(VR und) 360 Grad in der Kinder- und Jugendarbeit – 360° Panopainting – Teil 2/4

CC BY-NC-ND Jugendnetzwerk SDM

Mit Buntstiften, Papier, einem Smartphone und einer Cardbord-Brille werden eigene Zeichnungen zu einer magischen 360° Umgebung. Ein einfacher Einstieg um 360° Inhalte selbst zu machen, bietet “Pano-Painting” (wörtlich “Panorama zeichnen”). Ein Panorama ist eine perspektivische Darstellung von Landschaften oder Ereignissen.

Wir verwenden dieses Tool gerne nach der Übung der stereoskopische Illusion als Einstieg in die Technik von sphärisches Panoramen und deren Ansicht mit einer Cardboard Brille. Ich persönlich mag es Brücken zwischen analog und digital zu schaffen und durch “machen” die Dinge zu begreifen. Weiters verwenden wir dieses Hilfsmittel mit Kinder und Jugendlichen in unserer Erfinderwerkstatt zum skizzieren erster Ideen bei Prototypen.

Und so funktioniert es. Zuerst wird mit Hilfe eines Rasters ein “Panoramabild” gezeichnet. Die Zeichnung wird direkt in das “Gitter” gezeichnet. Unten ist der Boden, oben der Himmel und in der Mitte seht ihr die Seitenwände des Würfels, den ihr dann von innen betrachten werdet. Die fertige Zeichnung wird anschließend mit der Smartphone- oder Tablet-Kamera von oben fotografiert und an den Hilfslinien zugeschnitten. Mithilfe des Web-Tools “panoform.com” wird das Bild auf den Dienst hochgeladen. Das Tool wandelt das “flache” Panorama in ein Kugelpanorama oder sphärisches Panorama um. Nun kann mithilfe des Smartphones und der Cardboard-Brille in die eigene Zeichnung eingetaucht werden.

“Panopainting” eignet sich …

  • Als Einstieg: Ein einfacher (analoger) Einstieg in die Welt von 360°.
  • Als Hilfsmittel bei der Erstellung von Zeichnungen
    • Bildnerische Erziehung
    • Darstellende Geometrie
    • Als Skizzenblatt zum ersten (analogen) zeichnen eines Prototypen bzw. einer Erfindung. (Technisches Zeichnen)

Material und Tools:

Technischer Ablauf

  1. Zeichne direkt auf dem Hilfsraster deine Skizze. Achte auf die Markierungen und den 
Fluchtpunkt. Die Bühne umfasst
 die ganze Umgebung. Seiten, oben und unten müssen zusammenpassen. Versucht auch perspektivisch zu zeichnen.

  2. Mithilfe der Kamera-App auf dem Smartphone die Skizze genau von mitte-oben fotografieren, zuschneiden (siehe gepunktete Linie) und anschliessend hier http://www.panoform.com/tool/ als JPG Datei hochladen. That´s it!  

 

Achtung: Leider ist die Nutzung der hochgeladenen Daten seitens panoform.com für mich nicht ersichtlich.

 

Steven Marx Kurzbio
lebt in Österreich, ist Jugendarbeiter beim Jugendnetzwerk Soziale Dienste Mittelrheintal in der Schweiz und angehender Medienpädagoge, gelernter Druckvorstufentechniker, Vater von drei Kindern, Tüftler und Ideenspinner.
Verfasst am 24.04.2018
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„Kunst & Kabel“ – kostenlose Publikation über pädagogisches Making

©jfc_boy/sieben

Making als das eigene Entwickeln und Erstellen mit elektrischen und digitalen Hilfsmitteln wird im pädagogischen Kontext immer beliebter und bekannter. Neue, spannende Methoden und Formate kommen hinzu. Gleichzeitig finden sich bekannte Haltungen und Prinzipien der Medienpädagogik im Making wieder.

Viele Workshops mit Makey Makeys, einfachen Programmierumgebungen oder kleinen Stromkreisen bilden gerne auch einen ersten Einstieg und werden erfolgreich als Anreiz angeboten, um erste Berührungen mit Elektronik und dem Tüfteln zu ermöglichen.

Vielen mögen sich auch fragen: Was hat zum Beispiel das Musizieren mit Bananen und einer Leitplatine eigentlich genau mit Pädagogik zu tun?

Eine Antwort darauf bietet das Buch „Kunst & Kabel: Konstruieren, Programmieren, Selbermachen“, denn hier steht die pädagogische Aufbereitung von Making im Zentrum.

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Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

Werdet Teil des Praxis-Blog!

Graphik von pixabay.com, geralt-9301, CC0 Public Domain

Liebe User*innen und Leser*innen,

wenn ihr gerne unsere Artikel lest und regelmäßig unsere Postings seht, so fühlt euch hiermit nochmals herzlich eingeladen, euch aktiv in das Medienpädagogik Praxis-Blog einzubringen: Ihr könnt gerne als Autor*innen oder Pat*innen die Weiterentwicklung dieses Blogs mitgestalten. Wir verstehen diese Seite als offenes Projekt, das von der Beteiligung vieler aktiver Menschen lebt und ganz viel Platz für die Ideen engagierter Pädagog*innen bietet. Macht mit!

> 1 > Werdet Autor*innen!

Denkt ihr euch gerne neue Methoden und Materialien aus? Habt ihr spannende Projektideen auf Lager? Testet ihr gerne neue Tools und Apps? Dann seid ihr prädestiniert dafür, in Blogbeiträgen eure Erfahrungen weiterzugeben! Mit dem Artikelraster habt ihr eine gute Vorlage, um in kurzer Zeit einen ansprechenden Blog-Artikel zu verfassen.

Dabei verfolgen wir folgende Kriterien, die ihr bitte beachten solltet, wenn ihr einen Artikel schreibt:

  • der Artikel muss einen medienpädagogischen Hintergrund haben;
  • die Verweise und weiterführenden Infos des Artikels müssen online und kostenlos verfügbar sein;
  • der Artikel muss einen zeitlosen Charakter haben;
  • wir machen keine Werbung (der Eigenwerbung) für Aktionen, Personen oder Veranstaltungen;
  • wir möchten Open Source, freie Inhalte und freie Bildungsressourcen (OER) fördern, auch Euer Artikel steht dann im Blog unter der CC-BYSA Lizenz).

Als Redaktion behalten wir uns vor, nicht jede Einreichung zu veröffentlichen. Ihr bekommt immer ein Redaktionsmitglied zur Unterstützung und Beratung an die Seite gestellt, weitere Infos dazu gibt es auch auf unserer Mitmachen-Seite.

> 2 > Übernehmt eine Blogpatenschaft!

Eine weitere Möglichkeit, den Blog zu unterstützen, ist die Blogpatenschaft: Alle, die das Projekt lieber finanziell unterstützen möchten, können ab einem Euro monatlich eine Patenschaft übernehmen. Derzeit unterstützen bereits 100 Pat*innen unser Blog, aber wir können jeden weiteren Cent gut gebrauchen. Das erhaltene Geld wird verwendet, um den Betrieb des Blogs weiterhin werbefrei, aber kostendeckend aufrecht zu erhalten. Die Redaktion arbeitet komplett ehrenamtlich.

Hintergrund ist, wie ihr sicher schon mitbekommen habt, dass sich das Medienpädagogik Praxis-Blog derzeit in einer Umbruchphase befindet: Die Gründer Eike und Tobias haben sich aus dem aktiven Geschehen zurückgezogen, nun hat ein neues Team das Ruder übernommen. Wir freuen uns immer über Unterstützung und über neue Leute, die sich einbringen möchten.

Das Blog ist in den vergangenen Jahren zu einer vielbeachteten Anlaufstelle geworden (mit durchschnittlich 4000 Visits pro Tag sowie 6600 Twitter-Followern und 4100 Facebook-Fans). Wenn ihr Teil dieses Projekts werden möchtet, dann meldet euch bei uns unter blog[ät]medienpaedagogik-praxis.de. Wir freuen uns auf euch!

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter des Instituts für Computerspiel - Spawnpoint. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.
Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Daniel Seitz Kurzbio
lebt in Berlin, hat Mediale Pfade gegründet und brennt für eine freie, politisierte Gesellschaft, die ihre Verantwortung wahrnimmt. Als Medienpädagoge ist er überzeugt, dass Medienbildung einen wichtigen gesellschaftlichen Anteil zu politischer Teilhabe, Selbstentfaltung und Kreativität leisten kann.
Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg und als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er 2012 das "Facebook-Elternbuch" und 2014 das "Elternbuch zu WhatsApp, Facebook, YouTube & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).
Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.
Verfasst am 12.04.2018

Mini-Serie: (VR und) 360 Grad in der Kinder- und Jugendarbeit – Einleitung – Teil 1/4

CC BY-NC-ND Jugendnetzwerk SDM

Virtuelle Realität, kurz „VR“, und sphärische Panoramen, kurz „360°“, ermöglichen uns einen Ortswechsel, einen Rollentausch und geben uns die Möglichkeit, Dinge aus anderen Perspektiven und Blickwinkeln zu betrachten. Zur Darstellung werden spezielle Ausgabegeräte, sogenannte Head-Mounted Display´s (wörtlich „am Kopf befestigte Anzeige“), benötigt. Die Identifikation in und mit der virtuellen Welt wird als “Immersion” bezeichnet, aus dem englischen übersetzt „Eintauchen“.

Laut Wikipedia ist im Unterschied zur passiven, filmischen Immersion, in der virtuellen Realität eine Interaktion möglich, also eine Handlung, in welcher du dich bewegen und mit Hilfe von Controllern interagieren kannst. Dadurch wird eine wesentlich höhere Intensität der Immersion erreicht. Die Immersion bei 360-Grad-Bildmaterial, also sphärischen Panoramen, welche sämtliche Blickwinkel wiedergeben, liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Einfach gesagt, desto mehr Sinne gereizt werden, desto intensiver ist das Erlebnis.

Im Gegensatz zu VR erfordert das Betrachten von sphärischen Videos und Bilder kein spezielles Head-Mounted Display mit Controllern, sondern lediglich ein Smartphone und eine sogenannte Cardboard-Brille, eine Halterung aus Karton mit zwei Sammellinsen, welche auch die Technik der Stereoskopie nutzt.

Erste Stereoskope gab es schon vor 1900. Google veröffentlichte 2014 die erste Cardboard Brille. Diese ermöglicht mit einem Smartphone eine 3D Ansicht in 360°,  dank der stereoskopischen Illusion, also der Zweiteilung des Bildes, sowie der Erkennung der Kopfbewegung über die eingebauten Sensoren in Smartphones (Gyroskope bzw. Kreiselinstrument).  Mit einer Cardboard Brille und einem Smartphone kannst du nun in einem 360° Video in alle Richtungen blicken, als wärst du tatsächlich vor Ort.

Stereoskopische Illusion selber machen
Um zu Verstehen wie die Technik der stereoskopischen Illusion funktioniert, können eigene 3D Fotos gemacht werden.

CC BY-NC-ND Jugendnetzwerk SDM

Eine schnelle und einfache Möglichkeit bieten „3D Camera“ APPs auf Tablets oder Smartphones und eine einfache 3D Brille (rot/blau), welche selbst gebastelt oder günstig gekauft werden kann. Es gibt auch einige Beispiel-Bilder und Videos im Netz. Es wird einfach das Motiv aus zwei zueinander versetzten Blickwinkeln aufgenommen, meistens der Abstand der menschlichen Augen zueinander, und übereinandergelegt. Für mich ein Aha-Erlebnis!

 

 

Immersives Lernen mit Kinder und Jugendlichen!
Einige kostenlose Angebote für VR und 360° gibt es. Als Beispiel für den Unterricht und die Kinder und Jugendarbeit sind sicher die vorgefertigten 360°-Entdeckungsreisen von “Google Expeditions”. Bis Virtual Reality mit der Möglichkeit der Interaktion im Unterricht eingesetzt werden kann, dauert es meiner Meinung nach, aufgrund des kleinen Angebotes und der aktuell noch hohen technischen Anforderungen, sicher noch einen Moment. Wobei Marc Zuckerberg mit der bald erhältlichen VR-Brille “Oculus Go” für USD 199.- eine Lösung verspricht. Ich bin gespannt.

Bei 360° ist die Sache meiner Meinung nach einfacher. Brillen können selbst gebastelt oder günstig erworben werden. Inhalte können dank “Bring Your Own Device” (BYOD) mit dem eigenen Smartphone erstellt, bearbeitet und anschließend betrachtet werden. Für mich ist es auch ein Mehrwert wenn die Kinder und Jugendlichen nach dem Unterricht oder den Workshops das gelernte weiter umsetzen können. Die Kartonbrillen dürfen sie jedenfalls bei uns immer behalten.

Durch den niederschwelligen, kostengünstigen Zugang und die Einfachheit in der Umsetzung war der Einsatz von 360° in unseren Projekte in der offenen Kinder- und Jugendarbeit immer ein Mehrwert. Später beschreibe ich, wie wir in unseren Projekten sogenannte 360°-Tools einsetzen und wie diese Hilfsmittel für eigene Projekte genutzt werden können.

Nun aber nochmals kurz zurück zur Schule.

Was ist mit den Pädagoginnen und Pädagogen, sehen diese einen Mehrwert für den Unterricht?

Glaubt man der Studie „VR im Unterricht“ von Kantar Emnid im Auftrag von Samsung Electronics im November 2016, hat der Einsatz von VR als Lernmedium signifikante Vorteile. Die Lehrpersonen sehen ein großes Potenzial für die Nutzung von Virtual Reality im Unterricht. Besonders im Aspekt des Erlebens, im Erfahrungen machen, die die Kinder sonst nie machen würden. Aber auch um Orte zu erkunden, an denen sie sonst nicht kommen würden. Zwei Drittel der Befragten sind auch der Meinung, das sich die Motivation der Schülerinnen und Schüler steigert und sich der Lernerfolg verbessert. Den größten Nutzen von Virtual Reality wird den Fächern Geografie/Erdkunde, Geschichte und Naturwissenschaften zugeschrieben.

Samsung (2017): „Samsung Studie: Lehrer sehen großes Potenzial für die Nutzung von Virtual Reality im Unterreicht“ URL: https://news.samsung.com/de/samsung-studie-lehrer-sehen-grosses-potenzial-fuer-die-nutzung-von-virtual-reality-im-unterricht/ [Stand: 26.02.2018]

Und die Schülerinnen und Schüler?

Dass die Kinder und Jugendlichen sich den Einsatz von Virtual Reality wünschen ist vermutlich klar. Laut YouGov-Umfrage, auch im Auftrag von Samsung Electronics, wünschen sich drei von vier Schülerinnen und Schülern den Einsatz von VR im Unterricht.

Samsung (2017): „Drei von vier Schülern wünschen sich Einsatz von Virtual Reality im Unterricht“ URL: https://news.samsung.com/de/drei-von-vier-schulern-wunschen-sich-einsatz-von-virtual-reality-im-unterricht/ [Stand: 26.02.2017]

In einem unserer Jugendtreffs vom Jugendnetzwerk SDM haben wir zur Ergänzung der PlayStation4 ein Sony PS VR Headset angeschafft. Es wird von einigen rege genutzt, während andere das intensive Immersions-Erlebnis nicht vertragen. Dies kann von Spiel zu Spiel unterschiedlich sein. Es braucht teilweise wenig Bewegung im Spiel um “VR-krank” zu werden. Die “VR-Krankheit” ist vergleichbar mit der See- oder Flugkrankheit und tritt in Form von Übelkeit, Unwohlsein und anderen Symptomen als Resultat einer körperlichen Irritationen bei hoher Intensität der Immersion auf. Für einen barrierefreien Unterricht braucht es für Virtual-Reality-Erlebnisse sicher noch Lösungen bzw. muss die Qualität der Inhalte verbessert werden. Die Forschung der Auswirkung auf den Körper und die Gesundheit steht lt. Wikipedia erst am Anfang.

Nichtsdestotrotz überwiegen für mich die Vorteile. Da die Immersion bei 360°-Inhalten nicht so intensiv wirkt und das “Erlebnis” nicht zu lange dauert, werden wir in Zukunft weiter bei Projekten mit sphärischen Panoramen arbeiten. Wenn ihr schon Lösungen parat habt, oder gegenteilige Erfahrungen gemacht habt, freue ich mich über eure Kommentare.

In den nächsten Folgen beschreibe ich, wie ihr im schulischen als auch im außerschulischen Setting, für eure Projekte sogenannte 360°-Tools einsetzen könnt.

Steven Marx Kurzbio
lebt in Österreich, ist Jugendarbeiter beim Jugendnetzwerk Soziale Dienste Mittelrheintal in der Schweiz und angehender Medienpädagoge, gelernter Druckvorstufentechniker, Vater von drei Kindern, Tüftler und Ideenspinner.
Verfasst am 10.04.2018
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LETSDIGI – gemeinsame, kreative Medienerziehung in der Familie

Lizenz: CC0

Das Projekt LETSDIGI widmet sich dem Thema Medienerziehung im familiären Alltag. Nicht vordergründig vor dem Hintergrund von Fragen nach Begrenzungen, Regeln oder richtig und falsch. LETSDIGI stellt aktives Handeln mit Medien und das gemeinsame Entdecken in den Mittelpunkt. Spätestens jetzt schlägt mein Pädagog*innen-Herz höher.

LETSDIGI stellt konkrete Projektideen zur Verfügung, die vielfältig und leicht umzusetzen sind. Die einfachen, kurz gehaltenen Beschreibungen motivieren zum Ausprobieren.

Einige Projektideen:

  • Wissen teilen – Wir schreiben mit an der Online-Enzyklopädie Wikipedia.
  • Smartphone-Mikroskop – Mithilfe eines Wassertropfens verwandelt sich ein Smartphone oder Tablet in ein Mikroskop.
  • Bilder zum Leben erwecken – Mithilfe von Augmented Reality werden Bilder lebendig.
  • Geheimcode ‚Binärsystem‘ – ‚Computersprache‘ lernen ist einfacher als man denkt!

LETSDIGI ist ein recht junges Angebot und existiert bislang als Beta-Version. Das Projekt kommt aus dem eBildungslabor und orientiert sich an aktuellen Auffassungen und Debatten von Bildung in einem gesellschaftlichen Zusammenhang.  

Die Inhalte, auch die Projektideen, stehen unter der CC BY 4.0 – Lizenz und sind somit explizit zur Nutzung, Weitergabe und für Veränderungen freigegeben. Interessierte sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen – als Testpersonen oder um die eigenen Erfahrungen und Ideen zu teilen.

Auch wenn die anvisierte Zielgruppe keine Medienpädagog*innen sind, sind die Inhalte auch wunderbare Anregungen und Inspirationsquellen für die pädagogische Praxis. Genauso können die Projektideen für die Elternarbeit zum Thema Medienerziehung, beispielsweise bei Elternabenden oder Workshops, eingebunden und auch mit ihnen ausprobiert werden.

Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

Making im Schulunterricht und Bibliothek – Materialien und Vorschläge der PH Bern

CC BY SA 4.0 Cornelia Fahrni / PH Bern 2018 - URL: https://www.phbern.ch/fr/ideenset-making/20322000/uebersicht.html

An der PH Bern arbeitet Gregor Lütolf, der seine Ideen rund um 3D-Druck auch schon hier im Blog veröffentlicht hat (z.B. zu den Keksausstechern). Eine neue Veröffentlichung vom Februar 2018 zum Thema Making stammt von seiner Kollegin Cornelia Fahrni und enthält didaktische Überlegungen, Anleitungen und Referenzen rund um „Making-Aktivitäten in Schule und Bibliothek„.

Wie alle „Ideen-Sets“ der PH Bern stehen die Materialien unter CC BY-SA – und man kann und muss ein wenig herumklicken, um alles zu entdecken. Und dass da wiederum Materialien aus dem Praxisblog auftauchen, zeigt wie wunderbar die Weiternutzung und Verbreitung von offen lizenzierten Materialien (OER/Open Educational Resources) funktionieren kann. Die Materialsammlung ist auch übrigens auch für Lehrkräfte interessant, die sich Ideen holen möchten, wie man Making mit dem (Schweizer) Lehrplan verknüpfen kann.

 

 

Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Verfasst am 03.04.2018

Medienarbeit und Inklusion – was Ernst Tradinik mit Menschen und Medien macht

CC BY SA Na (ja) Genau / Ernst Tradinik

Ernst Tradinik aus Österreich arbeitet seit vielen Jahren mit „Menschen und Medien“. Was daran besonders ist: Junge Erwachsene mit Behinderung sind bei der Erstellung eingebunden – bei Kamera, Mikro, Interview und der Gestaltung der Videoreihe „NA (JA) GENAU.“ Die Produktionen erscheinen u.a. in der Oktothek und sind dort frei zugänglich: Da wollten wir doch einmal nachfragen…

Praxisblog: Seit wann arbeiten Sie mit jungen Erwachsenen mit Behinderungen und Medien und wie kamen Sie zu diesem besonderen Arbeitsfokus?

Ich arbeite seit 25 Jahren als Betreuer. Und noch länger mit elektronischen Medien, also Video und Radio. Die Kombination dieser Bereiche, die mir zunächst gar nicht so logisch erschien, erfolgte erstmal 2003 bei einem Workshop einer Freundin, die als bildende Künstlerin mit Menschen mit (Lern-) Behinderung arbeitete. Damals  wurde ich als Radio- und Videomacher zu einem von ihr  veranstalteten Workshop eingeladen und da sah ich erstmals die Möglichkeiten, die dies in sich birgt.

2008 schrieb ich dann das Konzept und die Überlegungen für die audiovisuelle Arbeit mit Menschen mit (Lern-)Behinderung/en. 2009 dann als Auftrag beim Verein LOK umgesetzt, gemeinsam mit Alfred Wetzelsdorfer, Ergebnis ist derFilm „LOKvögel, Fische & Schmetterlinge„. Seit 4 Jahren mache ich gemeinsam mit Marcell Vala, Stefan Jaindl, Marko Schrott u.a die TV Sendung NA (JA) GENAU, die intelligente humorvolle TV Sendung. 2015 machten wir die Hommage an den Italowestern, 5 vor 12.

Also zurück zur Frage 😉 2003 hatte ich wohl erstmals die Idee, diese beiden Bereiche zu verbinden. Es lag dann auch auf der Hand. Die Möglichkeiten, selbst bzw billig zu produzieren und dass natürlich Menschen mit(Lern-) Behinderung/en dieselben Wünsche und Interessen haben wie alle anderen auch. Somit also auch Arbeit vor und hinter der Kamera. Bzw. nun auch schon vor oder hinter dem Handy 😉 Und seit letztem Jahr, darüber freue ich mich besonders, bieten wir dies auch auf der Fachhochschule in St. Pölten an, für SozialpädagogInnen im Fach „inklusive Medienarbeit“.

Praxisblog: Was unterscheidet Ihre Arbeit von der Medienarbeit mit Kindern und Jungendlichen? Gibt es Besonderheiten, die Sie Nachahmer/innen auf den Weg geben möchten?

Der Unterschied zu Kindern und Jugendlichen sind die anderen Fähigkeiten. Ob nun die Sprache, Spracherwerb, die motorischen Fähigkeiten, also was brauche ich an zum Beispiel Hilfsmittel, um ein technisches Gerät bedienen zu können. Ich glaube aber, dass mein Hauptfokus der ist, der so schwer messbar oder feststellbar ist. Das Sehen, dass Fernsehen bzw. Radio völlig normal sein kann, wenn es von Menschen mit (Lern-) Behinderung/en gestaltet wird.

Also man sollte seine eigenen Sehgewohnheiten von Fernsehen völlig vergessen, alles was einem so vorgesetzt werden, und mutig eigenes TV entwickeln bzw entwickeln lassen. Ganz nach den Wünschen und Fähigkeiten der Menschen, mit denen ich arbeite. Vielleicht ist das ein Unterschied zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Defizit orientierte Denken bzw Schauen ausschalten. Weg damit!  Auch wenn nun sofort alle – so auch ich – sagen werden, das habe ich sowieso nicht. Ich glaube, das stimmt nicht bzw, ist immer wieder genauest zu überprüfen. Leicht gesagt, schwer getan, finde ich persönlich immer noch.

Praxisblog: Worin sehen Sie Chancen der inklusiven Medienarbeit?

Inklusive Medienarbeit bietet große bzw sehr normale Möglichkeiten.

1. Die offensichtlichste ist die Öffentlichkeit, welche Menschen mit (Lern-) Behinderung/en erreichen können. So können sie sich präsentieren, sich verständlich machen, das „Bild“ von Menschen mit (Lern-) Behinderung/en korrigieren.

2. Inklusive Medienarbeit bietet Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung. Was möchte ich? Wo ist mein Platz? Stehe ich gerne vor oder hinter der Kamera? Darf ich das? etc. Ist es in Ordnung, so wie ich spreche? Kann ich bzw möchte ich etwas verändern? Üben? Bekomme ich dadurch (erst) Lust, mich auszudrücken, zu kommunizieren?

3. Und inklusive Medienarbeit kann auch Arbeitsplätze schaffen. Ob nun am ersten Arbeitsmarkt oder auch im unterstützten Arbeitsmarkt. Sinn macht beides, würde den betroffenen Menschen und der Gesellschaft viel bringen.

Praxisblog: Herzlichen Dank und weiterhin viel Spaß und Erfolg!

Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Verfasst am 27.03.2018

#NoHateNoFake – Webseite mit Materialien zu Hate Speech und Fake News im Netz

Die Internetphänomene ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ haben in die medienpädagogische Arbeit schon vor einiger Zeit Einzug gehalten – das zeigt auch die beachtliche Vielzahl an didaktischen Materialien, die uns Pädgog_innen inzwischen im Netz zur Verfügung steht. Viele davon sind frei verfügbar. Es liegt dabei auf der Hand, dass diese Angebote – nicht zuletzt der sensiblen Thematik wegen – eine unterschiedliche Eignung und Qualität aufweisen. Zudem lassen sich Hassbotschaften und Falschnachrichten in der (Medien-)Pädagogik nicht immer trennscharf angehen, da sie thematisch oft nah beieinanderliegen. Im Rahmen unseres eigenen medienpädagogischen Projekts #NoHateNoFake haben wir beide Themenkomplexe miteinander verbunden. Dabei ist die Projektwebseite www.nohatenofake.wordpress.com entstanden: Sie beinhaltet kostenfreie Unterrichtsmodule, um mit Schüler_innen der Klassenstufen 8 bis 10 kurze Videoclips über ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ zu produzieren. Zudem haben wir ausgewählte Informationen, Online-Angebote und weitere didaktische Materialien, die wir gern weiterempfehlen möchten, in einer Linkliste zusammengestellt.

Was sollte eine Projektwebseite enthalten, mit der nicht nur die direkten Projektbeteiligten, sondern auch andere (Medien-)Pädagog_innen etwas anfangen können? Diese Frage hat sich unser Team von klangumfang | Büro für Medien und Kultur gestellt. Und wir kamen zum Ergebnis: am besten alles, was wir selbst verwendet haben. Die Materialien von #NoHateNoFake umfassen deshalb sämtliche Stundenaufrisse und Präsentationen für Pädagog_innen sowie Handouts und Vorlagen für Schüler_innen. Die Module können in einem Zeitrahmen von insgesamt drei Projekttagen à sechs Unterrichtsstunden umgesetzt werden. Es ist aber auch gut möglich, lediglich einzelne Einheiten (mit einem Umfang von 45 oder 90 Minuten) herauszugreifen, was vor allem für den üblichen Unterrichtsalltag von Lehrkräften praktikabler sein dürfte. Wir selbst haben stets das gesamte Projekt durchgeführt. Es umfasst einen eher ‚theoretischen‘ sowie einen medienpraktischen Teil: Am ersten Projekttag diskutierten wir mit den Jugendlichen über ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘. Sie setzten sich mit diesen beiden Themen vorrangig anhand ihrer eigenen Erfahrungen und Beispielen aus der Praxis auseinander. An den folgenden zwei Tagen erstellten sie in kleinen Gruppen eigene Aufnahmekonzepte für ihre Videoclips und setzten diese von der Aufnahme bis zur fertigen Bearbeitung mit Tablets um. Dafür hatten wir fünf Geräte mitgebracht. Es wäre aber auch einfach möglich gewesen, eines der diversen ohnehin vorhandenen Smartphones der Schüler_innen zu nutzen – eine pragmatische Alternative, da die meisten Schulen ja oft keine eigenen Aufnahmegeräte haben. Die meisten Videos stellten wir am Ende auf eine Online-Videoplattform: nicht bloß, um damit Aufmerksamkeit zu erreichen, sondern auch als Abrundung der Projektthematik an sich. Selbstverständlich war es die alleinige Entscheidung der Urheber_innen, ihre Werke der Öffentlichkeit preiszugeben oder eben nicht. Zuvor überlegten sich die Schüler_innen die nötigen technischen und inhaltlichen ‚Spielregeln‘, die sowohl für die Videos als auch für die Nutzer_innen gelten sollten: Sollten die Videos zum Beispiel öffentlich kommentiert werden dürfen? Sollten die Kommentare vormoderiert werden? Welche dieser Kommentare sollten wiederum veröffentlicht werden dürfen und welche nicht? Für den medienpraktischen Teil – Videobearbeitung und Videoblog erstellen – konnten die Teilnehmenden auf Tutorials als Vorlagen zurückgreifen. Die Administration des Videoblogs übernahm dabei in unserem Fall die Lehrkraft.

Sich Hass und Lügen behutsam nähern – und praktisch angehen

Wie wollen wir im Netz miteinander umgehen? Wem wollen wir vertrauen? Wie wollen wir das Netz gestalten? Und welche Bedingungen sollen dafür gelten? Hassbotschaften und Falschnachrichten im Internet (medien-)pädagogisch anzugehen, bedeutet zunächst: erst mal ganz von vorn anfangen und die Schüler_innen abholen, wo sie sind. Mit #NoHateNoFake setzen wir deshalb zunächst bei der Frage an, wie die teilnehmenden Jugendlichen selbst respektvoll miteinander agieren wollen – offline und online. Dabei bezieht das Projekt auch externe frei verwendbare Materialien mit ein, die sich bereits an anderer Stelle in der Praxis bewährt haben – so die ‚10 Gebote der digitalen Ethik‘ vom Institut für Digitale Ethik. Die Schüler_innen reflektieren dabei ihren eigenen Umgang mit Konflikten im Internet. Und auch die anschließende Vertiefung der beiden Themen ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ orientiert sich an den Erfahrungswerten der Jugendlichen. Zuvor müssen diese zwei Begriffe jedoch unbedingt gemeinsam definiert und erläutert werden – denn wie sich bei unseren Projektdurchführungen mehr als deutlich zeigte: Der Zielgruppe sind diese beiden Schlagworte keineswegs geläufig, obgleich ihre Verwendung in medienpädagogischen Kontexten beliebt ist. Geeignete Begriffserläuterungen finden sich in den betreffenden Unterrichtsmodulen sowie auf spezifischen Webseiten in der Linkliste. Im Projekt erwerben die Jugendlichen zudem anwendungsorientiertes Wissen: So lernen sie zum Thema ‚Fake News‘ Online-Angebote wie Mimikama und die dazugehörige Suchmaschine für Fakes Hoaxsearch kennen. Um Falschnachrichten zu erkennen, nutzen sie die Fake News Check-App von Neue Wege des Lernens e.V. Mit der kostenfreien App checken sie die Glaubwürdigkeit von verschiedenen Online-Artikeln, die wir auf #NoHateNoFake verlinkt haben.

Nötige Themenreduktion – Entscheidung nach Interesse der Jugendlichen

Wer sich wie wir (medien-)pädagogisch mit den Internetphänomenen ‚Hate Speech‘ und ‚Fake News‘ befasst, wird schnell feststellen: Beide Themen sind zu komplex, als dass all ihre Facetten in einem dreitägigen Projektrahmen in der nötigen Tiefe besprochen werden könnten – geschweige denn im Unterrichtsalltag, in dem Einheiten von 45 oder 90 Minuten üblich sind. Aus diesem Grund – und um die intrinsische Motivation zu erhöhen – bilden die Schüler_innen Gruppen und entscheiden sich für einen Themenaspekt, der sie am meisten interessiert. Zu ihrem Gruppenthema finden sie auf #NoHateNoFake eine kleine Zusammenstellung von Links zur weiteren Recherche. Sie erstellen mit Hilfe einer Vorlage ein Aufnahmekonzept und produzieren ihren eigenen Videoclip. Im Rahmen unserer eigenen Projektdurchführungen sind ein- bis dreiminütige Filmbeiträge entstanden, die wir auf #NoHateNoFake in der Rubrik ‚Schulprojekt‘ gebündelt haben.

Zum Hintergrund des Projekts #NoHateNoFake

#NoHateNoFake | Videoblogs von Jugendlichen gegen Hate Speech und Fake News im Netz ist ursprünglich ein im Schuljahr 2017/2018 durchgeführtes Klassenprojekt von klangumfang | Büro für Medien und Kultur. Projektträger ist WERK 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V. Gefördert wird das Projekt von der SLM – der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Insgesamt nahmen fünf Schulen aus Sachsen mit einer Klasse am Projekt teil.

Projektwebseite: www.nohatenofake.wordpress.com

Thomas Rakebrand Kurzbio
Thomas Rakebrand ist freiberuflicher Medienpädagoge aus Leipzig. Er ist Projektkoordinator von #NoHateNoFake und tätig bei klangumfang | Büro für Medien und Kultur (www.klangumfang.de). Daneben ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig im Bereich Kommunikationswissenschaft.

In 30 Minuten zum Praxisblog-Artikel – mit dem Artikelraster!

Die Medienpädagogik ist darauf angewiesen, dass Pädagog_innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen. Anders ist es kaum möglich, mit der Dynamik im Medienbereich mitzuhalten.

Das Medienpädagogik Praxisblog soll ein Ort sein, an dem Medienpädagog_innen möglichst viel solches Wissen und Erfahrungen von anderen finden können. Dafür gibt es auch das Konzept des «Open Praxisblog»: Jede_r kann hier schreiben, wenn zwei andere Autor_innen den Inhalt befürworten. Das passiert erfreulich oft, aber meine Erfahrung ist, dass viele ihr Wissen weitergeben, aber gerne Unterstützung hätten beim Aufschreiben.

Die gibt es nun: Beim letzten Praxiscamp habe ich mit engagierten Teilgeber_innen das Artikelraster ausprobiert: Das orientiert sich an einem impliziten Schema, das sich in mehr als 1000 Artikeln hier im Blog rauskristallisiert hat. Und es funktioniert: Mit dem Artikelraster kann es gelingen, in 30 Minuten von der Idee (ein Tool, eine Website, eine Broschüre etc.) zu einem Praxisblog-Artikel zu kommen.

Und so gehts:

1. Du suchst Dir ein Tool, eine Website, ein Material, das Du besprechen möchtest und bereits kennst.
2. Du nimmst Dir ein leeres Dokument und übernimmst die vier Überschriften des Rasters (ohne Fragen).
3. Unter jeder Überschrift gibst Du eine Antwort auf die darin gestellte Frage in 2-3 Sätzen. Die Leitfragen, die im Artikelraster unter jeder Überschrift stehen, können dabei eine Orientierung sein.
4. Du löschst die Überschriften aus dem Text.
5. Du suchst eine Gesamtüberschrift für den Artikel.
6. Fertig. 🙂

Das Artikelraster:

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Das dritte Praxiscamp – Save the Date

Und zum dritten Mal wird es ein Medienpädagogik-Praxiscamp in Mainz geben. Ein Barcamp für alles rund um die Medienpädagogik. Die beiden ersten Male haben uns ermutigt, es auch ein drittes Mal zu versuchen.

Hier schon mal der Termin: 06./07. September 2018 in Mainz

Termin schon mal fett in den Kalender eintragen.

Detaillierte Infos zum Barcamp gibt es demnächst im Camper unter

https://barcamptools.eu/mppb18/

und natürlich hier im Blog bzw. auf Twitter und Facebook.

Wer noch mal in die ersten beiden genialen Barcamps reinschauen will: MPPB17 und MPPB10

Praxiscamp on Tour

Und schon jetzt mal die Ankündigung, dass das Praxiscamp anfangen möchte im deutschsprachigem Raum zu „wandern“. Das ist ein echtes Abenteuer, verlassen wir doch gute, tolle, geliebte Strukturen und müssen das Praxiscamp ein Stück weit neu erfinden. (An dieser Stelle mal jetzt schon ein fettes Dankeschön vor allem an Annika und Christopher, die vor Ort viel Orgakram für uns erledigen!).

Aber so eine Wanderschaft kann auch belebend sein. Daher möchten wir schon auf dem Praxiscamp 2018 beschließen, ob und wenn ja wohin es möglich ist mit dem Praxiscamp loszuziehen. Das braucht aber vorher schon ein paar Absprachen, Planungen und Zusagen.

Daher suchen wir schon jetzt interessierte Menschen, Organisationen oder Institutionen

  • die das Praxiscamp zu sich einladen wollen,
  • die das Praxiscamp mit weiterentwickeln und vorbereiten möchten,
  • die das Praxiscamp vielleicht auch mitfinanzieren können und wollen.

Wer da ernsthaft Interesse, kann sich bei lambert@medienpaedagik-praxis.de melden. Dort gibt es mehr und konkretere Infos.

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 13.03.2018

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