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Robotik im Jugendzentrum – Testbericht

Roboter und Programmierung hält auch Einzug in die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Nun ist das ein mitunter teurer Spaß. Daher macht es einfach mal Sinn hinzuschauen, was sich da auf dem Markt tummelt und womit man gut arbeiten kann.

Im Projekt Bits&Bytes des Bezirksjugendrings Unterfranken, welches von der „Ich kann was!“ Intitiative der Deutschen Telekomstiftung und dem Bezirk Unterfranken gefördert wurde, haben wir verschiedene Roboter ausprobiert und möchten unsere Erfahrungen hier gerne teilen. Dabei sind wir bewusst in Jugendzentren, um zu schauen, ob dort die Thematik auch einen Platz hat. Hier geht es oft überhaupt mal Zugänge der Kids zur Thematik und der Programmieren zu finden. Unser Werkstätten sind Kurzeinsätze von ein oder zwei Tagen, dann sind wir wieder weg. Es geht also darum schnell einen Einstieg zu finden und Lust auf mehr zu machen. Damit es nachhaltig wird, sollten die Roboter zur Weiterarbeit vor Ort bleiben und Potential für die Weiterarbeit haben.

Voraussetzungen im Bits&Bytes Projekt zusammengefasst:

  • die Kinder sind in der Regel Programmier-Anfänger – ab und zu sind auch „Nerds“ dabei.
  • Alter 8 – 16 Jahre
  • offener Betrieb oder Ferienprogramm
  • der Roboter soll nach unserem Besuch im Jugendzentrum verbleiben, damit die Kids damit weiterarbeiten können.

Wir haben drei Roboter getestet:

den mBot von makeblock

den Ozobot Bit

den Lego Mindstorm

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Mehr Mädchen in Makerspaces? – Empfehlungen aus der aktuellen Literatur

Wie erreicht man mehr Mädchen für Coding-Sessions und Maker-Angebote? Vier Forscher/innen fassen dazu Empfehlungen aus der aktuellen Literatur zu Mädchen in Makerspaces zusammen.

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Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.

Broschüre mit Projektideen zum Making und Coding für die Schule

medien+bildung.com hat eine neue kostenlose Broschüre herausgegeben, in der 14 Projektideen für den Schulunterricht zu den Themen Making und Coding beschrieben sind.

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Hannah Bunke-Emden Kurzbio
Hannah Bunke-Emden studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft im Master mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Sie hat erste Erfahrungen mit Workshops an Schulen und in der Projektarbeit mit Jugendlichen.

WIr Lernen durch MAchen – ein Interview mit Steven Marx über die WILMA Erfinderwerkstatt in Lustenau

Steven Marx lebt in Österreich, ist Jugendarbeiter beim Jugendnetzwerk Soziale Dienste Mittelrheintal in der Schweiz und arbeitet in spannenden Maker-Initiativen im Dreiländereck. Im Praxisblog erschien erst kürzlich seine vierteilige Reihe zu VR und 360-Grad-Anwendungen im Einsatz in medienpädagogischen Projekten. Im folgenden hat ihn der Praxisblog zum Projekt Erfinderwerkstatt WILMA befragt.Im folgenden wurde er zum Projekt Erfinderwerkstatt WILMA befragt – und er kündigt im Interview auch das Erscheinen des Handbuchs … ach, lest doch selbst. 🙂

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Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.

„Kunst & Kabel“ – kostenlose Publikation über pädagogisches Making

Making als das eigene Entwickeln und Erstellen mit elektrischen und digitalen Hilfsmitteln wird im pädagogischen Kontext immer beliebter und bekannter. Neue, spannende Methoden und Formate kommen hinzu. Gleichzeitig finden sich bekannte Haltungen und Prinzipien der Medienpädagogik im Making wieder.

Viele Workshops mit Makey Makeys, einfachen Programmierumgebungen oder kleinen Stromkreisen bilden gerne auch einen ersten Einstieg und werden erfolgreich als Anreiz angeboten, um erste Berührungen mit Elektronik und dem Tüfteln zu ermöglichen.

Vielen mögen sich auch fragen: Was hat zum Beispiel das Musizieren mit Bananen und einer Leitplatine eigentlich genau mit Pädagogik zu tun?

Eine Antwort darauf bietet das Buch „Kunst & Kabel: Konstruieren, Programmieren, Selbermachen“, denn hier steht die pädagogische Aufbereitung von Making im Zentrum.

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Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

Making im Schulunterricht und Bibliothek – Materialien und Vorschläge der PH Bern

An der PH Bern arbeitet Gregor Lütolf, der seine Ideen rund um 3D-Druck auch schon hier im Blog veröffentlicht hat (z.B. zu den Keksausstechern). Eine neue Veröffentlichung vom Februar 2018 zum Thema Making stammt von seiner Kollegin Cornelia Fahrni und enthält didaktische Überlegungen, Anleitungen und Referenzen rund um „Making-Aktivitäten in Schule und Bibliothek„.

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Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Verfasst am 03.04.2018

Tüftelakademie: Kostenlose Module zum Nachmachen

Screenshot Beispiel-Modul, nicht unter freier Lizenz

Basteln und Experimentieren mit Technologien und Aktivitäten rund ums Making sind aktuell durch fast alle Bildungsbereiche hinweg ein Thema. Besonders erfreulich ist es dann, wenn Erfahrungen, zum Beispiel in Form von Anleitungen und Materialien zum Nachmachen, zur Verfügung gestellt werden. Die Tüftelakademie, ein Projekt aus den Reihen der Jungen Tüftler, stellen neben kompletten und kostenpflichtigen Kursen, auch einzelne, kostenfreie Module zur Verfügung.
Angereichert mit Videos und umfangreichen Materialien sind die Einstiegsmodule, beispielsweise eine Einführung in das Programmieren mit Scratch oder eine Einführung in Makey Makey und Stromkreise, in gut nachzuvollziehende, kleine Schritte (Lektionen) eingeteilt. Diese Module sind ohne Registrierung zugänglich und nutzbar. Sie eignen sich als erster Einstieg, um sich selbst zu dem Thema fortzubilden sowie einzelne Anwendungen unter Anleitung und im eigenen Tempo zu üben. Die Videos und Anregungen sind so aufbereitet, dass sie auch in der eigenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden können.

Schade ist, dass die Materialien zwar online und kostenlos verfügbar sind, aber nicht unter einer freien Lizenz stehen. So wird die Nachnutzung und die Weitergabe an Dritte erschwert.

Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.
Verfasst am 27.02.2018

Digitale Jugendarbeit: Erfahrungen aus Finnland

Wie alle Bereiche pädagogischer Arbeit mit Heranwachsenden ist auch die Jugendarbeit dabei, ihre Konzepte und Methoden an die Mediatisierung der Lebenswelt von Jugendlichen anzupassen. Die finnische Jugendarbeit ist der mitteleuropäischen hier schon immer eher zwei Schritte voraus und hat an verschiedenen Stellen neue Angebote ausprobiert und bestehende weiterentwickelt.

Noch viel genialer ist allerdings, dass die Kolleg_innen aus dem Norden ihre Erfahrungen breit reflektieren und dokumentieren – noch dazu auf Englisch! Und so bin ich besonders froh, hier im Blog die aktuell erschienene Broschüre «Digital Youth Work – a Finnish perspective» [PDF] besprechen zu können. Denn sie gefällt mir gut.

In der Publikation finden sich Erfahrungsberichte zu spezifischen Themen: Ähnlich wie im deutschsprachigen Raum gehört dazu Medienerziehung generell als ein möglicher thematischer Fokus von Jugendarbeit. Erörtert werden aber auch einzelne medienpädagogische Schwerpunkte wie Gaming oder Making.

Erfreulicherweise geht es aber auch um die Weiterentwicklung spezifischer Konzepte von Jugendarbeit, etwa Beratung oder offene Jugendarbeit. Ebenso werden Tipps für die konzeptionelle Arbeit in Einrichtungen gegeben.

«Digital Youth Work» ist nicht so geschrieben, dass daraus 1:1-Anleitungen für eine neue Praxis herausgelesen werden können. Für Jugendarbeiter_innen und Medienpädagog_innen, die sich auf den Weg machen wollen oder sich bereits dort befinden, gibt die Publikation jedoch wichtige grundlegende Impulse. Und weil aus meiner Sicht gerade das wichtig ist für eine wirkliche Weiterentwicklung von Jugendarbeit, von mir eine eindeutige Leseempfehlung.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Anleitungen zum Tüfteln

Making, Basteln, Löten, Programmieren, das steht in der Medienpädagogik momentan hoch im Kurs. Und schon immer gefragt sind aktuelle Ideen. Heute kann ich beides anbieten: Die «Junge Tüftler» bieten auf ihrer Website eine Sammlung von Ideen rund um Making und Informatik – inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Und wenn wir das im Praxisblog empfehlen, dann natürlich auch kostenlos und unter einer freien Lizenz zum Download!

Zu finden sind dort einfache Bastelübungen für Einsteiger_innen, aber auch eeetwas komplexere, aber immer noch einfache «Wearables», Projekte mit MakeyMakey und Scratch und anderes. Meist geht es um Grundlagen rund um Stromkreise, Programmieren und Selbermachen. Nachbasteln ist sicher nicht der pädagogische Knüller, aber die Anleitungen verstehen sich ausdrücklich als Einstiegsübungen zum selber Nachmachen. Und für pädagogische Settings können sie sicher gut weiterentwickelt oder eingebaut werden.

Die Junge Tüftler wünschen sich übrigens weitere Ideen zum Veröffentlichen unter OER – und stellen dafür ein Template bereit. Eine schöne Initiative!

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Wenn die Schildkröte stickt

Pädagogische Programmierumgebungen, deren Funktionalität sich darauf beschränkt, dass eine Schildkröte sich bewegt und dabei zeichnet, finde ich zumindest für die außerschulische Arbeit wenig geeignet, weil die Beschäftigung damit für Kinder und Jugendliche nur wenig motivierend ist.

Eine nahezu geniale Variante des Prinzips ist dafür Turtlestitch: Auch hier wird mit grafischer Programmierung (Snap) eine Schildkröte gesteuert und mit ihr gemalt. Der Clou aber ist, dass die entstehenden Zeichnungen dabei als Stickmuster für Stickmaschinen ausgegeben werden können! Kinder und Jugendliche werden so motiviert, mit ihren Programmen so zu experimentieren, um möglichst spannende oder ästhetische Produkte zu erstellen.

Ähnlich wie auf der Scratch-Website animiert eine Projektedatenbank dazu, sich von anderen inspirieren zu lassen bzw. von deren Erfahrungen zu lernen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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