Thema Creative Commons »

CreativeCommons-Werke richtig verwenden

CreativeCommons-Werke machen die Medienproduktion in der Medienpädagogik relativ gesehen schon sehr einfach: Die Macher_innen sehen direkt, unter welchen Bedingungen sie Fotos, Texte, Filme etc. verwenden dürfen. Dennoch ist ein Aspekt nicht ganz einfach: Die richtige Verwendung der Werke im Sinne einer Lizenzangabe mit allem Drum und Dran.

Ganz praktisch finde ich da die «TULLU-Regel»: Das soll eine Eselsbrücke sein, um an alle Aspekte einer korrekten Lizenzangabe zu denken – in diesem Fall Titel, Urheber_in, Link, Lizenz, Ursprungsort. Ein Begleitartikel erklärt ausführlich die Regel und macht anschauliche Beispiele, die gute Zusatzinfos bieten.

Ich finde die TULLU-Regel hilfreich – vorausgesetzt mensch erinnert sich an etwas sperrige Eselsbrücke selbst. Aber mit etwas Übung dürfte das kein Problem sein.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Lizenzierungshilfe für Wikipedia Bilder

In medienpädagogischen Projekten ist immer wieder das Thema Urheberrecht vertreten. Über CC Lizenzen und ihre Kombinationen haben wir schon häufiger im Blog was geschrieben. Nicht ganz so einfach ist es, wenn man CC Lizenzen weiter verwendet oder gar bearbeitet weiternutzt (hier ein Artikel mit Videoanleitung im Blog). Zumindest für die Wikipedia Bilder, bzw. die Bilder der Wikimedia Commons gibt es jetzt eine Lizenzierungshilfe, mit der man auch sehr gut weiterführende Lizenzierungen von CC Lizenzen in Workshops darstellen kann.

Wikimedia Commons ist die Bilder und Mediendatenbank von Wikipedia. In ihr sind sehr viele Bilder unter CC-Lizenz veröffentlicht. Wenn ich diese Bilder für eigene Produkte verwenden will, dann kann ich das einfach und legal tun. Allerdings muss ich einen korrekten Lizenznachweis angeben. Das ist bei CC Lizenzen nicht immer einfach, wenn ich selber das Ursprungswerk verändere, bearbeite und jetzt selber „Urheber eines neuen Werkes, auf Grundlage eines CC Werkes“ bin.

Hier bietet der Linzenzhinweisgenerator, mit dem man ganz einfach rechtsverbindliche Lizenznachweise für die Wikipediabilder erstellen kann eine gute Hilfe. Würde man sich grundsätzlich für alle CC Lizenzen wünschen.

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 14.04.2016

Software-Lizenzen im Überblick

Unterschiedliche Lizenzmodelle gibt es ja wie Sand am Meer. Umso dankbarer bin ich, dass ich auf eine Seite hingewiesen wurde, auf der (leider nur in Englisch) unterschiedliche Modelle einfach erklärt werden. Auf TLDRLegal.com bekommt mensch zur gefühlt jeder Lizenz eine gekürzte und eine ausführliche Erklärung, was man im Rahmen des jeweiligen Regelwerkes darf, was nicht und welche Pflichten sich für den Nutzer ergeben.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

13 Seiten mit „no rights reserved“ Bildern

Ja, es gibt sie noch… Fotografen, die tolle Bilder machen und diese dann unter einer Creative Commons 0 Lizenz veröffentlichen. CC0 lizensierte Werke sind gemeinfrei (Public Domain), was im Prinzip nichts anderes bedeutet, dass mensch mit den zur Verfügung gestellten Bilder machen kann, was er oder sie möchte. Selbst eine kommerzielle Nutzung ist ohne Rückfrage möglich.

Das Blog unternehmer.de empfiehlt in einem Beitrag 13 Angebote, worüber eben solche gemeinfreien Werke zur Verfügung gestellt werden. Viel Spaß beim Stöbern…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Praxisleitfaden zur Nutzung freier Lizenzen

Druckfrisch auf den Tisch kam letzte Woche die deutschsprachige Ausführung des Praxisleitfadens zur Nutzung freier Lizenzen von Wikimedia Deutschland. Diese kostenlose Broschüre geht sehr verständlich auf die Themen „Creative Commons“ und „Open Content“ ein und erläutert die sechs unterschiedlichen CC-Lizenzmodule und die damit verbundenen Fragen und Möglichkeiten für Urheber und Nutzer.

Dieser Leitfaden ist eine tolle Hilfestellung für alle, die sich genauer mit dem Thema Creative Commons auseinandersetzen wollen und kann über Wikimedia Deutschland kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Urheberrecht und das Netz

Das Urheberrecht und die Geschäftsmodelle, die drumherum aufgebaut wurden, gehören zu den Bereichen, die sich in der bisherigen Form definitiv nicht mit den Prinzipien des Internets vertragen. Und während Profiteur_innen der alten Urheberrechtswelt mit immer neuen Gesetzesinitiativen, Kriminalisierungswellen und technischen Hürden versuchen, das Bestehende zu retten, erproben Aktivist_innen mit CreativeCommons, anderen Lizenzen, neuen Verwertungsgesellschaften und Crowdfunding neue Möglichkeiten.

Mit «Erster Entwurf eines Versuchs über den Zusammenstoss des Urheberrechts mit dem Internet» ist nun ein Buch erschienen, in dem der Autor einen Überblick über diese Auseinandersetzung, die Geschichte des Urheberrechts, Gegenentwürfe von Netzaktivist_innen, die Akteur_innen beider Seiten sowie mögliche Neuregelungen gibt. In Teilen beziehen sich die Ausführungen auf Gegebenheiten in der Schweiz, insgesamt ist der Bezug aber sehr international. Die kostenlos verfügbare Publikation ist damit eine gute Quelle für alle Medienpädagog_innen, die ihr Wissen zum Themenbereich vertiefen möchten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Damit zusammen passt, was zusammen gehört

Die Kombination von CreativeCommons-Lizenzen hat manchmal etwas von Vererbungslehre: Oft kommt was neues raus und manchmal passen Dinge auch nicht zusammen. Aber mit etwas Übung ist auch das keine Hexerei.

Martin Ebner und Sandra Schön haben aus diesem Grund eine Seminar- bzw. Unterrichtseinheit dazu konzipiert und aufgeschrieben – selbstverständlich kostenlos und frei als OER verfügbar. (Medien)Pädagog_innen haben damit eine einfache und praxisnahe Möglichkeit, mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen CC-Lizenzen und ihre Kombinierbarkeit zu thematisieren – eine wichtige Voraussetzung, wenn es um die Produktion von freien Inhalten geht.

Die Beschreibung gibt es hier zum direkten Download:
PDF (1MB) // ODG (8,1MB)
[CC BY Sandra Schön & Martin Ebner]

Und wer grundlegende Informationen zur Kombination von Lizenzen sucht, dem/der sei dieses Video ans Herz gelegt:

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Das erste offene deutschsprachige Schulbuch ist online – und jetzt?

Seit Sommer 2013 ist das erste offene deutschsprachige Schulbuch – für das Fach Biologie 7/8 an Berliner Gymnasien – online. Höchste Zeit, einmal darauf zu schauen, wie es damit weiterging.

Die Aufmerksamkeit der Presse war hoch, als die beiden Berliner Initiatoren Hans Hellfried Wedenig, Medienproduzent und Berater, und Heiko Przyhodnik, Biologie- und Sportlehrer, Anfang 2013 auf der Crowdfunding-Plattform Startnext um Unterstützung um eine Basisfinanzierung ihres Vorhabens baten. Tatsächlich ist das erste offene, das heißt liberal lizenzierte Schulbuch für das Fach Biologie in der Schulstufe 7/8 nun seit letzten Sommer zugänglich.

Bio-Schulbuch mit offenem Content

Das Biologiebuch ist für die Schulstufen 7/8 an Berliner Gymnasien entwickelt. Das Buch liegt als Webpage, als PDF und auch als iBook vor. Und vor einigen Tagen vermeldeten die Initiatoren stolz, dass des nun schon 20.000 Mal herunter geladen wurde. Zur Buchentstehung und dem Projekverlauf wurde eine ausführlicher Bericht erstellt, der insbesondere die Schwierigkeiten beschreibt, aktive Mitmacher/inenn zu finden. Dass das Werk auf Interesse stößt zeigen auch erste Rezensionen des Schulbuchs, beispielsweise in der aktuellen Ausgabe von „Computer + Unterricht“. Das Buch gibt zwar keine Maßstäbe vor, was neue interaktive Gestaltungsmöglichkeiten von Schulbüchern angeht: Es ähnelt in Form und Inhalt den bekannten gedruckten Büchern, mit einigen interaktiven Aufgaben als Zugabe. Und weiterhin werden kleinere Fehler bemäkelt. Aber es wurde auch kein interaktives Wunderwuzzi-Buch versprochen, sondern eben das erste offen zugängliche Buch. Den ganzen Beitrag lesen

Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.

Lizenzfreie Musik für YouTube Videos

YouTube ist ein Medium, welches auf keinen Fall zu unterschätzen ist. Es gibt sehr viele populäre Beiträge, die von den Zahlen her sogar ganze Fernsehsendungen in den Schatten stellen. YTITTY, Lefloid, Gronkh – das sind nur drei von zahlreichen YouTubern, die mittlerweile auf ein geregeltes Neben- oder Haupteinkommen durch ihre Kanäle zurückgreifen können. Das inspiriert sehr viele Jugendliche, die auf diesem Wege mehr oder weniger erfolgreich versuchen, ihren Traum vom YouTube-Star in die Realität umzusetzen.

An dieser Stelle können nun sehr viele medienpädagogische Projekte ansetzen. Skripte und Drehbücher erstellen, Videoschnitt, Kameraführung, Audiobearbeitung – die Palette der Möglichkeiten ist enorm. Eine Hürde, auf die wohl jeder stösst, ist die Frage der Rechtssicherheit, vor allem bei den verwendeten Audiomaterialien. Neben den zahlreichen Angeboten im Netz, bietet nun YouTube selbst eine Bibliothek für lizenzfreie und kostenlose Musik an. Zur Zeit stehen dort etwa 150 kostenlose Musikstücke in guter Qualität zur Verfügung. Auf jeden Fall ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung.

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

L3T 2.0 – es geht immer noch besser

L3T, das „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien“, ist seit seinem ersten Erscheinen etwas besonderes: Frei und kostenlos unter einer CreativeCommons-Lizenz im Internet verfügbar, von vielen Expertinnen und Experten gemeinsam entwickelt und (daher) mit einem hochwertigen und umfassenden Inhalt. Das ist nicht nur eine wichtige OER-Ressource für die Medienpädagogik, sondern hat uns auch zum „Medienpädagogik Praxis Handbuch“ inspiriert.

Nun ist L3T – wiederum auf eine aufsehenerregende Weise – aktualisiert worden und in einer neuen Version erschienen. Die Leser_innen erwarten gute Beiträge zu Technologie-Grundlagen, Mediendidaktik, eLearning, soziologischen und psychologischen Hintergründen, Einsatz in speziellen Arbeitsfeldern, pädagogischen Konzepten, Recht und vielem mehr. Alle Texte sind digital zum direkten Download verfügbar, können aber auch gedruckt bestellt werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Zusatzinfos

Pat-O-Meter

Monats-Archiv