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Musikworkstation in Open Source

Musik ist in der medienpädagogischen Arbeit eigentlich ein logisches Medium, ist es doch immer noch das meist genutzte Medium von Jugendlichen. Warum Musik am PC also nicht selber produzieren. Tools gibt es einige. Einen interessanten Ansatz findet sich bei ardour. Allerdings ist die OpenSource Workstation eher was für Leute, die richtig Musik produzieren wollen und können. Anfänger erschlägt die Oberfläche und die Möglichkeiten. Externe Soundkarten und Midischnittstellen sind einbindbar, eine professionelle Arbeit kann man damit machen.

Ardour gibt es für Linux, iOS X und Windows was schon mal bemerkenswert ist und wer kann, kann am Sourcecode mitschreiben. Forum und Community gibt es inklusive und natürlich YouTube Tutorials.

Wer also mal selber in die Musikproduktion einsteigen will und seine Gesangskünste oder Instrumentenfähigkeiten oder die seiner Jugendlichen aufnehmen will, der sollte sich Ardour mal anschauen. Er bekommt ein mächtiges Werkzeug, was aber auch Einarbeitung benötigt.

 

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 20.10.2016

Einstieg in das Musizieren und Programmieren mit Sonic Pi (Handbuch Making-Aktivitäten)

Mithilfe eines Lernvideos lernen Jugendliche, Musik mit der freien Software Sonic Pi zu kreieren und üben dabei kollaboratives Arbeiten in Kleingruppen sowie Prinzipien der Programmierung.

Setting Sekundarstufe I in den Fächern Musik und Informatik, ggf. auch mit älteren Jugendlichen und in anderen Kontexten, z.B. freie Jugendarbeit
Dauer zwei Unterrichtsstunden
Zielgruppe Die Projektbeschreibung orientiert sich an Schüler/innen im Alter von 10 bis 14 Jahren in der Unterstufe ohne Vorerfahrung mit Sonic Pi. Mit entsprechender Anpassung ist es auch für Mittel- und Oberstufenschüler/innen geeignet. Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Zielsetzung Schüler/innen sollen durch die kostenlose Software Sonic Pi einen Eindruck darüber erhalten, wie ohne Musikinstrumente Töne entstehen können. Zudem lernen sie einfache Strukturen zu erkennen und üben ein wenig die englische Sprache. Durch die Gruppenarbeit üben sie gemeinsam über ihre Werke zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Die Schüler/innen erhalten durch das Lernvideo eine Idee, wie sie sich selbst ohne der Hilfe von Lehrer/innen weiterbilden können.
Notwendige Ausstattung Computer/Laptop mit Sonic Pi (verfügbar für Windows, Mac, Linux, Raspbian) bzw. Raspberry Pi samt Monitor, Lautsprecher, Tastatur und Maus, Netzteil für Notebook oder Raspberry Pi, eventuell Smartphone/Tablet für die Lernvideo-Wiedergabe, Kopfhörer, für eine Anpassung des Lernvideos: Software für Videoaufzeichnung, Schnitt und Tonaufnahme, Mikrofon für Video-Aufnahme
Aufwand Das Programm ist leicht verständlich und nach Abhängigkeit von den Vorkenntnisse ist mit etwa 30 bis 90 Minuten als Einarbeitungszeit in Sonic Pi für die Lehrkraft zu rechnen. Wenn das Lernvideo modifiziert oder selbst erstellt werden soll, bedeutet dies etwa zwei weitere Stunden Arbeitszeit für die Lehrkraft.

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Markus Peißl Kurzbio
Lehramtsstudent Informatik/Mathematik, Diplomarbeit: "Maker-Workshops an Schulen - eine Potentialanalyse".
Verfasst am 06.07.2016

Bananenklavier und Co. mit MaKey MaKey (Handbuch Making-Aktivitäten)

Darum geht’s: elektronische Musikinstrumente zum gemeinsamen Musizieren und Improvisieren im Unterricht selber bauen.

Setting Musikunterricht in der Sekundarstufe
Dauer eine Doppelstunde
Zielgruppe 10 bis 12 Jahre / 6.-7. Schulstufe, 20 Kinder, ggf. Vorerfahrung mit Scratch
Zielsetzung Musizieren mit selbst gebauten, elektronischen Musikinstrumenten; elementare Gruppenimprovisation; Förderung der Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit
Notwendige Ausstattung ünf MaKey-MaKey-Sets, fünf Computer mit Internetzugang, 30 Bananen, ggf. weitere Kabel oder auch Knete anstatt dem Obst (das im Anschluss auch recht matschig ist und schnell zu einer Bananenmilch verarbeitet werden sollte!)
Aufwand einfach

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Musik programmieren

Immer mehr Tools und Umgebungen machen es möglich, auf anregende Weise programmieren zu lernen. Ein spannender Ansatz ist die Verbindung mit Musik, die die Programmierumgebung «Sonic Pi» verfolgt: Die Nutzer_innen können Ton für Ton Musikstücke programmieren oder auch schnell recht ästhetische elektronische Loops zusammenstellen.

Was auf den ersten Blick exotisch anmutet, ist es auf den zweiten Blick gar nicht, denn «Musik» und «Programmieren» passen strukturell gut zusammen. Das zeigt auch eine Demonstration einer der Sonic Pi-Macher_innen auf sehr inspirierende Weise:

Spaß ist nicht alles, was Sonic Pi bietet, denn Nutzer_innen lernen damit ohne es zu merken Ruby. Dafür steht innerhalb der Software ein ansprechendes (deutschsprachiges) Tutorial zur Verfügung. Und von der Raspberry Pi Foundation werden auch Unterrichtsmaterialien angeboten (die aber eine recht steile Lernkurve bedingen).

Alles in allem ist Sonic Pi meiner Meinung nach ein sehr ansprechender und guter Rahmen, um spielerisch und anschaulich programmieren zu lernen. Das Programm lässt sich gut in eine Reihe mit Klassikern wie Logo stellen. Und Sonic Pi ist insbesondere auch für Projekte in der Schule geeignet – spätestens wenn sich Musiker_innen und Informatiker_innen zusammentun.

Sonic Pi ist kostenlos und für Raspberry Pi, OSX und Windows zu haben.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 26.01.2016

Mach Musik – mit Music Maker Jam

Endlich mal wieder eine Musik-App, die mich begeistert… Musik Maker Jam von Magix steht kostenlos für Android, iOS und Windows mobile zur Verfügung. Im Prinzip gibt es in dieser App acht Spuren für Loops und eigene Aufnahmen. Hierfür gibt es eine Vielzahl an kostenlosen als auch kostenpflichtigen Stilen, die mensch als In-App Käufe erwerben kann. In der App besteht zudem die Möglichkeit, unterschiedliche Vorlagen zu speichern, sowie die Songstruktur, die Harmoniefolgen und das Tempo zu bearbeiten. Musik Maker Jam macht echt Spass und bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für musikalische Anfänger und Profis. Besonders gefällt mir, dass ich endlich eine App gefunden habe, die sowohl unter iOS als auch Android sehr gut funktioniert, was das kommende medienpädagogische BYOD Projekt immens erleichtern wird.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

App-Musik mit Android Geräten

Mit dem Thema App-Musik haben wir uns hier im Blog schon öfter auseinander gesetzt. Während es für iOS bislang konkurrenzlose und sehr intuitive Musik-Apps gab, mussten Android Geräte mit einer technischen Latenz kämpfen, die ein Musizieren in Gruppen fast unmöglich gemacht hat.

Diese technische Hürde scheint aber spätestens mit Android 5.0 gemeistert worden zu sein, so schreibt es jedenfalls der Musik- und Medienpädagoge Matthias Krebs in seinem Artikel App-Musikinstrumente für android. Hier geht er nicht nur auf Herausforderungen und Perspektiven seiner Projekte ein, sondern empfiehlt auch eine Reihe von Android-Apps, die für den medien- und musikpädagogischen Einsatz geeignet sind.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Musik-Apps für iOS: Novation Launchpad

Freunde der elektronischen Musik: aufgehört und hergepasst! Heute möchte ich euch die kostenlose App „Novation Launchpad“ für iOS vorstellen, mit der ihr einfach, kostenlos und mit viel Spass Beats erzeugen und remixen könnt.

Musizieren mit Apps war hier im Blog ja schon öfter Thema und ich finde, auch Remix- und DJ Projekte mit Tablets haben ihre medienpädagogische Relevanz. Darüber hinaus habe ich diese App das letzte Mal für die Erstellung einer Hintergundmusik für ein Videoprojekt genutzt. So mussten sich die Jugendlichen auch keine Gedanken über eventuelle Urheberrechtsverletzungen machen.

Wie gesagt, die Grundvariante der App ist kostenlos und es stehen einige Presets unterschiedlicher Musikrichtungen zur Verfügung. Weitere können über In-App Käufe dazu geordert werden.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 11.05.2015

Das richtige Tempo finden mit Anytune

Ab und zu werde ich von App- und Softwareentwicklern angeschrieben, mit der Bitte, mir ein Tool anzusehen und darüber zu schreiben. Grundsätzlich sind wir hier ja keine Werbeplattform, daher muss das Angebot schon eine große Relevanz für das Thema Medienpädagogik haben. Selten geht es mir jedoch so, dass mir genau das angeboten wird, was ich schon seit längerer Zeit für meine eigenen Projekte am suchen bin. Der ein oder andere hat ja hier schon mitbekommen, dass ich sehr gerne iPad-Musik Projekte anbiete. Oftmals haben die Jugendlichen bereits eine Vorstellung, welches Stück sie gerne spielen wollen. Dieses läuft dann in einer ersten Phase im Hintergrund und die Teilnehmer spielen ergänzend dazu. Leider scheitert es beim Üben nicht selten daran, dass die Stücke einfach zu schnell sind und in einer zu hohen Tonart gespielt werden. Auch wenn man eine bestimmte Passage im Loop üben möchte, ist das sehr aufwendig, mit einem MP3 Player immer die richtige Stellen zu finden.

Die iOS und OS-X App Anytune bietet an dieser Stelle bereits in der werbefinanzierten und somit kostenlosen Variante (nur iOS) die benötigte Unterstützung. Geladene Musikstücke können sehr einfach im Tempo verändert werden, ohne dass sich dabei die Tonhöhe automatisch verändert. Auch kann mensch im Gegenzug die Tonhöhe ohne Auswirkung auf das Tempo variieren. Der eingebaute Equalizer hat bereits von Werk ab einige Presets, die bestimmte Bereiche wie die Bass-Spur, Gitarren-Spur, Gesang etc. hervorheben und verstärken. Sehr gelungen finde ich zudem, dass sich die Qualität des Musikstückes bei all den Veränderungen kaum verändert.

Wie gesagt, es gibt Anytune in einer werbefinanzierten und kostenlosen iOS Version und als Pro+ Version mit einer Vielzahl von kostenpflichtigen Erweiterungsmöglichkeiten. Die OS-X Variante steht in einer 30 Tage Testversion zur Verfügung, kostet danach knappe 26,99 EUR. In wie weit jemand die OS-X Version und die Erweiterungen benötigt ist natürlich abhängig vom Einsatz, als Hilfsmittel für Musik-Projekte und instrumentalen Übungen ist die kostenfreie Variante jedoch mehr als ausreichend.

Wer aber die Bezahlvariante mal ausprobieren möchte:

Anytune stellt uns 10 Lizenzen (wahlweise für iOS oder OS-X) zur Verfügung, die wir unter die Leser bringen dürfen. Wenn Ihr also das Tool ausprobieren wollt, schreibt den Wunsch bis zum 07.12.2014 einfach hier oder auf unserer Facebook Seite als Kommentar, bitte mit E-Mail Adresse und Option iOS oder OS-X. Gerne könnt ihr euch auch per Twitter an @medienpaed oder @albersheinemann wenden.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Musik-Apps für iOS: Rhythm Pad

Mit Rhythm Pad möchte ich heute eine Schlagzeug-App für iOS vorstellen, eine wunderbare Mischung aus Drum-Computer und Schlagzeug-App. Acht verschiedene Pads können je nach Wunsch mit verschiedenen Schlagzeug-Elementen belegt und gespielt werden. Jedes Pad bietet zudem eine Autoplay Funktion, so dass bei Projekten sehr schnell ein Grundbeat eingestellt werden kann, an dem sich die Teilnehmenden orientieren können. Wer lieber alleine spielt, kann im Hintergrund der App die Songs der iOS Mediathek laden und gemeinsam mit seinen Stars spielen.

Rhythm Pad ist sehr vielseitig und intuitiv, auch in der kostenlosen Version und kann somit auch mit musikalischen Anfängern für Rhythmus-Übungen eingesetzt werden.
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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 30.10.2014

Musik-Apps für iOS: SoundPrism

In der Reihe „Musik-Apps für iOS“ möchte ich heute auf SoundPrism aufmerksam machen, eine App, die durch das Bedienkonzept und den Funktionsumfang einerseits für musikalische Laien einsetzbar ist, zum anderen auch Musikerherzen höher schlagen lässt. Durch die Visualisierung von Tönen, Tonarten und Akkorden kann mensch in der kostenlosen Version ohne jegliche musikalische Grundbildung sehr schöne Harmonien erzeugen. Die kostenpflichtige Version bietet Fortgeschrittenen zudem die Möglichkeit, ihre DAWs und Synthesizer direkt über MIDI (Wifi oder mit dem Camera Connection Kitt) anzusteuern.

In Praxisprojekten hat sich die App bei mir mittlerweile sehr bewährt. Jugendliche Teilnehmer können nach einer sehr kurzen Einweisung problemlos die Basstöne in einem Stück mitspielen und entsprechend mit Harmonien experimentieren. Die Vielseitigkeit der App  und die möglichen zusätzlichen Sound-Packs sorgen dafür, dass so schnell keine Langeweile aufkommt und schöne Kompositionen entstehen.

Wer sich in den musiktheoretischen Bereich der App und den kompletten Funktionsumfang einarbeiten möchte, findet im hauseigenen Blog eine Vielzahl hilfreicher Artikel, beispielsweise über Dreiklänge, Tonleitern, Harmonien etc.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 16.10.2014

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