverbindlichen Definitionen und Anweisungen verfasst werden. Genau das lässt sich mit einfachem Material prima üben. Für das Kindermedienfest am Offenen Kanal Merseburg-Querfurt e.V. ist dazu die Station „Programmieren ohne Strom“ entstanden, die seither bei Medientagen immer wieder zum Einsatz kommt.

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Matthias Baran Kurzbio
Jahrgang 1970, studierter Spiel- und Lehrmittel-Designer, gelernter Kommunikationselektroniker, seit vielen Jahren in der Medienbildung tätig, Lehrer am Studienkolleg der Uni Halle, Dozent an der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, praktizierender Nutzer und Erfahrungs-Teiler von Workflows mit Freier Software.

Kreatives App-Design mit dem MIT App Inventor

WhatsApp, Spotify, Candy Crush… Jeder benutzt täglich zahlreiche Apps. Doch selbst kreativ zu werden und eine App zu konzipieren und zu entwickeln ist gar nicht so schwer! Der MIT App Inventor macht hier spannende Projekte möglich. Im Projekt „Genial digital“ entwickelten Kinder kleine eigene mobile Anwendungen. Dadurch werden sie für Funktions- und Wirkweisen der Apps sensibilisiert und zu einer aktiven Mediengestaltung angeregt. Den ganzen Beitrag lesen

Anja Gebauer Kurzbio
Anja Gebauer forscht, lehrt und arbeitet am Institut für Kunstpädagogik als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Im Rahmen ihrer Promotion forscht sie zum Einsatz digitaler Medien in der Kunstvermittlung. Begleitend dazu beschäftigt sie sich im praktischen Feld in der Kunstvermittlung für Museen und außerschulische Träger. Seit 2017 betreibt sie zudem als Mitgründerin und Autorin den Kulturblog „Aktuellkulturell“ (https://aktuellkulturell.wordpress.com/).

Staffelwechsel beim Praxisblog: Danke, Eike! Danke, Tobias!

Seit der Gründung 2006 ist viel passiert. Das/der Medienpädagogik Praxisblog ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Web-Unternehmungen der deutschsprachigen Medienpädagogik. Nach genau 938 Beiträgen aus der Hand von Eike Rösch übergibt er nun die Verantwortung an eine Reihe von „Neuen“ – wobei sich bei genauer Betrachtung dahinter mehrere bewährte Mitmacher/innen verbergen.

Danke, Eike! Und danke auch dem Mitgründer Tobias, der Ende 2016 aus der ersten Reihe zurückgetreten ist.
Beide haben nicht ausgeschlossen, weiterhin hin und wieder Artikel zu schreiben 😉 Darüber freuen wir uns sehr.

Unsere privaten Wünsche und ein Dankeschön für wunderbare Jahre Medienpädagogik Praxisblog – eine großartige Inspiration und Medium für die deutschsprachige Medienpädagogik – schicken wir den beiden per Post – so sieht das aus. (Und auch der Pokalhändler ist von den „riesiegen“ Fussstapfen, in die wir da treten werden, beeindruckt. 🙂 )

Wenn auch Ihr Euch bei Eike und Tobias bedanken wollt, nutzt gerne die Kommentarfunktion! <3

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter des Instituts für Computerspiel - Spawnpoint. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.
Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.
Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).
Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

MakeyMakey pädagogisch betrachtet

Medienpädagogik will u.a. vermitteln, dass man die Computerwelten selber gestalten und verändern kann. Die kleine Platine Makey Makey kennen viele – sie ermöglicht es eigene Schalter zu bauen und damit Tasten auf der Tastatur zu ersetzen, z.B. die Spacetaste, Pfeiltasten usw.. Wer die Platine nicht kennt schaut mal unter http://www.makeymakey.com oder auch in den Artikel aus dem Making Handbuch hier im Blog.

Beim Praxiscamp 2017 in Mainz wurde bei  einer Session angemerkt, dass der „Schaltereffekt“ schnell verpufft ist. Das ist er meiner Meinung nach, wenn man darauf vertraut, dass kleine Bildungswunder von alleine entstehen. Daher hier kleine pädagogische  Vorüberlegungen, wenn man den MakeyMakey einsetzt:

Die Platine ermöglicht meiner Meinung nach verschiedene Einsatzgebiete:

1) Gruppendynamik und Kooperation: Ich habe selber schon Schalter gebaut und spiele bekannte Spiele (Tetris, Autorennen, Flashspiele im Netz), aber diesmal kooperativ in der Gruppe, oder als Bewegungsspiel, da die Schalter sehr weit auseinander liegen (einfach mit Klingeldraht verlängern – bis 20 Meter sollte es kein Problem sein) und nicht mehr von einer Person bedienbar sind. Hier ist nicht der Makey Makey im Mittelpunkt, sondern andere pädagogische Ziele beim Spielen.

2) Experimentieren: Ich will experimentieren, was alles Strom leitet, und womit ich alles Schalter bauen kann. Guter Einstieg mit Kids. Auch im Physikunterricht.

3) Programmieren: Mit Scratch oder anderen Tools kann man selber kleine Programme für die Steuerung programmieren.

4) Bauen: Ich baue gezielt dauerhaft verwendbare Schalter für bestimmte Projekte. Für bestimmte Spiele, einen interaktiven Klangraum, ein Schlagzeug, eine Klangtreppe, einen interaktiven Informationsraum usw.. Die Schalter verbleiben beim Besitzer der Platine.

Grundsätzlich sollte man Projekte mit dem MakeyMakey planen, die nicht darauf abzielen, dass die Kids dann selber einen MakeyMakey kaufen und damit weiterarbeiten. Dafür ist das Tool, zumindest in der Originalversion, noch zu teuer. (Im Sessionprotokoll gibt es auch billiger Alternativen.)

Was die TN mitnehmen sollten ist die Erfahrung, dass man die Art wie man Computer steuern kann selber gestalten kann. Dann hat der MakeyMakey viel bewirkt.

 

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Aus Fotos Kunst machen

Fotofilter gibt es endlose in diversen Apps. Für die medienpädagogische Arbeit sind sie eher wenig zu gebrauchen. Aber wie wäre es, wenn man selber Hand, bzw. Finger an den Filter anlegt und nach eigenem Belieben coole Fotos oder Bilder erstellt. Oder richtige Kunstwerke.

Mit der kostenlosen App „Poly“ (das mit dem Trademark Verweis) gibt es für iOS eine interessante Möglichkeit Fotos ganz individuell (und nicht automatisiert) in polygone Farbflächen zu zerlegen, und so aus Fotos sehr interessante Kunstwerke zu erstellen. Für medienpädagogische Projekte rund um Fotografie und Bildgestaltung eignet es sich, um Bilder zu betrachten und die wesentlichen Elemente herauszuarbeiten.

Oder man macht ein Spiel: Jeder Teilnehmer macht ein Foto im Raum ohne, dass die anderen es sehen. Danach haben alle eine Minute Zeit das Foto in Polygone zu zerlegen. Anschließend betrachten alle die Bilder und versuchen die Objekte im Raum zu identifizieren.

Auch moderne Gesichtserkennung (wie wär es mit einem coolen Profilbild), Vektorgrafiken oder Computerspiele funktionieren nach diesem Prinzip der polygonen-Flächen. Es ist nur eine Frage, wie detailliert und kleinteilig man wird. Durch die sehr kurzweilige und spaßige Beschäftigung bekommt man da einen guten Einstieg in diese Themen. Und immer irgendwie sehr cool individuelle Kunstwerke.

 

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Wir laden ein zum Medienpädagogik Praxis-Camp #mppb10

Von Geburtstagsparties haben alle was: Der/die Feiernde wird gelobhudelt, alle sehen liebe Menschen wieder, haben eine gute Zeit und tauschen sich aus. Wir möchten unseren Bloggeburtstag auch so feiern, dass alle etwas davon haben. Deswegen machen wir unseren Leser_innen ein Geschenk: Ein medienpädagogisches Barcamp, wo Wissen für die Praxis und aus der Praxis ausgetauscht werden kann.

Wir laden Medienpädagog_innen aus Praxis und Forschung ein, am 22./23.9. zum Medienpädagogik Praxis-Camp nach Mainz zu kommen und dort Gleichgesinnte zu treffen und die eigenen Erfahrungen weiterzugeben oder vom Wissen von anderen zu profitieren!

Was werden die genauen Themen sein?

Ideen für neue Projektformen oder Methoden, Brainstormings zu bestimmten Themen oder Zielgruppen, Erfahrungen mit speziellen Tools, Berichte von Projekten, neue Materialien undundund: Das alles und das, was Dir noch einfällt, hat Platz auf dem Praxiscamp.

Die genauen Inhalte des Praxiscamps werden von den Anwesenden vor Ort bestimmt: Sie schlagen vor, welche Themen in den so genannten Sessions besprochen oder bearbeitet werden sollen. Das kann auch jederzeit während des Camps geschehen.
Sessions können auch im Vorfeld schon hier auf der Seite vorgeschlagen werden.

Neben dieser typischen Barcampstruktur wird das Praxiscamp «gepimpt» mit praxis- und teilnehmendennahen Plenumsveranstaltungen. Und für den Abend feilen wir noch an einer Überraschung.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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