Medienpädagogik in Zeiten von Corona

Grafik von Agnes, Live-Karikaturen.ch, CC BY-SA 4.0-Lizenz

Wenn das Stichwort „Corona“ fällt, verdrehen die Meisten schon genervt die Augen, das ist uns durchaus bewusst. Dennoch greifen auch wir dieses Thema heute auf und möchten versuchen, dem Virus etwas Gutes abzugewinnen. Denn wir Medienpädagog*innen sollten eine Chance darin sehen, dass sich derzeit viele Menschen mit Home-Office und Home-Schooling beschäftigen (müssen) und dass digitale Angebote zur Kommunikation, Kollaboration und Partizipation einen unerwarteten Boom erleben. Wir möchten euch daher auf einige spannende Sachen aufmerksam machen, die derzeit online veröffentlicht werden und die für die medienpädagogische Praxis interessant sind.

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Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

WhatsApp „Zuletzt Online – Niemand“ ?

WhatsApp ist in der Medienpädagogik ein Dauerbrenner. Die App ist für die meisten die Kommunikationsplattform im Alltag. Wir beschäftigen uns in der medienpädagogischen Arbeit mit allerlei Themen rund um WhatsApp: Umgang in Chatgruppen, Kettenbriefe und Falschmeldungen, Stress, Zeitdruck bei Antworten, Suchtfaktoren und dem Datenschutz.

Ich möchte mit diesem Beitrag ein eigentlich altes Thema aufgreifen. Es geht um die Einstellung „Zuletzt online“. Stellt man diese bei bei WhatsApp auf „niemand“ können andere Nutzer*innen nicht mehr sehen, wann man zuletzt online war. Man selbst kann bei anderen dafür auch nicht mehr nachschauen.

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Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.
Verfasst am 24.03.2020

High End Medienbildung: QR-Codes aus Bügelperlen

QR-Code aus Bügelperlen

Bügelperlen QR-Code
Foto von Isgard Walla für Internetwerkstatt Netti CC-BY 4.0

Die Frage, was Bügelperlen mit guter Medienbildung zu tun haben, scheint auf den ersten Blick berechtigt. Auf den zweiten Blick bergen die „kleinen zylinderförmigen Bastelperlen aus Kunststoff, die unter Hitzeeinwirkung miteinander verschmelzen“, ein beeindruckend kreatives Potential für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Oder um im Bügelperlenbild zu bleiben: Hier verschmelzen analoge und digitale Ansätze der Medienbildung.

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Isgard Walla Kurzbio
Isgard Walla ist Diplom-Pädagogin, Organisatorin Neue Medien und Coachin mit langjähriger Berufserfahrung und Expertise in den Themenfeldern Medienbildung, Jugendarbeit und digitaler Partizipation. Aktuell arbeitet sie bei der outreach gGmbH. Dort konzipiert und organisiert sie als Projektkoordinatorin für das Projekt "Medienbildung für GUTE SCHULE" medienpädagogische Projekte und Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte. In ihrem Fokus steht die Inspiration zur Nutzung digitaler Werkzeuge sowie die Verknüpfung analoger und digitaler Methoden.

In eigener Sache: Aus dem Innenleben des Medienpädagogik Praxis-Blog

Foto von Digital Buggu, pexels.com, freie Pexels-Lizenz

Heute möchten wir einen Blick hinter die Kulissen unseres Blogs werfen und euch einige News und Infos rund um unsere Aktivitäten mitteilen. Beginnen wir mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr:

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Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

Über „Frühling“ und „Heimat“: Medienarbeit im Kindergarten

led-haus


LED Haus (Foto: Anni Kramer)

Das Thema Medienarbeit im Kindergarten stößt immer noch auf geteilte Meinung. Für die einen völlig selbstverständlich, da Medien in Familien nun einmal da sind, für die anderen ist das genau der Grund, wieso es nicht auch noch Medien im Kindergarten braucht.

Im Blog haben wir auch schon einige Artikel zu dem Thema gesammelt.

Ich möchte in diesem Beitrag auf zwei Praxisbeispiele meiner Arbeitskollegin Anni Kramer verweisen. Sie hat eine Fortbildung im Projekt „Medienwerkstatt Kindergarten“ des Kindermedienland Baden-Württemberg gemacht und führt seither die Medienwerkstatt in einigen Kindergärten ein. Dabei wird überlegt, wie digitale Medien in der Einrichtung in den Alltag (z.B. Jahresthema) auf kindgerechte Art eingebettet werden können. Wichtig ist dabei, dass die Einrichtungen den Einsatz nicht als einmaliges Projekt und nicht als Zusatzaufgabe sehen, sondern die Technik und Möglichkeiten ganz normal einsetzen. Die Arbeit mit digitalen Medien soll auch nicht bedeuten, dass andere wesentliche Erfahrungsbereiche verdängt werden. Es wird weiterhin viel gebastelt, neben der Schere liegt halt nun noch das Tablet oder das Aufnahmegerät auf dem Tisch.

Nachfolgend zwei Themen, für die sie mit den Kindergärten gemeinsam einen Ablauf entwickelt hat.

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Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.

Leseförderung und Medienbildung

Titelbilder Arbeitshilfen

Foto Lambert Zumbrägel

Büchereien und Bibliotheken erweitern ihre Bildungsangebote in Richtung Medienpädagogik. Das ist in Zeiten zunehmender Digitalisierung nur konsequent. Auch wenn diese Einrichtungen teilweise, aber irgendwie auch logischerweise, Medienpädagogik stark mit Büchern verknüpfen, haben sie doch viele Ansätze, die auch darüber hinaus in der außerschulischen und schulischen Arbeit eingesetzt werden könnten.

Die Handreichung „Leseförderung & Medienbildung mit Tablets“ des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz ist eine gute Arbeitshilfe, und steht vorbildlicherweise auch unter einer CC-BY Lizenz. Die Arbeitshilfe „#iPad – Medienbildung mit Tablet, App und Buch“ der Stadtbücherei Frankfurt ergänzt die Ideen der oben genannten Arbeitshilfe um einige interessante Aspekte rund um AR, Film oder Kreativität.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Aufgabenformate in der Maker Education

Einblicke in die Maker Days for Kids Leipzig 2019. Lizenz: CC-BY-ND 4.0 (Maker Days for Kids muss als Urheber genannt werden - keine Veränderung erlaubt)

Die Maker Education nimmt die Arbeit im Makerspace bzw. die sog. Maker-Bewegung und ihre Regeln und Prozesse in didaktisch-methodischer Hinsicht als Vorbild für das Lernen von Kindern und Jugendlichen und wie ihr Lernen zu gestalten ist. Obwohl es zahlreiche Projektbeschreibungen gibt, fehlen einführende Werke in die Didaktik und Methodik.

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Sandra Schön Kurzbio
ist Senior Researcher bei Salzburg Research (Abt. InnovationLab), leitet regelmäßige Praxisprojekte beim BIMS e.V., studierte Pädagogik, Psychologie und Informatik an der LMU München (M.A./Dr. phil.). Interessensschwerpunkte: Offene Bildungsressourcen (OER), Lernvideos, Videoarbeit, Maker Movement, Partizipation. Mehr im Weblog: http://sandra-schoen.de.
Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.

Dopamin – so halten uns Apps bei der Stange

arte-mediathek

Screenshot ARTE Mediathek (keine freie Lizenz)

Instagram, Facebook, YouTube, Twitter, Snapchat, Uber, Candycrush und Tinder – diese acht Dienste sind weltweit populär und sicher auch dir bekannt. Sie haben noch etwas gemeinsam: Sie wollen in deinem Gehirn Dopamin freisetzen, dich dadurch glücklich machen und so an sich binden.

Das ist wahrscheinliche keine große Neuigkeit und wäre vielleicht auch keinen Blogbeitrag wert, gäbe es da nicht diese schicken Videos, die ARTE derzeit in seiner Mediathek und bei YouTube bereithält.

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Michael Weis Kurzbio
Michael ist Sozialarbeiter, der im Bereich der Medienpädagogik tätig ist. Er macht am liebsten Workshops, bei denen vieles direkt ausprobiert werden kann. Er ist begeistert von Freifunk und Freier Software.

Medienpädagogik unplugged #3 – CS-unplugged „Informatik ohne Stecker“

Kinder erkunden Vernetzung

Wie können wir sortieren? www.csunplugged.org - (CC BY-SA 4.0)

Traditionelle Medienpädagogik hat den kritischen und souveränen Umgang mit informationstechnischen Geräten zum Thema. Die damit verbundenen Ziele der Medienbildung sind essentiell für die demokratische Entwicklung einer Gesellschaft. Leider berücksichtigt die traditionelle Medienpädagogik nicht die rasanten Entwicklungen in den Informationstechnologien der letzten Jahre.

Wir befinden uns in einer ähnlichen Umbruchsituation wie in der industriellen Revolution vor 200 Jahren, die auch in der Pädagogik einen Wandel herbei führte. In Folge der Anforderungen der industriellen Entwicklung entwickelten sich die naturwissenschaftlichen Schulfächer. Heute vermittelt der Flaschenzug im Physikunterricht die grundlegenden Kenntnisse zu Kraft, Weg oder Masse als physikalische Einheiten. Im Chemieunterricht lernen die SchülerInnen den Unterschied zwischen Laugen und Säuren. Und was erfahren sie über die elementaren Begriffe der Informationstechnologien wie Vernetzung, Programmieren oder Datenbanken:? Nichts.

Anders als die Bundeskanzlerin vor ein paar Jahren formulierte, müssen Jugendliche zwar nicht Programmieren lernen. Aber ein paar grundlegende Kenntnisse über die Funktionsweise digitaler Geräte und Strukturen sollten dennoch bekannt sein. Ein Mittel ist dazu ist die Methode „CS unplugged“, die Verdeutlichung informationstechnischer Grundlagen ohne die Nutzung von Computern (https://www.csunplugged.org/de/).

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Axel Stolzenwaldt Kurzbio
Softwareentwickler, Lehrer (Informatik, Politik, Deutsch)

Bad News – vom Fake zum Chaos

Foto von "Bad News"

Foto: getbadnews.de / DROG

„Only bad news are good news“ – diese medienpsychologische Weisheit ist auch in der Medienpädagogik bekannt und stellt uns stets aufs Neue vor die Herausforderung: Wie können wir Kinder und Jugendliche zu kritischen, mündigen User*innen erziehen? Das kostenlose Online-Spiel „Bad News“ hilft dabei.

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Björn Friedrich Kurzbio
Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge im SIN - Studio im Netz, München, mit den Schwerpunkten Social Media, mobile Anwendungen und Games. Daneben ist er als Referent für Vorträge und Fortbildungen tätig. Zusammen mit Tobias Albers-Heinemann veröffentlichte er mehrere Elternratgeber, zuletzt im August 2018 "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co." (O'Reilly Verlag, Köln).

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