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Foto-Rallyes mit Sighter erstellen

Das Format „Foto-Rallye“ als Methode der Orts- oder Stadtteilerkundung ist in der (Medien-)Pädagogik weit verbreitet. Als Aufgabenstellung werden Fotos gezeigt, die dann von den erkundenden Gruppen gefunden und wiederum abfotografiert werden müssen. Mithilfe von „Sighter“ lässt sich diese Vorgehensweise hervorragend mit Smartphones umsetzen, die App ist gratis für Android und iOS verfügbar.

Sighter arbeitet mit einer Bilderkennung und mit der GPS-Ortung des Handys. Wer „Sights“ anlegen möchte, fotografiert Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Graffitis o.ä. und lädt diese vor Ort auf den Server von Sighter. Die Spielenden haben dann die Möglichkeit, Sights in ihrer Nähe zu erkunden: Via GPS wird die Entfernung zu naheliegenden Sights angezeigt, und wer das gesuchte Objekt gefunden hat, kann es abfotografieren und hochladen. Mittels Bilderkennung und GPS-Standort erkennt die App, ob ein Treffer erzielt wurde.

Eine hilfreiche Funktion ist die Erstellung von „Trails“, mit denen sich mehrere Sights zu einer Route verknüpfen lassen. Leider verfügt derzeit nur die Android-App über die Möglichkeit, eigene Trails zu erstellen. Für iOS bleibt nur zu hoffen, dass diese Funktion bald hinzugefügt wird. Das Spielen von Trails ist hingegen mit beiden Versionen möglich.

Erwähnenswert ist noch, dass die eigenen Sights nicht gesucht werden können. Für den medienpädagogischen Einsatz sind also mehrere Accounts erforderlich, diese lassen sich durch Angabe einer beliebigen Mailadresse und eines Usernames rasch erstellen.

Insgesamt liefert Sighter ein simples, aber praktisches Tool, um Fotorallyes im Handumdrehen zu erstellen bzw. von Kindern oder Jugendlichen erstellen zu lassen. Die Erkundung des lokalen Umfelds wird damit um eine digitale Spielform erweitert, die Spaß macht und zugleich großes Potential bietet.

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Fotografieren mit Kindern

Fotos machen mit Kindern ist fast immer ein Treffer – auf diese Weise können die jungen Fotograf_innen die Welt weiter und neu entdecken, sie können ihre Sicht auf die Dinge ausdrücken und nebenbei auch noch viel über das Fotografieren lernen.

Für solche Projekte gibt es wertvolle Unterstützung: Niemand geringeres als die Macher_innen des Kinderfotopreises haben in einer umfangreichen Broschüre [PDF] und anderen Materialien viel Wissen zur Fotografie und Fotoprojekten aufgeschrieben: Technik, Gestaltungsmöglichkeiten, Geschichte, aber auch konkrete Tipps für Kinder und Medienpädagog_innen vor allem viele, viele Spiele, Methoden und Projektideen für das gemeinsame Fotografieren.

Das kostenlose PDF kommt sehr schlicht daher, hat es aber absolut in sich. Auch wenn es nicht mehr ganz neu ist: Aus meiner Sicht eine der besten Handreichungen zum Thema!

 

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Die Lächel-Safari (Making Handbuch)

Im Rahmen einer Lächel-Safari wird eine Einführung und Tipps zum Fotografieren mit dem Smartphone gegeben und werden jede Menge ungewöhnliche Lächel-Objekte entdeckt und festgehalten.

Setting Offenes Jugendtreffen oder auch Schulunterricht
Dauer 2 Stunden, möglichst z.T. draußen bzw. in einem Dorfzentrum oder Stadt
Zielgruppe 10 bis 25 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren mit Interesse an der Fotografie mit Smartphones
Zielsetzung Interesse und Grundlagen zur Fotografie vermitteln
Notwendige Ausstattung Technik: je nach Alter ein Smartphone für 2 oder für jede/n ein Smartphone, für ca. 8 Kinder und Jugendliche ein/e Betreuer/in
Aufwand einfach (geringe Vor- und Nachbereitungszeit)

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Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.

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