Materialplattform als Fund- und Sammelstelle zum Thema „Gesellschaft gestalten“

Screenshot der Materialsammlung-Plattform der Demokratielabore

Wie gelingt es, eine Gesellschaft zu gestalten, die offen und im Sinne der Gemeinschaft ist? Zu dieser Frage finden sich auf der wachsenden Plattform des Projektes Demokratielabore Materialien, Texte, Links, Tools und Projektideen, die Antworten geben und zum Aktivwerden einladen, das Thema Digitalisierung in der Jugendarbeit und in der medienpädagogischen Arbeit in die Praxis umzusetzen.

Die Themen drehen sich aktuell ganz breit gefächert um die Zukunft von Stadt und Gesellschaft. Dabei geht es um den Umgang mit Ressourcen, Identität und demokratischer Teilhabe. Tools gibt es momentan zu den Themen mit Daten arbeiten, Computer programmieren, Neues bauen, Medien gestalten und Spiele entwickeln. Besonders schön ist, dass nicht nur digitale Themen, sondern auch Aspekte angesprochen werden wie Barrieren abbauen, Menschen helfen, die eine schlechte Zeit haben, weniger Essen wegwerfen, die Stadt erblühen lassen oder fahrradfreundlich gestalten.

Screenshot der Materialsammlung-Plattform der Demokratielabore

Anleitungen und einführende Texte zu Werkzeugen geben konkrete Mittel an die Hand, die Themenbereiche anzugehen. Besonders hilfreich sind neben den Verweisen auf Dinge, die es schon gibt, die konkreten Projektideen: Wie lässt sich mit Hilfe von Videos die eigene Meinung veröffentlichen? Was lässt sich mit Computerspielen erreichen? Welche Möglichkeiten bieten offene Daten?

Die Materialsammlung ist eine (Selbstlern-)Plattform für interessierte Menschen, Fachkräfte aus der Jugendarbeit oder Medienpädagog*innen, auf der sie sich selbst informieren, stöbern und Ideen und Material für eigene Projekte finden können.

Screenshot der Materialsammlung-Plattform der Demokratielabore

Strukturiert zeigt sie sehr vielfältige Aspekte und Themen der (digitalen) Gesellschaft auf, wie z.B. 3D-Druck, Programmieren, löten, recyceln, Hate-Speech, Geschlechteridentitäten oder die Bedeutung der Bienen. Die Plattform ist so angelegt, dass sie durch weitere Ideen aus der Praxis angereichert werden kann. So können Jugendliche oder Menschen aus der Bildungsarbeit eigene Projektideen hochladen und mit anderen teilen.

Die Inhalte der Plattform – insbesondere die Themen und Tools – sind gemeinsam mit den Initiativen youthpolicy lab, mediale pfade.org e.V und Creative Gaming entstanden und, falls nicht anders angegeben, unter der Creative Commons Lizenz CC-BY 4.0, OKF DE verwendbar.

Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.
Hannah Bunke-Emden Kurzbio
Hannah Bunke-Emden studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft im Master mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Sie hat erste Erfahrungen mit Workshops an Schulen und in der Projektarbeit mit Jugendlichen.

Mit HumHub ein kleines Soziales Netzwerk aufbauen

screenshot-humhub-website

Facebook-Gruppen sind eine großartige Möglichkeit, um sich auszutauschen und Dinge zu organisieren. Allerdings ist es nicht immer möglich oder nicht gewünscht, dass Facebook genutzt wird. Auf der Suche nach alternativen bin ich vor einiger Zeit auf den Dienst HumHub gestoßen. HumHub wirbt mit dem Slogan „The flexible Open Source Social Network Kit for Collaboration“. Einfach gesagt, ist es ein Facebook-Groups zum selbst hosten – mit ein paar schicken extras und natürlich auch Nachteilen. Der Größte Nachteil ist, dass es nicht Facebook ist. Heißt, die Leute müssen sich extra registrieren – „uff, noch ein Login“, sagen die einen. „Kein Problem“, sagen all jene, die einen Passwortmanager nutzen. Ein weiterer Nachteil ist, dass es keine App gibt. Allerdings ist das Layout responsive und kann problemlos auf dem Handy genutzt werden.

HumHub ist Freie Software und kann entweder selbst betrieben werden oder man die Dienste des Anbieters gegen Euros in Anspruch.

Wer sich schon mal ein CMS selbst eingerichtet hat, sollte mit der Installation von HumHub auch zurecht kommen.

Was kann HumHub?

Bei HumHub können Gruppen angelegt werden, die sich Spaces nennen. Jeder Space verfügt über Privatsphäre-Einstellungen, sodass er z.B. nicht über die Suche gefunden werden kann oder der Beitritt nur per Einladung erfolgt. Innerhalb ein Spaces sieht es im Prinzip aus wie bei Facebook-Groups. Es gibt einen Stream, der für den Austausch sorgt. Weiterhin gibt es verschiedene Module, die pro Space aktiviert werden können. Um mal einige zu nennen:

  • Wiki
  • Umfragen
  • Dateien
  • Todos
  • Linkliste
  • Kalender
  • Etherpads können eingebunden werden

Es gibt auch Module, die kostenpflichtig sind. In einem Verein, bei dem ich tätig bin, nutzen wir z.B. das Module „Meetings“, bei dem wir Besprechungen erstellen können. Zu jeder Besprechung können die Teilnehmenden eingeladen werden und jeder kann bei den TOPs mitwirken. Zusätzlich kann gleich zu jedem Punkt auch ein Protokoll geschrieben und Aufgaben verteilt werden.

Ich selbst verwende HumHub ganz gerne in Tagesseminaren oder bei Veranstaltungen, die über mehrere Termine andauern. Im Space entsteht dann meist die Dokumentation und hin und wieder ein Austausch über die Zeit ohne Präsenz.

Ich habe mit dem Chrome-Browser den Adresse zu HumHub als Startseite hinzugefügt. Damit habe ich ein App-Icon und wenn ich es antippe, geht der Browser mit der passenden URL auf. Natürlich kein Vergleich zu einer nativen App, aber bisher erfüllt es seinen Zweck.

Hat von den Leserinnen und Leser jemand HumHub ebenfalls im Einsatz? Dann freue ich mich über Kommentare.

Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.

„HowTo Scratch“ – mit einem Kartenspiel Programmieren lernen

HowTo Scratch, Lizenz: CC-BY-SA Heiko Wolf (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode)

Scratch ist eine beliebte Programmiersprache, um Kindern und Jugendlichen – aber auch Erwachsenen – das Programmieren näher zu bringen. Ende Januar 2019 haben sich FSJ-Freiwillige in einem Workshop von mir auf einem netzwärts-Seminar diese visuelle Programmiersprache beigebracht und dazu das Kartenspiel „HowTo Scratch“ entwickelt.

Den ganzen Beitrag lesen

Heiko Wolf Kurzbio
Heiko Wolf, alias “Der Medienwolf”, arbeitet als freier Medienpädagoge in Düsseldorf. Mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt er kreative Medienprodukte, wie Coding-Projekte, Animationen, Webvideos, Fotos und Games. Am liebsten produziert er mit seinen Workshop-Teilnehmenden spannende und verrückte Geschichten. Und falls ihm mal die Ideen ausgehen, lädt er sich interessante Erzähler*innen in seinen Podcast „Menschen Medien Geschichten“ ein.
Verfasst am 02.04.2019

My Selfie My Skills: Wertschätzung der eigenen Kompetenzen

Arbeitsblatt Skill Star

Bei diesem Projekt geht es um das Thema „Wahrnehmung und Wertschätzung der eigenen Kompetenzen“.  Die Teilnehmenden machen ein Selfie und platzieren dieses in eine Stern-Vorlage (vgl. die in den Boden eingelassenen Stars des “Walk of Fame” auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles). In die Strahlen des Sterns werden die persönlichen Skills (Fähigkeiten, Kompetenzen) eingetragen (in Worten und Zeichnungen). So können Selbstwertschätzung und Selbststärkung gefördert werden (Weidiger 2016, S. 41).

Den ganzen Beitrag lesen

Peter Holzwarth Kurzbio
http://www.phzh.ch/personen/Peter.Holzwarth http://phzh.educanet2.ch/peter.holzwarth/ - Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich - Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg - Interessengebiete: Aktive Medienarbeit (Fotografie, Video, Audio), Filmbildung, Migration im Film, interkulturelle Bildung, visuelle Forschungsmethoden, Werbung und Werbekompetenzvermittlung, globales Lernen - Autor des Buchs "Kreative Medienarbeit mit Fotografie, Video und Audio."
Verfasst am 26.03.2019

Kein Stress auf WhatsApp

Grafik von klicksafe.de
Titelbild WhatsApp-Quiz

An WhatsApp kommt derzeit kaum jemand vorbei, doch wie vermittelt man Tipps und Anregungen zum richtigen Umgang damit? Was kann man auf medienpädagogischer Ebene gegen den Stress tun, über den sich viele User*innen beklagen? Mit einem neuen Quiz für Jugendliche und einem dazugehörigen Themenmodul stehen zeitgemäße Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Entwickelt wurden diese Angebote von klicksafe.de und Werte Leben – Online, einem neuen Modellprojekt der Beratungsplattform juuuport.deDen ganzen Beitrag lesen

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Studio-Link für Live-Übertagungen nutzen

Liveübertragung mit Studio-Link

Liveübertragung von Radio Tonkuhle bei einer Veranstaltung

Das Medium Radio ist bei Kinder und Jugendlichen trotz der Streaming-Angebote immer noch sehr beliebt. Für mich stand die Frage im Raum, wie kann ich diese Neugier medienpädagogisch nutzen. Ich wollte schon länger eine Möglichkeit finden, um Livesendungen aus einem Klassenzimmer, einer Bibliothek oder anderen Einrichtungen zu ermöglichen. Am Anfang war nur das simulierte Erlebnis mein Ziel, aber als ich selbst zum Podcastproduzenten wurde, entdeckte ich das Tool Studio-Link. Dies ermöglicht mir Audioverbindungen in hoher Qualität. Für die Verbindung selbst benötigt man ein USB-Audiointerface oder Mischpult, sowie Mikrofon, Kopfhörer, Computer und natürlich eine Internetverbindung. Dann steht einer Verbindung mit Studio-Link nicht mehr viel im Wege.  Den ganzen Beitrag lesen

Dennis Kranz Kurzbio
Dennis Kranz ist Medienpädagoge an der Stadtbibliothek Rostock. Er studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg und war zuvor bei Bürgersendern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Ein Instagram Leitfaden für pädagogische Fachkräfte

Insta-King, Lizenz: CC0

Was muss ich eigentlich beachten, wenn ich Instagram für die Kommunikation in meinem (medien)pädagogischen Projekt nutzen möchte? Wer sich diese Frage auch schon einmal gestellt hat, findet nun Antworten in dem Handlungsleitfaden Instagram der Medienwerkstatt Potsdam.

Den ganzen Beitrag lesen

Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

Mit dem Projektmanagement-Tool Agantty den Überblick behalten

Screenshot Agantty (nicht unter freier Lizenz)

Manchmal verliere ich den Überblick. Es gibt einfach zu viel Verschiedenes zu tun. Für mich, für die Teams, in die ich eingebunden bin. Hilfreich ist dabei ein Tool, mit dem ich den Überblick behalte und meine Projekte strukturiert vorantreiben kann. Ein Tool, das einen Kalender mit kommenden Aufgaben mit dem, was gerade zu tun ist, kombiniert und gleichzeitig die Arbeit in Teams unterstützt. Ein solches Tool habe ich in Agantty gefunden.

Den ganzen Beitrag lesen

Gerhard Beck Kurzbio
Pfarrer, als solcher Religionslehrer an drei Schulen (1.-10. Klasse). Zwei der Schulen sind Schwerpunktschulen für digitale Bildung. In seinem Blog erkundet er, wie digitale Helferchen im Religionsunterricht und der Gemeinde verwendet werden können.

Filmische Gestaltungsmittel interaktiv kennenlernen mit TopShot

Screenshot der App „TopShot“

Was tun, wenn in der Medienpädagogik filmisch gearbeitet werden soll, die Zielgruppe aber kein oder wenig Vorwissen in diesem Bereich hat?

Mit der kostenlosen App TopShot gelingt ein schneller, einfacher Einstieg in die Sprache des Films. Die Interaktivität der App regt zum Selbermachen und Ausprobieren an und macht so verschiedene filmische Gestaltungsmittel direkt erfahrbar.

Den ganzen Beitrag lesen

Hannah Bunke-Emden Kurzbio
Hannah Bunke-Emden studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft im Master mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Sie hat erste Erfahrungen mit Workshops an Schulen und in der Projektarbeit mit Jugendlichen.
Verfasst am 19.02.2019

Mit Mentimeter das Publikum einbeziehen

Screenshot von mentimeter.com

Screenshot von mentimeter.com

Bei medienpädagogischen Veranstaltungen ist es immer ein Mehrwert, live mit dem Publikum interagieren zu können. Das Abstimmungstool Mentimeter ist ein ideales Werkzeug für Vorträge, Seminare oder Projekttage: So lassen sich Umfragen, Stimmungsbilder, Quizfragen oder Brainstormings gestalten, um die Teilnehmenden via Smartphone live einzubeziehen. Den ganzen Beitrag lesen

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv