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Freies Schulungsmaterial der Demokratielabore zu neuen Themen der Jugendarbeit

Die Demokratielabore bieten neues, frei lizenziertes Schulungsmaterial aus einer vierteiligen Workshopreihe zum Thema „Jugendarbeit im digitalen Wandel – Kompetenzen, Daten und digitale Tools“ für Fachkräfte der Jugendarbeit und Medienpädagogik an. Es geht um Chancen und Herausforderungen bei der Nutzung von Daten in der Arbeit mit Jugendlichen.

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Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.
Hannah Bunke-Emden Kurzbio
Hannah Bunke-Emden studiert Kommunikations- und Medienwissenschaft im Master mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Sie hat erste Erfahrungen mit Workshops an Schulen und in der Projektarbeit mit Jugendlichen.

Chat-Geschichten erstellen

Auch in der Medienpädagogik gilt: Geschichten, Narrative und Erzählungen prägen unsere Lernerfahrungen unmittelbar und tiefgreifend. Was früher in mündlicher Überlieferung, dann gedruckt und schließlich in Ton, Film und Computerspielen möglich war, lässt sich nun mit den neuen Kulturtechniken des Webs und mit Apps auch einfach selbst produzieren. Eine Erzähltechnik hierfür sind Chat-Geschichten (engl. chat stories).

Medienpädagogisch lässt sich vieles rausholen: Dialogische Inszenierung bekannter und neuer Texte, Imaginierte Selbstreflexion mit virtuellem Gegenüber, Geschichten in Gesprächsform, Frage-Antwort-Chats zur Wissensvermittlung, spannungsgeladene Fiktion, Feedback-Schleifen als Lernreflexion, Lovestory, …

Und wie erstellt man Chat-Geschichten ganz praktisch und möglichst kostenlos?
Ich habe mir ein paar Möglichkeiten angeschaut und stelle euch hier die praktikabelsten vor: Den ganzen Beitrag lesen

Storytelling mit Knietzsche

Wer mit Kindern eigene Bilderbücher oder Comics gestalten möchte, ist mit Knietzsches Geschichtenwerkstatt bestens bedient. Das Tool ist überschaubar gestaltet, intuitiv bedienbar, und bietet so eine gute Lösung, um mit spielerischer Leichtigkeit tolle Ergebnisse zu produzieren.

Der Einstieg in den kreativen Prozess ist denkbar einfach gehalten: Neben vorproduzierten Beispielen findet sich ein Button, um ein eigenes Werk hinzuzufügen. Mit einem Klick öffnet sich ein leerer Hintergrund, der veränderbar ist und auf dem sich weitere Figuren oder Gegenstände ablegen lassen. Alle Objekte können frei platziert und in der Größe angepasst werden. Ist das Bild fertig komponiert, lässt sich dazu noch ein Text ergänzen, der bislang in einem weißen Balken unter dem Bild angezeigt wird. Für kommende Versionen des Programms ist wohl auch das Einfügen von Comic-Sprechblasen geplant, derzeit erinnert das Textfeld eher an ein klassisches Bilderbuch, was für die Arbeit mit Kindern aber durchaus von Vorteil sein kann. In den folgenden Schritten können weitere Seiten gestaltet werden: Ein leerer Hintergrund kann mit neuen Inhalten befüllt werden, alternativ lässt sich die vorherige Seite kopieren und als Vorlage für kleine Modifikationen und Weiterentwicklungen verwenden. Die fertige Geschichte kann dann im Programm betrachtet oder als PDF-Datei exportiert werden.

Das Programm ist als App für Android und iOS sowie als Software für Windows kostenlos erhältlich. Die App wurde im Auftrag des SWR produziert, sie ist somit gebührenfinanziert und werbefrei. (Die Figur „Knietzsche“ ist als „kleinster Philosoph der Welt“ bereits aus dem Kika bekannt.)

Einziger Wehmutstropfen ist, dass auf der Startseite des Programms Videoclips präsentiert werden, die falsche Erwartungen wecken, da sich mit dem Tool lediglich statische Bilder statt animierter Clips erzeugen lassen. Ansonsten ist „Knietzsches Geschichtenwerkstatt“ jedoch ein gelungenes Angebot, um mit Kindern Geschichten zu entwickeln und Storytelling-Projekte zu realisieren.

Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Digital Storytelling

"Digital Storytelling in der Medienpädagogik"Man nehme: eine Gruppe Jugendlicher und fünf Tage Zeit. In dieser Form haben wir das Projekt in München zweimal mit Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz durchgeführt, die sich bei der Joblinge gAG auf den Arbeitsmarkt vorbereiten, einmal mit einer Gruppe Stipendiaten von Talent im Land, einem Förderprogramm für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Wir beschreiben den Projektverlauf modular, da es keinen zwingenden linearen Ablauf einzelner Projektbausteine gibt – ob zuerst der Text aufgenommen wird oder fotografiert, bleibt den Jugendlichen selbst überlassen. Der Ablauf ist prozessorientiert, die Arbeit an den Filmen wird durchzogen von kurzen Theorieeinheiten zur Gestaltung von Text, Bild und Ton sowie zur Handhabung von Geräten und Software. Den ganzen Beitrag lesen

Digitales und transmediales Erzählen – das Storytelling

Digital Storytelling in der MedienpädagogikStorytelling. Begegnet man diesem Begriff, hat man zumindest erst einmal das Gefühl, sich so einiges darunter vorstellen zu können, doch selbst nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik bleibt die Definition mitunter schwammig. Zwei Dinge sind jedoch klar. Zum einen verbindet sich mit dem Begriff des Storytelling nicht nur eine Geschichte mit einem oder mehreren linearen Erzählsträngen, sondern häufig eine ganze Welt, die gemeinsam von mehreren Usern erschaffen wird. Und zum anderen ist es vor allem dieser Schaffensprozess, der das Storytelling kennzeichnet. Es birgt damit ein erhebliches Potential für die handlungsorientierte Medienpädagogik.

Die Produktion von Digital Stories verlangt selbstständiges Handeln und Lernen. Durch die Verknüpfung verschiedener Medien (Bild, Ton, Video, etc.), Vernetzung von unterschiedlichen Inhalten und die Kooperation mit anderen Verfassern und Produzenten wird nicht nur Medienkompetenz gefördert. Gerade auch die persönlichen digitalen Geschichten fördern den Spaß im Umgang mit den audiovisuellen Medien. Zudem ist diese Methode nicht nur für ein spezifisches Fach geeignet. In amerikanischen Schulen wird seit einigen Jahren fächerübergreifend Digital Storytelling angewendet, sei es zur Visualisierung von historischen Fakten oder zur Präsentation von Zusammenhängen. Dank freier Software und Web-2.0-Technologie gestaltet sich der Prozess immer einfacher und der Verbreitungsweg wird kürzer. Nie war es so einfach digitale Geschichten zu verfassen und mit anderen zu teilen. Den ganzen Beitrag lesen

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