Thema Fotografie »

Schöner fotografieren

…viel mehr muss mensch eigentlich nicht sagen über die Website von Andreas Hurni. Denn der Fotograf stellt unter dem Titel «Schöner fotografieren» wertvolle Informationen zur Verfügung, mit denen schönere Fotos gelingen: Basics wie Bildgestaltung, Licht, Farbe, Geometrie, Schärfe oder Perspektive – aber auch grundlegende Dinge wie Ästhetik, Kultur oder Medium werden in informativen und kurzweiligen Texten inkl. Beispielen besprochen. Und beim Lesen stellt sich immer wieder das Gefühl ein «Wow, und alles auf einer Seite!».

Die Website ist damit eine sehr wertvolle Ressource für die Medienpädagogik – sei es als Inspiration und Informationsbasis für Medienpädagog_innen, sei es als Lernquelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nach dem ersten Fotoworkshop mehr wissen möchten.

Lightpainting von der Maus erklärt

Lightpainting, das Malen mit Licht auf langzeitbelichteten Fotos, bringt wunderschöne Ergebnisse und macht Kindern und Jugendlichen sehr viel Spaß. Zudem setzen sich die Macher_innen automatisch und recht niedrigschwellig mit den Basics von Fotografie auseinander: Blende, Verschlusszeit usw., was aus Sicht der Medienpädagogik wiederum sehr wertvoll ist.

Trotzdem ist es nicht unbedingt ein Kinderspiel, auf Anhieb das Grundprinzip zu verstehen. Aber gottseidank gibt es die Maus und den Elefanten: Der hat nämlich zu seinem 40. Geburtstag ein Lightpainting-Video geschenkt bekommen – und wir und zukünftige Lichtkünstler_innen bekommen ein wertvolles Erklärvideo, das auf unnachahmliche Maus-Art das Grundprinzip von Langzeitbelichtungsfotos erklärt und in Ausschnitten seinen Platz in medienpädagogischen Projekten finden kann.

Von Lochkamera bis Kameraweitwurf

Fotografie hat in den vergangenen Jahren eine respektable zweite Karriere in der Medienpädagogik hingelegt und so existieren immer mehr Methoden und Projektideen für unzählige Settings und Zielgruppen. Und es gibt weiter viel (wieder) zu entdecken – alte Technologien wie Lochkamera oder Fotolabor wiederzubeleben und neue auszuprobieren.

Eine Website, die dabei hilft, ist die von Oliver Spalt: Der Pädagoge veröffentlicht in seinem Blog immer wieder neue Ideen, Anleitungen und Links rund um die pädagogische Arbeit mit Fotografie. Eine empfehlenswerte Anlaufstelle, wenn es um neue Inspirationen geht!

Apps in der außerschulischen Bildung

Dieser Artikel von Björn Friedrich, Studio im Netz, München und Daniel Seitz, mediale pfade, ist erstmals in “merz – medien und erziehung, Ausgabe 3/2014 zum Thema Apps erschienen und unter CC-BY-SA Björn Friedrich, Daniel Seitz veröffentlicht. Er ist hier als PDF verfügbar.

 

Aktuelle medienpädagogische Praxis

Es klingt wie eine Binsenweisheit, dass wir medienpädagogische Fachkräfte stets mit aktuellen Entwicklungen Schritt halten müssen und versuchen sollten, uns dem rasanten technischen Fortschritt anzupassen, da die verfügbare Technik unmittelbare Auswirkungen auf das Mediennutzungsverhalten unserer Gesellschaft hat. Diese Anforderung ist zunächst einmal nicht ungewöhnlich, schließlich stellt sie sich auch in jedem anderen Berufszweig, und doch bedeutet es gerade für die Medienpädagogik, dass alte, bewährte Handlungsmuster regelmäßig auf den Prüfstand gehören, um selbstkritisch herauszufinden, ob sie noch zeitgemäß sind oder überholt, zumindest aber aktualisiert werden müssen.

Wie rasch derartige inhaltliche Updates nötig sind zeigt sich, wenn wir zehn Jahre zurück blicken. 2004 waren Internet und Handys noch “neue Medien”, das Wort “Apps” war völlig unbekannt, und in Amerika gründeten ein paar Studenten ein Netzwerk namens “Facebook” – nicht ahnend, dass sie damit bald das digitale globale Dorf auf den Kopf stellen würden. Erst drei Jahre später präsentierte Steve Jobs ein Gerät, das die Mediennutzung komplett umkrempeln sollte: das iPhone. Obwohl Smartphones schon länger existierten und von Herstellern wie Blackberry oder Nokia bereits vertrieben wurden, gelang es erst Apple, diese Technik massenkompatibel zu machen. Im Jahr 2010 folgte schließlich das iPad, das die Verbreitung von Tablets einleitete, die (wenn man so will) eine Mischung aus Computer und Smartphone darstellen. Es war also Apple, so viel muss man bei aller Kritik anerkennen, die diese medientechnische Revolution initiierten – eine Revolution, deren Ergebnis es im Jahr 2014 ist, dass wir heutzutage zunehmend Tablets und Smartphones verwenden, um Medien zu konsumieren. Egal, ob es um die Nutzung von Radio-, Fernseh- oder Internet-Inhalten geht: Die medialen Alleskönner vereinen sämtliche Funktionalitäten und liegen deshalb in der Gunst (besonders jüngerer) Nutzer vorne.

Den ganzen Beitrag lesen

Bilder sammeln, präsentieren und diskutieren

Mit bildbild.ch möchte ich heute eine Seite vorstellen, die sich ganz dem Thema Fotografie widmet. Die Seite verfügt über zahlreiche Fotos mit einem Bezug zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen Anlässen oder Naturereignissen und bietet zudem sehr gute Hilfestellungen für die Verwendung der Werke im Unterricht. Ein umfangreiches Glossar informiert die Schülerinnen und Schüler über Begriffe wie “Bildausschnitt”, “Motiv”, “Bildargumentation” oder “Inszenierung” während kleine Hilfestellungen und Anregungen der Lehrperson die Verwendung der Fotos im Unterrichts-Kontext erleichtern.

Bildbild ist ein gemeinsames Projekt der Pädagogischen Hochschule Zürich, der Stiftung Bildung & Entwicklung Schweiz und der Fotostiftung Schweiz und bietet allen ein gutes Handwerkzeug, die sich mit dem Thema Fotografie im Bildungsbereich auseinandersetzen wollen.

Geschlechtsbezogene Medienarbeit

"geschlechtsbezogene Medienarbeit in der Medienpädagogik" Im Projekt Schön?! waren Mädchen- und Jungengruppen in Münchner Einrichtungen der offenen Jugendarbeit aufgefordert, sich mit dem Thema Schönheit und ihrem je individuellen und gemeinsamen Verständnis davon auseinanderzusetzen. Durch Aktive Medienarbeit entstanden Fotos, Audio- und Videoclips, die in einem Blog veröffentlicht wurden und die die Haltungen der Jungen und Mädchen zum Thema Schönheit reflektieren. Drei Elemente sind für alle Projekte gleichermaßen wichtig: (1) Die Reflexion über das Thema Schönheit und die Rolle von Medien dabei, (2) die Medienproduktion und (3) die Veröffentlichung.

Den ganzen Beitrag lesen

Ab drei Personen ist es ein Gruppenfoto?

http://www.flickr.com/photos/comfycat/

http://www.flickr.com/photos/comfycat/

Dieser Satz begegnet mir ziemlich häufig, wenn es um die Frage geht, ob man eine Einverständniserklärung benötigt, wenn mehrere Personen auf einem Foto sind. “Ab drei Personen ist es eine Gruppe” ist die häufige Reaktion, die allerdings die Frage nicht beantwortet. Laut Kunsturheberrechtgesetz benötigen wir die Erlaubnis einer Person, wenn wir ein Foto mir ihr darauf veröffentlichen wollen. Entfällt nun dieses Recht am eigenen Bild, nur weil noch andere Personen mit auf dem Foto zu sehen sind?

Es gibt in der Tat Situationen oder eher Umstände, in denen keine Einverständniserklärung benötigt wird. Dies ist zum Beispiel der Fall, sobald die Menschen auf dem Bild lediglich als Beiwerk neben einer Landschaft erscheinen. Wenn wir also einen Sonnenuntergang oder einen Strand fotografieren, und der Fokus auf dem Ereignis oder der Landschaft liegt, dürfen in der Tat auch Personen mit abgebildet werden.

Dieses Thema ist ziemlich wichtig, da wir sowohl in medienpädagogischen Projekten als auch in der Kinder- und Jugendarbeit ständig Fotos machen (bzw. gemacht werden) und die Frage auftaucht, ob diese veröffentlicht werden dürfen. An dieser Stelle sind die Fotorecht-Artikel von iRights.info sehr zu empfehlen, in denen verständlich und anschaulich aufgezeigt wird, was wir veröffentlichen dürfen und was nicht.

Ins rechte Licht gerückt

Licht setzen in der MedienpädagogikNur viel Übung macht den/die MeisterIn: Selbst gesetztes Licht ist meiner Meinung nach einer der schwierigsten Parts beim Videofilmen und auch beim Fotografieren. In der Theorie ist vieles noch logisch, in der Praxis braucht es viel konkrete Erfahrung, damit ein sicheres Gefühl entsteht.

Das Virtual Lighting Studio erspart sicher nicht die erforderliche Praxis, ist aber ein geniales Tool, um Lichtprinzipien zu erklären – und sie in einer ersten Stufe auch auszuprobieren. Auf der Website ist es möglich, für eine Portraitsituation verschiedene Lichtsettings auszuprobieren. Das macht nicht nur Spaß, sondern beschert auch ein Gefühl erster Sicherheit.

Powercam – Fotografieren und Filmen mit iOS

Fotografieren und Filmen mit dem Smartphone wird immer mehr Bestandteil medienpädagogischer Angebote und Projekte. Immer wieder gibt es tolle Foto-Apps für iOS, kostenpflichtige und auch kostenlose. Heute ist mir die App Powercam über den Schirm gelaufen, die ich natürlich gleich ausprobiert habe. Neben den zahlreichen und übersichtlich angeordneten Effekten und Filtern haben mich vor allem der Tilt-Shift Effekt und die Color-Splash Funktion begeistert. Rundum eine tolle App für Foto und Video, übersichtlich und dazu kostenlos… Viel Spaß.

Der Kamerasucher im Browser

Spiegelreflex-Fotografie erklären in der Medienpädagogik

"Olympus E-3 buried in sand" von Raoul Pop auf flickr.com (cc by-nc)

Auprobieren, anfassen, selber machen – das ist immer die beste Art zu lernen. Manchmal ist es aber auch gut, Dinge kurz und nachvollziehbar zu demonstrieren. Und wer grundlegende Prinzipien der Fotografie via Beamer zeigen möchte, der/die braucht schon eine gute Kamera und Stöpselkünste.

Für solche Momente ist CameraSim ein Segen: Die Website simuliert eine Spiegelreflexkamera direkt im Browser und macht es so möglich, mit Blende, Brennweite, ISO-Zahl und Belichtungszeit zu spielen und nachvollziehbar zu sehen, was das mit dem Foto macht. Ein brillianter Einstieg für Fotografie-Projekte!

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv