Thema kostenlos »

Kontakte und Kalender sicher synchronisieren mit Baikal

Ich muss sagen, ich habe mir schon sehr lange keine Gedanken mehr um die Synchronisation meiner Kontakte und Kalender gemacht, lief bislang auch alles prima mit der selbst gehosteten OwnCloud. Jetzt habe ich nach einem Update festgestellt, dass in der achter Version Kontakte und Kalender gestrichen wurden und man diese nun nachträglich installieren muss, was bei mir auch zu diversen Fehlern geführt hat. Das war dann für mich der Moment, in dem ich mir für Kontakte- und Kalendersynchronisation eine leichtere und elegantere Lösung gewünscht habe mit etwas weniger PHP-Frickelei.

Nach kurzer Recherche bin ich dann auf Baikal gestossen, einer kostenlosen Open-Source Anwendung, die in einer Minute ohne Programmierkenntnis auf einem eigenen Webspace installiert ist, was bei meinem uberspace Account auch problemlos geklappt hat. Im Unterschied zu Owncloud, kann mensch auf der Web-Oberfläche lediglich Benutzer, Adressbücher und Kalender anlegen und diese dann per CalDAV oder CardDAV synchronisieren. Eine Betrachtung oder Bearbeitung der Inhalte ist nicht möglich – aber ehrlich gesagt: das habe ich bei Owncloud auch nie gemacht… Gefühlt läuft Baikal unheimlich flott und stabil, eine kurze Anleitung und Beschreibung findet mensch im Blog von Kuketz. Einziger Nachteil ist, dass mensch keine Adressbücher und Kalender mit anderen Personen teilen kann, aber vielleicht kommt das ja noch…

Was meint ihr zu Baikal? Wer nutzt es schon bzw. was nutzt ihr für eine sichere Synchronisation eurer Kontakte und Kalender?

Google: die gesammelten Daten im Überblick

Schon öfter ging es hier im Blog um Google und die Art und Weise, wie Daten über uns gesammelt werden. Die Reichweite von Google ist enorm, zumal jeder Besitzer eines Android-Smartphones ein Google-Konto haben muss, genau wie jeder, der YouTube aktiv nutzen möchte. Die Vielzahl der kostenlose Angebote ermöglicht jedoch auch die Erstellung eines sehr umfangreichen Benutzerprofils: Hobbys, Lieblingsorte, Lieblingsseiten, Lesezeichen, Verwendete Geräte und viel mehr.

Die Spekulationen darüber, welche Daten denn nun konkret über uns gesammelt werden, waren sehr vielseitig – gab es doch bis vor kurzem noch keinen zentralen Anlaufpunkt, an dem wir uns genau darüber informieren konnten. Genau dieser Anlaufpunkt wurde nun von Google geschaffen:

Unter myaccount.google.com erhalten wir nun Einblick in die Welt von Google, sehen, welchen Daten über uns gesammelt werden, können einen Sicherheits- und Privatsphärencheck durchführen, unsere Standorte auf einer Karte ansehen und letztendlich ein Archiv unserer gespeicherten Daten herunterladen.

Leider ist das Angebot sehr umfangreich, so dass anfangs Verwirrung und Orientierungslosigkeit zum Wegklicken verleiten könnte – dennoch es lohnt sich 😉

Musik-Apps für iOS: Novation Launchpad

Freunde der elektronischen Musik: aufgehört und hergepasst! Heute möchte ich euch die kostenlose App „Novation Launchpad“ für iOS vorstellen, mit der ihr einfach, kostenlos und mit viel Spass Beats erzeugen und remixen könnt.

Musizieren mit Apps war hier im Blog ja schon öfter Thema und ich finde, auch Remix- und DJ Projekte mit Tablets haben ihre medienpädagogische Relevanz. Darüber hinaus habe ich diese App das letzte Mal für die Erstellung einer Hintergundmusik für ein Videoprojekt genutzt. So mussten sich die Jugendlichen auch keine Gedanken über eventuelle Urheberrechtsverletzungen machen.

Wie gesagt, die Grundvariante der App ist kostenlos und es stehen einige Presets unterschiedlicher Musikrichtungen zur Verfügung. Weitere können über In-App Käufe dazu geordert werden.

Word-Clouds kostenlos erstellen

Word-Clouds gibt es ja nun schon länger, dennoch finde ich, dass sie immer noch eine ansprechende thematische Visualisierung bieten, sei es für Flyer, Plakate oder Social Media Plattformen. Da ich ab und zu gefragt werde, wie man denn am Besten solche Wort-Wolken erstellt ohne gleich Photoshop anschmeißen zu müssen, möchte ich in diesem Artikel gerne drei Dienste kurz vorstellen:

1) http://www.wordle.net/ ist der wohl bekannteste Dienst. Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten. Die gewünschten Begriffe können in ein Eingabefeld eingetragen werden, je häufiger Begriffe genannt werden, desto größer werden sie abgebildet. Im nächsten Schritt bieten diverse Editoren die Möglichkeit, Schrift, Farbe, Rotation und Darstellung umfangreich zu verändern.

2) http://tagcrowd.com/ dahingegen ist nicht so vielseitig im Bereich der Anpassung. Der Vorteil dieses Dienstes ist, dass hier komplette Websites und Texte analysiert werden können. Die Ausgabe und Größe der Tags basieren dann auf der Häufigkeit des entsprechenden Begriffe im jeweiligen Text.

3) https://tagul.com/ ist zwar auch kostenlos, aber nur mit vorheriger Anmeldung nutzbar. Zudem ist die Oberfläche wesentlich komplizierter und unübersichtlicher als beispielsweise bei Wordle. Der Mehrwert hier liegt aber eindeutig in der Vielzahl kreativer Vorlagen für die Clouds, welche sich besonders für den Druck eignen.

 

Kostenlose Videokonferenz im Browser mit appear.in

Über kostenlose Tools für Videokonferenzen haben wir hier im Blog ja schon öfter geschrieben. Das Prinzip ist ja wirklich simpel: Unabhängig von einer bestimmten Software wird direkt im Browser ein Videochat mit einer oder mehreren Personen gestartet. So funktioniert es auch mit appear.in. Einfach die Seite aufrufen, einen Kanalnamen vergeben, die Freigabe für das Mikrofon und die Kamera erteilen, Link verschicken und los geht´s. Bis zu acht Personen sollen in einer gemeinsamen Konferenz Platz finden.

Ich habe den Dienst mit einer und mit zwei Personen getestet und bin eigentlich ganz zufrieden. Sogar eine Teilnahme über die iOS App und LTE war kein Problem. Angenehm empfinde ich auch die Möglichkeit, einen Kanal schließen zu können, so dass ausgeschlossen wird, dass per Zufall noch weitere Gäste am Gespräch teilnehmen.

Textsecure und Signal: Verschlüsselte Open-Source Messenger für iOS und Android

Sichere mobile Kommunikation ist ein sehr wichtiges Thema, welches wir hier im Blog in unserer Artikelserie „Datenschutz bei mobilen Messengern Teil 1 und Teil 2“ sehr ausführlich beschrieben haben. Als Ergebnis dieser beiden Artikel wurde festgehalten, dass ein wirklich sicherer Messenger auf Grund der Transparenz und Nachprüfbarkeit neben einer guten Verschlüsselung auch Open Source sein müsste. Als Favorit wurde seinerzeit die App „Textsecure“ der Firma „Open WhisperSystems“ genannt, die es zum damaligen Zeitpunkt allerdings nur für Android Geräte gab. Daneben gab es vom gleichen Hersteller auch noch die Android-App „Redphone„, welche eine verschlüsselte Telefonie zwischen Android Geräten ermöglichte.

In die Röhre schauen mussten im letzten Jahr die Apple-User an dieser Stelle nicht lange – zumindest was die Telefonie anging: Mit Signal wurde von Open WhisperSystems eine Redphone-kompartible iOS-App veröffentlicht, die zuerst nur die verschlüsselte Telefonie unterstützte, seit dem letzten Update auf Signal 2.0 aber auch Textnachrichten, Dateiversand und Gruppenchats anbietet – voll kompatibel zum Android-Pendant Textsecure.

Ich persönlich finde es etwas unglücklich, dass es nun drei Apps mit unterschiedlichen Namen für iOS und Android gibt, freue mich aber riesig, dass unsere Vision eines kostenlosen und verschlüsselten Open-Source Messengers umgesetzt wurde. Wer sich nun wundert, dass ein solches Angebot kostenlos ist sucht vergebens den Haken – Finanziert wird die Entwicklung über den Open Technology Fund und die Freedom of the Press Foundation.

Ocenaudio – kostenloser Audio Editor für Win, Mac und Linux

Hört man „kostenloser Audio-Editor“ denkt mensch bestimmt als Erstes an die Open Source Anwendung Audacity. Ich persönlich habe mich auch sehr lange nicht mehr nach Alternativen umgeschaut, weil besagtes Tool alle Anforderungen wunderbar erfüllt.

Jetzt wurde ich auch das kostenlose Programm Ocenaudio aufmerksam gemacht und ich muss sagen, dass ich echt überrascht bin. Ocenaudio ist ein Audio-Editor wie Audacity, mit einer großen Anzahl von Dateiformaten, Effekten und Erweiterungen, erhältlich für Windows, Mac und Linux. Im Gegenteil zu Audacity wirkt die Oberfläche jedoch wesentlich moderner und intuitiver, was natürlich kein technisches Auswahlkriterium- , aber vielleicht für den Ein oder Anderen eine nette Alternative für das nächste medienpädagogische Projekt darstellt.

Quiz Your Web – Teste dein Internet-Wissen

Viele kennen das Prinzip von Quiz-Duell, einer App, in der mensch nach erfolgreicher Anmeldung sein allgemeines und spezielles Wissen mit anderen bekannten und unbekannten Personen messen kann. Dieses Prinzip wurde nun erfreulicherweise von der Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) aufgegriffen und in einer eigenen Quiz-App rund um das Thema Medienkompetenz umgesetzt. QuizYourWeb nennt sich das neue Angebot und ist für iOS und Android kostenlos erhältlich.

Ich selbst habe App ein paar mal gespielt und finde sie ganz gut gemacht. Auch wenn manchmal die möglichen Antworten sehr lang sind und man sich für das Lesen in der vorgegebenen Zeit sehr beeilen muss, ist die App doch ein spielerischer und inhaltlich umfangreicher Einstieg ins Thema. Dadurch, dass man sich seine Gegner auch selbst aussuchen kann, ist auch der Einsatz im Jugendtreff, in der Familie oder als medienpädagogische Einheit durchaus möglich und sinnvoll.

Vorschau-Tipps: Runde Bilder

Vielleicht kennen Sie ja folgende Situation: Mensch sucht und sucht nach Lösungen eines Problems und hat dabei aber eigentlich alles direkt vor der Nase… So erging es mir letztens wieder, als ich in einem medienpädagogischen Projekt mit Jugendlichen runde Profilfotos erstellen wollte. Für den geneigten Photoshop-Kenner überhaupt kein Problem, aber ich mache das zu selten, um mir die Schritte behalten zu können. Zudem: ich saß an einem Mac und hatte kein Photoshop installiert.

Nach etwas Sucherei bin ich dann auf eine OS-X Bordlösung gestossen, die ich natürlich anderen Suchenden nicht vorenthalten möchte. Einfach das Foto in der Vorschau öffnen, rechts neben dem Suchfeld auf den Werkzeugkasten klicken, das elliptische Auswahlwerkzeug wählen, einen Kreis mit gedrückter Shift-Taste ziehen, diesen mit cmd+c kopieren und unter dem Menüpunkt „Ablage“ als neues Dokument abspeichern. Das Bild dann als wegen der Transparenz als png-Datei exportieren und fertig…

eBooks selbst machen (3/4): freie und kostenlose Software

eBooks selbst zu erstellen macht – wie alle aktive Medienarbeit – einen spannenden inhaltlichen Prozess möglich. Mit dem E-Book-Creator gibt es zwar ein gutes Tool für den Einstieg, das aber für viele medienpädagogische Projekte schnell zu sperrig werden dürfte. Doch auch sonst sind zahlreiche Softwareangebote verfügbar, die frei oder OpenSource sind – und damit auch die Erstellung von freien Materialien (OER) ermöglichen.

Eine kleine Unterscheidung lässt sich dabei treffen – in solche Tools, mit denen sich das «klassische» EPUB-Format (Text, Bild) produzieren lässt, und solche, die auch mehr möglich machen. «Klassische» Möglichkeiten bieten:

  • Die Erweiterung «Writer2epub» zu den freien Office-Suites, insbesondere LibreOffice: Damit eröffnet sich wohl die einfachste und gleichzeitig mächtigste Möglichkeit, ein eBook zu erstellen. Der Text und das Layout können wie gewohnt im Writer erstellt werden, anschliessend wird das Ergebnis in ein eBook exportiert.
  • Mit der freien und offenen eBook-Verwaltung Calibre lassen sich auch eBooks erstellen. Der Editor ist sehr mächtig, aber nicht ganz so niedrigschwellig bedienbar wie Office.

Um Geschichten etwas «greifbarer» zu erzählen (insbesondere etwa bei OralHistory-Projekten) und die eBook-Erstellung für Jugendliche attraktiver zu machen, sollte die Einbindung von Audio und Video möglich sein. Das geht mit dem EPUB2-Format, was die folgenden beiden Programme exportieren können (genauso wie auch «klassische» EPUB-eBooks natürlich):

  • Der freie Editor Sigil wird für alle gängigen Plattformen angeboten und beherrscht das EPUB2-Format. Einmal installiert, ist das Programm sehr leicht zu bedienen und etwa die Einbindung von Videos ein Kinderspiel. Die Oberfläche von Sigil ist für mich sogar angenehmer zu nutzen als die von Calibre.
  • Calligra Author soll ebenso EPUB2 inklusive einer Erweiterung nach EPUB3 möglich machen. Allerdings ist die Installation unter Windows und OSX überhaupt nicht niedrigschwellig, was für mich den Test nicht umfänglich ermöglicht hat und wohl für viele Nutzer_innen die Anwendung nicht nahelegt.

Fazit: «Einfache» und offene eBooks lassen sich gut und einfach mit LibreOffice und Calibre erstellen. Sigil kann nicht nur zusätzlich Audio und Video einbinden, sondern ist für mich insgesamt das angenehmste Angebot.
Niedrigschwellige und freie Editoren, die das EPUB3-Format vollumfänglich ausnutzen, sind derzeit meiner Wahrnehmung nach noch nicht zu finden.

Welche Lösungen kennen Sie noch? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv