Thema Open Educational Resources »

OERhörnchen – das Suchtool für freie Bildungsmaterialien

Open Educational Resources (kurz: OER, deutsch: offene und freie Bildungsmaterialien) und freie Inhalte spielen nicht nur in Schule und Hochschule eine zunehmend wichtige Rolle, auch in der außerschulischen Arbeit werden OER oft selbstverständlich und gerne genutzt. An vielen Stellen hört man „Da gibt es ja so viel!“. Ja, sicher, mittlerweile existieren zahlreiche Plattformen, Projekte etc., aber man muss auch wissen, wo und wie sie zufinden sind. Die gezielte Suche nach OER ermöglicht nun das OERhörnchen.

Den ganzen Beitrag lesen

Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

OER-Handbuch für Lehrer/innen erschienen – als frei zugängliches Buch bei Beltz

Offene Bildungsressourcen – oder „OER“ für „Open Educational Resources“ sind Bildungsmaterialien und -software, die offen lizenziert sind. Das heißt, solche offenen Bildungsressourcen stehen nicht nur kostenfrei im Web zur Verfügung, sondern dürfen auch genutzt, modifiziert und wiederveröffentlicht werden. Jöran Muuß-Merholz ist ausgewiesener Experte im Feld und hat nun in zweifacher Hinsicht Erfolge zu vermelden:

Den ganzen Beitrag lesen

Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.

Präsentationen online – frei und offen

Es ist schön zu sehen, dass aktuell vermehrt frei verfügbare digitale Tools entstehen, die bestehende Lösungen freier Software für die Bildungsarbeit erschließen. Jüngst ist mit «SlideWiki» ein Angebot in die offene Testphase gegangen, das die Präsentationslösung RevealJS mit Github verbindet und es damit möglich macht, Präsentationen (gemeinsam) online zu erstellen, zu veröffentlichen, zu teilen und wiederzuverwenden.

In dem europäischen Projekt haben sich mehrere Bildungsanbieter_innen zusammengetan und ihre Kapazitäten gebündelt. Das Ergebnis kann sich in einem ersten Schritt sehen lassen: Der Onlineeditor funktioniert ganz gut, die Präsentationen lassen sich gut teilen und wiederverwenden.

Schade finde ich, dass alle Inhalte per default CreativeCommons-Lizenzen tragen und öffentlich sein müssen. Das mag zwar Zwang für einen guten Zweck (Open Educational Resources) sein, aber wird meiner Meinung nach de facto dazu führen, dass weniger Menschen das Angebot nutzen. Ich würde mir persönlich auch noch wünschen, dass die Website optisch noch ein wenig aufgeräumter wird.

Das alles ist aber Jammern auf hohem Niveau: Ich finde die Initiative grandios, das erste Ergebnis sehr gelungen und wünsche mir, dass SlideWiki sich zu einem Standardangebot im Bildungsbereich entwickelt!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

CreativeCommons-Werke richtig verwenden

CreativeCommons-Werke machen die Medienproduktion in der Medienpädagogik relativ gesehen schon sehr einfach: Die Macher_innen sehen direkt, unter welchen Bedingungen sie Fotos, Texte, Filme etc. verwenden dürfen. Dennoch ist ein Aspekt nicht ganz einfach: Die richtige Verwendung der Werke im Sinne einer Lizenzangabe mit allem Drum und Dran.

Ganz praktisch finde ich da die «TULLU-Regel»: Das soll eine Eselsbrücke sein, um an alle Aspekte einer korrekten Lizenzangabe zu denken – in diesem Fall Titel, Urheber_in, Link, Lizenz, Ursprungsort. Ein Begleitartikel erklärt ausführlich die Regel und macht anschauliche Beispiele, die gute Zusatzinfos bieten.

Ich finde die TULLU-Regel hilfreich – vorausgesetzt mensch erinnert sich an etwas sperrige Eselsbrücke selbst. Aber mit etwas Übung dürfte das kein Problem sein.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Rechtsfragen bei eLearning und digitaler Lehre

Das pädagogische Leben mit digitalen Inhalten könnte so schön sein. Wäre da nicht das Urheberrecht. Vor allem wenn es darum geht, Inhalte zu veröffentlichen und anderen zur Nutzung bereit zu stellen (etwa bei Open Educational Resources (OER)), sind sich viele Pädagog_innen unsicher, welche Inhalte wie integriert werden können. Das gilt auch für CreativeCommons-lizensierten Content.

Gottseidank gibt es immer wieder neue Broschüren, die neues Licht ins (Halb)Dunkel bringen und für spezifische Nutzungsszenarien die Rechtslage erklären. Diesmal sind es iRights.info und das Multimedia-Kontor Hamburg, die in einem Leitfaden Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Markenrecht im Zusammenhang mit eLearning und digitaler Lehre erklären. Bleibt zu hoffen, dass auf diesem Weg noch mehr OER-Materialien veröffentlicht werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv