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Danke für 20 Jahre: Der Medienpädagogik Praxis-Blog sagt Tschüss

Liebe Freund*innen des Medienpädagogik Praxis-Blogs,

wie euch sicher schon länger aufgefallen ist, liefert dieser Blog seit einiger Zeit kaum noch neue Beiträge. Das Redaktionsteam kann die Aktivitäten aufgrund knapper zeitlicher Kapazitäten nicht fortführen, weshalb wir immer wieder nach Lösungen und zuletzt nach engagierten Nachfolger*innen gesucht haben.

Im Laufe der Zeit hat sich zudem herausgestellt, dass ein umfangreicher technischer Relaunch nötig wäre, um das zugrunde liegende WordPress-System, das bereits in die Jahre gekommen ist, an aktuelle Anforderungen anzupassen.
Da sich weder Nachfolger*innen noch ausreichende finanzielle Ressourcen finden ließen, haben wir entschieden, den Medienpädagogik Praxis-Blog einzustellen und zu archivieren.

Auch wenn der Praxis-Blog geht, gibt es mehrere Elemente, die aus unserem Blog hervorgegangen sind und weiterbestehen werden:

1. Das Medienpädagogik Praxiscamp wird fortgeführt.
Die wunderbare, erfolgreiche Barcamp-Reihe feierte im letzten Jahr ihren 10. Geburtstag. Das Praxiscamp wurde 2025 zudem als herausragendes medienpädagogisches Netzwerkprojekt mit dem renommierten „Dieter Baacke Preis“ ausgezeichnet. Das Orga-Team macht weiter und lädt in diesem Jahr zum 11. Praxiscamp nach Erfurt ein: 03. und 04.09.2026.

2. Die Domain und Social-Media-Kanäle bleiben bestehen.
Die Domain medienpaedagogik-praxis.de sowie die dazugehörigen @medienpaed-Social-Media-Accounts bleiben erhalten. Auf den Kanälen wird künftig das Praxiscamp-Orga-Team übernehmen und in erster Linie rund um das Praxiscamp berichten. Was langfristig mit der Domain geschieht, ist noch offen. In jedem Fall sollen Domain und Kanäle weiterhin mit offenen und zugänglichen medienpädagogischen Angeboten verbunden bleiben.

3. Die Blogbeiträge werden archiviert.
Die bisherigen Beiträge verschwinden nicht im digitalen Nirvana, sondern werden für mindestens 10 Jahre archiviert. Dieses Archiv wird aus sicherheitstechnischen Gründen nicht öffentlich zugänglich sein, sondern passwortgeschützt bereitgestellt.
Alle Inhalte werden gesichert, sodass bei Bedarf und auf konkrete Anfrage Zugriff ermöglicht werden kann.

Für euch bleiben nun noch vier Wochen, um ein letztes Mal im Blog zu stöbern und gegebenenfalls Inhalte für euch zu sichern. Ende April wird der Praxis-Blog vom Netz gehen und durch eine statische Seite ersetzt. Dort findet ihr auch Informationen dazu, wie ihr Zugang zum Archiv erhalten könnt.

Die Grundidee des Blogs bleibt erhalten: Gute Materialien, Methoden, Projektbeispiele, Tipps, Tricks und aktuelle Informationen für die medienpädagogische Praxis werden im Praxiscamp ausgetauscht, dokumentiert und öffentlich verfügbar gemacht.

Für den Moment danken wir euch allen fürs Mitschreiben, Mitlesen, für eure Spenden und dafür, dass das „Medienpädagogik Praxis-Blog“ 20 Jahre lang ein spannendes und wegweisendes Projekt war.
Die Medienpädagogik entwickelt sich auf dieser Grundlage in neuen Formen weiter.

Herzliche Grüße
Gerrit Neundorf, Sandra Schön, Lambert Zumbrägel, Björn Friedrich und Kristin Narr

PS.: Es gibt noch Pat*innen, die den Blog regelmäßig finanziell unterstützen. Bitte stellt eure Daueraufträge ein oder leitet sie an andere gemeinnützige Projekte weiter. Merci ?

Kristin Narr Kurzbio
ist Medienpädagogin (Mag.). Sie konzipiert und führt Workshops, Projekte und Veranstaltungen zum Einsatz digitaler Medien und zu Themen wie digitaler Jugendbeteiligung, Open Educational Resources sowie partizipativen Instrumenten und Formaten durch.
Verfasst am 26.03.2026
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Medienpädagogik Praxiscamp – der 10. Geburtstag

Am 04./05. September 2025 feiern wir in Würzburg den 10 Geburtstag des Praxiscamps. Und vielleicht auch den 20. Geburtstag des Medienpädagogik Praxisblogs. Denn zum 10. Geburtstag haben wir uns selber das Praxiscamp geschenkt.

Was den Blog angeht: Aktuell werden im Hintergrund die Fäden gezogen, um eine neue Struktur für Redaktion und Trägerschaft auszuloten. Bis zum Praxiscamp wissen wir mehr.

Wenn Du mitfeiern willst meld Dich schnell im Camper an. Noch sind Hotelkontingente und Plätze zu kriegen.

Wer noch ein bisschen Atmo schnuppern will, hier mal ein kleines Stimmungsvideo von Hannes, der wirklich auf allen 10 Praxiscamps dabei war.

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 05.05.2025
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In eigener Sache: Spendenaufruf

Die Redaktion hat eine Nachricht an Euch alle, die ihr den Blog lest und vielleicht sogar liebt. Der Blog ist technisch in die Jahre gekommen und braucht dringend einen Relaunch, damit er wieder zu dem wird, was er und wir alle verdient haben.

Als ehrenamtlich produzierter und finanziell unabhängiger Blog brauchen wir dafür einfach mal – über die regelmäßigen Spender hinaus – Geld. Etwas haben wir schon angespart, aber um alles wirklich umsetzen zu können, brauchen wir Euch und Eure Unterstützung und ca. 5.000,- €.

Wir möchten:

  • das Design aktualisieren und für mobile Geräte optimieren
  • die Kommentarfunktion wieder herstellen
  • die Autor:innenanzeige wieder aktivieren
  • die Verknüpfung mit Social-Media-Kanälen wieder aktivieren
  • die Durchsuchbarkeit des Blogs optimieren
  • die Fehlersuche (tote Links etc.) verbessern
  • und noch einiges mehr.

Nach jetzt über 15 Jahren eine lange Liste technischer Updates, damit die Inhalte auch dahin kommen, wo sie hin sollen.

Wer spenden will, kann hier klicken.

Ihr könnt auch gerne Patin oder Pate werden und den Blog regelmäßig fördern. An dieser Stelle mal herzlichen Dank all den vielen Menschen, die das schon tun.

Wer Artikel beitragen oder gar redaktionell mitarbeiten möchte, gerne Mail an blog@medienpaedagogik-praxis.de.

Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 08.12.2021

Medienpädagogik unplugged # 4 – Mit Murmeln programmieren

Medienpädagogisch interessant sind alle Versuche einfache, begreifbare und niedrigschwellig Zugänge zu digitalen Themen und Welten aufzumachen. Das gilt vor allem fürs Programmieren. Hier im Blog haben wir ja auch schon Artikel zum Thema „Medienpädagogik Unplugged“ veröffentlicht.

Eine spielerisch sehr interessante Variante ist Turing Tumble. Namensgeber ist Alan Turing, britischer Logiker und Informatiker. Auf den ersten Blick eine Murmelbahn, auf dem zweiten Blick eine Programmieroberfläche – ein mechanischer Computer!

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Online Jugendarbeit – wie soll das denn gehen?

Medienpädagogik in Zeiten von Corona bekommt auch in der Jugendarbeit ein ganz neue Bedeutung. Grundlage vieler Jugendarbeits-Formate ist die direkte Begegnung, die Arbeit in Teams, die Präsenzgruppe. Vieles davon ist weg. Und auch wenn Geschäfte, Sportvereine und mehr langsam wieder öffnen – die Bildungsarbeit wird lange noch nicht zum Normalbetrieb zurückkehren können.

Über das europäische Netzwerk medienpädagogischer Projekte auf der Seite von digitalyouthwork.eu haben wir im Blog ja schon einmal berichtet.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Leseförderung und Medienbildung

Büchereien und Bibliotheken erweitern ihre Bildungsangebote in Richtung Medienpädagogik. Das ist in Zeiten zunehmender Digitalisierung nur konsequent. Auch wenn diese Einrichtungen teilweise, aber irgendwie auch logischerweise, Medienpädagogik stark mit Büchern verknüpfen, haben sie doch viele Ansätze, die auch darüber hinaus in der außerschulischen und schulischen Arbeit eingesetzt werden könnten.

Die Handreichung „Leseförderung & Medienbildung mit Tablets“ des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz ist eine gute Arbeitshilfe, und steht vorbildlicherweise auch unter einer CC-BY Lizenz. Die Arbeitshilfe „#iPad – Medienbildung mit Tablet, App und Buch“ der Stadtbücherei Frankfurt ergänzt die Ideen der oben genannten Arbeitshilfe um einige interessante Aspekte rund um AR, Film oder Kreativität.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

#stadtsache – Partizipation mit Kindern

Medien zur Partizipation zu nutzen ist nicht neu und eher ein Grundprinzip in der medienpädagogischen Praxis. Da haben wir hier schon einige Seiten und Ansätze vorgestellt.

Es wundert mich, dass wir noch nichts über #stadtsache – immerhin Dieter Baacke Preisträger 2018 – hier im Blog stehen haben. Die App ermöglicht es, mit Kindern und Jugendlichen Kartierungen sehr einfach mit Smartphone oder Tablet (mit GPS) vorzunehmen. Dabei werden sie durch Fragen und gute Kategorisierung angeleitet, ihren Sozialraum kritisch unter die Lupe zu nehmen, zu fotografieren und zu kommentieren. Es ist auch möglich, völlig datenschutzkonform zu arbeiten – sprich ohne personenbezogene Daten auszukommen.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Trailer mit iMovie und analogen Vorlagen

In der medienpädagogischen Arbeit wird die Trailerfunktion von iMovie oftmals in kurzzeitpädagogischen Maßnahmen eingesetzt, in denen nicht genug Zeit ist, um Filme anders umzusetzen. Das funktioniert auch ganz gut. Manchmal wünscht man sich aber die Filme besser planen zu können, als einfach direkt am Tablet zu arbeiten.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Eine Stimme für die Medienpädagogik

Aufruf zur Tarifkonzeptkampagne für Medienpädagog*innen

Dieser Artikel stellt die persönliche Meinung der Autor*innen dar. Die Initiative dazu ist auf dem Medienpädagogik Praxiscamp 2019 in Leipzig entstanden und wurde auf dem 36. GMK-Forum in München weiter vertieft.

Medienpädagogik ist gefragt wie nie zuvor, dennoch steckt sie in der Krise. Es fehlen Ausbildungswege, faire Arbeitsbedingungen und eine laute, gemeinsame Stimme aus der Praxis. Wir Medienpädagog*innen müssen jetzt selbst aktiv werden und uns für unsere Branche einsetzen. Das Projekt „Tarifkonzept-Kampagne“ ist eine Initiative von freien Medienpädagog*innen. In der GMK fanden sie eine gemeinsame Plattform für ihre Forderungen und ihre Zusammenarbeit. Außerdem rufen sie explizit alle Medienpädagog*innen auf, mitzumachen!

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Lili Ewert Kurzbio
Freiberufliche Medienpädagogin, Medienberaterin, Journalistin. Medien gehen uns alle etwas an und Medienkompetenz ist was Kollektives. Aktuell beschäftige ich mich mit den Strukturen der Medienpädagogik und überlege, welche Rahmenbedingungen benötigt werden, um nachhaltige und ganzheitliche Medienpädagogik leisten zu können.
Michaela Weiß Kurzbio
Freiberufliche Medienpädagogin und Honorarreferentin für die Verbraucherzentrale RLP und den Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit RLP. Ich mache Medienworkshops in Jugendeinrichtungen, Schulen und Kitas, Elternabende, Multiplikatorentrainings und bin außerdem bin ich Teamerin beim Blickwechsel e.V. und Sprecherin der Fachgruppe Kita bei der GMK. Ich lebe mit meiner Familie in einer schönen Kleinstadt im Westerwald. :)
Verfasst am 26.11.2019

Naturschutzbildung mit iPad und Mikro

Die Medienpädagogik vernetzt sich natürlicherweise schon immer mit anderen pädagogischen Disziplinen wie Erlebnispädagogik, Politischer Bildung, Umweltbildung usw., um Bildungsprojekte durchzuführen. Ein kleines Beispiel aus meiner Praxis möchte ich hier einmal vorstellen.

Die Jugendgruppe des Jugend-Bund-Naturschutz in Werneck – Naturchecker Werneck – hat eine Mediengruppe gegründet, mit dem Ziel andere an ihrer Arbeit teilhaben zu lassen. Sie möchten Videos mit Informationen und solche die zum Nachmachen anregen produzieren und verbreiten. Dazu mussten sie sich nicht nur Kompetenzen in der Produktion und Technik beibringen, sondern ihr Wissen auch aufarbeiten und vermitteln. Gleichzeitig merkt man sehr schön, dass sie ihre eigenen Medienerfahrungen aus Instagram, YouTube und Co wiederspiegeln und sich so mit gängigen Formaten auseinandersetzen.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.

Digital Youth Work

Wie sehen eigentlich medienpädagogische Projekte in anderen Ländern aus? Gibt es da andere Ansätze? Stehen andere Themen im Mittelpunkt?

Eine kleine Antwort versucht die Seite www.digital-youthwork.eu, auf der sieben medienpädagogisch aktive Organisationen aus sechs verschiedenen Ländern (Schottland, Dänemark, Finnland, Österreich Deutschland und Irland) Best-Practices Beispiele und Methoden unter CC Lizenz zur Verfügung stellen. Später soll als Output des dreijährigen Erasmus Projektes „Digitallly Agile Youth Work“ gar eine gemeinsame „Guideline for Digital Youth Work“ entstehen. Für Deutschland ist das JFF dabei.

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Lambert Zumbrägel Kurzbio
Jahrgang 1966, Dipl. Sozialpädagoge und Medienpädagoge aus Würzburg. Seit 1992 in der Jugendarbeit, seit 2008 Medienfachberater beim Bezirksjugendring in Unterfranken.
Verfasst am 26.09.2019

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