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#NichtEgal: Materialien für Respekt und Toleranz im Netz

Die Diskussions- und Kommentarkultur im Netz kann uns nicht egal sein. Wir erleben täglich, auf welch unsäglichem Niveau in manchen Social-Media-Kanälen debattiert wird, wie Beleidigungen und Verleumdungen manche Diskussionen zerstören. Um dem entgegenzuwirken, wurden im Rahmen der Initiative #NichtEgal medienpädagogische Materialien entwickelt, die einen respektvollen und toleranten Umgang (on- und offline) befördern möchten und die zum freien Download bereit stehen.

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Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Empfehlungen zu Peer Education in der Medienpädagogik

Peer Education ist eines der Themen in der Medienpädagogik, um die es nach einer Modephase viel ruhiger geworden ist, gleichzeitig aber auch viel ernsthafter und fundierter diskutiert wird. Mit dem Bericht «Evaluation Projekte Peer Education / Peer Tutoring zur Förderung von Medienkompetenzen» ist jüngst eine Publikation erschienen, die Medienpädagog_innen viele Erfahrungen für die Durchführung von solchen Projekten an die Hand gibt.

Olivier Steiner und Rahel Heeg von der FHNW evaluieren darin 7 Projekte aus der Schweiz in offener Jugendarbeit und Schule, die mit Hilfe von Peer Education bzw. Peer Tutoring Medienkompetenz fördern sollen. Dazu wurden Interviews von Peers und von Projektträgern bzw. Pädagog_innen durchgeführt.

Herausgekommen ist eine zweibändige Publikation, in denen Interessierte zum einen theroretische Grundlagen zu Peer Education, generelle Voraussetzungen und Gelingensbedingungen finden. Zum anderen werden ganz konkrete Empfehlungen und Erkenntnisse zur Konzeptplanung und -umsetzung, konkrete Methoden sowie Tipps zur Zusammenarbeit von Erwachsenen und Jugendlichen genannt.

Für die Lektüre aller Projekte im Detail sind Französisch- und Italienischkenntnisse erforderlich, die generellen Erkenntnisse sind aber sämtlich auf Deutsch verfügbar.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Alles in Game-Life-Balance oder was?

Dein Spiel. Dein Leben.Die Kampagne „Dein Spiel. Dein Leben. – Find your level!„, von Beginn an als Peer-to-Peer Projekt konzipiert, bekam ihr Gesicht durch die Zusammenarbeit von über 100 Jugendlichen. Offline [in Workshops] und Online [per EtherPads] machten sie sich Gedanken darüber, was eine adäquate Balance des Computerspielens zum sonstigen Alltag auszeichnet, um damit einem exzessiven bzw. missbräuchlichen Spielen vorzubeugen. Wie können Prioritäten erkannt und gesetzt werden? Gibt es Tipps und Erfahrungswerte und wie können diese vermittelt werden? Ein Ergebnis dieser Arbeit war der Aufruf zu einem Multimediawettbewerb, in dem jugendliche Spielerinnen und Spieler aufgefordert waren ihre ganz persönliche Game-Life-Balance zu skizzieren, um damit das Gesicht und die Message der Kampagne zu formen. Die Beiträge sind seit einigen Tagen Online und können wertvolle Impulse in medienpädagogischen Projekten aber auch im Familienalltag und natürlich in der Peergroup liefern.

Ein weiteres Ergebnis sind die sozialen Gütekriterien für Computerspielgemeinschaften (Teams, Clans, Gilden usw.). Wo sonst kann ein Peer-Projekt besser wirken, als in den Gemeinschaften, die sich zunächst vor allem wegen des gemeinsamen Interesses am Spielen zusammengeschlossen haben? In deren potentiellen Funktion als „Vereine 2.0“ übernehmen diese Gemeinschaften auch Verantwortung für ihre Mitglieder, die über das Spiel hinaus wirkt – die Gütekriterien können dies nun auch für Außenstehende erkenntlich machen.

Für die direkte medienpädagogische Arbeit mit Jugendgruppen hat das Institut Spielraum zudem ein Arbeitsmaterial erstellt, welches (auch ohne den Wettbewerbsbezug) aufbauend auf den Intentionen der Kampagne eingesetzt werden kann.

Gerrit Neundorf Kurzbio
studierte in Leipzig und in Darmstadt Sozialpädagogik, wo er u.a. durch Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Medienpädagogik infiziert wurde. Von 2002 bis Mai 2009 war er als Medienpädagoge beim Landesfilmdienst Thüringen e.V. angestellt und betreute dort mehrere landesweite Projekte. Seit 2007 ist er einer der Leiter des Instituts für Computerspiel - Spawnpoint. Für das Land Thüringen ist er seit 2011 als Jugendschutzsachverständige bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) tätig.

Peer Education | Web 2.0 Guides

Peer Education in der MedienpädagogikVorbereitung der Ausstellung
= Schulung der medienpädagogischen Peer Educatorinnen und Educatoren/Medienpeers:

Zunächst werden die Medienpeers geschult. Als Erstes findet wie bei jedem pädagogischen Projekt eine themenbezogene Kennenlernaktion statt. Die Jugendlichen stellen sich mit einem Foto vor, das einen sie beschreibenden, typischen oder Lieblingsgegenstand abbildet. Mithilfe dieser Methode kann zugleich das Thema Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken aufgegriffen werden.

Anschließend berichten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Handyvideoclips, Hörspielen, Plakaten und Flyern über ihre Erfahrungen mit Cybermobbing und Gefahren in sozialen Netzwerken. Im Sinne einer „Kampagnen-Präsentation“ werden die Expertenberichte diskutiert und möglicherweise weitere Risiken oder Informationen zum Thema Cybermobbing ausgetauscht. Den ganzen Beitrag lesen

Social Media in P2P-Projekten der Jugendverbandsarbeit

Social Media in Jugendverbandsarbeit und MedienpädagogikKinder und Jugendliche wachsen heute mit digitalen Medien auf. Fast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen haben einen eigenen Internetanschluss, 3/4 einen eigenen PC. Kinder & Jugendliche sind zu 88% in sozialen Communitys vernetzt, mobile Datennutzung nimmt rapide zu (JIM-Studie 2011).

Jugendarbeit als wichtige Sozialisationsinstanz begleitet diese Entwicklung, hinterfragt sie kritisch, kombiniert Werkzeuge zu jugendgerechten Beteiligungsformen und spricht digital. Denn Jugendarbeit ist die Selbstorganisation von Jugendlichen und daher die Heimat von Peer-to-Peer-Konzepten.

In diesem Artikel möchten wir an vier Beispielen zeigen, wie Jugendverbandsarbeit mit Social Media kombiniert werden kann und welcher Themen- und Aktionsradius damit erreicht werden kann. Den ganzen Beitrag lesen

Den Mac als W-Lan Hotspot nutzen

In der mobilen Jugendarbeit kommt es öfter einmal vor, dass bei medienpädagogischen Angeboten ein W-Lan Netzwerk benötigt wird. Das drahtlose Netzwerk ermöglicht z.B. die gemeinsame Nutzung einer UMTS Datenleitung und ist besonders für mobile Internetcafés interessant.

Unter Windows bestand schon immer die Möglichkeit ein solches W-Lan Netzwerk Peer to Peer auch ohne Router aufzubauen. Das ganze war aber (zumindest für mich) immer sehr kompliziert, und manchmal funktionierte es, kurze Zeit später wieder nicht.

Durch Zufall bin Ich vor einiger Zeit bei meinem Mac auf diese Funktion gestossen. Das ganze funktioniert (hier unter Leopard) so lächerlich einfach, dass es an dieser Stelle kurz erwähnt werden muss.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 02.02.2009

Teamwork „Peer to Peer“ mit Collanos Workplace

In den letzten Tagen war ich auf der Suche nach einem Tool oder einer Web2.0 Anwendung, welches die ortsunabhängige Zusammenarbeit (vor allem in medienpädagogischen Projekten) verbessert. Für eine erfolgreiche Kollaboration über das Internet gibt es zwar viele spezifische Lösungen, mir fehlte jedoch eine Anwedung, die folgende Wünsche erfüllt:

1) Es muss ein Dateiablagesystem wie auf einem gemeinsamen Server geben,

2) Es muss ein direktes Kommunikationsmittel unter den Anwendern geben,

3) Es muss Betriebssystemunabhängig sein,

4) Aufgaben oder To Do Listen müssen für alle dargestellt werden,

5) Es darf nichts oder nicht viel kosten,

6) und wie bereits gesagt: die Nutzung muss ortsunabhängig geschehen können.

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Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

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