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Linksammlung Medienmanipulation und Meinungsgestaltung

Seit über zwei Jahren sammle ich schon in einem Etherpad Links, Quellen und Beispiele zu den Themen Meinungsgestaltung und Manipulation in und durch Medien. Gerade in Zeiten, in denen soziale Netzwerke nur so von Falschmeldungen und rechtspopulistischen Beiträgen strotzen, finde ich es umso wichtiger, den kritischen Umgang mit Informationen zu lernen und zu lehren.

Daher ergeht an dieser Stelle der Aufruf an die Leserschaft, von den bereits gesammelten Links und Quellen zu profitieren und diese zu ergänzen. Gesucht wird im Prinzip alles, was zur Veranschaulichung des Themas hilfreich sein kann. Vielen Dank schonmal für die Mitarbeit…

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Etherpad für alle

Heute melden wir uns ausnahmsweise mal in eigener Sache, allerdings mit mehrfach guten Nachrichten für viele, denn es geht es geht um unser Medienpad und alle Etherpads basierend auf «Etherpad lite».

In den letzten Wochen und Monaten kam es immer wieder zu kleinen Ausfällen, die sich entweder in einem kurzzeitig nicht reagierenden Pad oder einem «Fehler 502» äußerten. Diese Schluckauf-Phasen konnten recht schnell beendet werden, ließen aber bei allen Beteiligten ein ungutes Gefühl zurück.

Wir denken nun, dass dieser Fehler nun nicht nur im Medienpad, sondern in allen Etherpads behoben ist – es handelte sich nämlich um einen Softwarebug: Sobald die Etherpad-Datenbank eine gewisse Größe erreichte (wie in unserem Fall), konnten uneindeutige Datensätze auftauchen, was den Datenbankserver zum Absturz brachte.

Wir bedanken uns an dieser Stelle einmal ganz besonders bei unserem Pad-Admin Dennis Schubert – für ein im Alltag superschnelles Medienpad, für unbürokratischen und schnellen technischen Support und für tagelanges Ausprobieren, Fehlereingrenzen und schließliches -lösen in diesem Fall! Dank unserer Pat_innen können wir Dennis dafür eine Aufwandsentschädigung zukommen lassen, sind aber sehr dankbar für seinen darüber hinausgehenden großen Einsatz für das Medienpad und damit auch für die Medienpädagogik.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 20.03.2014

Hackpad: multimediale Etherpads für das gemeinsame Schreiben

Viele Aktive aus der Medienpädagogik und dem Web-/Online-Lernen kennen Etherpads zum kooperativen und kollaborativen Arbeiten. Gerade Etherpad Lite eignet sich prima, um online schnell ein Protokoll, einen Referats- oder Artikelentwurf zusammen mit Anderen aufzusetzen. Diese Pads sind prinzipiell öffentlich über ihre Adresse erreichbar, einziger Haken dabei ist der Funktionsumfang: viel mehr als Text, Farben und Links geht nicht.

Heute geht es um ein Pad, das den Vorteil des synchronen und kollaborativen Arbeitens mit einem größeren Funktionsumfang verbindet: Hackpad.com! Es ist schlicht ein kostenloser Service, der ein übersichtliches, zeitgleiches Schreiben von mehreren Nutzern mit einigen Funktionen einer installierten Software anbietet, ähnlich den Online Office Suites von Zoho oder Google. Es sind Etherpads in chic und multimedial, einziger Haken dabei: lesen darf jede/r, schreiben nur nach Registrierung (extra oder mit Facebook / Google+ Account). Den ganzen Beitrag lesen

Bernd Dörr Kurzbio
Bernd Dörr, Sozial- und Medienpädagoge, arbeitet mit E- und Online-Learning an der BTU Cottbus-Senftenberg und seit vielen Jahren in der Medienpädagogik. Schwerpunkte sind die Ausbildung und Lehre mit digitalen Medien und Social Software. Er engagiert sich als Sprecher der GMK-Landesgruppe Berlin-Brandenburg, im Vorstand der LAG Medienarbeit Berlin sowie für Open Source und Linux und schreibt in seinem Blog https://digitalareal.wordpress.com.

Alles relativ: Manipulation in und durch Medien

„Das ist so, ich habe es in den Nachrichten gesehen…“ Diesen Satz höre ich ziemlich oft, vor allem in Diskussionen mit politischen und gesellschaftlich-relevanten Inhalten. Die Medien als Sprachrohr der Wahrheit und Weisheit, eine sehr verbreitete Annahme. Selbst Personengruppen mit einer höherer Bildung vertrauen auf die Sorgfaltspflicht und Wahrheitstreue der Sender und Redaktionen.

Wahrheit, ein gutes Stichwort, lernen wir doch vor allem im Bereich der Medienpädagogik, dass Wahrheit und Realität von der Sichtweise und der Personengruppe abhängt. Dazu die rasante technische Entwicklung, die es mittlerweile jedem ermöglicht, durch Motivwahl, Schnitt, Vertonung, Greenscreen, Freistellung, etc. seine eigene Wahrheit und Realität zu definieren.

Diese Aspekte sind daher ein wesentlicher Bestandteil der Medienpädagogik. Die Medienkritik, der kritische Umgang und die kritische Auseinandersetzung mit Medien gewinnt meiner Meinung nach einen immer größeren Stellenwert, betrachtet man beispielsweise die veränderten Fernsehformate der Casting-Shows und der Scripted Realtity Sendungen, die einen enormen Einfluss auf junge Menschen haben.

Aus diesem Grund mache ich mich immer wieder auf die Suche nach Schulungs- und Demonstrationsmaterial, wodurch deutlich wird, wie durch die Manipulation von Medien die öffentliche und private Meinung beeinflusst oder sogar gesteuert wird. Fotos, Artikel, Videos … alles ist willkommen. Für diesen Zweck habe ich einst ein Etherpad angelegt, in dem ich genau solche Links sammle und natürlich auch gerne zur Verfügung stelle. Wer natürlich noch tolle Beispiele kennt, darf sich eingeladen fühlen, diese zu ergänzen…

 

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Let’s camp!

Barcamps in ePartizipation und MedienpädagogikBarcamps sind eine schöne Veranstaltungsform und Methode für hierarchiearme Bildungsprojekte, die, gerade im Zusammenhang mit (e)Partizipationsprojekten, immer häufiger auch für die Arbeit mit Jugendlichen genutzt wird. Knackpunkt bei solchen Projekten war bisher die Frage, welches Onlineangebot denn für Organisation, Kommunikation, Anmeldung und Dokumentation genutzt werden kann. Denn die meisten Angebote waren sperrig und/oder nicht kostenlos.

Hilfe naht nun mit dem Barcamp-Tool „Camper“ von youthpart. Die Website ist quasi die eierlegende Wollmilchsau für Barcamps insbesondere mit Jugendlichen und bietet alles, was das CamperInnenherz begehrt: Präsentation des Camps, Anmeldemanagement, Sammlung von Sessionvorschlägen sowie ein automatisches Doku-Etherpad. Auch schon im aktuellen beta-Stadium wirkt das alles wohldurchdacht und ausgereift – von Profis für Profis. Beim Dialog Internet findet sich eine ausführliche Beschreibung.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Barcamps gemeinsam umfassendst dokumentieren

Dokumentation von Barcamps in der Medienpädagogik

"iPad 2 group test setup" von Arne Kuilman auf flickr.com (cc by-nc)

Barcamps und andere partizipative Veranstaltungsformate erfreuen sich auch in der Medienpädagogik immer größerer Beliebtheit. Zu deren Regeln gehört, dass die Anwesenden selbst für die Dokumentation sorgen sollen, etwa mit Etherpads oder Audio- und Videoaufzeichnungen.

Rund um die „Bensberger Gespräche“ gab es eine für mich sehr spannende Weiterentwicklung: In einem zentralen Seminarblog wurden Tweets, Facebookkommentare, Videos, Flickr-Fotos und extra geschriebene Textbeiträge der TeilnehmerInnen gesammelt. Ich finde das einen sehr schönen Ansatz, denn so gibt es nicht nur eine zentrale Dokumentation der ansonsten sehr flüchtigen SocialWeb-Aktivitäten, sondern auch eine weitere Kommunikations- und Interaktionsebene der Anwesenden, die sich darüber hinaus auch die zentrale Website aneignen können.

Guido Brombach hat das Konzept und die Umsetzung dankenswerterweise dokumentiert. Sicher muss das an die je eigene Veranstaltung angepasst werden, ist aber eine hervorragende Grundlage.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Social Media im Unterricht

Social Media im Unterricht in der Medienpädagogik

"Like" von sofiabudapest auf flickr.com (CC BY-NC-SA)

Eignen sich Social-Media-Anwendungen wie Blogs, Wikis, Communities und Medienportale nicht hervorragend für den eigenständigen Wissenserwerb in der Schule? (Vorausgesetzt natürlich, sie sind in ein didaktisch sinnvolles Setting eingebettet!)? Oder werden diese Tools in der Freizeit der Schüler/innen in ausreichendem Maße genutzt, so dass die Schule nicht auch noch diesem Trend hinterherhecheln muss?

Um sich dieser Frage zu nähern ist zunächst eine Übersicht über diverse Social-Media-Anwendungen sinnvoll, die sich an der Funktionalität verschiedener Dienste orientiert und sie mit möglichen Anknüpfungsmöglichkeiten an die Schule verbindet. Den ganzen Beitrag lesen

Digitale Kultur leben

Digitale Kultur in der Medienpädagogik

"BarCamp Vancouver 2009 – The Schedule" von miss604 auf flickr.com (cc by-c-sa)

Ohne Konflikt keine Entwicklung – in diesem Sinne ist das terminliche und dadurch inhaltliche Aufeinandertreffen des Educamps in Bremen (aka #echb11) und des Medienpädagogischen Kongresses in Berlin (aka #kbom11) vielversprechend. Mir persönlich hat es zumindest bewusst gemacht, dass ich einige Technologien und Standards auf solchen Veranstaltungen nicht mehr missen möchte, weil sie Kommunikation, Kollaboration, Austausch, Transparenz und Dokumentation immens fördern.

Hier kommt daher meine TOP4 der must-haves für medienpädagogische Tagungen, auf dass sie sich weiter etablieren: Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Wer sucht, der findet

Google in der Medienpädagogik

"Google Food" von brionv auf flickr.com (cc by-sa)

Ich bin kaum von meinem zweiten EduCamp aus Bremen zurück – und inspiriert von vielen spannenden Konzepten sowie vom Austausch mit netten und fitten KollegInnen. Von einem muss ich direkt erzählen: vom GoogleQuiz.

Die Idee von Jöran Muuß-Merholz ist einfach und mächtig zugleich – und kann den QuizteilnehmerInnen viele Erkenntnisse über Google und andere Suchmaschinen liefern: Zwei oder mehr Gruppen haben in verschiedenen Runden Aufgaben zu erledigen, bei denen Wissen über Google&Co sinnvoll ist, und sammeln damit Punkte. Die Quizauflösung (also die Suchergebnisse) liefert oft lustige, vor allem aber aufschlussreiche Einblicke in manche Websites und das Funktionieren von Google.

Viele konkrete Beispiele für die Ausgestaltung sind im EtherPad zur GoogleQuiz-Session zu finden. Und wer Lust auf educampen bekommen hat, dem/der sei das nächste EduCamp im Herbst 2011 in Bielefeld empfohlen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

EtherPad goes PiratePad

"Pirate vs. Ninja: Fight!" von Dunechaser auf flickr.com

"Pirate vs. Ninja: Fight!" von Dunechaser auf flickr.com

Das fängt ja gut an: Nachdem EtherPad, das Tool schlechthin für das kollaborative Schreiben im Web, zunächst im Schlund von Google zu verschwinden drohte, hat sich die Lage nun komplett gewandelt. Die MacherInnen und die Software wechseln zwar zum Webgiganten, der damit GoogleWave weiterbringen dürfte, die eigentliche Software ist seit neuem aber OpenSource und kann damit auf eigenen Servern installiert werden!

Die schwedischen Piraten haben sich da nicht lumpen lassen und bieten direkt auf dieser Basis einen eigenen Dienst an: PiratePad. Da steht der freien Online-Kollaboration nichts mehr im Weg.

Und wer den eigenen Webserver mit EtherPad ausstatten möchte, der findet bei Google den Sourcecode und eine Installationsanleitung. Auf den ersten Blick sieht das aber nicht trivial aus… [via @ertelt]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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