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YouTube AG als medienpädagogisches Lernfeld

Manche kleine medienpädagogische Perle muss man im Netz gezeigt bekommen. So ging es mir auch mit dem YouTube Kanal der YouTube AG der Weidigschule in Butzbach. Jan Konen, der betreuende Lehrer, erklärt kurz und knapp in kleinen Häppchen alle möglichen Themen rund um Filmtechniken. Seine Schüler*innen wirken in unterschiedlichen Funktionen als „Beispielgeber*innen“ mit.

Der Kanal steht noch am Anfang, aber Beiträge zu Storytelling, Perspektiven, Belichtungseinstellungen, Slow Mo, Hyperlapse, Interviewtechniken und noch ein bisschen mehr sind schon gut aufbereitet zu finden. Die Filme sind sehr ästhetisch gestaltet und ich hab gerne zugeschaut. Anhand von Beispielen wird die gut aufbereitete Theorie kurz und knapp und vor allem verständlich erklärt. Es ist kein vertiefendes Studienfach, sondern ein Einstieg für Neulinge. Und da ist alles Wichtige schon mal drin. Vom Selbermachen und Erfahrungen sammeln entbindet das nicht, aber es gibt eben gute Tipps und Anregungen.

Deshalb ist ein Abo auf diesen Kanal sicherlich nicht verkehrt, wenn man medienpädagogisch mit Kindern und Jugendlichen – nicht nur auf YouTube -filmisch arbeiten will. Außerdem gibt es Anregungen, wie man vielleicht selber eine kleine „YouTubeAG“ gestalten kann. Und vielleicht ermutigen höhrere Abozahlen die YouTube AG der Weidigschule auch weiterhin so tolle kleine Lehrfilme zu erstellen.

 

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 01.02.2018

Mit Film in der Schule arbeiten

Bildungsarbeit mit (Kino)Filmen sollte allein schon wegen der kulturellen Bedeutung des Mediums selbstverständlich in der Schule sein. Zudem lässt sich auf diesem Weg hervorragend inhaltlich arbeiten und auch noch einiges über Filmgestaltung lernen. Allerdings ist es pädagogisch durchaus anspruchsvoll, sich lustvoll sowohl inhaltlich als auch gestalterisch mit Filmen auseinanderzusetzen.

Die medienpädagogischen Projektbeschreibungen aus dem Berlinale-Projekt von «Vision Kino» sind hier eine wahre Fundgrube: Auf der Website finden sich zahlreiche Konzepte von Lehrer_innen, die mit ihren Klassen in Primar- und Sekundarschulen an Filmen gearbeitet haben. Darin sind ganz konkrete Settings, Methoden, Materialien, Fotos und Links zu finden, inkl. Ideen zur praktischen Auseinandersetzung mit dem Medium.

[via jugend.rlp.de]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

100 Plakate sagen mehr als 1000 Worte

Manche Materialien finde ich so genial, dass ich schon einen Blogartikel schreiben möchte, bevor mir so richtig klar ist, was man damit konkret in der Medienpädagogik machen kann. In diese Kategorie gehört definitiv die Parade von Filmplakaten bei watson: Der Autor hat hunderte von Kinoplakaten nach ihrer Gestaltung zusammengestellt: gelbe, rote, blaue, mit Parkbank, Sonnenbrille, Mantel, mit Pärchen, Frau, Mann – und viele andere «Genres» mehr.

Und selbstverständlich sind mir mittlerweile – wie in allen solchen Fällen – einige Einsatzmöglichkeiten in der Medienpädagogik eingefallen. Zunächst einmal werden die meisten Betrachter_innen «Aha!» denken und ein gleichnamiges Erlebnis haben. Das ist eine gute Basis, um sich anschließend vortrefflich über Marketingstrategien, Zielgruppen, Botschaften, Genres und vieles mehr zu unterhalten – und sich schließlich auch selbst inspirieren zu lassen, wenn ein Plakat für das eigene Videoprojekt gestaltet werden soll. Denn wenn sich solche Plakat-Klischees (im positiven Sinne) schon finden lassen, dann sollten sie auch in der Medienpädagogik bedient (oder auch persifliert) werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 24.09.2014

Filme à la carte

Paris ist in gewisser Weise auch die Stadt der Filme – ist sie doch immer wieder zumindest eine gutaussehende Kulisse, wenn nicht der zentrale Handlungsort von Kinoproduktionen. Und ist mensch in der Stadt unterwegs, dann macht es Spaß, die Drehorte des eigenen Lieblingsfilms zu besuchen – im Fall von Amélie Poulain gibt es wahre Pilgerströme.

Mit der „cinemacity cinemap“ macht arte genau das möglich: Drehorte und andere Informationen zu mehr als 100 in Paris gedrehten Filmen sind auf einer Karte verzeichnet und können teilweise mit Spaziergängen erkundet werden.

Kritische Leser_innen werden an dieser Stelle fragen, was das nun mit Medienpädagogik zu tun hat. Ich finde, dass die Website ein Anlass sein kann, bei der Klassenfahrt nach Paris eine besonders praktische Form der Filmbildung zu platzieren – dass außerdem die Website auch zu Hause bzw. im Französischunterricht ein Weg sein kann, sich der französischen Hauptstadt auf eine neue Weise zu nähern – und obendrein ein schönes Beispiel, wie sich mit Karten Wissen vermitteln lässt.

Und wer auf den Geschmack gekommen ist, dem/der bietet arte die Möglichkeit, eigene Geschichten zu erzählen oder eigene Versionen existierender Filme zu erzählen („sweded films„) – so wird aus der Auseinandersetzung mit „alten“ Filmen aktive Videoarbeit. Mehr Informationen hierzu finden sich im cinelab.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 01.10.2013

Stoff für die Filmbildung

Film hat als Medium in Schule, Jugendarbeit und speziell auch der Medienpädagogik in den letzten Jahren eine kleine Renaissance erlebt – sei es klassisch im Unterricht oder bei (Kinder)Kinoveranstaltungen mit anschließenden Filmgesprächen. Auch solche Filmbildung baut auf fundierten Informationen auf – zu Filmen, ihrer Machart und Entstehungsgeschichte, Hintergründen etc.

Genau das bietet die österreichische Seite „Kino macht Schule„, die zu zahlreichen Dokumentar- und Spielfilmen Informationen zum Hintergrund, Entstehung, Filmsprache, Macher_innen und vielem mehr bereitstellt, meist auch aus verschiedenen Quellen. Das bietet eine Erleichterung für die Besprechung bestimmter Filme – oder Inspiration für die Filmauswahl zur nächsten Veranstaltung.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

60 Sekunden-Videos

"60 Sekunden Videos in der Medienpädagogik"Bei 60-Sekunden-Videos werden bekannte Kinofilme in einer Minute und einem Take nachverfilmt. Dazu muss die Gruppe zunächst die Geschichte vereinfachen und auf die wesentlichen Elemente reduzieren. Daher hat die Methode nicht nur einen immensen Spaßfaktor, sondern ist auch ein schöner Anlass, um sich mit Erzählstrukturen, Drehbüchern und dem Geschichtenerzählen auseinander zu setzen. Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Mit Filmbegriffen auf Du und Du

Filmbegriffe in der Medienpädagogik3D, 4D, 4K, 5.1, 8K, 1080p, 1080i: Wer sich mit Video und Film beschäftigt, der/die stolpert zwangsläufig über viele Abkürzungen, technische Spezifikationen und Fachbegriffe. In der Medienpädagogik ist das dann oft ein willkommener Lernanlass, denn Kinder und Jugendliche sollen ja nicht nur „ihre“ Filme machen, sondern auch viel über Hintergründe und Standards lernen.

Ein sehr praktischer Ort zum Nachschlagen ist für solche Fälle das Filmlexikon der Uni Kiel. Die Website wartet mit 7000 Fachbegriffen aus den Bereichen Genres, Motive, Figuren, Technik, Handwerk, Kinopraxis, Produktion, Aufführung, Institutionen und Filmtheorie und -wissenschaft auf. Mehr geht kaum.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

DVDs gestalten mit GNU/Linux

DVDs gestalten mit Linux in der MedienpädagogikIn der medienpädagogischen Projektarbeit ist es heute üblich den Teilnehmenden die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form von CDs oder DVDs mitzugeben. Dies erscheint auch sinnvoll, denn so kann die Produktion eines Films erlernt und reflektiert werden, also der Prozess von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung. Aber auch zum Archivieren der Ergebnisse sind Programme zum Erstellen von DVDs sehr gut geeignet. Was liegt da näher als hier zwei Programme vorzustellen, mit denen auf einfache und leichte Weise DVDs mit GNU/Linux erstellt werden können. Den ganzen Beitrag lesen

Ronny Krug Kurzbio
wohnt in Halle (Saale) und ist in der (aktiven) Medienarbeit und -weiterbildung tätig. Er studierte Sozialpädagogik an der FH Neubrandenburg sowie an der FH Erfurt und spezialisierte sich dabei auf Medienpädagogik. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Freie- und Open Source Software und Freie Bildungsinhalte (OER). Im Moment arbeitet er an seiner Promotion an der TU Dresden, zum Thema “Freie Bildungsinhalte und die Ökonomisierung des Bildungssystems".

Powercam – Fotografieren und Filmen mit iOS

Fotografieren und Filmen mit dem Smartphone wird immer mehr Bestandteil medienpädagogischer Angebote und Projekte. Immer wieder gibt es tolle Foto-Apps für iOS, kostenpflichtige und auch kostenlose. Heute ist mir die App Powercam über den Schirm gelaufen, die ich natürlich gleich ausprobiert habe. Neben den zahlreichen und übersichtlich angeordneten Effekten und Filtern haben mich vor allem der Tilt-Shift Effekt und die Color-Splash Funktion begeistert. Rundum eine tolle App für Foto und Video, übersichtlich und dazu kostenlos… Viel Spaß.

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.
Verfasst am 22.02.2012

Film- und Videoschule

Aktive Videoarbeit in der Medienpädagogik

Still aus "Freitag Nachmittag" von cineschool.de

So etabliert die Aktive Videoarbeit mittlerweile in der Medienpädagogik ist, so unerschöpflich ist sie auch, was Thema, Gestaltung und Genre angeht. Deswegen bin ich immer dankbar für alle Materialien, Inspirationen und Beispielsammlungen.

Eine wahre Fundgrube in diesem Sinne ist Cineschool. Das Angebot der PH Freiburg dokumentiert zum Einen Projektergebnisse aus der Videoarbeit mit Kindern und Jugendlichen – mehr als 200, sehr gut nach Schlagworten und Genres sortiert. Zum Anderen ist auf der Website neben einem umfangreichen Filmglossar das Konzept des Freiburger Filmcurriculums zu finden, ein rezeptions- und produktionsorientiertes Filmbildungskonzept.

[via jugend.rlp.de]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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