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Mit “Geführter Zugriff” Appnutzung beschränken

iOS (iPad/iPhone) hat die gelungene “Geführter Zugriff” Funktion um den Umgang mit dem Gerät vorübergehend auf eine einzelne App zu beschränken. Man kann auch einstellen, dass nach einer gewissen Zeit, die gewählte App gar nicht mehr genutzt werden kann.

Also praktisch für Eltern, die ihren Kindern vorübergehend nur das Nutzen einer App erlauben wollen, ohne ihnen permanent über die Schulter zu schauen. Man kann den Modus aber auch gut als Präsentationsmodus bei Messen usw. nutzen. Knapp und gut erklärt der iPhone Blog die Funktion in seiner Reihe iOS Grundlagen:

Gerade hatte ich aber ein kleines Problem mit dem “Geführten Zugriff”. Ich hatte kleverer Weise meinen Pin, den ich vor längerem eingegeben habe, vergessen. Als ich den geführte Zugriff dann wieder aktiviert hatte, kam ich nicht mehr aus der App. Wenn man aber länger (ca. 10 Sekunden) den Home und An/Ausknopf gleichzeitig drückt, dann startet das Gerät neu. Nach Eingabe des bei mir vorhandenen (Start)codes konnte ich den Pin des geführten Zugriffs einfach abschalten oder ändern.

Das klappt übrigens nicht, wenn man keinen (Start)code eingegeben hat. Dann startet das Gerät direkt wieder in die geführte App. Man ist also gefangen was ja Sinn der Sache ist, da man nicht will, dass jemand den Schutz einfach aufheben kann. Hat man keinen Startcode eingegeben oder diese auch vergessen, so kommt man nur mit der aufwändigen Neuinstallation des Gerätes weiter. Ein weiterer Grund einen Code zu nutzen.

Weitere Tipps zum Thema Jugendschutz-Apps gibt es hier.

Lightbot: Programmieren lernen Schritt für Schritt

Eine Figur – meist einen Roboter – mit Befehlen zu steuern, gehört mittlerweile zu den didaktischen Standards wenn es um das Programmierenlernen geht. Die Metapher funktioniert immer wieder gut (auch wenn mir noch nicht klar ist, wieso das so ist :-)) und wird in diversen Lernangeboten zum Thema umgesetzt – allerdings mal besser und mal schlechter.

Eine der gelungeneren Angebote in diesem Zusammenhang ist der Lightbot: Der kleine Roboter muss in verschiedenen Umgebungen Lichtfelder anschalten und dabei laufen und springen. Das ist an sich nicht revolutionär, aber in diesem Fall sehr liebevoll gemacht: Der Roboter ist süss animiert, die User_innen erwarten geeignete Aufgaben, die fehlertolerant und auch mit mehreren Varianten gelöst werden können. So können also im Selbstlernzusammenhang mit Spass Programmiergrundlagen gelernt werden.

Lightbot ist als Webangebot sowie als App für iOS und Android (letztere kostenpflichtig im einstelligen Bereich) verfügbar.

Textsecure und Signal: Verschlüsselte Open-Source Messenger für iOS und Android

Sichere mobile Kommunikation ist ein sehr wichtiges Thema, welches wir hier im Blog in unserer Artikelserie “Datenschutz bei mobilen Messengern Teil 1 und Teil 2” sehr ausführlich beschrieben haben. Als Ergebnis dieser beiden Artikel wurde festgehalten, dass ein wirklich sicherer Messenger auf Grund der Transparenz und Nachprüfbarkeit neben einer guten Verschlüsselung auch Open Source sein müsste. Als Favorit wurde seinerzeit die App “Textsecure” der Firma “Open WhisperSystems” genannt, die es zum damaligen Zeitpunkt allerdings nur für Android Geräte gab. Daneben gab es vom gleichen Hersteller auch noch die Android-App “Redphone“, welche eine verschlüsselte Telefonie zwischen Android Geräten ermöglichte.

In die Röhre schauen mussten im letzten Jahr die Apple-User an dieser Stelle nicht lange – zumindest was die Telefonie anging: Mit Signal wurde von Open WhisperSystems eine Redphone-kompartible iOS-App veröffentlicht, die zuerst nur die verschlüsselte Telefonie unterstützte, seit dem letzten Update auf Signal 2.0 aber auch Textnachrichten, Dateiversand und Gruppenchats anbietet – voll kompatibel zum Android-Pendant Textsecure.

Ich persönlich finde es etwas unglücklich, dass es nun drei Apps mit unterschiedlichen Namen für iOS und Android gibt, freue mich aber riesig, dass unsere Vision eines kostenlosen und verschlüsselten Open-Source Messengers umgesetzt wurde. Wer sich nun wundert, dass ein solches Angebot kostenlos ist sucht vergebens den Haken – Finanziert wird die Entwicklung über den Open Technology Fund und die Freedom of the Press Foundation.

Die Top 10 der Datenschutz-Einstellungen am Smartphone

Datenschutz ist ein wichtiges Thema, vor allem in Bezug auf Smartphones und Tablets. Ohne es zu wissen oder zu spüren hinterlassen wir beispielsweise eine digitale Spur durch diverse Ortungsdienste, gewähren unterschiedlichen Apps Zugriffsrechte auf sensible Daten oder lassen unser komplettes Surfverhalten tracken. Es ist aber auch nicht immer einfach, sämtliche Einstellungen im Blick zu haben, zumal iOS, Android, Blackberry und Windows mobile unterschiedliche Änderungsmöglichkeiten der Privatsphären- und Datenschutzeinstellungen bieten.

An dieser Stelle wurde ich auf eine Übersicht aufmerksam gemacht, die der Telekonferenzanbieter meetyo anlässlich des Europäischen Datenschutztages erstellt hat. Die frei zur Verfügung stehende Übersicht ist recht umfangreich und listet die systemeigenen Einstellungsmöglichkeiten von iOS, Android, Windows mobile und Blackberry auf. Meine einzigen Kritikpunkte beziehen sich einerseits auf den ausbaufähigen Hinweis zur Regulierung der Zugriffsrechte der Apps, andererseits auf die Auswahl des sehr unfreundlichen Papierformates, welches einen schnellen und unkomplizierten Ausdruck erschweren wird. [Download der Übersicht als JPG]

Quiz Your Web – Teste dein Internet-Wissen

Viele kennen das Prinzip von Quiz-Duell, einer App, in der mensch nach erfolgreicher Anmeldung sein allgemeines und spezielles Wissen mit anderen bekannten und unbekannten Personen messen kann. Dieses Prinzip wurde nun erfreulicherweise von der Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) aufgegriffen und in einer eigenen Quiz-App rund um das Thema Medienkompetenz umgesetzt. QuizYourWeb nennt sich das neue Angebot und ist für iOS und Android kostenlos erhältlich.

Ich selbst habe App ein paar mal gespielt und finde sie ganz gut gemacht. Auch wenn manchmal die möglichen Antworten sehr lang sind und man sich für das Lesen in der vorgegebenen Zeit sehr beeilen muss, ist die App doch ein spielerischer und inhaltlich umfangreicher Einstieg ins Thema. Dadurch, dass man sich seine Gegner auch selbst aussuchen kann, ist auch der Einsatz im Jugendtreff, in der Familie oder als medienpädagogische Einheit durchaus möglich und sinnvoll.

App-Tipps für die Schule

Mobiles Lernen mit Tablets in der Schule wird immer wichtiger und in der Diskussion darüber spielt die Frage nach den eingesetzten Apps eine große Rolle. Björn Maurer und ich haben dazu ja schon grundsätzliche Gedanken formuliert – darüber hinaus ist es für Lehrpersonen hilfreich, pädagogisch motivierte Übersichten zur Hand zu haben, um sich für Apps für den eigenen Unterricht inspirieren zu lassen.

In letzter Zeit sind mir zwei davon über den Mauszeiger gelaufen, die ich weiterempfehlen möchte:

  • schule-apps.de ist hat eine sehr umfangreiche Zusammenstellung von derzeit mehr als 120 Apps, die sehr praxisorientiert kategorisiert und durchsuchbar sind. Die Einträge sind nicht mehr ganz taufrisch und es bleibt offen, ob das Angebot wirklich weitergepflegt wird – aber derzeit ist es eine wertvolle Sammlung.
  • tablets-schule.de ist ein Projekt der AG Medienpädagogik der Uni Mainz, das derzeit knapp 40 Apps listet, die allerdings wenig mit pädagogischem Fokus besprochen, sondern eher allgemein beschrieben werden. Die Artikel können nach einigen Kategorien sortiert werden. Das Angebot wird offenbar weiter bearbeitet.

Beide Websites listen Apps aller drei wichtigen Tablet-Betriebssysteme.

Mobile Systeme – Black is back

Black is back? na gut, für viele Firmen war Blackberry nie wirklich weg, dennoch: bis vor kurzer Zeit waren diese Geräte durch die zwangsläufig benötigte Blackberry-Option in den Mobilfunkverträgen für viele Menschen einfach uninteressant. Wie für mich auch…

Im Rahmen eines generationsübergreifenden Smartphone-Projektes musste ich mich in den letzten Tagen mit den unterschiedlichen mobilen Systemen auseinandersetzen, also nicht nur iOS und Android, sondern eben auch Windows mobile, Firefox OS und Blackberry OS. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass für das aktuelle Blackberry OS 10 eben keine Blackberry-Option mehr erforderlich ist, was bedeutet, dass die Geräte nun im vollen Umfang auch ausserhalb von Enterprise-Servern verwendet werden können. IMAP, CardDAV, CalDAV, etc. – alles von Werk ab möglich. Vielleicht ist dies ja für den Einen oder Anderen keine große Überraschung, für mich war es das, steht jetzt dem Ottonormalverbraucher ein weiteres mobiles OS zur Verfügung…

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Projektkoordination mit Trello

Über Projektkoordination und Angebote webbasierter Kollaboration haben wir hier im Praxisblog schon öfter geschrieben. Auch wenn das kostenfreie Trello vor fast drei Jahren schon einmal kurz und am Rande erwähnt wurde, bin ich der Meinung, dass der Dienst durchaus einen separaten Artikel wert ist, zumal ich in letzter Zeit öfters nach solchen und ähnlichen Angeboten gefragt wurde.

Trello ist eine Webanwendung, zu der es sehr gut funktionierende und kostenlose Android und iOS Apps gibt. Das Grundprinzip ist relativ einfach. Eine Person erstellt Aufgaben- und Statuskärtchen, die von ihm oder anderen Menschen öffentlich oder privat bearbeitet und kommentiert werden können. Ich selbst nutze Trello auch schon etwas länger und ich finde, es läuft sehr stabil und zuverlässig. Auf YouTube habe ich ein schönes Video gefunden, welches den Funktionsumfang sehr gut darstellt.


Das richtige Tempo finden mit Anytune

Ab und zu werde ich von App- und Softwareentwicklern angeschrieben, mit der Bitte, mir ein Tool anzusehen und darüber zu schreiben. Grundsätzlich sind wir hier ja keine Werbeplattform, daher muss das Angebot schon eine große Relevanz für das Thema Medienpädagogik haben. Selten geht es mir jedoch so, dass mir genau das angeboten wird, was ich schon seit längerer Zeit für meine eigenen Projekte am suchen bin. Der ein oder andere hat ja hier schon mitbekommen, dass ich sehr gerne iPad-Musik Projekte anbiete. Oftmals haben die Jugendlichen bereits eine Vorstellung, welches Stück sie gerne spielen wollen. Dieses läuft dann in einer ersten Phase im Hintergrund und die Teilnehmer spielen ergänzend dazu. Leider scheitert es beim Üben nicht selten daran, dass die Stücke einfach zu schnell sind und in einer zu hohen Tonart gespielt werden. Auch wenn man eine bestimmte Passage im Loop üben möchte, ist das sehr aufwendig, mit einem MP3 Player immer die richtige Stellen zu finden.

Die iOS und OS-X App Anytune bietet an dieser Stelle bereits in der werbefinanzierten und somit kostenlosen Variante (nur iOS) die benötigte Unterstützung. Geladene Musikstücke können sehr einfach im Tempo verändert werden, ohne dass sich dabei die Tonhöhe automatisch verändert. Auch kann mensch im Gegenzug die Tonhöhe ohne Auswirkung auf das Tempo variieren. Der eingebaute Equalizer hat bereits von Werk ab einige Presets, die bestimmte Bereiche wie die Bass-Spur, Gitarren-Spur, Gesang etc. hervorheben und verstärken. Sehr gelungen finde ich zudem, dass sich die Qualität des Musikstückes bei all den Veränderungen kaum verändert.

Wie gesagt, es gibt Anytune in einer werbefinanzierten und kostenlosen iOS Version und als Pro+ Version mit einer Vielzahl von kostenpflichtigen Erweiterungsmöglichkeiten. Die OS-X Variante steht in einer 30 Tage Testversion zur Verfügung, kostet danach knappe 26,99 EUR. In wie weit jemand die OS-X Version und die Erweiterungen benötigt ist natürlich abhängig vom Einsatz, als Hilfsmittel für Musik-Projekte und instrumentalen Übungen ist die kostenfreie Variante jedoch mehr als ausreichend.

Wer aber die Bezahlvariante mal ausprobieren möchte:

Anytune stellt uns 10 Lizenzen (wahlweise für iOS oder OS-X) zur Verfügung, die wir unter die Leser bringen dürfen. Wenn Ihr also das Tool ausprobieren wollt, schreibt den Wunsch bis zum 07.12.2014 einfach hier oder auf unserer Facebook Seite als Kommentar, bitte mit E-Mail Adresse und Option iOS oder OS-X. Gerne könnt ihr euch auch per Twitter an @medienpaed oder @albersheinemann wenden.

Wackelfreie Kamerafahrten kostenlos

One-Feature-Apps finde ich im Grunde meist unpraktisch bis sinnlos und das insbesondere, wenn sie von großen Unternehmen stammen, die damit ihr eigenes Angebot scheinbar einmaliger machen möchten. Dennoch empfehle ich heute die iOS-App Hyperlapse, auch wenn sie all diesen Kriterien entspricht. Denn sie ist aus mehreren Gründen ein Gewinn für die Medienpädagogik.

Hyperlapse (ein kostenloses Angebot von Instagram) ist so etwas wie eine Steadycam auf Softwarebasis: Mit der App lassen sich Kamerafahrten produzieren, deren Bild mit Hilfe des Bewegungssensors direkt (!) stabilisiert wird. So entstehen aus dem Handgelenk schöne Kamerafahrten ohne großen Aufwand.

Und diese Gründe bewegen mich zur Empfehlung:

  • Hyperlapse ist zwar von Instagram, aber der/die Nutzer_in muss sich für die Nutzung weder registrieren noch müssen die Videos auf der Plattform hochgeladen werden.
  • Die fertigen Videos werden einfach im Foto-/Video-Ordner von iOS gespeichert, sie reihen sich also in die übrigen Fotos und Videos und den dazugehörigen Workflow ein.
  • Die Ergebnisse sind brilliant.
  • Und auf solch ein souveränes Angebot hat die aktive Medienarbeit quasi schon immer gewartet. :-) Damit werden sowohl ästhetische Videoexperimente wie auch gewagte Aufnahmen bei Spielfilmen quasi mit einem Schritt serienreif.

Wohl aus technischen Gründen ist Hyperlapse bisher noch nicht für andere Smartphone-Plattformen erhältlich.

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