Kontakte und Kalender sicher synchronisieren mit Baikal

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Ich muss sagen, ich habe mir schon sehr lange keine Gedanken mehr um die Synchronisation meiner Kontakte und Kalender gemacht, lief bislang auch alles prima mit der selbst gehosteten OwnCloud. Jetzt habe ich nach einem Update festgestellt, dass in der achter Version Kontakte und Kalender gestrichen wurden und man diese nun nachträglich installieren muss, was bei mir auch zu diversen Fehlern geführt hat. Das war dann für mich der Moment, in dem ich mir für Kontakte- und Kalendersynchronisation eine leichtere und elegantere Lösung gewünscht habe mit etwas weniger PHP-Frickelei.

Nach kurzer Recherche bin ich dann auf Baikal gestossen, einer kostenlosen Open-Source Anwendung, die in einer Minute ohne Programmierkenntnis auf einem eigenen Webspace installiert ist, was bei meinem uberspace Account auch problemlos geklappt hat. Im Unterschied zu Owncloud, kann mensch auf der Web-Oberfläche lediglich Benutzer, Adressbücher und Kalender anlegen und diese dann per CalDAV oder CardDAV synchronisieren. Eine Betrachtung oder Bearbeitung der Inhalte ist nicht möglich – aber ehrlich gesagt: das habe ich bei Owncloud auch nie gemacht… Gefühlt läuft Baikal unheimlich flott und stabil, eine kurze Anleitung und Beschreibung findet mensch im Blog von Kuketz. Einziger Nachteil ist, dass mensch keine Adressbücher und Kalender mit anderen Personen teilen kann, aber vielleicht kommt das ja noch…

Was meint ihr zu Baikal? Wer nutzt es schon bzw. was nutzt ihr für eine sichere Synchronisation eurer Kontakte und Kalender?

Tobias Albers-Heinemann
01.09.2015
(Kurzbio)
Blogger, Autor und Referent für Medienbildung im Evangelischen Dekanat Ingelheim

Trickfilm mit dem iPad – Puppet Pals HD Director´s Pass

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Die iOS App „Puppet Pals HD Director´s Pass“ von Polished Play LLC ermöglicht es bereits jungen Kindern, Jugendlichen und Menschen mit wenig medialer Vorerfahrung einen Trickfilm mit eigenen Figuren zu animieren. Die App bietet über die Fotofunktion das Nutzen eigener Fotos und Bilder als Figuren und Hintergrund für die Animation, auch Sprachaufnahmen sind möglich.

In der medienpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelingt es mit der App einen Trickfilm im Stil des Legetricks zu erstellen und somit die eigenen Figuren Geschichten erzählen zu lassen. Auch das Erstellen von Erklärstücken ist damit möglich. Die in der App mitgelieferten Vorlagen können zum Einsatz kommen, wesentlich spannender ist es jedoch die vorgegebenen Figuren und Hintergründe mit eigenen Gestalten zu ergänzen und vielleicht sich selber als Charakter im Film zu animieren. Die App kann zu sprachanregenden Lern-Szenarien beitragen, da die Audiofunktion bereits Kindergartenkindern das Vertonen des Trickfilms sehr einfach möglich macht. Die App „Puppet Pals HD“ ist gratis (mit der Option zu In-App-Käufen). Die Ergänzung „Director´s Pass“ ist als Vollversion werbefrei, offline zu nutzen und bietet keine weiteren Kaufoptionen an. Diese Version (1.8.9) kostet aktuell 3,99 € (siehe Technische Anforderungen).
Die folgenden Hinweise bieten besonders Einsteiger/innen eine Orientierungshilfe mit Hinweisen zur Gruppengröße, technischen Anforderungen, Material und Ideen zum Praxiseinsatz.

Ort und Zeit
Für die Produktion des eigenen Films sind Kinder und Jugendliche nicht an feste Arbeitsplätze gebunden, vielmehr kann beim Einsatz der mobilen Geräte auch an Orten wie der Bücher-Ecke, Fachgruppenräumen oder auf dem Außengelände eine kreative Arbeitsatmosphäre entstehen. Für die Audioaufnahmen sollte die Gruppe eine ruhige Umgebung wählen. Das Erstellen eines Trickfilms mit vorgegebenen Figuren kann bereits in 45 Minuten gelingen und zum Einstimmen in die Trickfilmarbeit dienen. Für das Verwenden eigener Fotos und Bilder mit dem „Director´s Pass“, das Erarbeiten einer Story und die entsprechende Vertonung sollten je nach Alter und Vorerfahrungen mindestens zwei Zeitstunden zur Verfügung stehen. Kreative Arbeitsphasen und das gemeinsame (Er-)Finden einer Story benötigt im Gruppenprozess oft mehr Zeit als erwartet. Hier sind Zeitpuffer realistisch einzuplanen.

Arbeiten im Team
Die App ermöglicht Einzel- und Gruppenarbeiten, sie bietet bereits in kurzen Arbeitsphasen sehr kreative Ergebnisse. Kleingruppen von 3 – 4 Kindern können sehr gut gemeinsam mit der App arbeiten und entsprechend viele unterschiedliche Charaktere im Film animieren. Teams lernen sich bei dieser Gruppengröße gut abzustimmen, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitstreiter/innen einzugehen, die inhaltliche Gestaltung zu organisieren, die Auswahl der Charaktere vorzunehmen und Texte einzusprechen. Die gemeinsame Produktion bietet sich für kollaborative und situierte Arbeitsphasen mit mobilen Geräten besonders gut an. Insbesondere die eigene Gestaltung der Charaktere im animierten Film bietet Kindern sehr kreative Möglichkeiten zum freien Geschichten erfinden und erzählen als Teil der Sprachförderung.

Technische Anforderungen und Vorbereitung
Die App „Puppet Pals HD“ bietet eine einfache Bedienung und damit einen leichten Einstieg, besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einige technische Aspekte gehören jedoch in die Vorbereitungsphase:

Die App „Puppet Pals HD“ von polished Play LLC steht für iOS als kostenlose Version zur Verfügung, Mehrkosten von jeweils 0,99 € entstehen durch das Hinzukaufen von Charakteren zu den 15 unterschiedlichen Themen wie bspw. Fairy Tale, Wild West, Zombie Attack. Die einmaligen Kosten für den Zusatzbereich „Director´s Pass“ liegen bei 3,99 €. Informationen zum Datenschutz sind in englischer Sprache im App-Store nachzulesen. Die Anbieter geben an, dass sie keine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Email oder Telefonnummer sammeln oder mit Dritten teilen. Cookies werden nicht genutzt. Zur allgemeinen Arbeit mit Tablets gehört insbesondere ein Technik-Check: Dies beinhaltet das Installieren der App, ggf. die Klärung von Bezahlung und Zugriffen, ggf. WLAN-Zugang, das Laden des Akkus, ein Testlauf der App und das Abklären der Zugriffe der App bspw. auf die Kamera (Zugriff unter „Einstellungen“ freigeben). Mit dem „Director´s Pass“ der App können Nutzer/innen bis zu acht eigene Charaktere erstellen und im Video animieren.

Weitere Materialien
Beim ersten Einsatz von iPads kann das Thema Datenschutz in der Einrichtung nochmals Aufmerksamkeit bekommen, ggf. sollte hier erneut das Einverständnis von den erziehungsberechtigen Personen eingeholt werden. Bei jüngeren Kindern kann es hilfreich sein, die Kopiervorlage für ein Storyboard zu nutzen. Insgesamt werden die Filme mit eigenen Fotos und selbstgemalten Bildern besonders ausdrucksstark. Für die Hintergründe können die Trickfilmer/innen vorhandene Fotos und Bilder abfotografieren oder neu malen. Ein Drucker ist nicht zwingend nötig, da die gewünschten Charaktere mit dem iPad von einem Bildschirm, einer Vorlage oder Fotoalbum abfotografieren werden können. Figuren aus Bilderbüchern dürfen nicht ohne weiteres verwendet werden, Bildrechte könnten verletzt werden. Weitere Materialien sind: iPads in gewünschter Anzahl, ggf. Schutzhüllen, ggf. einen Adapter für den Anschluss zum Beamer oder einen PC/Laptop zur Speicherung und Präsentation des Videos per Beamer. Die medienpraktische Arbeit muss nicht mit einer 1:1-Geräteausstattung stattfinden.

Gestalterisch-kreativer Einsatz
Die App bietet sich für die praktische Arbeit in der Gruppe an und kann mit Phasen des situierten Lernens die Gruppenarbeit in der Kita oder im Hort bereichern. Ein gemeinsamer Start zum Sammeln von Ideen dient als Einstieg. Eine Ideenfindung dauert manchmal länger als gedacht. Es lohnt sich, Zeit in diese oft mühevolle Arbeit zu stecken und zu klären, dass alle Gruppenmitglieder die gefundene Geschichte, deren Ablauf verstehen und entsprechende Aufgaben übernehmen (Fotos raussuchen oder neu machen, Material besorgen, etwas zuschneiden etc.). Je nach Alter und Erfahrung der Einzelnen ist das Erarbeiten eines kurzen Storyboards hilfreich. Besonders bei der Arbeit mit jüngeren Kindern ist es wichtig, erst eine gemeinsame Ideenfindung zu gestalten und dann an die Produktion zu gehen. Für erste praktische Übungen bietet sich die Nutzung der vorgegebenen Charaktere und Hintergründe jedoch an. Nach einer solchen ersten Arbeitsphase und Aufgabenverteilung können die Kinder und Jugendliche die Arbeit in Teams fortführen. Die gemeinsame Präsentation der Ergebnisse sollte im Projektverlauf in keinem Fall zu kurz kommen.
Das Erstellen der eigenen Charaktere ist eine wirkliche Besonderheit, da sich Kinder und Jugendliche selbst oder ihre Medienhelden animieren können. Spaß macht es, wenn sie sich selbst in Szene setzen, also bespielsweise Ganzkörperfotos mit großen Gesten nutzen. Ein Materialmix aus eigenen Fotos, abfotografierten Bildern und selbstgemalten Personen, Tieren oder Landschaften macht die Videos zu sehr individuellen und kreativen Produkten. Während die vorgefertigten Themen eher stereotype Charaktere anbieten (rosa Prinzessin, Ritter etc.) lässt sich bei den eigenen Motiven diese Konstruktion von scheinbar typischen männlichen und weiblichen Attributen durchbrechen und die Gestaltung selbst bestimmen.
Für den gemeinsamen Abschluss des Medienprojekts ist eine Präsentation im Plenum gut geeignet. Dafür ist die Darstellung über AppleTV oder die Verbindung mit einem Beamer sehr hilfreich. Die Adapter-Variante ist leider sehr anfällig für Wackelkontakte, aber dennoch zu empfehlen. Alternativ ist die „Marktstand“-Methode möglich: Ein Kind aus der Gruppe nimmt das Tablet wie einen Bauchladen vor sich und wandert damit durch den (Stuhl-)Kreis.

Links & Material
Die App Puppet Pals HD im Store:
https://itunes.apple.com/de/app/puppet-pals-hd/id342076546?mt=8
Alternativ: https://itunes.apple.com/de/app/puppet-pals-2-free/id589141096?mt=8

 

 

Maren Risch
25.08.2015
(Kurzbio)
Maren Risch ist Medienpädagogin und hat 2013 ihr Promotionsstudium an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz (Erziehungswissenschaften) abgeschlossen. Erste Erfahrungen machte mit medienbegeisterten Jugendlichen machte sie als Sozialpädagogin in der der teilstationären Jugendhilfe, später als selbstständige Referentin (Blickwechsel e.V.) mit verschiedensten Zielgruppen, u.a. in an einer Mädchenschule in Abu Dhabi, beim Senioren-Computerkurs auf dem "Traumschiff" und als Gastdozentin an verschiedenen (Fach-)Hochschulen. Arbeitsschwerpunkte sind die Didaktik des mobilen Lernens, Identität & Medien, sowie die Qualifizierung von Fachkräften in der frühkindlichen Bildung. Seit 2007 arbeitet sie für medien+bildung,com im Mainzer Regionalbüro.

Eltern einbinden und weiterbilden

Ausschnitt aus dem Titel

Ausschnitt aus dem Titel

Familien- und Elternarbeit wird immer wichtiger für die Medienpädagogik, entsprechend vielfältiger werden auch die Methoden. Erfreulicherweise, denn der klassische Elternabend ist von seiner Methodik nicht immer das Nonplusultra, wenn es darum geht, Informationen weiterzugeben oder Eltern zu aktivieren.

Die Evens Foundation hat mit «Inspiring Ways to involve Parents» eine kostenlose Broschüre herausgegeben, in der einige Praxisansätze aus Europa vorgestellt werden. Nicht alle sind aus dem Stand umsetzbar, aber die Leser_innen bekommen können sich von den zahlreichen Ideen sicher gut inspirieren lassen.

Blöderweise ist die Publikation nur auf Issuu verfügbar und damit nicht wirklich downloadbar. Dem Lesespaß wird das hoffentlich keinen Abbruch tun.

Eike Rösch
25.08.2015
(Kurzbio)
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Er ist Mitbegründer und Mitherausgeber des Medienpädagogik Praxis-Blog, arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu social media in der Jugendarbeit und hat einen Lehrauftrag der HAWK Hildesheim-Holzminden-Göttingen. Er ist außerdem im Vorstand der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).

Spannendes vom Chaos Communication Camp #CCCamp15

CCCamp 2015 - Foto: CC-BY @klapauzius

CCCamp 2015 - Foto: CC-BY @klapauzius

Alle vier Jahre lädt der Chaos Computer Club Menschen auf das Chaos Commmunication Camp ein, um dort zu hacken, coden, entwickeln, socializen, Netzwerke auf- und auszubauen – gemeinsam zu leben und lernen.

Zumindest ein kleiner Teil dieser zahlreichen Aktivitäten – die Vorträge auf den Hauptbühnen – wird dabei auch ausserhalb des Camps zugänglich. Wir haben hier die wichtigsten Talks aus medienpädagogischer Perspektive aufgeführt – alle Talks finden sich hier.

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Fiona Krakenbürger fasst ihre Erfahrungen im CCC, aber auch aus Perspektive ihrer Bachelor-Arbeit zusammen – diese lässt sich dann auch gleich in github im Original lesen. Viele Schlüsse lassen sich auch auf medienpädagogische Angebote anwenden.

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Daniel Seitz
20.08.2015
(Kurzbio)
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.

YouTube-Channel des Monats: filmfactory

filmfactory

„Von der Bildgestaltung bis zur Dramaturgie – wir nehmen alles auseinander, was mit dem Thema Film zu tun hat. Dabei möchten wir uns, als angehende Filmemacher, die Momentan ihre Ausbildung im Bereich Mediengestaltung machen, mit Filmfactory auch selbst weiterentwickeln, während wir mit anderen Filminteressierten unser Wissen teilen.“

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Daniel Seitz
18.08.2015
(Kurzbio)
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.

Open Source in der Schule…

Ausschnitt aus dem Titel

Ausschnitt aus dem Titel

…das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit und scheint manchmal wie ein Widerspruch. Dass dem nicht so ist und – im Gegenteil – viele Gründe für die Nutzung von freier Software im Unterricht sprechen und außerdem die Hürden recht gering, das zeigt eine Publikation von Sebastian Seitz.

In dem Buch «Open Source und Schule», das als PDF und als eBook verfügbar ist (selbstverständlich frei und kostenlos) berichten Pädagog_innen von ihrer Arbeit mit freier Software in Schule, Unterricht und Weiterbildung. Allzu konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen sollten Leser_innen nicht erwarten, dennoch ist die Lektüre für potenzielle Einsteiger_innen sicher interessant und motivierend.

Eike Rösch
11.08.2015
(Kurzbio)
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Er ist Mitbegründer und Mitherausgeber des Medienpädagogik Praxis-Blog, arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu social media in der Jugendarbeit und hat einen Lehrauftrag der HAWK Hildesheim-Holzminden-Göttingen. Er ist außerdem im Vorstand der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).

App-Tipp: Morfo – Portraitfotos kreativ und witzig zu 3D-Modellen modellieren

Screenshot www.morfoapp.com

Screenshot www.morfoapp.com

Name: Morfo
Link: http://www.morfoapp.com/
Preis: 0,00€, Video-Export und zusätzliche Filter kosten jeweils 1,99€
Plattform: iOS, WP 7 (eingeschränkter Funktionsumfang)
Genre: Foto

Eignung für die (medien)pädagogische Arbeit

Mit Morfo lassen sich mit wenigen Handgriffen und nur mit Hilfe eines Gesichtsfotos witzige Geschichten erzählen und Themen aller Art originell und kreativ ausarbeiten. Die App kann auch als „Pausenfüller“ für Zwischendurch eingesetzt werden.

Was kann die App?

Mit Morfo lassen sich aus normalen 2D-Porträts 3D-Köpfe modellieren. Diese kann man dann tanzen oder sprechen lassen und als Videos verschicken.

Für wen ist die App?

Für jeden der sich zwischendurch einen kleinen Spaß erlauben will.

Wie funktioniert die App?

Die App braucht ein Gesichtsfoto, direkt von vorne. Dieses kann entweder der Bildergalerie entnommen werden oder noch geschossen werden. Dann muss man verschieden Schablonen auf das Gesicht ziehen, damit die App weiß, wo Mund, Nase Ohren usw. sind. Im fertigen 3D-Gesicht kann dann noch feinjustiert werden. Anschließend lassen sich verschiedene Effekte und Kostüme auswählen, man kann außerdem Texte nachsprechen und das Gesicht Fratzen ziehen lassen.

Autor: Ich bin Linus Völkner, plane eine Studium in Richtung Medienpädagogik und mache darum momentan ein Praktikum beim JFF. Ich beschäftige mich gerne mit diesem „Internetz“ von dem die jungen Leute immer reden und habe auch großes Interesse an Mobilgeräten, egal ob mit Windows, iOS oder Android.

Der App-Tipp des Monats wird vom JFF  – Institut für Medienpädagogik erstellt und dort ebenfalls veröffentlicht (http://www.jff.de/jff/aktivitaeten/weitere-aktivitaeten/projekt/proj_titel/apptipp-des-monats/). Er liefert Inspiration, Information und Hintergrundwissen aus der pädagogischen Praxis des JFF. In fast all unseren Projekten arbeiten wir mittlerweile auch mit mobilen Endgeräten, nehmen mit Hilfe von Apps Bild- und Tonmaterial auf, schneiden und experimentieren mit den kleinen Programmen. Besondere Fundstücke, die auch für andere medienpädagogisch Tätige interessant sein könnten, stellen die JFF-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen regelmäßig im AppTipp des Monats vor.

Facebook, Twitter, Instagram & Co – Warum Jugendliche kein Facebook mehr nutzen…

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Während vor wenigen Jahren „Facebook“ noch DAS große Thema bei Jugendlichen war, werden heute eher mehrere Dienste und Apps wie WhatsApp, Instagram, Twitter etc. genutzt. Ein aktuelles Video von „medienbier – Medien in Bildung und Erziehung“ thematisiert genau diesen Punkt und bringt etwas Licht nicht nur in den medialen Alltag von Jugendlichen, sondern auch in die jugendliche Mediennutzungsmotivation und die Rolle, die das Smartphone einnimmt.

Tobias Albers-Heinemann
27.07.2015
(Kurzbio)
Blogger, Autor und Referent für Medienbildung im Evangelischen Dekanat Ingelheim

Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft

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Aus eigener Erfahrung weiß ich sehr gut, dass viele Medienpädagoginnen und -pädagogen einen kirchlichen Arbeitgeber haben. Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang vor allem die Frage, wie medienpädagogische Themen und Prozesse über die klassischen Inhalte hinaus in einem kirchlichen Kontext behandelt werden können.

Auch die Evangelische Kirche setzt sich mit diesen Themen auseinander und hat jüngst eine neue Auflage des Lesebuchs „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“ herausgegeben, welches 2014 als Vorbereitung auf das gleichnamige Schwerpunktthema erschienen ist. Das über 150-seitige PDF Dokument beinhaltet eine meiner Meinung nach sehr gelungene Auseinandersetzung mit Themen wie Netzneutralität, Big Data und medialen Vorurteilen bis hin zu Fragen nach einer neuen Ethik und Dimension des Menschseins.

Tobias Albers-Heinemann
20.07.2015
(Kurzbio)
Blogger, Autor und Referent für Medienbildung im Evangelischen Dekanat Ingelheim

YouTube Universum

Screenshot YouTube Universum, Bertram Gugel

Screenshot YouTube Universum, Bertram Gugel

Wer sich schon mal intensiver mit YouTube auseinander gesetzt hat, ist fast zwangsläufig über Bertram Gugel gestolpert, der seit Jahren brilliant insbesondere die ökonomischen Veränderungen im Webvideo-Markt analysiert.

Nun hat er eine Visualisierung zu YouTube-Deutschland veröffentlicht, die dazu einlädt, Vernetzung innerhalb der YouTube-Szene zu entdecken. Die Visualisierung macht ein paar Punkte sehr deutlich:

  • YouTuber sind vor allem nach ihren Netzwerken organisiert und vernetzt
  • klassische Medienunternehmen sind deutlich isolierter als neu entstandene MCNs
  • die Netzwerke verfolgen offenbar unterschiedliche Vernetzungsstrategien unter ihren YouTubern

Soweit keine wirkliche Überraschung – das Tool ist dennoch praktisch, um ausserhalb des YouTube-Universums durch die verschiedensten Kanäle surfen zu können und neues zu entdecken – dafür wären noch weiterreichende Infos und Verlinkungen zu den Kanälen praktisch.
Sowohl MedienpädagogInnen als auch Jugendlichen wird mit dem Tool ein strukturierter Blick auf die Szene möglich, dieses Wissen kann als gute Gesprächsgrundlage in medienpädagogischen Projekten dienen, die visuelle Aufbereitung lädt auch zum gemeinsamen Entdecken ein.

Weitere Aspekte beleuchtet Spiegel Online.

 

Daniel Seitz
13.07.2015
(Kurzbio)
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv