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Informationen besser beurteilen können

«Fake News» hat als Begriff nach wie vor Konjunktur in der Medienpädagogik, obwohl er eigentlich gegenüber bekannten Phänomenen wie Propaganda, Desinformation oder puren Falschmeldungen für mehr Unschärfe sorgt – und oft suggeriert, Falschmeldungen seien ein Internetphänomen.

Dennoch ist es für Kinder und Jugendliche wichtig, ihre Sinne und Fähigkeiten so zu schärfen, dass sie Informationen besser hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit beurteilen können.

Das JFF hat im Auftrag des Landes Niedersachsen umfangreiche Unterrichtsmaterialien zu diesen Themenbereichen erstellt. Hierzu gehören generelle Informationen und konkrete Unterrichtseinheiten, die sich ab Klasse 10 eignen. Ich persönlich finde die Inhalte und Methoden nicht unbedingt super innovativ, aber bewährt und in ihrer Breite und Tiefe sehr wertvoll.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Wikipedia im Unterricht

Wikipedia ist eigentlich ständig in der Schule präsent: Als Startpunkt von Recherchen, Wissensquelle oder Fotodatenbank; immer wieder wird auch die Online-Enzyklopädie selbst als Medium thematisiert und bewertet. Wikipedia-Artikel als Ausgangspunkt von Lernprozessen zu nutzen ist dagegen bisher eher selten und die vorliegenden Erfahrungen und Unterrichtsmodelle bis dato überschaubar.

Umso schöner, dass Wikimedia Deutschland und das Niedersächsische Kultusministerium die Erfahrungen aus einem gemeinsamen Projekt dokumentieren, das seit einiger Zeit an Schulen im Bundesland stattfindet. Im Reader (PDF, 3MB) finden sich zunächst grundlegende Einschätzungen zur Nutzung von Wikipedia im Unterricht, vor allem aber zehn ausführliche Projektberichte aus verschiedenen Klassenstufen, Fächern und Schularten. Weit mehr als ein guter Anfang!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Social Media in P2P-Projekten der Jugendverbandsarbeit

Social Media in Jugendverbandsarbeit und MedienpädagogikKinder und Jugendliche wachsen heute mit digitalen Medien auf. Fast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen haben einen eigenen Internetanschluss, 3/4 einen eigenen PC. Kinder & Jugendliche sind zu 88% in sozialen Communitys vernetzt, mobile Datennutzung nimmt rapide zu (JIM-Studie 2011).

Jugendarbeit als wichtige Sozialisationsinstanz begleitet diese Entwicklung, hinterfragt sie kritisch, kombiniert Werkzeuge zu jugendgerechten Beteiligungsformen und spricht digital. Denn Jugendarbeit ist die Selbstorganisation von Jugendlichen und daher die Heimat von Peer-to-Peer-Konzepten.

In diesem Artikel möchten wir an vier Beispielen zeigen, wie Jugendverbandsarbeit mit Social Media kombiniert werden kann und welcher Themen- und Aktionsradius damit erreicht werden kann. Den ganzen Beitrag lesen

JottZett-eSports – die zeitgemäße Erweiterung der Turnierkultur in Jugendzentren

Computerspiele in der Jugendarbeit als medienpädagogisches ProjektNur wenige Jugendliche kommen noch zum Töpfern in Jugendzentren. Gegen die Abwanderbewegung aus Jugendzentren helfen neue Konzepte, die Jugendliche dort abholen, wo sie sich befinden. Und dies ist zum Leidwesen einiger Ehrenamtlicher nicht mehr der Ort, an dem sie sich vor 20 Jahren befunden haben.

Jugendzimmer ähneln im Vergleich zu früher Technologiezentren, in denen Jugendliche über diverse Kommunikations- und Interaktionskanäle mit ihresgleichen verbunden sind. Diese Jugendlichen holen sich Aufmerksamkeit und Anerkennung auch über digitale Technik. Aufmerksamkeit und Anerkennung dienen immer noch zur Erfüllung ihrer Entwicklungsaufgaben und zur Bestätigung. Darin unterscheiden sie sich nicht von früheren Jugendgenerationen. Anders sind lediglich die aktuellen Mittel und Wege. Das Messen mit anderen auf digitalen Turnierplätzen beispielsweise gehört für sie zum Alltag.

Das Konzept „JottZett-eSports“ nimmt den in Jugendzentren schon verankerten Turniergedanken auf und erweitert ihn um aktuelle Aspekte. Billard- und Fußballturniere gehören seit Jahren in das Repertoire der außerschulischen Arbeit, um besonders den wettbewerbsorientierten Jungen Erfolgserlebnisse und Identität zu bieten, die vielleicht im schulischen Umfeld nur Versagen erleben. Deren Interesse an Computerspielen findet allerdings kaum Widerhall in der Arbeit der Hauptamtlichen.

Eine bedürfnisorientiert arbeitende Jugendarbeit muss sich allerdings heute zum Gespräch über das Spielinteresse und die Spielgewohnheiten ihrer Zielgruppe anbieten. Eine Jugendarbeit, welche den Medienalltag von Jugendlichen ausblendet, behindert sich selbst bei einer erfolgreichen Beziehungsarbeit. Nun fällt es den Hauptamtlichen nicht immer leicht Computerspiele in ihre Arbeit mit aufzunehmen. Zu groß die Unkenntnis, zu klein die Bereitschaft sich auf diese Medien einzulassen. Eine wichtige Unterstützung gibt das Konzept „JottZett-eSports“ aus dem Projekt „Hauptsache Action“. Den ganzen Beitrag lesen

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