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Schritt für Schritt visualisieren lernen

Auf manche Dinge wartet mensch jahrelang, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Und wenn sie dann da sind, dann stellt sich die Frage, wie die Welt ohne aussah. So gehts mir mit den Materialien zum Visualisieren bzw. Sketchnoting von Stefanie Maurer, Wibke Tiedmann und meinem Kollegen Thomas Staub: Wie bei allen Pädagog_innen gehört auch bei Medienpädagog_innen das Visualisieren auf Plakaten zum Grundhandwerk – und zwar gibt es einige Bücher zum Thema, aber Materialien im Netz, noch dazu unter einer CC-Lizenz sind nicht zu finden.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn Stefanie Maurer und Wibke Tiedmann haben zum Einen einen Onlinekurs zu Sketchnotes veröffentlicht, in dem sie CC-Materialien zur Weiterverwendung zur Verfügung stellen. Thomas Staub hat dies erweitert, spezifisch auf Jugendliche angepasst und stellt die Materialien zur Plakatgestaltung ebenfalls frei zur Verfügung (auch sonst ist die Website der Sek Andelfingen sehr zu empfehlen).

Damit haben Medienpädagog_innen nicht nur wunderbares Material, um selbst die eigenen Gestaltungskünste zu verbessern, sondern auch gleichzeitig eine Basis, um – in und außerhalb der Schule – mit Jugendlichen am Thema visualisieren zu arbeiten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Big Data direkt erfahren

Big Data ist ein abstraktes oder zumindest schwer zu greifendes Thema – und Medienpädagogik steht vor der schwierigen Herausforderung das Phänomen und seine Implikationen für möglichst alle verständlich zu machen. Hier werden an verschiedenen Orten zahlreiche Konzepte erprobt.

Die Medienfachberatung Schwaben hat hierzu das Stationenspiel «Big Up 4 Big Data» entwickelt. Hierbei (er)leben die Teilnehmenden die beiden Seiten von Datensammlung und Auswertung direkt, indem sie während des Spiels eigene Daten hergeben bzw. erheben und auswerten.

Es ist schön, dass es solch ein Spiel gibt und dazu noch zum Download verfügbar. Ich selbst bin von dem Konzept von «Big Up…» allerdings nicht völlig überzeugt, weil innerhalb des Spiels ungleiche Wissensstände erzeugt werden und meiner Meinung nach bei den Teilnehmenden das Gefühl entstehen kann, hintergangen worden zu sein. Sie erleben die Datensammlung wirklich am eigenen Leib und zudem durch andere Gruppenmitglieder. Teilweise, z.B. bei der Auswertung, wird das in der Spielanleitung thematisiert. Ich finde jedoch, dass die Teilnehmenden grundsätzlich in ein anderes Verhältnis kommen sollten.

Dennoch: Alle Materialien sind dankenswerterweise unter einer CC-Lizenz frei verfügbar. Und so eine gute Basis – entweder für direktes Spielen oder auch für Weiterentwicklungen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

so geht Medien

Wie überprüfe ich Quellen? Wie drehe ich einen guten Videoclip? Und wie kann ich Verschwörungstheorien entlarven? Der Umgang mit Medien wirft viele Fragen auf, das wissen wir in der Medienpädagogik nur zu gut, und wenn es um Detailfragen zum deutschen Rundfunksystem geht, wird es nicht gerade einfacher. Aus diesem Grund haben die öffentlich-rechtlichen Sender ein Medienkompetenz-Angebot namens „so geht Medien“ gestartet.

Die Seite bietet zahlreiche Videoclips, Texten und Rätsel, um unterschiedliche Fragen rund um die Medienwelt zu beleuchten. In der Kategorie „Basics“ werden Grundlagen erläutert, unter „Stimmt das?“ geht es um Fakten und Falschmeldungen, bei „Selber machen“ finden sich Video-Tutorials und Rätsel. Zudem werden in der Rubrik „ARD & ZDF“ die Hintergründe der öffentlich-rechtlichen Anstalten erklärt. Die Videos sind alle auch bei YouTube zu finden, zudem stehen Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte zum Download bereit.

Das Projekt liefert hilfreiche Materialien zu Medienkritik und Medienkunde und setzt dabei auf eine zeitgemäße Darstellung. Etwas dick aufgetragen wird lediglich, wenn die Vorteile des dualen Rundfunksystems hervorgehoben werden, beispielsweise in einem Video mit dem skurril anmutenden Titel: „Warum jeder Chef bei ARD & ZDF ist“. Angesichts der aktuellen Diskussion um die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien und der anstehenden Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags ist ein derartiger Beitrag zur Meinungsbildung jedoch durchaus verständlich und legitim.

Bedauerlich ist, dass die Unterrichtsmaterialien nicht als Open Educational Ressources (OER) veröffentlicht wurden, wie Matthias Andrasch bereits ausführlich beschrieben hat. Dennoch wurde mit diesem Portal ein attraktives Angebot geschaffen, das gut aufbereitete Diskussionsanregungen für Schule, Jugendarbeit und Medienpädagogik liefert. Das Projekt wird fortgesetzt und fortlaufend um neue Beiträge erweitert. Wir dürfen also gespannt sein.

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg und als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er 2012 das "Facebook-Elternbuch" und 2014 das "Elternbuch zu WhatsApp, Facebook, YouTube & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Medienpädagogik Praxis Camp – die Zweite! #mppb17

«Die zweite Platte ist die schwerste» – auch wenn es um ein Barcamp geht. Die Praxisblog-Band hat es dennoch gewagt und so haben wir in der letzten Woche das zweite Medienpädagogik Praxiscamp erlebt!

Knapp 100 Medienpädagog_innen aus Praxis und Forschung, aus Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein (!) haben sich in Mainz getroffen und in 34 Sessions (und darüber hinaus) intensiv ausgetauscht, Wissen weitergegeben, Fragen gestellt, Dinge ausprobiert – und Erfahrungen festgehalten.

Denn das Beste daran ist: Die meisten Sessions wurden intensiv dokumentiert und so können sich alle Leser_innen einen Einblick verschaffen und vom Diskutierten profitieren. In den Sessionplänen von Tag 1 und Tag 2 sind die Dokumentationen auf den Sessiontiteln verlinkt. Einzelne Sessions werden darüber hinaus in den nächsten Wochen hier im Blog nachbetrachtet (wir freuen uns über weitere Autor_innen).

Ob die zweite Platte nun besser ist als die erste, darüber streiten sich die Fans meistens und deswegen will ich keine Mutmaßungen anstellen. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden, fühlen uns bestärkt durch die vielen positiven Rückmeldungen – und haben schon ein Auge auf das #mppb18 geworfen… 🙂

PS: 360 Grad? Können wir übrigens auch:


Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Datenschutz für Jüngere

Datenschutz wird oft als abstraktes Thema wahrgenommen und es kann schon eine medienpädagogische Herausforderung sein, gerade für Jüngere die relevanten Aspekte lebensweltnah aufzubereiten. Die Materialien von NetLa bieten hier wertvolle Unterstützung, wenn sie auch das Problem der Abstraktheit nicht ganz lösen.

Auf der Website des schweizerischen Rates für Persönlichkeitsschutz finden sich für Kinder zwischen 5 und 14 Jahren Comics, Spiele und Quizzes, in denen verschiedene Aspekte von Datenschutz thematisiert werden. Die Inhalte sind dabei in drei Altersgruppen differenziert und gut an die verschiedenen Lebenswelten angepasst.

Die Kampagne ist schon ein paar Jahre alt, was mensch ihr aber nur an den Flashinhalten anmerkt. Ansonsten sind die Inhalte in spannende Stories eingebettet, die Materialien damit für Kinder sehr interessant gestaltet und bieten gute Anknüpfungspunkte für die pädagogische Auseinandersetzung – vor allem in der Schule, aber sicher auch darüber hinaus.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Projektideen neu gesammelt

Medienpädagog_innen müssen sich momentan sicher nicht beschweren, dass es zu wenige frei und online verfügbare Materialien gibt. Dankenswerterweise setzt sich mehr und mehr die Haltung durch, dass medienpädagogisches Wissen und Projektideen am besten für andere aufbereitet und online zur Verfügung gestellt werden. Als Luxusproblem entsteht dabei allerdings auch manchmal der Eindruck von «es ist zwar alles gesagt, aber noch nicht von allen» – Mashups von bestehenden Materialien bringen zwar Masse, aber nicht unbedingt neue Ideen ein.

Die Telekom-Stiftung hat jüngst eine umfangreiche Materialsammlung zu «Medienwerkstätten» veröffentlicht, in der zahlreiche Projektideen zu Making, Programmieren und zu Medien gelistet werden. Auf knapp 200 Seiten finden sich Projektbeschreibungen inklusive Checklisten und Abläufen, manchmal auch mit Anleitungen und Linklisten. Die Bandbreite ist dabei durchaus beeindruckend und auch recht unterschiedlich: Während sich bei den Making-Aktivitäten eine Vielzahl aktivierender Projektideen findet, sind es im Bereich Websites&Co. aus meiner Sicht eher jugendschützerische Aspekte, die in den Materialien verfolgt werden.

Eigentlich alle Informationen sind auch woanders im Netz zu finden und es könnte durchaus Sinn machen, dies auch nochmal neu an einer Stelle zu veröffentlichen. Schade finde ich allerdings, dass während einige CC-Inhalte verwendet werden (und diese gemeinsam mit geschützten Inhalten publiziert werden), die gesamte Broschüre keinen ausdrücklichen Vermerk zur Lizenzierung enthält.

Aus meiner Sicht ist die Publikation durchaus eine gute Inspirationsquelle, aber nicht eine ausdrückliche Empfehlung wert.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Islam-Comedy zur politischen Bildung

Kann Humor die Welt verbessern? Dürfen wir über Kopftücher lachen? Sind Terror-Gags nicht geschmacklos? In Zeiten zunehmender Islamfeindlichkeit sind dies heikle Fragen. Um mit Jugendlichen über Vorurteile, Diskriminierung und Radikalisierung ins Gespräch zu kommen, wurden Videos und Arbeitsmaterialien erstellt, die zum Nachdenken anregen.

Bei der Webvideo- und Smartphone-Generation sind Comedy-Clips äußerst populär, diesen Trend hat auch die politische Bildung erkannt und bereits in mehreren Projekten aufgegriffen. Der Verein ufuq.de beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus und präsentierte nun ein neues Projekt: „Comedy über Vorurteile, Diskriminierung und den IS“. Hier kommen Comedians mit Migrationshintergrund zu Wort, die ihre subjektiven Erfahrungen humorvoll aufgreifen und Einblick in ihre Arbeit geben. Anhand dieser Videointerviews werden Jugendliche dazu angeregt, über eigene Erfahrungen von Diskriminierung und Ausgrenzung, Religion oder Radikalisierung zu diskutieren. Auf der Projekt-Website wird betont, die Materialien liefern „keine einfachen Antworten, sondern zeigen eine Vielfalt von Sichtweisen auf. Im Mittelpunkt von Filmen und Übungen stehen Anregungen für Jugendliche, eigene Positionen und Handlungsoptionen zu Themen zu entwickeln, die ihnen wichtig sind.“

Als Gesprächspartner für die Videos standen Ususmango von „Rebell Comedy“, die „Ghettobraut“ Jilet Ayşe und Younes Al-Amayra von den „Datteltätern“ zur Verfügung, die Clips entstanden in Kooperation mit der HAW Hamburg. Die dazugehörigen Übungen und Arbeitsmaterialien setzen sich mit Biografien, Vorbildern und der eigenen Lebenswelt auseinander. So entstand ein umfangreicher Pool an Materialien, der für die Arbeit mit Migrant*innen ebenso geeignet ist wie zur Aufarbeitung von Vorurteilen und Fremdenhass. Im Wahljahr 2017, in dem sich die Spirale der Radikalisierung auf beiden Seiten immer schneller dreht, sind hier wertvolle und wichtige Arbeitsanregungen zu finden.

Diese Materialien sind übrigens ein Modul des ufuq-Projekts „Alternativen aufzeigen!“, in dessen Rahmen auch andere Themen behandelt werden. Ein weiteres verfügbares Modul setzt sich mit der Debatte um Geflüchtete auseinander.

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg und als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er 2012 das "Facebook-Elternbuch" und 2014 das "Elternbuch zu WhatsApp, Facebook, YouTube & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Sei Sicher Social!

„Weißt du, welche Monster in Sozialen Medien lauern?“ Mit diesem Satz beginnen die Videoclips des Projekts „Sicher Social“, und diese Frage ist auch Dreh- und Angelpunkt der bereitgestellten Arbeitsmaterialien. Laut Selbstauskunft wurden diese Materialien für Kinder, Lehrkräfte und Eltern entwickelt, „um die Sicherheit im Umgang mit den Sozialen Netzwerken zu erhöhen. Dabei werden plattformspezifische Social Media Crime Charakteristika dargestellt und mit Hilfe von Fallbeispielen veranschaulicht.“

Die Vielfalt des Angebots ist durchaus beeindruckend: Es gibt neben den (bereits erwähnten) einführenden Videoclips noch eine Präsentation für den Einsatz im Unterricht, ein Themenposter, eine Broschüre für Lehrkräfte und Eltern sowie ein Kartenspiel, das spielerisch für Gefahren und deren Lösungen sensibilisieren soll. Die Materialien wurde von der österreichischen Synyo GmbH entwickelt, durch das Förderprogramm Netidee.at finanziert und stehen unter SicherSocial.com zum kostenlosen Download bereit.

Was jedoch auffällt, ist der defizitorientierte Ansatz des Projekts. Thematisiert werden „Risiken und Gefahren in Sozialen Medien“, dazu zählen u.a. Social Hacking, Cybermobbing, Sexting und Online-Radikalisierung. Zu jedem Unterpunkt werden die Gefahren beleuchtet, Fallbeispiele dargestellt sowie Tipps und Gegenmaßnahmen erläutert. Für einen Einsatz in der Praxis ist es erforderlich, sich v.a. für die vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen Zeit zu nehmen, um die Heranwachsenden nicht mit den „Monstern“ alleine zu lassen.
Zudem finde ich die Fülle der Inhalte einen kritischen Punkt: Viele problematische Aspekte werden kurz und knapp beleuchtet, aber nicht immer in ihrer notwendigen Tiefe dargestellt. Immerhin sind zu jedem Unterpunkt weiterführende Links angegeben, unter denen Interessierte detaillierte Informationen nachlesen können.

Positiv fällt die zeitgemäße grapische Aufbereitung der Materialien auf, besonders die kleinen Monster sind niedlich anzusehen und erleichtern den Umgang mit den komplexen Inhalten. Auch der Leitgedanke des Projekts, „sei sicher social“, ist zweifellos ein wichtiger Ansatz. Wer sich also über Gefahren im Social Web informieren möchte, ist hier gut aufgehoben und findet informative Materialien. Um daneben auch kreativ und aktiv mit Medien zu arbeiten, ist die Lektüre weiterer Quellen (z.B. dieses Blogs) empfehlenswert.

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg und als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er 2012 das "Facebook-Elternbuch" und 2014 das "Elternbuch zu WhatsApp, Facebook, YouTube & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Geballtes Wissen zu Medien im Unterricht

Es scheint zu den Grundgesetzen des Internet zu gehören, dass irgendwann die meisten Blogs und digitalen Projekte einen Ausflug zum klassischen Buch machen (ja, wir gehören auch dazu :)). Das Gute daran ist, dass die entstehenden Produkte meist wiederum unter einer einer internetfreundlichen Lizenz stehen, sodass die Inhalte wieder zurückkommen.

Diesmal hat es den #edchatDE erwischt, wo sich einmal pro Woche medienaffine «Bildungsmenschen» zum Austausch und zur Vernetzung auf Twitter treffen.

Die Inhalte aus diesen «Chats» sind nun gesammelt und schön aufbereitet in einem Buch veröffentlicht worden. Hierin findet sich eine große Bandbreite von Materialien und Tipps rund um Medienpädagogik und Schule. Und ich weise in diesem Blog selbstverständlich nur dann darauf hin, wenn es auch frei im Netz verfügbar ist: «Edchat – das Buch» ist unter einer CC-Lizenz veröffentlicht worden und deswegen ist auf rpi-virtuell ein PDF und ein epub-eBook zum Download (leider nicht bei den Autoren selbst) verfügbar. Das wird sicher auch einige zum Kauf animieren…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Trickfilm zum Mitnehmen

Tablets und Smartphones haben eine neue Dimension für die Trickfilmarbeit eröffnet: Auf kleinstem Raum finden sich Kamera, Mikro und auch schnell die passende Software, um so gut wie überall Filme produzieren zu können. Das hat die Hürden für die Arbeit an bewegten Bildern immens gesenkt und immer mehr Menschen machen sich auch im (medien)pädagogischen Zusammenhang auf den Weg.

Die LfM bietet für Einsteiger_innen wie auch für alte Häs_innen in der kostenlosen Publikation «Trickfilm to go – Leitfaden zur (Trick-)Filmarbeit mit mobiler Technik» zahlreiche Empfehlungen, Tipps und konkrete Anleitungen an einer Stelle. Damit wird an einen Broschüren-Klassiker, den «Trickboxx-Leitfaden», angeknüpft, auf den ich vor knapp zehn Jahren hier hingewiesen habe, der aber immer noch gut ist.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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