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Programm-Shortcuts unter MacOS anzeigen lassen.
Vielleicht arbeiten Sie ja auch so gerne mit Shortcuts wie ich? Irgendwie geht alles schneller, flüssiger und eleganter. Das Problem ist allerdings, dass eigentliche fast alle Programme die ich habe mit unterschiedlichen Shortcuts zu bedienen sind. Und irgendwie habe ich dann auch wenig Lust, die entsprechenden Kürzel im Netz zu suchen. Abhilfe schafft mir hier das kostenlose Tool CheatSheet (leider nur) für MacOS. Einmal gestartet läuft es im Hintergrund und zeigt nach einem zwei Sekunden langen Klick auf die CMD Taste die Shortcuts des aktiven Programmes an. Ein wirklich sehr gutes Tool, zumindest für meinen Arbeitsalltag…
Paint.NET – kostenlose Bildbearbeitung unter Windows
Heute möchte ich Ihnen wieder einmal ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm für Windows vorstellen. Paint.NET wurde von der Washington State University und Microsoft entwickelt und war vorerst als Ersatz für MS Paint gedacht. Doch dank der zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten durch verschiedene Plugins hat sich die Freeware zu einem guten und empfehlenswerten Bildbearbeitungs-Tool gemausert. Mit Hilfe des Paint.NET PSD Plugins können sogar Photoshop Dateien rudimentär bearbeitet werden. Paint.NET ist kostenlos, zwar nicht so umfangreich an Funktionen wie z.B. Gimp, dafür aber wesentlich übersichtlicher. Viel Spass damit…
Sicher gemeinsam an Dateien arbeiten
Dezentrale Projektteams sind auch in der Medienpädagogik immer mehr die Regel. Und Cloudlösungen damit ebenfalls. Sollen die Daten auf dem eigenen Server bleiben und soll eine Alternative zu kommerziellen Lösungen wie Dropbox&Co., ist ownCloud da sicher die beste Lösung – wenn es um ein Rundumpaket mit Kalender, Kontakten, Fotos usw. geht.
Sollen aber „nur“ Dateien im Team synchronisiert und gemeinsam bearbeitet werden, dann ist für mich SparkleShare die beste Wahl. Die kostenlose Software gleicht einen lokalen Ordner mit einem Webserver ab (kann der eigene sein) und das meiner Meinung nach weitaus souveräner als andere Lösungen.
Sparkleshare bietet folgende Vorteile:
- Vertraulichkeit: Die Dateien werden in keinem Webverzeichnis auf dem Server abgelegt, damit können auch keine Deeplinks entdeckt werden.
- Sicherheit: Sparkleshare arbeitet ohne PHP; die Dateiübertragung läuft verschlüsselt per SSH.
- Fehlertoleranz: Zu allen Dateien gibt es eine ausführliche History; vorhergehende Versionen können problemlos wiederhergestellt werden.
Aber auch Nachteile müssen genannt werden:
- Es gibt keine ausgefeilte UserInnenverwaltung; alle UserInnen sehen daher alle Dateien auf einem Server.
- Sparkleshare kann nicht mit WebDAV o.ä. genutzt werden.
Dennoch kann ich die Software sehr empfehlen, gerade für geschlossene Teams, die dezentral Dateien synchronisieren möchten – oder auch ein medienpädagogisches Projekt mit gemeinsamem Zugriff auf eine zentrale Dateibasis, bspw. bei Website-, Foto- oder Zeitungsprojekten. Sparkleshare ist erhältlich für Windows, Linux und Mac OS X. Die Installation auf dem Webserver ist gnadenlos einfach, benötigt wird allerdings SSH-Zugriff beim Hoster.
[Dank an Christian Scholz]
HTML5-Games selber machen
Gamedesign wird ein immer wichtigerer und selbstverständlicherer Teil der Aktiven Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mit „Construct 2“ bekommen MedienpädagogInnen nun ein einfaches, mächtiges und zunächst kostenloses Tool an die Hand, um in Projekten einfache HTML5-Spiele zu gestalten.
Die Software ist für Windows verfügbar und kann auf der Website herunter geladen werden. Sie ist recht intuitiv bedienbar und liefert schnell erste Ergebnisse. Einziger Wermutstropfen: Momentan gibt es Construct2 nur auf Englisch.
[via Matthias Löwe, danke!]
Ein Butler für Installationsprozesse
Zu den Aufgaben eines/einer MedienpädagogIn gehört meist auch die Systempflege von Rechnern. Und wenn Systeme neu installiert werden müssen, sind – gerade bei freier Software – immer wieder die gleichen Dinge zu tun: Download, ausführen, Download, ausführen, …
In solchen Momenten ist Ninite ein Segen: Die Website erlaubt es, bis zu (derzeit) 89 im Netz verfügbare Software-Pakete als eine Installationsdatei herunterzuladen und auf einmal auszuführen. Das Angebot ist kostenlos, funktioniert ohne Registrierung und ist derzeit für Windows und Linux verfügbar.
[Dank an Rüdiger Fries]
Webserver mal einfach
"HTML" von nidhug auf flickr.com (cc by-nc-sa)
Es haut mich immer wieder um zu entdecken, welche Schätze unter der Haube von Betriebssystemen schlummern. Neuester Anlass ist „Simple HTTP Server“, der zu der Standardaustattung von Linux (und in dem Fall damit auch zu OS X) gehört. Damit wird das Verzeichnis, in dem ich diese Funktion ausführe, lokal im Browser unter dem Port 8000 freigegeben.
Die Eingabe von „python -m SimpleHTTPServer“ in die Befehlszeile (also unter OSX im Terminal) startet den Dienst. Fertig. 🙂
So werden natürlich keine Websites veröffentlicht, aber ich denke, dass Simple HTTP Server sehr praktisch ist, wenn es darum geht, kleine HTML-Experimente mal eben auszuprobieren, etwa in einem Webgestaltungs-Seminar in der Medienpädagogik. Mehr Informationen zu dem Dienst finden sich in der Python-Dokumentation.
[via seeseekey, dort auch weitere Alternativen in den Kommentaren]
Drehbücher schreiben – einfach und schön
Screenshot aus dem Texteditor
Ausführliche Drehbücher nach allen Regeln der Kunst sind bei Videoprojekten in der Medienpädagogik eher selten, aber immer wieder gibt es Prozesse, wo Jugendliche lernen möchten, wie das funktioniert – und wie ein Drehbuch aussehen sollte. Für solche Momente ist es gut, „Fountain“ im Blick zu haben.
Fountain ist nicht etwas ein Drehbucheditor, sondern eine Markdown-Syntax. Damit ist es möglich, in jedem einfachen Texteditor ein Drehbuch nach bestimmten Regeln „runterzuschreiben“. So bleibt der Text einerseits lesbar, kann aber von bestimmten Programmen oder Websites konvertiert werden.
Fountain hat sich mittlerweile zu einem Standard entwickelt und vereinfacht daher nicht nur kreative Prozesse in der Medienpädagogik, sondern ist für Jugendliche, die mit einem FilmemacherInnen-Beruf liebäugeln, auch eine sinnvolle Qualifikation.
Wenn Broschüren bearbeitet und kommentiert werden
"Books" von shutterhacks auf flickr.com (CC by)
Die Medienpädagogik ist ein sehr dynamisches Feld, in dem PädagogInnen viel Wissen und Erfahrung benötigen – und sie auch erfreulicherweise gerne dokumentieren und weitergeben. Im Netz passiert das dynamisch in Blogs, per Twitter oder Facebook – oder eher statisch per PDF-Publikation.
„Substance“ macht das noch einfacher und schließt die Lücke zwischen PDF und Blog: Mit der Webapplikation können Texte online (kollaborativ) geschrieben und veröffentlicht werden – auf eine sehr ästhetische Weise. Und LeserInnen können nicht nur den gesamten Text, sondern auch einzelne Abschnitte kommentieren und/oder auf Wunsch auch verändern. Und Substance ist nicht nur kostenlos online nutzbar, sondern kann auch frei auf dem eigenen Server installiert und genutzt werden.
[via workshop.ch]
259 auf einen Streich
Screenshot von der Website
Immer wieder bin ich sprachlos: Fand ich es schon abgefahren cool, einen kompletten Webserver via XAMPP oder MAMP auf dem eigenen Rechner oder gar einem USB-Stick laufen zu lassen, geht das noch viel abgefahrener: AMPPS bietet ähnlich wie die genannten Pakete alles, was mensch für einen Webserver auf einem beliebigen Rechner braucht, aber zusätzlich 259 CMSe, Blogsysteme, Wikis, Kalender, Shops, und und und!
Das bedeutet konkret: Nach der Installation von AMPPS können mit wenigen Mausklicks alle mitgelieferten Pakete automatisiert auf einem lokalen Rechner installiert werden. Jede Applikation ist dabei vorkonfiguriert und so nach wenigen Sekunden einsatzbereit, ohne auf die Konfiguration von Datenbanken, Dateien, Ordnern o.ä. achten zu müssen.
Das ist ein wahres Geschenk für die Medienpädagogik, denn so können fürs persönliche Ausprobieren, aber auch für Seminare oder kurze Workshops die gängigsten Webanwendungen „mal so“ lokal installiert werden. Und AMPPS ist dazu noch kostenlos zu haben. Da fehlen mir (fast) die Worte.
[via 1000ff, dort auch ein ausführlicher Test]

In der medienpädagogischen Projektarbeit ist es heute üblich den Teilnehmenden die Ergebnisse ihrer Arbeit in Form von CDs oder DVDs mitzugeben. Dies erscheint auch sinnvoll, denn so kann die Produktion eines Films erlernt und reflektiert werden, also der Prozess von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung. Aber auch zum Archivieren der Ergebnisse sind Programme zum Erstellen von DVDs sehr gut geeignet. Was liegt da näher als hier zwei Programme vorzustellen, mit denen auf einfache und leichte Weise DVDs mit GNU/Linux erstellt werden können.