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Festplatten sicher löschen

flickr.com/photos/ladymixy-uk/

Datenschutz ist ein wichtiges medienpädagogisches Thema – nicht nur in Bezug auf Facebook & Konsorten. Immer wieder kommt es auch nach Projekten vor, dass Datenträger gelöscht werden müssen – Entweder werden sie entsorgt oder gehen in die Hände Anderer über. Nun ist nicht jedem Menschen klar, dass die Daten einer normal formatierten Festplatte relativ einfach wiederhergestellt werden können. Damit so etwas nicht passieren kann, müssen sie fachgerecht überschrieben werden. Kleine Tools und Bordmittel bieten diese Funktion an, angefangen von einmal bis 35mal Überschreiben, wobei letzteres eher einen psychologischen Sicherheitseffekt bringen dürfte.

Menschen, die mit Mac OS-X arbeiten, können in diesem Fall auf die Apple Bordmittel zurückgreifen. Im Festplattendienstprogramm einfach den entsprechenden Datenträger auswählen, den Reiter „Löschen“ wählen und unter „Sicherheitsoptionen“ die gewünschte Methode auswählen.

Für Windows User stehen verschiedene kostenlose Tools zur Verfügung. Sofern ein externer Datenträger gelöscht werden soll, ist z.B. die Freeware WipeDisk zu empfehlen. Auf der übersichtlichen und deutschen Oberfläche sollte sich jeder zurecht finden. Auch hier stehen verschiedene Sicherheitsstufen zur Verfügung.

Wenn jedoch eine komplette Systemfestplatte oder Partition gelöscht werden soll, eignen sich sehr gut Programme, die auf der DOS Ebene agieren. In diesem Fall muss eine Boot-CD oder Diskette erstellt werden, von der aus das Tool gestartet wird. Empfehlenswert sind an dieser Stelle DBAN und KillDisk. Bei diesen beiden Programmen ist es wegen dem DOS Zugriff auch nicht wichtig, welches Betriebssystem auf dem PC läuft, es kann also sowohl unter Windows wie auch unter Linux angewendet werden.

Auf jeden Fall sollte mensch sich sehr viel Zeit einplanen. Das Überschreiben ist zwar sicherer als nur das Formatieren, allerdings dauert es auch wesentlich länger. Eine 1TB Festplatte kann dann z.B. unter Mac OS 10.7 (einmal überschreiben) zwischen 10 und 12 Stunden in Anspruch nehmen.

Die genannten Programme und Möglichkeiten sind nur einige unter vielen. Was benutzen Sie für das sichere Löschen eines Datenträgers?

Tobias Albers-Heinemann Kurzbio
Hat 2006 mit Eike Rösch das Praxis-Blog gegründet und 10 Jahre lang als Herausgeber gearbeitet. Pressereferent und Medienpädagoge mit den Schwerpunkten: Eltern- und Lehrerbildung, Jugendbeteiligung, Erwachsenenbildung, digitale Kommunikation, Webvideo, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit.

Heute mal ohne … Dropbox

Dateisynchronisation in der Cloud in der Medienpädagogik

"Clouds" von naturegeak auf flickr.com (cc by-sa)

Manchmal bin ich doch überrascht. Insbesondere, wenn Menschen, die sonst sehr skeptisch gegenüber dem Internet sind, Dateien völlig unbedarft bei cloudbasierten Datensicherungs- und Dateisynchronisations-AnbieterInnen wie Dropbox hochladen.

Denn egal wie mensch zu Datenschutz und Datensicherheit steht – ich finde es ein wichtiges Prinzip für die Medienpädagogik, gerade bei Projekten mit Jugendlichen auf eigene Services zurückzugreifen, möglichst wenig Werbung für kommerzielle AnbieterInnen zu machen und möglichst wenig Daten aus der Hand zu geben.

Und das kann auch in diesem Bereich klappen: WebDAV ist sehr schnell eingerichtet (weil von vielen WebhosterInnen angeboten) und funktioniert gut und auf fast allen Systemen. Tahoe-LAFS hört sich vielversprechend an und auch SSHFS könnte eine Alternative sein (beide von mir nicht getestet).

Kennen Sie weitere Lösungen? Wie synchronisieren Sie Dateien dezentral?

(Dieser Artikel ist übrigens nicht inspiriert von der aktuellen Nachricht über die Dropbox-Lüge oder der des potenziellen-Zugriffs von US-Behörden auf Dropbox-Dateien. Aber die Meldungen haben mich bestärkt. :-))

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Jugendliche anschaulich sensibilisieren – pleaserobme

Screenshot von pleaserobme.com

MedienpädagogIn sein ist schwer. Besonders wenn sensibilisierende Gespräche geführt werden sollen ohne dabei den belehrenden und aufmerksamkeitssenkenden Zeigefinger zu heben. Veran-schaulichen und bis zu einem gewissen Grad unterhalten ist die Devise.

Bei der aufklärenden Beantwortung der Frage: was stelle ich ins Netz, welche Dienste nutze ich und was passiert mit meinen Daten hilft pleaserobme. Ich – ein Einbrecher auf der Suche nach einem möglichen Zielobjekt – bekomme hier die Informationen die ich brauche: ist der/die BewohnerIn zu Hause oder nicht? Wenn nicht, wie lange wird er/sie in etwa wegbleiben? Um an diese Informationen zu kommen brauche ich mich nicht einmal der Gefahr aussetzen am späteren Tatort zufällig gesehen oder gar überwachungsgefilmt zu werden. Dank pleaserobme sehe ich, dass meine Zielperson in einer Weinhandlung auf Weinsuche ist und ich mir schätzungsweise eine Stunde Zeit lassen kann. Klasse!

Die Seite an sich ist nur eine modifizierte Twitter-Such-Seite, die Services wie Foursquare, Brightkite, Google Buzz usw. nutzt. Das sind alles Dienste mit denen mensch seinen Bekannten und Freunden (so wird die Sache umschrieben und angepriesen) mitteilen kann wo man hingeht oder gerade ist.

Um das Sensibilisierungsgespräch vielleicht noch etwas anschaulicher und eindringlicher zu machen, bietet es sich an eine Versuchsperson eine Versuchsroute aufzeichnen zu lassen. Je emotionaler die Empfindungen der TeilnehmerInnen, desto größer der Wiedererinnerungswert.

Mario von Wantoch-Rekowski Kurzbio
Mario von Wantoch-Rekowski zog es von Berlin nach Rheinland-Pfalz und er arbeitet hauptberuflich beim Landesfilmdienst RLP e.V.. Er studierte Medienkommunikation und kam über seine Studienschwerpunkte Medienpsychologie und -ethik zur Medienpädagogik. Neben seiner praktischen Arbeit versucht er sich auch immer wieder an neuen medialen Entwicklungen und deren möglichen medienpädagogischen Nutzen. Seine Schwerpunkte im Blog sind Medienpsychologie, Jugendschutz und (freie) Spiele.

Bestrafen Sie sich für Ihre Schlamperei!

lose-lose: Medienpädagogik einmal anders

Lose/Lose für den Mac

Worin liegt der Reiz ein Computerspiel zu spielen? Ist es das Messen mit anderen Spielern und Freunden, ist es der Drang sich zu verbessern und seine bereits erreichten Scores weiter zu erhöhen? Wissenschaftler denken schon lange über diese Frage nach und unterschiedliche Forschungen bringen unterschiedliche Ergebnisse hervor.

Ich möchte mich an dieser Stelle aber damit begnügen eine Anregung für einen Selbstversuch zu liefern. Aber Achtung, der Einsatz ist höher als alles dagewesene und „Esc“ und „Restart Level“ und dergleichen fallen aus: Es geht um Ihre Daten! Das Prinzip von lose/lose ist einfach und ähnelt dem Spiel „Space Invaders“. Der/die SpielerIn muss Aliens abschießen, doch jeder Abschuß wird nicht wie gewohnt mit einer bestimmten Punktzahl belohnt sondern mit dem Löschen einer Datei des Computers.

Ich nenne das ein wirklich innovatives (okay, es gab unter DOS schon ein ähnliches Tool) und medienpädagogisch nützliches Spielkonzept, insbesondere für alle retardierten Ordnungsfanatiker unter uns denen der Mut gefehlt hat Zeit für den „digitalen Frühjahrsputz“ aufzuwenden. Die Touristen unter den Lose/Lose-Spielern cheaten und erstellen vor dem Spielgbeginn ein Image – aber ich stehe dazu.

via Macwelt

Mario von Wantoch-Rekowski Kurzbio
Mario von Wantoch-Rekowski zog es von Berlin nach Rheinland-Pfalz und er arbeitet hauptberuflich beim Landesfilmdienst RLP e.V.. Er studierte Medienkommunikation und kam über seine Studienschwerpunkte Medienpsychologie und -ethik zur Medienpädagogik. Neben seiner praktischen Arbeit versucht er sich auch immer wieder an neuen medialen Entwicklungen und deren möglichen medienpädagogischen Nutzen. Seine Schwerpunkte im Blog sind Medienpsychologie, Jugendschutz und (freie) Spiele.

Aktiver Verbraucherschutz beginnt beim Verbraucher!

Hilfe beim sicheren Umgang mit dem Internet bietet "Verbraucher sicher online"

Hilfe beim sicheren Umgang mit dem Internet bietet "Verbraucher sicher online"

Datenklau und illegaler Handel mit Daten hin oder her, am Anfang steht immer der Konsument der seine Daten preis gibt. Das soll nicht heißen, dass jedeR dessen Daten gehandelt werden ausschließlich selbst die Verantwortung dafür trägt. Ein sparsamer und bewusster Umgang mit seinen Daten kann aber helfen den Missbrauch einzuschränken.

Hilfe bietet dabei die Seite Verbraucher sicher online von der TU Berlin und das Partnerprojekt Surfer haben Rechte vom Verbraucherzentrale Bundesverband, die vom BMELV (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) gefördert werden. Unter den Rubriken „Sicher online“, „Meine Daten sichern“ und „Computer absichern“ werden Hinweise zum sichereren Umgang gegeben, ggf. gibt es Anleitungen nach denen mensch Schritt für Schritt den Empfehlungen nachkommen kann. Außerdem wird an geeigneter Stelle immer wieder auf die betreffenden Rechte eines Users eingegangen und auf weiterführende Beiträge anderer Seiten verwiesen.

Derzeit befindet sich die Seite noch in der Beta-Phase, macht aber schon einen gut ausgearbeiteten Eindruck. MedienpädagogInnen können also schon bei der nächsten Informationsveranstaltung hierauf verweisen, zumal auch Verstöße gemeldet werden können.

Mario von Wantoch-Rekowski Kurzbio
Mario von Wantoch-Rekowski zog es von Berlin nach Rheinland-Pfalz und er arbeitet hauptberuflich beim Landesfilmdienst RLP e.V.. Er studierte Medienkommunikation und kam über seine Studienschwerpunkte Medienpsychologie und -ethik zur Medienpädagogik. Neben seiner praktischen Arbeit versucht er sich auch immer wieder an neuen medialen Entwicklungen und deren möglichen medienpädagogischen Nutzen. Seine Schwerpunkte im Blog sind Medienpsychologie, Jugendschutz und (freie) Spiele.

Die 25 gefährlichsten Programmierfehler

Viele medienpädagogische Projekte berühren – zumindest minimal – die Software-Entwicklung: Vielleicht nur in Form von ein paar Javascript-Erweiterungen von statischen Webseiten, vielleicht in Form von ein paar PHP-Dateien für eine dynamische Webseite, vielleicht in der Form von ein paar Zipfeln Actionscript in einem Flash-Movie oder -Spiel, und demnächst sicherlich auch in Form von Menüs auf Blu-ray Disc. Den ganzen Beitrag lesen

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