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Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft

Medien in Beteiligungsprojekten sind etwas alltäglicher geworden, das fachliche Wissen zu ePartizipation etwas größer – und einen wichtigen Beitrag hierzu hat sicher das Projekt «Youthpart» geleistet, das in den letzten Jahren einige Pilotprojekte initiiert und begleitet hat.

Leider wird auch dieses Projekt gerade Opfer der Projektförderung und läuft aus. Aber dankenswerterweise werden die Erfahrungen umfassend dokumentiert: An ePartizipation mit Jugendlichen Interessierte können mit einer Broschüre (PDF) und in einem Weblog von den Erfahrungen der Beteiligten profitieren. In den Publikationen finden sich generelle Einschätzungen und Überlegungen zu den Rahmenbedingungen von ePartizipation, genauso wie konkrete Methoden und Toolempfehlungen.

Bei den sieben (Medien)Zwergen…

Eine Auseinandersetzung mit Medien auch in der Kita ist nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll, denn Tablets, Fernseher, Filme und Co. sind Teil der Lebenswelt auch von kleinen Kindern. Dabei muss nicht unbedingt Technik ins Spiel kommen, denn Medien können auch «unplugged» schön thematisiert werden.

Die Broschüre «Medienzwerge – Medienarbeit in der Kita» macht das zum Prinzip und beschreibt konkrete Methoden wie in der Kita ohne und mit Technik Medienarbeit stattfinden kann. Darüber hinaus werden theoretische Hintergründe behandelt und zahlreiche weiterführende Materialien benannt. Die Publikation ist nicht mehr ganz taufrisch, aber sicher nach wie vor eine gute Unterstützung für alle, die Medien in die Kita bringen möchten.

Fotoprojekt «Tableaux vivants» mit Medienikonen

Fotografische Abbilder prägen unser Weltbild. Viele Ereignisse der Menschheitsgeschichte sind uns in Form von Fotos präsent. Durch Globalisierungsprozesse zirkulieren solche Medienikonen weltweit und lassen Menschen in verschiedensten Ländern an einem kollektiven Bildwissen und Bildgedächtnis teilhaben. Über das Nachstellen von Bildern („tableaux vivants“) werden Medienikonen lebendig und in die aktuelle Lebenswelt geholt. Über diesen spielerischen Zugang können sich junge Menschen historischen Dokumente aneignen. Den ganzen Beitrag lesen

Von Lochkamera bis Kameraweitwurf

Fotografie hat in den vergangenen Jahren eine respektable zweite Karriere in der Medienpädagogik hingelegt und so existieren immer mehr Methoden und Projektideen für unzählige Settings und Zielgruppen. Und es gibt weiter viel (wieder) zu entdecken – alte Technologien wie Lochkamera oder Fotolabor wiederzubeleben und neue auszuprobieren.

Eine Website, die dabei hilft, ist die von Oliver Spalt: Der Pädagoge veröffentlicht in seinem Blog immer wieder neue Ideen, Anleitungen und Links rund um die pädagogische Arbeit mit Fotografie. Eine empfehlenswerte Anlaufstelle, wenn es um neue Inspirationen geht!

Gesammelte Erfahrungen mit MOOCs

So genannte MOOCs – Massive Open Online Courses, waren 2013 sicher eins der Hypethemen in der (Medien)Pädagogik. Mittlerweile hat sich der Wirbel des Hypes etwas gelegt und Pädagoginnen und Pädagogen können von den gemachten Erfahrungen lernen und schauen, wann das Konzept für wen in welchen Ausprägungen geeignet ist. Denn dass es sinnvolle Szenarien für MOOCs gibt, das ist unbestritten.

Das Team vom #mlab13 hat hier bei uns dankenswerterweise schon von seinen Erfahrungen berichtet. Vor kurzem ist darüber hinaus das Buch „MOOCs – Offene Bildung oder Geschäftsmodell?“, herausgegeben von Rolf Schulmeister, erschienen. Darin sind weiter Erfahrungen von namhaften MOOC-Anbieter_innen zu finden, zusammen mit weiteren grundsätzlichen Betrachtungen. Und vor allem – sehr „open“ – ist das Buch auch kostenlos als PDF zu haben.

Mit iMooX existiert seit neuem auch eine deutschsprachige MOOC-Plattform, auf der ausdrücklich nur Kurse mit freien Bildungsmaterialien zu finden sind – ein vielversprechendes Projekt.

Lebendige Diskussionen mit InfiniteSlides

Medienpädagoginnen und Medienpädagogen stehen in Workshops mit Jugendlichen nicht nur vor der Herausforderung, Wissen zu vermitteln, sondern wollen auch zur Reflektion über die eigene Mediennutzung anregen. Aus dem Wunsch einen Mittelweg zwischen einem Vortrag und der freien Diskussion zu schaffen, entstand das Projekt InfiniteSlides. Das Programm kann dabei helfen eine klare Struktur in die Diskussion mit Gruppen zu bringen.

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Informatik zum Anfassen

In unserer Gesellschaft sind Computer, Software und Algorithmen so zentral geworden, dass Medienpädagogik auch Projekte und Methoden umfassen muss, die einen Bezug zur Informatik haben. Nun haftet diesem Themenfeld der Ruf an, nur Nerds wirklich Freude zu bringen, was Medienpädagog_innen vor Herausforderungen stellt, Kinder und Jugendliche dafür zu begeistern.

Eine große Hilfe ist da das Projekt „Computer Science Unplugged„, das Pädagoginnen und Pädagogen Methoden kostenlos (als PDF) zur Verfügung stellt, die spielerisch die Faszination der Informatik zeigen. Da wird dann mit Karten gezaubert, mit zwei Händen bis Tausend gezählt oder Geheimbotschaften verschlüsselt – und solche Dinge machen Kindern meistens Spaß.

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Fotostrike – abknipsen statt ausknipsen

In der Auseinandersetzung mit Ego-Shootern haben sich in der Medienpädagogik viele Methoden bezüglich Auseinandersetzung mit Gewalt im Spiel oder Spielprinzipien entwickelt. Mit „Fotostrike“ möchte ich hier ein Spiel vorstellen, das man vielfältig weiterentwickeln kann. Die namentliche Nähe zu „Counter Strike“ ist gewollt, da es sich an die dortigen Spielprinzipien und Regeln anlehnt.

Mit Hilfe von Fotoapparaten oder Handys wird ein „Ego Shooter“ im realen Raum gespielt, der Fotoapperat wird zur „Waffe“. Dies dient mir im pädagogischen Arbeiten zur Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt in Spielen, zur Darstellung von Spielprinzipien und manchmal einfach als Spaßfaktor oder als Einstieg in die Fotografie. Den ganzen Beitrag lesen

LipDub-Videos in der Medienpädagogik

LipDub-Videos in der Medienpädagogik

CC BY-NC-ND Institut für Medienpädagogik

LipDub-Videos sind ein schöne Methode für die Medienpädagogik, wenn es darum geht, mit großen Gruppen ein Video zu drehen – und idealerweise die eigene Einrichtung vorzustellen. Zu Motiven, Einsatzgebieten und inspirierenden Beispielen habe ich schon früher geschrieben, heute möchte ich in einem HowTo beschreiben, wie ein LipDub-Video mit Jugendlichen in Schule oder Jugendarbeit am besten umzusetzen ist und welche konketen Erfahrungen wir gemacht haben.

Wir haben die Methode mit 8 TeilnehmerInnen des Workshops „Videopunk“ bei den video/film tagen 2012 ausprobiert und innerhalb von 12 Stunden ein Video mit ca. 50 DarstellerInnen konzipiert, geplant und umgesetzt. Das ist das Ergebnis: Den ganzen Beitrag lesen

Den Publikumsjoker ziehen

Publikums-Feedback in der Medienpädagogik

„Audience“ von Brett Sayer @ flickr.com (cc by-nc)

(Medien)PädagogInnen haben, der Natur der Sache entsprechend, meist einen Hang zum Entertainment – und das lebt von der Publikumsinteraktion. Bei größeren ZuhörerInnengruppen gestaltet sich das Feedback eher schwierig und so hat sich in jüngster Zeit die Mode etabliert, bei Vorträgen auf die „Quiz-Show-Methode“ zurückzugreifen, also dem Publikum Multiple-Choice-Fragen zu stellen.

Die TU Graz hat nun einen meiner Träume in diesem Zusammenhang erfüllt: An der Hochschule wurde nun „RealFeedback“ entwickelt, das es über ein Webinterface möglich macht, einem Publikum live eine Frage zu stellen, die dann über die (mutmaßlich zahlreich vorhandenen) Smartphones oder Laptops beantwortet werden. Heraus kommt eine Balkengrafik ähnlich dem „Publikumsjoker“, die die Meinung der Anwesenden wiedergibt. Das macht Vorträge zumindest etwas interaktiver und versprüht zudem den Charme der Schwarms, der sich über das Netz aktivieren lässt.

RealFeedback ist offen für NutzerInnen aus dem Bildungsbereich. Das Angebot ist sehr ansprechend gestaltet und technisch gelungen umgesetzt. Die MacherInnen freuen sich über generelles Feedback und zu Rückmeldungen über potenzielle Einsatzszenarien.

Wie würden Sie das Tool einsetzen? Ergänzen Sie gerne mit einem Kommentar.

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