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Erklärvideo-Werkstatt mit Jugendlichen – Workshop-Konzept des Medienkompetenzzentrums „Die Lücke“

Im Medienkompetenzzentrum „Die Lücke“ führten wir in letzter Zeit mehrere Projekte durch, bei denen Erklärvideos entstanden (mit Schüler*innen der 8. Klasse, mit Menschen mit Behinderungen, mit angehenden Erzieher*innen). Ziel war es dabei, verschiedene Erklärvideo-Techniken auszuprobieren und zu lernen, wie man Erklärvideos selber machen kann. Hier möchte ich meine Erfahrungen aus diesen Projekten zusammenfassen und dabei schildern, wie man einen Workshop zum Thema Erklärvideos konzipieren kann.

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Jördis Schön Kurzbio
Jördis Schön (Dipl. Kulturpädagogin / Medien) ist Medienpädagogin und Dokumentarfilmautorin. Sie arbeitet seit mehr als 15 Jahren als Dozentin für Medienpädagogik mit verschiedensten Zielgruppen. Sie verfügt über weitreichendes Expertenwissen zu den Themen Film, Neue Medien, Internet, YouTube und intermediale Arbeit. Seit 2004 arbeitet Jördis Schön auch als Dokumentarfilmautorin und hat dafür Honorierung in Form von Stipendien und Preisen erhalten. Mehr: https://medienschoen.de/
Jördis Schön Kurzbio
Jördis Schön (Dipl. Kulturpädagogin / Medien) ist Medienpädagogin und Dokumentarfilmautorin. Sie arbeitet seit mehr als 15 Jahren als Dozentin für Medienpädagogik mit verschiedensten Zielgruppen. Sie verfügt über weitreichendes Expertenwissen zu den Themen Film, Neue Medien, Internet, YouTube und intermediale Arbeit. Seit 2004 arbeitet Jördis Schön auch als Dokumentarfilmautorin und hat dafür Honorierung in Form von Stipendien und Preisen erhalten. Mehr: https://medienschoen.de/
Verfasst am 21.08.2018

Das Leid mit den Klischees

Medienpädagogik, Sprache und BehinderungMedienpädagogik ist oft auch Begegnung – mit fremden Menschen, neuen Themen, anderen Perspektiven und unbekannten Lebensumständen – und Jugendliche lassen sich gerne und jenseits von Klischees darauf ein. Wenn anschließend Medienprodukte über solche Begegnungen entstehen, ist es dann wichtig, nicht wieder in alte gesellschaftliche Muster und eingeschliffene Redewendungen zu verfallen.

Wenn es um Menschen mit Behinderungen geht, sind solche sprachlichen Fallen besonders verbreitet, und umso schöner ist, dass mit „leidmedien.de“ ab sofort eine Website existiert, die über klischeehafte und diskriminierende Formulierungen informiert und Alternativen anbietet. Ein must-read für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Medienpaedagogik Praxis-Podcast #22: Texte dem iPhone / iPad diktieren

Wer schon einmal eine längere E-Mail oder andere Nachricht mit dem iPhone getippt hat weiß: es geht gut, dauert aber seine Zeit. Ich habe mich deshalb nach Apps umgesehen, die eine Diktierfunktion ermöglichen, und zwar nicht in dem Format: Ich: „Email abrufen“ iPhone: „Klaus anrufen“.

Gefunden habe ich Voice Assist (iPhone 3GS, 4; iPad, iPod Touch) für 79ct und ich muss sagen, ich bin begeistert. Aber sehen Sie selbst:

[Videopodcast downloaden]

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Kreativ werden mit Google

Screenshot von "What do you suggest?"

Ob ein Thema hier zum Artikel wird, das macht sich an der Begeisterung des Autors und an der Relevanz für die Medienpädagogik fest. Im vorliegenden Fall ist zugegebenermaßen die Begeisterung der Beteiligten hoch, die pädagogische Relevanz erkennbar, durchschlägt aber nicht die Decke.

What do you suggest?“ kann als Experiment bezeichnet werden: Die Website gibt auf der Grundlage von Google-Daten (!) zu einem eingegebenen Begriff zusammenhängende Wörter aus. Das kann lustig sein, auf eine Reise durch Sprache und Assoziationen schicken oder einfach nur Erkenntnisse über die InternetuserInnen eröffnen. Der Dienst macht auf jeden Fall Spaß, kann meiner Meinung nach aber auch hervorragend für Ideenfindungsphasen, Brainstorming, Assoziationsketten und damit als Kreativitätsmethode genutzt werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Manipulative Wortschöpfungen in der Politik

Wer mit Medien und in der Medienpädagogik arbeitet, muss sich zwangsläufig auch mit (seiner/ihrer) Sprache beschäftigen. Einen beachtenswerten Beitrag zur (Selbst)Erkenntnis und zu Inputs bei medienpädagogischen Projekten liefert Prof. Martin Haase von der Uni Bamberg mit seinem Vortrag „Neusprech im Überwachungsstaat – Politiker zwischen Orwell und Online“. Der Sprachwissenschaftler zeigt in überzeugender Weise Muster auf, die sich in PolitikerInnensprache etabliert haben, um unpopuläre politische Projekte zu verschleiern und die öffentliche Meinung zu manipulieren. Martin Haase untermauert seine Argumentation kompetent mit (sprach)wissenschaftlichen und historischen Fakten, die den Text doppelt lesenswert machen. Der Vortrag ist beim CCC online als PDF verfügbar.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Gut zugehört ist halb gesprochen

Anspruchsvoll mit Audio zu arbeiten setzt gutes Zuhören voraus. Das ist der Ansatz, den die medienpädagogische Lern-CD „Auditorix“ der Landesanstalt für Medien NRW verfolgt: Kinder sollen sensibilisiert werden für aktives Zuhören bei Hörspielen und so auch die Feinheiten von Sprache und Audioqualität kennenlernen. Und das ist der erste Schritt um qualitativ hochwertige eigene Audioprodukte herzustellen. Auditorix ist kostenlos, auf der Website finden sich Beispiele von der CD, MultiplikatorInnen können ein Exemplar bei der LfM bestellen. (Danke an Elisabeth Schallhart.)

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 14.11.2008

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