Musikworkstation in Open Source

Screenshot ardour.org

Musik ist in der medienpädagogischen Arbeit eigentlich ein logisches Medium, ist es doch immer noch das meist genutzte Medium von Jugendlichen. Warum Musik am PC also nicht selber produzieren. Tools gibt es einige. Einen interessanten Ansatz findet sich bei ardour. Allerdings ist die OpenSource Workstation eher was für Leute, die richtig Musik produzieren wollen und können. Anfänger erschlägt die Oberfläche und die Möglichkeiten. Externe Soundkarten und Midischnittstellen sind einbindbar, eine professionelle Arbeit kann man damit machen.

Ardour gibt es für Linux, iOS X und Windows was schon mal bemerkenswert ist und wer kann, kann am Sourcecode mitschreiben. Forum und Community gibt es inklusive und natürlich YouTube Tutorials.

Wer also mal selber in die Musikproduktion einsteigen will und seine Gesangskünste oder Instrumentenfähigkeiten oder die seiner Jugendlichen aufnehmen will, der sollte sich Ardour mal anschauen. Er bekommt ein mächtiges Werkzeug, was aber auch Einarbeitung benötigt.

 

Dieser Artikel steht unter der CC BY-SA 3.0 Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 international . Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Lambert Zumbrägel für medienpaedagogik-praxis.de
Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 20.10.2016

5 Kommentare

  1. Daniel am 20.10.2016:

    Vielen Dank für die Inspiration. Wir sind seit Jahren medienpädagogisch auf Podcasts eingestellt und arbeiten seit je her mit Audacity.
    Leider ist Audacity in die Jahre gekommen und wir sind auf der Suche nach einer neuen Alternative. Leider ist Ardour KEINE Alternative, da das Programm vom Programmcode her Open-Source aber leider nicht die Nutzung des Programmes an sich. Schade!

  2. Lukas am 23.10.2016:

    Adour ist eine tolle Software, keine Frage. Allerdings suggeriert „open source“ immer, dass die Software kostenlos ist. Was gilt zwar für den Source code, wer sich aber sein Programm nicht selbst kompilieren kann oder will, muss dafür zahlen. Das sollte schon Erwähnung finden.

  3. Oliver Mayer am 24.10.2016:

    @Daniel:
    Wo ist das Problem? Ardour ist freigegeben unter der Lizenz GPLv2.
    Also frei nutzbar.

  4. Holger am 24.10.2016:

    Ich glaube die große Schwierigkeit besteht darin, dass nicht unbedingt jeder weiß wie man unter Windows Ardour kompiliert…

  5. Peter am 12.02.2017:

    WICHTIGE KLARSTELLUNG:

    Ardour ist Freie Software unter der GPL Lizenz. Das bedeutet man hat folgende Rechte wenn man die Software besitzt:

    – Man darf sie kommerziell verwenden
    – Man darf sie verändern
    – Man darf sie weiterverbreiten (sogar verkaufen!)

    Das heißt konkret, wenn man selbst die Software kauft/bekommt dann darf man sie auf beliebig vielen PCs benutzen und auch weiterverteilen. Das heißt als z.B. Lehrer kann man sich einfach selbst Ardour (für einen frei wählbaren Preis ab 1$) kaufen (das ist dann für Linux, OSX und Winows auf einmal) und kann sie dann einfach legal an seine Schüler umsonst weiterverteilen (und die können es dann auch weiterverteilen etc.).

    Also bitte, nicht abschrecken lassen nur weil auf ardour.org Geld für den Download verlangt wird. Es ist trotzdem Freie Software! Irgendwie müssen eben auch die Vollzeitentwickler bezahlt werden, und ohne Vollzeitentwickler ist solch ein komplexes Programm leider nicht möglich.

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