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Gesagt, gefunden!

Für Vorträge, für Seminare, für Recherchen und anderes bin ich immer wieder auf der Suche nach geeigneten Videos zu bestimmten medienpädagogischen Themen. Ehrlich gesagt scheitere ich jedoch oft genug dabei oder bin schnell gefrustet, weil etwa Youtube nur Rahmeninfos von Videos durchsucht und spezielle Begriffe wie Medienkompetenz oder Medienarbeit manchmal nicht darin (aber eigentlich im Video) vorkommen. Und genau für dieses Problem habe ich jetzt eine geniaaaaale Suchmaschine gefunden!

Spaactor durchsucht tatsächlich die gesprochene Sprache (also Transkriptionen) aus Videos und Podcasts! Und findet so auch sperrige Worte wie «Medienpädagogik», seltene wie «Nasenbohren» oder häufige wie «Cyber» in allen Variationen. Selbstverständlich gibt es die entsprechende Fundstelle sekundengenau dazu. So macht die nächste Recherche nach speziellen Wörten in Videos oder Podcasts auf einmal dann doch Spaß.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Pixels like a Pro

Ich feiere mal wieder ein Fundstück der Galaxy-Klasse! Diesmal geht es um Pixelkunst: Mit Piskel (kein Schreibfehler) habe ich einen Editor für Pixelgrafiken entdeckt, der meiner Meinung nach Seinesgleichen sucht und an Funktionen nichts zu wünschen übrig lässt. Er ist nicht nur kostenlos, sondern auch Opensource – und die Macher_innen achten zudem die Rechte der Nutzer_innen vorbildlich.

Piskel ist online verfügbar, aber auch als Desktopversion für Windows, MacOS und Linux. Mit dem Editor lassen sich Pixelgrafiken erstellen, bestehende Bilder in Pixelart umwandeln, aber auch Pixelanimationen/Sprites herstellen. Das Ganze ist sehr ästhetisch gestaltet, lässt sich intuitiv und flüssig bedienen, die Produkte lassen sich leicht herunterladen undundund.

Damit ist Piskel für mich ein ideales und mächtiges Werkzeug auch für die Medienpädagogik – etwa um mit Pixelgrafiken etwas über Bilder, ihre Daten oder Codierung zu lernen, und/oder um sich mit coolen (8Bit-)Pixelklassikern auseinanderzusetzen. Also ich bin begeistert. Und Ihr so?

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Kinder- und Jugendkonferenzen zu Medien veranstalten

Wenn Erwachsene mit Kindern und Jugendlichen über Medien ins Gespräch kommen, dann kommt im Idealfall die Sichtweise der Heranwachsenden zur Sprache, diese reflektieren ihr Medienhandeln – und die Erwachsenen bekommen ebenfalls neue Einblicke. Besonders gut gelingt das, wenn nicht nur geredet wird, sondern Jugendliche sich mit Medienbeiträgen ausdrücken können. Beides ist geschehen bei den Kinder- und Jugendkonferenzen des JFF, deren Ergebnisse in der Act-on-Studie verfügbar ist.

Die Macher_innen haben ebenso einen Leitfaden veröffentlicht, in dem das Konzept der medienpädagogischen Kinder- und Jugendkonferenzen erläutert ist. Medienpädagog_innen haben damit eine gute Grundlage, in Schule, Jugendarbeit und Medienpädagogik selbst solche handlungsorientierten Veranstaltungen durchzuführen und damit die Sicht der Beteiligten auf Medien(handeln) zu verändern.

Der Leitfaden ist aus meiner Sicht nicht sehr detailliert und an manchen Stellen eher eine Projektdokumentation, aber gibt einen guten Einblick in das Konzept und bietet eine ausreichende Basis, um das Konzept an lokale Gegebenheiten anzupassen. «Nachmachen ausdrücklich erwünscht» heißt es in der Publikation. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Kreative Kurzvideos ohne Filmschnitt produzieren: Snapchat Stories

Das Storyboard wurde gemeinsam entwickelt, der Videodreh macht allen Spaß, das Material ist schließlich fertig aufgezeichnet – und dann ist der Arbeitsschritt des Schneidens fällig. In der großen Gruppe macht diese zeitaufwändige Aufgabe dann meist wenig Sinn, u.a. weil sie viel Konzentration erfordert. Mit der Smartphone-App Snapchat kann für kleinere Videoprojekte im Kontext der Medienpädagogik ein anderer Weg gewählt werden, der ohne Filmschnitt auskommt. So können zum Beispiel Erklärvideos mit wenig Zeitaufwand produziert oder Storyboardentwürfe kurz getestet werden.

Wie das genau funktioniert erklärt der folgende Artikel mit einigen Beispielen und Erfahrungen aus der praktischen Arbeit. Den ganzen Beitrag lesen

Matthias Andrasch Kurzbio
Edu-Hacker, Blogger, arbeitet und denkt an der Schnittstelle von Medienpädagogik und Informatik. Ansonsten alles mit #Open.
Verfasst am 25.04.2017

Trickfilm zum Mitnehmen

Tablets und Smartphones haben eine neue Dimension für die Trickfilmarbeit eröffnet: Auf kleinstem Raum finden sich Kamera, Mikro und auch schnell die passende Software, um so gut wie überall Filme produzieren zu können. Das hat die Hürden für die Arbeit an bewegten Bildern immens gesenkt und immer mehr Menschen machen sich auch im (medien)pädagogischen Zusammenhang auf den Weg.

Die LfM bietet für Einsteiger_innen wie auch für alte Häs_innen in der kostenlosen Publikation «Trickfilm to go – Leitfaden zur (Trick-)Filmarbeit mit mobiler Technik» zahlreiche Empfehlungen, Tipps und konkrete Anleitungen an einer Stelle. Damit wird an einen Broschüren-Klassiker, den «Trickboxx-Leitfaden», angeknüpft, auf den ich vor knapp zehn Jahren hier hingewiesen habe, der aber immer noch gut ist.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

(Live-)Berichterstattung für alle

Dank Smartphone, Tablet und mobilem Internet war (Live-)Berichterstattung für alle noch nie so einfach wie heute. Und so sind Livestreams von Jugendveranstaltungen, Reportagen von Projekten und andere eher journalistische Formate in der Medienpädagogik häufiger geworden.

Alle, die in die mobile Berichterstattung einsteigen möchten, können ab sofort an Profiwissen anknüpfen. Al Jazeera hat mit «Mobile Journalism» eine kostenlose Handreichung (PDF) herausgegeben, in denen die Grundlagen von journalistischem Arbeiten mit mobilen Medien anschaulich zusammengestellt werden. Dazu gehören Hinweise auf geeignete Apps und Hardware, Tipps und Checklisten für Livestreams und vieles mehr. Leider ist die Publikation auf Englisch verfügbar und zudem unter keiner offenen Lizenz. Aber für die persönliche Weiterbildung und Vorbereitung von Medienpädagog_innen sicher geeignet.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Tipps für schöne Fotos und Videos

Einstellungsgrößen, Belichtungszeit, Perspektiven, Bildgestaltung gehören sicher zu den alltime classics der Medienpädagogik wenn es um die Arbeit mit Foto und Video geht. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es eigentlich nie genug Materialien, die die wichtigsten Tipps für Einsteiger_innen gut aufbereiten.

Vor kurzem sind mir die «Foto&Video Cheatsheets» von Beat Küng begegnet. Der Autor hat ein sehr gelungenes Format gewählt: Pro Thema (etwa Einstellungsgrößen) werden alle Tipps auf zwei DIN-A4-Seiten zusammengefasst – und zwar so, dass sie zu einem Flyer für die Hosentasche werden. Ebenso können sie mobiloptimiert direkt auf dem Smartphone angeschaut werden.

Das alles unter einer lobenswerten CreativeCommons-Lizenz. Noncommercial ist zwar nicht die idealste für die Medienpädagogik, aber alleine zum Weitergeben sind die Cheatsheets sehr wertvoll für die Praxis.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Freie Software für die Schule

Freie Software hat in der Schule meist einen schweren Stand. Manchmal ist das nicht unbegründet, weil die Programme nicht im rundum-sorglos-Paket kommen wie die Softwaresuites großer Konzerne. Dennoch gibt es auch so grandiose Software, dass die teuren Ausgaben für Kaufsoftware kaum zu begründen sind (bzw. besser in den Support investiert werden).

Der Werkzeugkasten Freie Software (PDF) bietet eine umfangreiche Übersicht solcher freier Programme, die gut für Schule und Unterricht geeignet sind. Dabei sind alle gelisteten Angebote auf Herz und Nieren getestet und werden ausführlich besprochen. Darunter sind klassische Tools, etwa für Textverarbeitung, Audioarbeit oder Bildbearbeitung, aber auch spezifische Schulsoftware etwa zum Klassenmanagement oder Lerntools zu einzelnen Fächern.

Der Werkzeugkasten listet zwar viele Klassiker auf, die alten Häs_innen wohlbekannt sind, allerdings sind auch für sie sicher einige Fundstücke dabei.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Animierte GIFs erstellen mit GIFPAL

Zur Verbreitung von Kürzestvideos und Memes erfreuen sich animierte GIFs seit Jahren großer Beliebtheit – obwohl sie weder die effizienteste noch attraktivste Methode darstellen, Bewegtbilder zu publizieren. Aber sie gehen in jedem Browser auf und stören nicht durch Ton. In medienpädagogischen Projekten sind GIFs auf vielfältige Weise einsetzbar, unter anderem als einfache Vorstufe zur Trickfilmproduktion.

Dafür gut geeignet ist die Website GIFPAL, wo aus vorhandenen Bildern oder mithilfe einer Webcam GIF-Animationen erstellt werden können. Diese werden in einer online-Galerie gepostet oder auf den eigenen Computer heruntergeladen. Die werbefreie (!) GIFPAL Education Edition bietet nur die Download-Möglichkeit, ansonsten ist der Funktionsumfang identisch.

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Christoph Kaindel Kurzbio
Jahrgang 1966, ist Historiker, Medienpädagoge, Grafiker und Cartoonist und lebt in Gablitz bei Wien. Er war lange beim Wiener Bildungsserver tätig und ist nun selbständiger Vortragender. Als begeisterter Gamer - seit den 80er Jahren - interessiert er sich für alle Aspekte von Videospielen. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Games in der praktischen Medienarbeit. Gelegentlich arbeitet er als Zombiefilm-Coach oder Kampfchoreograf.

Videotutorials DIY

Vom Spickzettel bis zum Pythagoras, vom Paartanz bis zum ersten Kuss, vom Spiegelei bis zum Einbauschrank: Videotutorials bzw. Erklärvideos sind mittlerweile sowas wie ein Lexikon mit bewegten Bildern und insbesondere Jugendliche nutzen die Videos für vielfältigste Fragen und Herausforderungen.

Deswegen ist das Videogenre nicht erst seit gestern auch ein Thema in Medienpädagogik, Jugendarbeit und Schule. In zahlreichen Zusammenhängen werden Videos geschaut und erstellt. Dennoch gibt es immer wieder Neueinsteiger_innen. Für sie ist eine kostenlose Handreichung der Universität Nürnberg-Erlangen gemacht: «Video-Tutorials» richtet sich an Pädagog_innen aus Jugendarbeit und Schule. Die Publikation bietet sowohl Hintergrundinfos aus der Forschung, praktische Tipps für die pädagogische Arbeit und viele, viele Beispiele.

Für mich ist die Broschüre teilweise etwas überfrachtet bzw. zu wenig tiefgehend. Umgekehrt finden sich viele weitergehende Informationen zum Weiterlesen.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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