Zum Umgang mit Verschwörungstheorien

Grafik "Verschwörungstheorien", © BR

Der Umgang mit Verschwörungstheorien ist eine altbekannte Herausforderung, auch für die Medienpädagogik. In der aktuellen Krisensituation erleben diese Theorien jedoch einen ungeahnten Aufschwung: Die Menschheit sucht in komplizierten Situationen offensichtlich nach einfachen Antworten, und diese werden in Verschwörungserzählungen (mutmaßlich) geliefert.

Um sich sachlich mit Mythen rund um die Pandemie auseinandersetzen zu können, ist es wichtig, die klassischen Muster von Verschwörungstheorien zu kennen. Im Sinne einer zeitgemäßen Medienerziehung sollten Erwachsene ebenso wie Kinder und Jugendliche die Grundlagen dieser Theorien kennen und den Umgang damit erlernen. Es empfiehlt sich daher, einen Blick auf aktuelle Materialien und Anleitungen zu dieser Thematik zu werfen.

Infos und Publikationen:

Spielerische Ansätze:

  • Ein Planspiel zu Verschwörungstheorien (mit dem Schwerpunkt antisemitische Erzählungen) hat die Amadeu-Antonio-Stiftung entwickelt und zum kostenlosen Download veröffentlicht.
  • Über den Umgang mit Falschmeldungen in den Medien klärt das Serious Game Fake it to make it auf, das von der bpb ins Deutsche übersetzt wurde.
  • Auch das Online-Game BadNews, das wir bereits vorgestellt hatten, sensibilisiert die Spielenden für die Publikationsmechanismen im Netz und in Social Media.

Videos:

Es gibt also ein äußerst umfangreiches Angebot an Materialien, die sich z.T. mit allgemeinen Strukturen von Verschwörungsmythen und z.T. mit aktuellen Erzählungen rund um die Corona-Pandemie beschäftigen. So lassen sich hoffensichtlich Ansätze finden, die zum entsprechenden pädagogischen Kontext passen und eine angemessene Auseinandersetzung mit der Thematik ermöglichen. Wir wünschen viel Erfolg für diese anstrengende, aber notwendige Aufgabe.