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Tipps für schöne Fotos und Videos

Einstellungsgrößen, Belichtungszeit, Perspektiven, Bildgestaltung gehören sicher zu den alltime classics der Medienpädagogik wenn es um die Arbeit mit Foto und Video geht. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es eigentlich nie genug Materialien, die die wichtigsten Tipps für Einsteiger_innen gut aufbereiten.

Vor kurzem sind mir die «Foto&Video Cheatsheets» von Beat Küng begegnet. Der Autor hat ein sehr gelungenes Format gewählt: Pro Thema (etwa Einstellungsgrößen) werden alle Tipps auf zwei DIN-A4-Seiten zusammengefasst – und zwar so, dass sie zu einem Flyer für die Hosentasche werden. Ebenso können sie mobiloptimiert direkt auf dem Smartphone angeschaut werden.

Das alles unter einer lobenswerten CreativeCommons-Lizenz. Noncommercial ist zwar nicht die idealste für die Medienpädagogik, aber alleine zum Weitergeben sind die Cheatsheets sehr wertvoll für die Praxis.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Schöner fotografieren

…viel mehr muss mensch eigentlich nicht sagen über die Website von Andreas Hurni. Denn der Fotograf stellt unter dem Titel «Schöner fotografieren» wertvolle Informationen zur Verfügung, mit denen schönere Fotos gelingen: Basics wie Bildgestaltung, Licht, Farbe, Geometrie, Schärfe oder Perspektive – aber auch grundlegende Dinge wie Ästhetik, Kultur oder Medium werden in informativen und kurzweiligen Texten inkl. Beispielen besprochen. Und beim Lesen stellt sich immer wieder das Gefühl ein «Wow, und alles auf einer Seite!».

Die Website ist damit eine sehr wertvolle Ressource für die Medienpädagogik – sei es als Inspiration und Informationsbasis für Medienpädagog_innen, sei es als Lernquelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nach dem ersten Fotoworkshop mehr wissen möchten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Tipps für die Digitale Fotografie

Tipps für die Digitale Fotografie in der Medienpädagogik

„Backdive“ von Dust Mason auf flickr.com

Die Digitale Fotografie ist sicher das präsenteste kreative Medium bei Jugendlichen und nicht wenige wollen nicht nur gut, sondern besser fotografieren. Da freut sich der/die MedienpädagogIn über alle Materialien, die er/sie den jungen FotografInnen an die Hand geben kann.

Die PH Zürich hat mit dem PDF „Eintauchen in die Digital-Fotografie“ eine hervorragende Publikation herausgebracht, die genau dafür geeignet ist. Die AutorInnen erklären in der HowTo-Broschüre nicht nur Basics wie Kamerahaltung, Fokus und Bildgestaltung, sondern gehen auch ans „Eingemachte“ wie ISO-Werte, Brennweiten und Blende.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Ästhetik in Zahlen

Screenshot aus dem Video

Der Goldene Schnitt ist meiner Meinung nach ein Muss für medienpädagogische Video- und Fotoprojekte: Gerade wenn es um ästhetische Bildgestaltung geht, sind zumindest Grundregeln wie die Bilddrittelung sehr gut, um einen eigenen Blick dafür zu entwickeln.

Für am Thema Begeisterte und insbesondere MedienpädagogInnen ist es darüber hinaus schön, den theoretischen Hintergrund einigergermaßen zu überblicken. Als Halbmathematiker konnte ich mich zwar schon immer dafür begeistern, habe aber nie so richtig den konkreten Zusammenhang und die Anwendung der Theorie durchblickt.

Das hat sich schlagartig mit dem Video „Nature by Numbers“ geändert. Der Autor stellt fast poetisch schön und gleichzeitig glasklar den Zusammenhang zwischen den Fibonacci-Zahlen, dem Goldenen Schnitt, Spiralen und ästhetischer Anordnung dar. Und wer noch mehr wissen möchte, der/die findet weitere Hintergrundinfos auf der Website zum Film (leider auf Englisch). Und spätestens dann hat die Fibonacci-Reihe nur noch wenig mit dem DaVinci-Code zu tun.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Fotografische Zeitreise

"World Press Photo 08" von mi buen zora auf flickr.com

"World Press Photo 08" von mi buen zora auf flickr.com

Jedes Foto aus dem Wettbewerb „World Press Photo“ ist ein beeindruckendes, ausdrucksstarkes Zeitdokument und Kunstwerk. Alle diese Fotos zusammen sind fast wie eine Zeitreise – und genau das lässt sich nun online erleben im „World Press Photo Contest Archive„. Die MacherInnen des Wettbewerbs haben alle ausgezeichneten Fotografien seit 1955 in einem Archiv zusammengestellt, jeweils zusammen mit den entsprechenden Fotoserien bzw. -reportagen.

Das ist meiner Meinung nach für die Medienpädagogik gleich mehrfach interessant: In geschichtlichen Projekten – etwa um Themen des entsprechenden Jahres zu betrachten oder um gesellschaftliche Sichtweisen zu thematisieren –, zur Auseinandersetzung mit Fotografien und gestalterischen Mitteln im Wandel der Zeit oder zur inhaltlichen Arbeit an speziellen Themen wie Hunger, Krieg oder ähnlichem. Zur Reproduktion sind die Werke leider nicht geeignet, da copyright-geschützt. Aber den Nutzen der Website mindert das wahrlich nicht.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Graffiti ohne verräterisch bunte Finger

Anleitung für Graffities im SmashingMagazine

Anleitung für Graffitis im SmashingMagazine

Mit medienpädagogischen Angeboten wie „Bilder manipulieren lernen“ oder ähnlich ist es mittlerweile schwer die Jugend hinter dem Ofen hervor zu holen. Interessanter werden könnte die Sache mit Graffiti. Doch nicht an der Wand und gesteigertem Puls (könnte wieder als Nachteil ausgelegt werden), sondern am Computer. Genauer: mit Photoshop unter Anleitung dieses Artikels vom SmashingMagazine. Hier wird detailliert beschrieben wie mensch relativ einfach (ein paar Vorerfahrungen sind sicherlich nicht hinderlich) zu einem super Ergebnis kommen kann. Und am Ende kommt dann vielleicht ein neues Logo für den Jugendclub heraus.

P.S.: Weil wir immer wieder versuchen auch Open-Source Software an die MedienpädagogInnen zu bringen sei der Vollständigkeit halber auch GIMP als Alternative zu Photoshop erwähnt. Das funktioniert sehr ähnlich und ist fast so mächtig.

Mario von Wantoch-Rekowski Kurzbio
Mario von Wantoch-Rekowski zog es von Berlin nach Rheinland-Pfalz und er arbeitet hauptberuflich beim Landesfilmdienst RLP e.V.. Er studierte Medienkommunikation und kam über seine Studienschwerpunkte Medienpsychologie und -ethik zur Medienpädagogik. Neben seiner praktischen Arbeit versucht er sich auch immer wieder an neuen medialen Entwicklungen und deren möglichen medienpädagogischen Nutzen. Seine Schwerpunkte im Blog sind Medienpsychologie, Jugendschutz und (freie) Spiele.

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