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Kein Stress auf WhatsApp

An WhatsApp kommt derzeit kaum jemand vorbei, doch wie vermittelt man Tipps und Anregungen zum richtigen Umgang damit? Was kann man auf medienpädagogischer Ebene gegen den Stress tun, über den sich viele User*innen beklagen? Mit einem neuen Quiz für Jugendliche und einem dazugehörigen Themenmodul stehen zeitgemäße Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Entwickelt wurden diese Angebote von klicksafe.de und Werte Leben – Online, einem neuen Modellprojekt der Beratungsplattform juuuport.deDen ganzen Beitrag lesen

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Textsecure und Signal: Verschlüsselte Open-Source Messenger für iOS und Android

Sichere mobile Kommunikation ist ein sehr wichtiges Thema, welches wir hier im Blog in unserer Artikelserie „Datenschutz bei mobilen Messengern Teil 1 und Teil 2“ sehr ausführlich beschrieben haben. Als Ergebnis dieser beiden Artikel wurde festgehalten, dass ein wirklich sicherer Messenger auf Grund der Transparenz und Nachprüfbarkeit neben einer guten Verschlüsselung auch Open Source sein müsste. Als Favorit wurde seinerzeit die App „Textsecure“ der Firma „Open WhisperSystems“ genannt, die es zum damaligen Zeitpunkt allerdings nur für Android Geräte gab. Daneben gab es vom gleichen Hersteller auch noch die Android-App „Redphone„, welche eine verschlüsselte Telefonie zwischen Android Geräten ermöglichte.

In die Röhre schauen mussten im letzten Jahr die Apple-User an dieser Stelle nicht lange – zumindest was die Telefonie anging: Mit Signal wurde von Open WhisperSystems eine Redphone-kompartible iOS-App veröffentlicht, die zuerst nur die verschlüsselte Telefonie unterstützte, seit dem letzten Update auf Signal 2.0 aber auch Textnachrichten, Dateiversand und Gruppenchats anbietet – voll kompatibel zum Android-Pendant Textsecure.

Ich persönlich finde es etwas unglücklich, dass es nun drei Apps mit unterschiedlichen Namen für iOS und Android gibt, freue mich aber riesig, dass unsere Vision eines kostenlosen und verschlüsselten Open-Source Messengers umgesetzt wurde. Wer sich nun wundert, dass ein solches Angebot kostenlos ist sucht vergebens den Haken – Finanziert wird die Entwicklung über den Open Technology Fund und die Freedom of the Press Foundation.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Wie sicher ist welcher Messenger?

Die Sicherheit von mobilen Messenger ist ein heißes Thema. Vor allem nach dem NSA Skandal und dem Kauf von WhatsApp durch Facebook ist das Bedürfnis nach einer „sicheren“ Kommunikation enorm gestiegen. Allerdings ist es als Ottonormalverbraucher wirklich nicht einfach, den Grad der Sicherheit eines Messengers einzuschätzen, spielen ja vor allem Faktoren eine Rolle wie: „Verschlüsselung während der Übertragung“, „Verschlüsselung auf dem Server“, „Authentifizierung von Kontakten“, „ist der Quellcode Open-Source“ etc.

Die Electronic Frontier Foundation ist diesen Fragen nachgegangen und hat verschiedene Messengers getestet. Das Ergebnis ist eine übersichtliche Liste, die auf jeden Fall einen guten, schnellen und umfangreichen Eindruck in die Qualität und in die Sicherheit eines Messengers gibt.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Etwas mehr Privatsphäre – Verschlüsselt telefonieren mit Android und iOS

Private Kommunikation mit Smartphones ist mittlerweile ein sehr relativer Begriff geworden. In unseren beiden Leitartikel zu den Grundlagen einer mobilen Kommunikation haben wir uns ja bereits ausführlich mit Messengern, Verschlüsselungen und Grundsatzfragen beschäftigt. Das Ergebnis dieser beiden Artikel war, dass eine wirklich sichere Kommunikation nur über Open Source Angebote mit einer entsprechenden Verschlüsselung gewährleistet werden kann. Während unser Favorit unter den Messengern „TextSecure“ immer noch auf eine iOS Version wartet (Ende Sommer 2014) hat der Hersteller Open WhisperSystems zwei Apps veröffentlicht, die auf jeden Fall erwähnenswert sind.

Redphone für Android und Signal für iOS sind zwei miteinander kompatible Apps für eine verschlüsselte Telefonie über das Internet. Das Signal der beiden kostenlosen Open Source Apps wird end-to-end verschlüsselt und kann nicht abgehört werden, die Bedienung und Einrichtung ist simpel und intuitiv. Sehr positiv ist, dass beide Apps miteinander kompatibel sind, d.h. über Signal kann von einem iOS Gerät mit einem Android User telefoniert werden, der Redphone nutzt.

Getestet habe ich beide Apps in einem W-Lan. Die Sprachqualität war wie gewünscht sehr gut. Abbrüche gab es gelegentlich, sobald eine Person in ein langsameres Datennetz wechselte. Jedenfalls bin ich froh, dass es Fortschritte in diesen Bereichen gibt und warte noch voller Spannung auf die iOS Version von TextSecure.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
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Telegram – ein weiterer sicherer Messenger…

Ich denke, zu Whatsapp und seinem Stellenwert bei Jugendlichen müssen hier keine großen Worte verloren werden. So komfortabel und simpel Whatsapp in seiner Benutzung auch ist, so groß ist die Kritik in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz. Erst Anfang letzter Woche machte der Betreiber wieder negative Schlagzeilen, weil unverschlüsselte Backups der Chatnachrichten im Klartext in der Apple iCloud gesichert werden. Der Bedarf nach sicheren Alternativen ist da, wobei der Begriff „Alternative“ sehr relativ ist, denn mit einem solchen Messenger kann ich nur mit denen chatten, die die App ebenfalls nutzen – und: kein Messenger wird an die Reichweite und Popularität von Whatsapp wirklich herankommen.

Aber gut, es geht ja nicht darum, Whatsapp zu verbannen, sondern für eine private Kommunikation eine bessere und sichere Möglichkeit zu finden. Mit Threema und MyEnigma haben wir hier im Blog bereits zwei sichere Messenger vorgestellt, die jedoch auch nicht ganz ohne Kritik geblieben sind.

Zentraler Server, nicht Open-Source, kostenpflichtig… Das alles sind Bereiche, in denen nun Telegram punkten möchte. Mike Kuketz hat sich die App in seinem Blog etwas genauer angesehen und berichtet überwiegend positiv. Lediglich die Tatsache, dass Nachrichten erst privat geschaltet werden müssen wird bemängelt. Die dezentrale Serverstruktur, die offenen Client-Komponenten und eine Selbstzerstörungsfunktion für Nachrichten wiegen das Bild jedoch recht schnell ins Positive.

UPDATE 26.02.2014

Mittlerweile hat sich eine Menge getan und wir haben uns sehr mit dem Thema „sichere mobile Kommunikation“ beschäftigt, viele Techniker und Pädagogen mit einbezogen und den aktuellen Stand in einem neuen Beitrag zusammengefasst … zum Artikel

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
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Verfasst am 11.11.2013

myEnigma – die zweite sichere Whatsapp-Alternative

enigmaVor einiger Zeit haben wir hier im Blog die App Threema vorgestellt, ein Messenger für iOS und Android, der auf Sicherheit setzt und sich als Alternative zu Whatsapp behaupten will. Allerdings wurden hier unter anderem zwei Einstiegshürden genannt: Die App kostet Geld und es ist derzeit noch nicht möglich, Gruppen zu gründen.

Für den Fall, dass diese beiden Kriterien bei dem Einen oder Anderen zum K.O. führten, möchte ich an dieser Stelle die App myENIGMA vorstellen. Dieser Messenger setzt genau wie Threema auf Ende-zu-Ende Verschlüsselung, kann mit Gruppen umgehen und ist kostenlos. Android-User können sich zudem freuen, da myENIGMA bereits ab Android 2.1 verfügbar ist und nicht wie Threema erst ab Version 4.0.

Meiner Meinung nach ist myENIGMA mit wesentlich weniger Hürden versehen als Threema. Die Oberfläche ist zwar Englisch, aber übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Ich denke zwar nicht, dass Whatsapp abgelöst wird, allerdings kann ich mir den Einsatz sehr gut z.B. in der mobilen Beratung vorstellen oder um die Kommunikation im engeren Freundeskreis verschlüsselt zu halten. Bleibt nur zu hoffen, dass im Gegensatz zum damaligen Namensgeber die Verschlüsselung nicht so schnell von den Alliierten geknackt wird…

UPDATE 26.02.2014

Mittlerweile hat sich eine Menge getan und wir haben uns sehr mit dem Thema „sichere mobile Kommunikation“ beschäftigt, viele Techniker und Pädagogen mit einbezogen und den aktuellen Stand in einem neuen Beitrag zusammengefasst … zum Artikel

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Threema – die sichere Whatsapp Alternative

threemaIm Prinzip ist Whatsapp eine super Sache… Der Messenger wird installiert und erkennt automatisch anhand meiner Kontakte, wer die App ebenfalls nutzt. Mit diesen Personen kann ich dann problemlos Nachrichten wie eine SMS verschicken, nur eben kostenlos über die Datenverbindung. Wäre da nicht die Sache mit dem Datenschutz… Leider wird bei Whatsapp nichts verschlüsselt, auch werden die Kontaktdaten von Nicht-Nutzern aus dem privaten Telefonbuch gescannt und auf dem Server der Betreiber gespeichert…

Nun ist mit Threema ein neuer Messenger für iOS und Android aus der Schweiz aufgetaucht, der genau das verspricht, was viele von uns gesucht haben. Datenschutz und Privatsphäre. Die Nachrichten werden mit einer 256 Bit Verschlüsselung übertragen. Ein öffentlicher und ein privater Schlüssel sorgen dafür, dass noch nicht einmal der Betreiber Einblick in die Daten erhält.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
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