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Präsentationen online – frei und offen

Es ist schön zu sehen, dass aktuell vermehrt frei verfügbare digitale Tools entstehen, die bestehende Lösungen freier Software für die Bildungsarbeit erschließen. Jüngst ist mit «SlideWiki» ein Angebot in die offene Testphase gegangen, das die Präsentationslösung RevealJS mit Github verbindet und es damit möglich macht, Präsentationen (gemeinsam) online zu erstellen, zu veröffentlichen, zu teilen und wiederzuverwenden.

In dem europäischen Projekt haben sich mehrere Bildungsanbieter_innen zusammengetan und ihre Kapazitäten gebündelt. Das Ergebnis kann sich in einem ersten Schritt sehen lassen: Der Onlineeditor funktioniert ganz gut, die Präsentationen lassen sich gut teilen und wiederverwenden.

Schade finde ich, dass alle Inhalte per default CreativeCommons-Lizenzen tragen und öffentlich sein müssen. Das mag zwar Zwang für einen guten Zweck (Open Educational Resources) sein, aber wird meiner Meinung nach de facto dazu führen, dass weniger Menschen das Angebot nutzen. Ich würde mir persönlich auch noch wünschen, dass die Website optisch noch ein wenig aufgeräumter wird.

Das alles ist aber Jammern auf hohem Niveau: Ich finde die Initiative grandios, das erste Ergebnis sehr gelungen und wünsche mir, dass SlideWiki sich zu einem Standardangebot im Bildungsbereich entwickelt!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Urheberrecht für Lernende

Wer lernt, produziert meist auch, insbesondere in der Medienpädagogik. Und in solchen Produktionsprozessen sind (zumindest in Deutschland) Fragen nach dem Urheberrecht nicht weit – egal ob es um Zitate, Präsentationen, Vorlesungsaufzeichnungen oder anderes geht.

Viele dieser Fragen haben nun ein Ende, denn irights.info hat jüngst einen Artikel veröffentlicht, der sich speziell mit häufigen Urheberrechtsfragen rund ums Lernen beschäftigt und (bezogen auf die deutsche Rechtslage) wertvolle Orientierungspunkte liefert.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Lebendige Diskussionen mit InfiniteSlides

Medienpädagoginnen und Medienpädagogen stehen in Workshops mit Jugendlichen nicht nur vor der Herausforderung, Wissen zu vermitteln, sondern wollen auch zur Reflektion über die eigene Mediennutzung anregen. Aus dem Wunsch einen Mittelweg zwischen einem Vortrag und der freien Diskussion zu schaffen, entstand das Projekt InfiniteSlides. Das Programm kann dabei helfen eine klare Struktur in die Diskussion mit Gruppen zu bringen.

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Adrian Jagusch Kurzbio
Adrian Jagusch studiert Wirtschaftsinformatik und ist als Jugendleiter ehrenamtlich in der Jugend(bildungs)arbeit tätig.

YouTube-Videos präsentieren

YouTube-Videos in der Medienpädagogik präsentieren

Nichts als Video: quietube

Bei Vorträgen und Präsentationen in der Medienpädagogik gehört es immer mehr zum Standard, YouTube-Videos zu zeigen. Die YouTube-Website selbst ist dabei eher ungeeignet, vor allem weil Kommentare und Werbeeinblendungen den/die Betrachter_in schnell ablenken. Für Präsentations-Profis bieten sich mindestens drei Alternativen:

Die Nummer-Sicher-Strategie: Über entsprechende Konverter wird das Video heruntergeladen, auf der Festplatte gespeichert und idealerweise in die Präsentation eingebunden. Liefert das beste Ergebnis, es stellt sich jedoch die Frage, ob das mit der YouTube-Lizenz vereinbar ist.

Die Geek-Strategie: Wer unter dem Video auf Teilen > Einbetten klickt, sieht im erscheinenden Code eine URL, die mit youtube-nocookies.com… beginnt. Diese URL muss nur (inkl. Argumenten) in die Browserzeile kopiert werden und das Video wird browserfüllend angezeigt. Schönes und schnelles Ergebnis, allerdings mit einem etwas freakigen Weg.

Die One-Click-Strategie: „quietube“ liefert ein Bookmarklet, das nur in die Lesezeichenleiste des Browsers gezogen werden muss. Ein Klick auf diesen ‚Button‘ blendet bei jeder YouTube-Seite sämtliche Ablenkungen rund um das Video aus. Schnelle, schöne und einfache Lösung, ist aber von quietube abhängig – funktioniert dafür aber auch mit vimeo und anderen.

Kennen Sie noch weitere Lösungen? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

[quietube via FB-Gruppe „Medienpädagogik“]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

HTML5-Präsentationen reloaded

HTML5-Präsentationen in der MedienpädagogikHTML5 gehört in mehr und mehr Bereichen die Zukunft. Auch in dem der webbasierten Präsentationen. Jüngst habe ich über impress.js und seine Webeditoren geschrieben, nun ist mir mit reveal.js ein weiteres kostenloses Angebot über den Mauszeiger gelaufen.

reveal.js ist sehr an dem klassischen Diakonzept orientiert und wirkt daher etwas statischer als impress.js oder Prezi. Dafür sind Präsentationen im eigenen Webeditor schneller und angenehmer erstellt. Das Angebot wirkt sehr ausgereift und bietet damit eine neue Möglichkeit für die Medienpädagogik, Präsentationen via Browser zu erstellen. Eine detaillierte Besprechung von reveal.js findet sich bei t3n.

[via Matthias Andrasch]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Den Publikumsjoker ziehen

Publikums-Feedback in der Medienpädagogik

„Audience“ von Brett Sayer @ flickr.com (cc by-nc)

(Medien)PädagogInnen haben, der Natur der Sache entsprechend, meist einen Hang zum Entertainment – und das lebt von der Publikumsinteraktion. Bei größeren ZuhörerInnengruppen gestaltet sich das Feedback eher schwierig und so hat sich in jüngster Zeit die Mode etabliert, bei Vorträgen auf die „Quiz-Show-Methode“ zurückzugreifen, also dem Publikum Multiple-Choice-Fragen zu stellen.

Die TU Graz hat nun einen meiner Träume in diesem Zusammenhang erfüllt: An der Hochschule wurde nun „RealFeedback“ entwickelt, das es über ein Webinterface möglich macht, einem Publikum live eine Frage zu stellen, die dann über die (mutmaßlich zahlreich vorhandenen) Smartphones oder Laptops beantwortet werden. Heraus kommt eine Balkengrafik ähnlich dem „Publikumsjoker“, die die Meinung der Anwesenden wiedergibt. Das macht Vorträge zumindest etwas interaktiver und versprüht zudem den Charme der Schwarms, der sich über das Netz aktivieren lässt.

RealFeedback ist offen für NutzerInnen aus dem Bildungsbereich. Das Angebot ist sehr ansprechend gestaltet und technisch gelungen umgesetzt. Die MacherInnen freuen sich über generelles Feedback und zu Rückmeldungen über potenzielle Einsatzszenarien.

Wie würden Sie das Tool einsetzen? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Schöne Präsentationen ohne Prezi und Flash

impress.js und Strut in der MedienpädagogikÜber impress.js habe ich schon früher geschrieben – und zugegebenermaßen war ich damals offenbar ein wenig zu sehr beeindruckt vom Ergebnis der Präsentationslösung. Denn eine Präsentation im dreidimensionalen Raum inkl. Farben und Schriften per HTML zu gestalten hat sich beim ersten Ausprobieren als mehr als sportlich rausgestellt.

Doch Hilfe naht: Es gibt erste impress.js-Editoren, die im Browser laufen und mit denen sich entsprechende Präsentationen sehr leicht und intuitiv erstellen lassen. Der stabilste und am besten gepflegte ist meiner Meinung nach „Strut„. Doch damit bekommt mensch nicht nur einfach schöne Keynotes, die sich auch offline abspielen lassen: Strut ist OpenSource, lässt sich kostenlos downloaden und läuft auf einem beliebigen Server, also etwa auch auf einem lokalen wie XAMPP.

Kostenlos, offline erstellte, offline abspielbare Präsentationen, die super aussehen und noch dazu ohne Flash auskommen – damit wird impress.js fast vollständig zur Prezi-Alternative. Einzig das kollaborative Erstellen fehlt bisher.

Auf der Wiki-Seite zu impress.js finden sich noch weitere Editoren, Präsentationsbeispiele sowie andere Tools für die Software, inkl. einer Notizen-Konsole für Vortragende.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Ton-Dia reloaded

"Ton-Dia reloaded in der Medienpädagogik" Im Projekt entsteht eine multimediale Präsentation, bei der Fotografie, Ton und Präsentationstechniken Verwendung finden, bei Bedarf auch O-Ton und Video. Inhaltlich gibt es keine Vorgaben. Bei einer digitalen Multivision kann vorher ein Konzept erstellt werden. Ausgehend von dem Konzept wird dann fotografiert. Es ist auch möglich, einen (Sozial-)Raum vorzugeben und oder einen Begriff (Integration, Gegensätze). Beschrieben wird hier das offene Konzept (Raum, Begriff). Den ganzen Beitrag lesen

Prezi ohne Prezi

Präsentationen in der Medienpädagogik

Screenshot aus der Demo

Prezi war gestern – das war mein erster Gedanke, als ich impress.js und seine Demo sah. Und in der Tat: Die HTML/CSS/Javascript-basierte Präsentationsplattform bietet ähnliche Ergebnisse wie prezi.com – eine unendliche und frei gestaltbare Leinwand, freie Animationen, eine ansprechende Optik und vieles mehr. Zudem laufen die Präsentationen von impress.js einfach so im Browser und bieten sogar 3D-Effekte.

Trotzdem ist mein zweiter Gedanke, dass impress.js bei weitem nicht die Usability von Prezi erreicht und daher erstmal eine Nischenlösung bleiben wird. Die Präsentationen werden nämlich mit einem HTML-Dokument erstellt, wofür zumindest einfache HTML/CSS-Kenntnisse erforderlich sind. Für die meisten MedienpädagogInnen ist das allerdings kein Problem und deswegen ist impress.js mein Geheimtipp der Woche.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Präsentieren und interagieren mit Facebook

Facebook als Präsentationstool in der MedienpädagogikDas Social Web verändert die Gesellschaft und damit auch die Bildungsarbeit. In dieser Situation sind neue Veranstaltungsformate gefragt, die andere Sozialformen und Interaktionsmöglichkeiten eröffnen. Genauso müssen PädagogInnen aber auch neue Methoden entwickeln, die Medien integrieren und interaktiv sind. Dabei sind auch Experimente gefragt.

Ein solches hat Daniel Seitz gewagt: Er hat eine Facebook-Page als Präsentations- (und Interaktions-)Tool genutzt und damit das klassische Setting ReferentIn-Publikum aufgebrochen. Inspiriert wurde er dabei vom schönen Vortrag von Ulrike Wagner und Niels Brüggen beim GMK-Forum 2011, wo per Twitter Rückmeldungen aus dem Publikum abgefragt wurden. Beide Versuche waren erfolgreich und haben viele Erfahrungen möglich gemacht. Daniel hat seine Erkenntnisse dankenswerterweise in einem Blogbeitrag aufgeschrieben.

Welche Erfahrungen haben Sie mit interaktiven Präsentationsformen gemacht? Kennen Sie weitere Methoden? Ergänzen Sie einfach mit einem Kommentar.

Sehr gute generelle Tipps zum Präsentieren im Zeitalter des Social Web gibt es übrigens in einem Artikel im bernetblog.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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