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Kollaboratives Screen-Sharing
Erst letztens habe ich ein Tool gesucht, mit dem es möglich ist, mit einer anderen Person über das Internet gemeinsam an einer Datei zu arbeiten. Natürlich gibt es kostenfreie Tools wie z.B. Teamviewer, die einen gewissen Support möglich machen, aber richtig zusammen arbeiten?
Gefunden habe ich das noch kostenlose Programm Screenhero für Windows und Mac. Noch kostenlos, weil das Programm schon recht lange Beta ist und die Programmierer nach Vollendung dieser Phase Preismodelle einführen wollen, an dessen Gestaltung man sich als Kunde beteiligen kann.
Aber zurück zum Programm… Screenhero wird heruntergeladen und installiert. Über einen integrierten Messenger wird Kontakt zum Gegenüber aufgenommen, mit dem dann entweder ein bestimmter Teil oder der komplette Desktop geteilt wird. Das besondere ist, dass bei Screenhero jeder Teilnehmer einen eigenen Mauszeiger hat und parallel an Dokumenten gearbeitet werden kann.
HTML5-Präsentationen reloaded
HTML5 gehört in mehr und mehr Bereichen die Zukunft. Auch in dem der webbasierten Präsentationen. Jüngst habe ich über impress.js und seine Webeditoren geschrieben, nun ist mir mit reveal.js ein weiteres kostenloses Angebot über den Mauszeiger gelaufen.
reveal.js ist sehr an dem klassischen Diakonzept orientiert und wirkt daher etwas statischer als impress.js oder Prezi. Dafür sind Präsentationen im eigenen Webeditor schneller und angenehmer erstellt. Das Angebot wirkt sehr ausgereift und bietet damit eine neue Möglichkeit für die Medienpädagogik, Präsentationen via Browser zu erstellen. Eine detaillierte Besprechung von reveal.js findet sich bei t3n.
[via Matthias Andrasch]
Git und die Medienpädagogik
CC BY Jason Long
Git ist fast allen MedienpädagogInnen sicher schon einmal begegnet – meist auf Entwicklungsplattformen für freie Software wie github.
Dennoch spielt es etwa in der aktiven Medienarbeit kaum eine Rolle und das durchaus nicht unberechtigt. Denn schließlich ist es vor allem ein EntwicklerInnenwerkzeug, recht komplex und damit nicht unbedingt leicht zu erlernen.
Ich habe es dennoch getan 🙂 und bin seitdem mehr denn je der Überzeugung, dass Git einen Platz in bestimmten Bereichen der Medienpädagogik haben sollte. Die Motivationen und Zielvorstellungen können ganz verschieden sein:
- Wer Websites und Programme in medienpädagogischen Projekten entwickelt, der/die sollte sich dabei an Tools und Workflows der Profis orientieren. Genauso wie Jugendliche Grundkenntnisse im Programmieren haben sollten, sollten sie auch Tools kennen, die rund um die Entwicklungsarbeit eingesetzt werden.
- Für die Beurteilung von OpenSource-Software (für Jugendliche ebenso wie für MedienpädagogInnen) ist die Funktionsweise von Git essenziell. Nur so kann beurteilt werden, wie breit die EntwicklerInnenbasis ist oder wie dynamisch die Entwicklung ist.
- Und schließlich kann es für manche Projekte einfach sehr hilfreich sein, eine Software wie Git einzusetzen, um unkompliziert und effizient zusammenzuarbeiten.
Zugegebenermaßen ist Git schon ein bisschen nerdy. Die Auseinandersetzung damit ist jedoch medienpädagogisch geboten und macht an manchen Stellen das Leben leichter. In diesem Artikel möchte ich mögliche Anwendungsgebiete skizzieren und Quellen auflisten, um Git zu lernen und zu lehren. Den ganzen Beitrag lesen
Schöne Präsentationen ohne Prezi und Flash
Über impress.js habe ich schon früher geschrieben – und zugegebenermaßen war ich damals offenbar ein wenig zu sehr beeindruckt vom Ergebnis der Präsentationslösung. Denn eine Präsentation im dreidimensionalen Raum inkl. Farben und Schriften per HTML zu gestalten hat sich beim ersten Ausprobieren als mehr als sportlich rausgestellt.
Doch Hilfe naht: Es gibt erste impress.js-Editoren, die im Browser laufen und mit denen sich entsprechende Präsentationen sehr leicht und intuitiv erstellen lassen. Der stabilste und am besten gepflegte ist meiner Meinung nach „Strut„. Doch damit bekommt mensch nicht nur einfach schöne Keynotes, die sich auch offline abspielen lassen: Strut ist OpenSource, lässt sich kostenlos downloaden und läuft auf einem beliebigen Server, also etwa auch auf einem lokalen wie XAMPP.
Kostenlos, offline erstellte, offline abspielbare Präsentationen, die super aussehen und noch dazu ohne Flash auskommen – damit wird impress.js fast vollständig zur Prezi-Alternative. Einzig das kollaborative Erstellen fehlt bisher.
Auf der Wiki-Seite zu impress.js finden sich noch weitere Editoren, Präsentationsbeispiele sowie andere Tools für die Software, inkl. einer Notizen-Konsole für Vortragende.
Doodle-Alternativen mit Blick auf Datenschutz
Termine online koordinieren – das ist eine feine Sache und Doodle ist für viele Menschen ein Dienst, der nicht mehr wegzudenken ist. Allerdings untersagen viele Firmen und IT-Richtlinien aus datenschutzrechtlichen Gründen die Nutzung von Doodle.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne eine schöne Alternative vorstellen, den DFNTerminplaner vom Deutschen Forschungsnetz. Bewusst wird hier der Fokus auf den Datenschutz gelegt, es werden keine IP Adressen gespeichert, es ist keine Anmeldung erforderlich und es werden keine Daten weitergegeben. Sehr schön finde ich auch die Option, eine Umfrage mit einem Ablaufdatum zu versehen. Mit diesem Datum werden dann auch sämtliche gespeicherten Daten vom Server gelöscht.
Ein ähnliches Angebot findet man auf der Seite der Technischen Universität Dresden. Hier besteht neben der Funktion der Terminabsprache auch die Möglichkeit, ein ganz normale Umfrage zu gestalten.
Ansätze von Partizipation im Netz
ePartizipation ist das Buzzword 2012 in Politik, Jugendarbeit und Medienpädagogik und überall in der Republik und darüber hinaus werden Hintergründe und Grundlagen diskutiert, Konzepte erstellt, ausprobiert und weiterentwickelt.
Einen wichtigen Beitrag für diese Diskussionen leisten Ulrike Wagner und Niels Brüggen mit ihrem Artikel „Von Alibi-Veranstaltungen und ‚Everyday Makers‘ – Ansätze von Partizipation im Netz“ (PDF | 500KB), der ab sofort kostenlos online verfügbar ist (unter CC BY-SA). Mit Blick auf ePartizipation mit und über SocialWeb-Angebote skizzieren die AutorInnen Anforderungen an Partizipation, Formen von partizipativem Medienhandeln Jugendlicher, konkrete Partizipationsprojekte sowie Implikationen für die Medienpädagogik.
Der Artikel ist Teil des Buchs „Partizipation und Engagement im Netz – Neue Chancen für Demokratie und Medienpädagogik“, das in diesen Tagen erscheint und hier bestellt werden kann. Ausgewählte Artikel wie der vorliegende werden im nächsten Jahr im Abstand von zwei Monaten auch kostenlos im Netz veröffentlicht. Wir werden berichten.
Audio Post-Produktion online mit Auphonic
Mit Auphonic möchte ich Ihnen heute einen online-Dienst vorstellen, der eine anspruchsvolle Audio Post-Produktion verspricht. Der Vorteil von Web-Angeboten liegt auf der Hand: Es ist egal, welches Betriebsystem auf einem Computer installiert ist, auch der Besitz einer Schnitt- und Bearbeitungssoftware ist nicht erforderlich.
Rohaufnahmen können bei Auphonic in verschiedenen Dateiformaten hochgeladen werden. Dort übernimmt der Web-Service dann eine umfangreiche und voll automatisierte Optimierung der Datei. So werden z.B. unterschiedliche Lautstärken, die nunmal in einem Interview entstehen, automatisch angeglichen, Musik, Sprache und andere Hintergrundeffekte werden berücksichtigt und von Störgeräuschen befreit.
Auphonic ist ein wirklich feines Angebot, unsere Testdatei wurde sehr schnell bearbeitet und das Ergebnis hat überzeugt.
Eltern im Netz – Wie begleite ich mein Kind?
Facebook ist in aller Munde und wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen immer beliebter. Eltern, die selbst nichts oder nur wenig mit sozialen Medien am Hut haben, nehmen im Zusammenhang mit diesem sozialen Netzwerk meist nur die negativen Schlagzeilen wahr – und möchten ihre Kinder am liebsten ganz davon fernhalten.
Die Ängste sehen etwa so aus: „Häufiger Internetkonsum macht dick, dumm und süchtig, Kinder sind auf Facebook Cybermobbing und Betrügern ausgesetzt und werden eh nur abgezockt, Facebook ist Zeitverschwendung“ etc. Doch ein Facebook-Verbot für den Nachwuchs ist sicher keine gute Option, denn das lässt sich weder kontrollieren, noch wird es dem heutige Mediennutzungsverhalten junger Menschen gerecht.
Aufklärung tut also Not, denn nur wer versteht, was Facebook Jugendlichen bietet, wo eher Vorsicht geboten ist und wie eine pädagogisch sinnvolle Begleitung der eigenen Kinder aussehen kann, ist in der Lage, seinem Kind bei der Nutzung sozialer Medien hilfreich zur Seite stehen.
Aus diesem Grund haben Tobias Albers-Heinemann, Autor im Medienpädagogik-Praxis Blog, und Björn Friedrich das Facebook-Buch für Eltern geschrieben, welches ab 28.10.2012 im Handel erhältlich ist. Beide Autoren haben in dem über 300-seitigen Buch ihre jahrelangen Erfahrungen in der medienpädagogischen Kinder-, Jugend- und Elternarbeit zusammengefasst und bieten zudem das Kernkapitel „Eltern im Netz – Wie begleite ich mein Kind“ komplett kostenlos als PDF zum Download an.
