Thema Android »
Das Smartphone zur Webcam gemacht
Der Erfolg einer Veranstaltung ist sehr oft auch abhängig von den Räumen, die einem zur Verfügung stehen. Ganz schlecht ist z.B. ein Vortragsraum, in dem das Podium nicht von allen Plätzen aus zu sehen ist. Steht nur so ein Raum zur Verfügung, ist es dank langfristiger und sorgfältiger Planung möglich, diesem Manko entgegen zu wirken. Was aber, wenn durch einen kurzfristigen Raumwechsel so eine Situation entsteht?
Eine Möglichkeit wäre z.B., ein Video auf eine zusätzliche Leinwand oder einen Monitor zu streamen. Benötigt wird hierfür lediglich ein W-Lan Netz, ein Smartphone sowie ein Laptop mit einem Beamer. Die von mir getesteten kostenlosen Apps Instant Webcam für iOS und IP Webcam für Android generieren sehr schnell eine IP Adresse, über die das per Video aufgenommene Bild gestreamt werden kann. Auch ist es möglich, diese IP Adresse mit mehreren Browsern und somit auch Geräten abzurufen.
Photofunia – Effektvolle Collagen im Handumdrehen
Das eigene Gesicht auf einer Briefmarke, einer Werbetafel oder auf dem Filmplakat eines Blockbusters? Mit PhotoFunia ist dies in wenigen Schritten möglich. Das Online-Collage Tool, welches es zudem als App für iOS und Android gibt, benötigt hierfür lediglich ein Foto. Dieses kann wahlweise hochgeladen, per URL eingebunden oder mit der Webcam aufgenommen werden. Ähnlich wie das hier bereits vorgestellte Yearbook yourself werden zahlreiche Hintergründe und Motive verwendet, um den gewünschten Effekt zu erhalten.
Die Website von Photofunia ist zwar etwas mit Werbung überlastet, bietet aber recht schnell lustige und vielleicht auch kreative Ergebnisse. Innerhalb eines medienpädagogischen Projektes können sich Jugendliche zum Beispiel mit dem Motiv und ihrer Rolle auseinandersetzen und dem Bild durch entsprechende Mimik mehr Ausdruck verleihen.
Sicherheit für die Daten in der Cloud
Viele von uns nutzen Cloud-Dienste, sein es Dropbox, Sugarsync, Google-Drive oder wie sie auch immer heißen mögen. Für unsensible Daten sicherlich kein Problem, was aber, wenn ein komplettes Verzeichnis mit empfindlichen Daten zwischen mehreren Geräten synchronisiert werden soll? Bleibt denn das gute Gefühl des angenehmen Workflows, wenn im Nachbarzimmer wieder über einen neuen Datenskandal in den Nachrichten berichtet wird?
Ich für meinen Teil nutze seit einiger Zeit hierfür das Tool Boxcryptor Classic. Dieses Programm nutzt eine AES 256 Verschlüsselung, um komplette (Cloud-) Verzeichnisse abzusichern. Im Gegensatz zur Container-Verschlüsselung werden hierbei aber alle einzelnen Dateien verschlüsselt, und nicht das komplette Verzeichnis.
Die kostenlose Variante von Boxcryptor ist auf ein Verzeichnis beschränkt und darf nur privat genutzt werden. Dafür gibt es aber keine Beschränkung der Endgeräte mehr. In der Classic Unlimited Personal Edition für 36EUR im Jahr können zudem auch die Dateinamen verschlüsselt werden. Darüber hinaus gibt es zudem Apps für iOS und Android, die einen mobilen Zugriff auf die verschlüsselten Daten ermöglichen.
Meiner Meinung nach ist Boxcryptor eine sehr leicht einzurichtende Software, um Dropbox und Co sicherer zu machen und die privaten Daten zu verschlüsseln.
Das responsive Design mit verschiedenen Geräten testen
Wer in irgend einer Form mit der Erstellung von Internetseiten zu tun hat, stellt sich früher oder später (hoffentlich) die Frage, wie die Seite auf mobilen Endgeräten aussehen wird. Auch wir stehen mit dem Praxisblog kurz vor einem Redesign, unter anderem, weil wir immer öfter technische Schwierigkeiten mit den Plugins für eine mobile Ansicht hatten. Aber dazu im September mehr 😉
Es dürften jedenfalls die Wenigsten von uns sein, die auf ein komplettes Smartphone- und Tablet-Arsenal für umfangreiche Tests zurückgreifen können. Daher möchte ich heute auf den Responsinator aufmerksam machen, eine Website, die nach Eingabe einer beliebigen URL die Optik und die Darstellung einer Seite überprüft und auf den gängigsten Geräten anzeigt.
myEnigma – die zweite sichere Whatsapp-Alternative
Vor einiger Zeit haben wir hier im Blog die App Threema vorgestellt, ein Messenger für iOS und Android, der auf Sicherheit setzt und sich als Alternative zu Whatsapp behaupten will. Allerdings wurden hier unter anderem zwei Einstiegshürden genannt: Die App kostet Geld und es ist derzeit noch nicht möglich, Gruppen zu gründen.
Für den Fall, dass diese beiden Kriterien bei dem Einen oder Anderen zum K.O. führten, möchte ich an dieser Stelle die App myENIGMA vorstellen. Dieser Messenger setzt genau wie Threema auf Ende-zu-Ende Verschlüsselung, kann mit Gruppen umgehen und ist kostenlos. Android-User können sich zudem freuen, da myENIGMA bereits ab Android 2.1 verfügbar ist und nicht wie Threema erst ab Version 4.0.
Meiner Meinung nach ist myENIGMA mit wesentlich weniger Hürden versehen als Threema. Die Oberfläche ist zwar Englisch, aber übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Ich denke zwar nicht, dass Whatsapp abgelöst wird, allerdings kann ich mir den Einsatz sehr gut z.B. in der mobilen Beratung vorstellen oder um die Kommunikation im engeren Freundeskreis verschlüsselt zu halten. Bleibt nur zu hoffen, dass im Gegensatz zum damaligen Namensgeber die Verschlüsselung nicht so schnell von den Alliierten geknackt wird…
UPDATE 26.02.2014
Mittlerweile hat sich eine Menge getan und wir haben uns sehr mit dem Thema „sichere mobile Kommunikation“ beschäftigt, viele Techniker und Pädagogen mit einbezogen und den aktuellen Stand in einem neuen Beitrag zusammengefasst … zum Artikel
Mobile Apps für das Interview unterwegs…
Es dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass Smartphones nicht nur zum Telefonieren erfunden wurden. Vor allem im medienpädagogischen Alltag erschliessen sich immer wieder neue Anwendungsgebiete und Einsatzmöglichkeiten. In diesem Artikel möchte ich Ihnen gerne einige Apps für iOS und Android vorstellen, die sich hervorragend für das Interview zwischendurch oder für die Aufnahme von Podcasts eignen.
Threema – die sichere Whatsapp Alternative
Im Prinzip ist Whatsapp eine super Sache… Der Messenger wird installiert und erkennt automatisch anhand meiner Kontakte, wer die App ebenfalls nutzt. Mit diesen Personen kann ich dann problemlos Nachrichten wie eine SMS verschicken, nur eben kostenlos über die Datenverbindung. Wäre da nicht die Sache mit dem Datenschutz… Leider wird bei Whatsapp nichts verschlüsselt, auch werden die Kontaktdaten von Nicht-Nutzern aus dem privaten Telefonbuch gescannt und auf dem Server der Betreiber gespeichert…
Nun ist mit Threema ein neuer Messenger für iOS und Android aus der Schweiz aufgetaucht, der genau das verspricht, was viele von uns gesucht haben. Datenschutz und Privatsphäre. Die Nachrichten werden mit einer 256 Bit Verschlüsselung übertragen. Ein öffentlicher und ein privater Schlüssel sorgen dafür, dass noch nicht einmal der Betreiber Einblick in die Daten erhält.
Über den Google Reader und meine Suche nach Alternativen
flickr.com/photos/11999593@N04/2809992904
Einige von Ihnen haben ja bestimmt schon mitbekommen, dass Google zum Juli hin seinen sehr beliebten RSS Reader einstellt. Zur Zeit funktionieren noch die Apps und Feed-Reader, erreichbar über google.de ist er bereits jetzt schon nicht mehr. Dieser Schritt von Google hat im Netz für einen großen Aufschrei gesorgt, viele Blogs haben darüber berichtet. Auch mich persönlich betrifft dieser Schritt, da ich den Feed Reader sehr intensiv genutzt habe und nun, nach ein paar Tagen des Nachdenkens muss ich laut in die Welt hinaus rufen: DANKE Google!
Rockapp – die Homezone zum Mitnehmen
Homezone – Der Begriff für einen bestimmten Bereich, in dem ich über eine Festnetznummer auf meinem Handy erreichbar bin. Bislang gibt es nur einen Anbieter im E-Netz, der eine bundesweite Homezone anbietet, ansonsten beträgt der Umkreis in der Regel einige wenige Kilometer um eine festgelegte Adresse herum.
An dieser Stelle ist die kostenlose App Rockapp für iOS und Android zu erwähnen. Nach einer kurzen Anmeldung erhält man eine Festnetznummer aus dem eigenen Ortsbereich. Unter dieser Nummer ist man dann bundesweit auf seinem Handy erreichbar. Das gibt es schon? Richtig, aber Rockapp ist meiner Meinung nach wegen folgender Punkte einen Blick wert:
Kein VOIP
In der Regel funktionieren ähnliche Dienste per Voice Over IP, also über das Datennetz. Das zerrt natürlich am Volumen und macht Gespräche in einer Region mit einer schlechten Netzabdeckung fast unmöglich.
Rockapp funktioniert wie folgt: Der Anrufer wählt die Festnetznummer und wird in eine Warteschleife geschickt. Im gleichen Moment informiert die App über den eingehenden Anruf. Soll dieser angenommen werden, wählt die App ebenfalls eine Festnetznummer und das Gespräch kommt ähnlich wie bei einer Telefonkonferenz zusammen.
Datenschutz
Rockapp ist mir recht positiv im Bereich Datenschutz aufgefallen. Natürlich, wer in Deutschland eine Festnetznummer haben will, muss Name und Adresse angeben – aber das ist überall so. Ansonsten werden keine weitere Daten erhoben. Auch ist für die Nutzung der App kein Zugriff auf das Adressbuch erforderlich.
Auf die Frage, warum keine anderen Rockapp Nutzer im Adressbuch sichtbar sind, antwortet der Betreiber in den FAQ: „… Allerdings steht hier eich großer Aspekt im Vordergrund und dieser ist der Datenschutz. Wir wollen hier eine Lösung bieten die deinen und den Ansprüchen des Datenschutzes gerecht werden. Wir planen nur einen HASH wert der Rufnummer zu übertragen mit der wir testen können ob deine Freunde schon bei rockapp sind selbst die Nummer aber nicht sehen. Aus deiner nummer wird dann z.B.: folgendes 68ac906495480a3404beee …“
Die Qualität der Gespräche ist meiner Meinung nach sehr gut, allerdings müssen Sie folgendes beachten:
Die Kosten
Jedesmal, wenn Sie einen Anruf annehmen, wählt sich Rockapp über eine Festnetznummer in den Gesprächsraum ein. Das bedeutet, dass bei jedem Gespräch die Kosten eines Festnetztelefonates anfallen. Sollten Sie über eine Festnetzflatrate verfügen, ist das gar kein Problem, dann entstehen auch keine Kosten. Verfügen Sie und der Anrufer über eine Festnetzflatrate, können Sie kostenlos miteinander telefonieren, egal wo Sie sich im Bundesgebiet aufhalten.
So eine Homezone ist z.B. sehr interessant für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit, die sehr viel in einem Stadtgebiet unterwegs sind. Festnetzflats sind weiter verbreitet und vor allem günstiger als Flatrates in Mobilfunknetze. Auch Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer, wie sie in der Medienpädagogik oft zu finden sind, können von so einem Angebot profitieren.
Wer also viel unterwegs ist und Wert auf den Service einer guten und günstigen telefonischen Erreichbarkeit legt, wird hier seinen Nutzen finden.
LibreOffice Präsentationen mit einem Android Smartphone bedienen
Viele von Ihnen kennen bestimmt LibreOffice. Dieses kostenlose Office-Paket ist in einigen Einrichtungen eine gern gesehene Alternative zu Microsoft Office. Texte schreiben, Tabellen entwickeln und natürlich Präsentationen vorführen, alles gar kein Problem, auch mit Dateien der Microsoft Programme. Besonders toll finde ich es ja, wenn ich Präsentationen fernsteuern kann, sei es über eine Fernbedienung oder über eine App für mein Smartphone. In diesem Sinne möchte ich Sie gerne auf die kostenlose Android-App LibreOffice Impress Remote aufmerksam machen, mit der man seine Präsentationen steuern kann – eine W-Lan Verbindung natürlich vorausgesetzt.
