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Englisch lernen am Flughafen

"where to?" von limaoscarjuliet@flickr.com

"where to?" von limaoscarjuliet@flickr.com

Für einige Lehrer und Lehrerinnen sicher ein alter Hut, aber bestimmt nicht für alle – und diese Kunde muss verbreitet werden: Das so genannte „Airport-Project“ (ursprünglich von Michael Legutke) ist eine Methode handlungsorientierten Unterrichts, bei dem SchülerInnen PassantInnen auf Englisch interviewen und die Interviews aufzeichnen.

Für mich eine gelungene Verbindung von Medienarbeit mit Fachunterricht, bei dem die Kinder und Jugendlichen in einem spannenden Umfeld und im geschützten Rahmen ihre Englischkenntnisse testen und verbessern können – und nebenbei noch einen Anlass haben, sich mit Audiotechnik und -schnitt auseinander zu setzen.

Ein aktuelles Beispiel liefert eine Mainzer Schule. Dort haben die SchülerInnen ihre Projektergebnisse auch noch in einem Blog veröffentlicht, das den Charme und Spaß des Projektes sehr motivierend widerspiegelt.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Bloggen ohne Barrieren für alle

Barrierefreies Arbeiten in der Medienpädagogik!?Integratives Arbeiten sollte auch in der Medienpädagogik selbstverständlich sein, gelingt aber auch hier viel zu selten. Neben den üblichen Hinderungsgründen kommt hier auch noch der technische hinzu: Die eingesetzten Hilfsmittel (Computer, Programme, Websites) müssen barrierefrei sein. Auch das ist kein leichtes, aber ein lösbares Unterfangen und seit kurzem ist es noch einfacher.

„barrierefreie blogs“ ist eine Initiative aus NRW, die zusammen mit beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Jugendlichen sowie SoftwarespezialistInnen eine WordPress-Variante entwickelt hat, mit der barrierefrei gebloggt werden kann. Das System kann (kostenlos und werbefrei) entweder auf der Website der Initiative per Bloghosting genutzt werden oder nach einem für Jugendhilfe-/Jugendarbeitseinrichtungen ebenfalls kostenlosen Download auch auf eigenen Servern eingesetzt werden.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Weebly: kostenloser Online-Webseiteneditor

20090423weeblyDie Möglichkeit online kostenlos im Browser eine Website zu erstellen lockt in Zeiten von Social Communities und kostenlosen Blog-Angeboten wie von WordPress nicht wirklich jemanden hinter dem Ofen hervor. Mit Weebly ist mir nun allerdings ein Angebot über den Mauszeiger gelaufen, das dennoch aus mehreren Gründen erwähnenswert ist: Der Dienst bietet zum Einen viele ansehnliche Designs mit, die Websites sind also relativ vielfältig, zum Anderen ist der Weebly-Editor sehr einfach zu bedienen, die meisten Elemente lassen sich mit Drag’n’Drop platzieren. Die entstehenden Seiten lassen sich auch mit eigenen Domains verbinden.

Wenn für ein medienpädagogisches Projekt mal auf die Schnelle eine schöne Website her muss, dann ist Weebly sicher ein guter Tipp für den Hinterkopf. [via Andreas Roth]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 28.04.2009

Keine Haftung für Urheberrechtsverletzungen

Über Online-Angeboten schwebt bisher immer das Damoklesschwert der Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung, was auch medienpädagogische Webprojekte mit Blogs, Gästebüchern oder Foren nicht einfacher macht. Gute Nachrichten kommen in diesem Zusammenhang aus dem Norden: Das OLG Hamburg hat in einem aktuellen Urteil Forenbetreiber von einer Haftung in diesem Zusammenhang freigesprochen. heise online dokumentiert das Urteil umfassend und bietet eine gute Grundlage für das eigene Arbeiten auf rechtssicherem Terrain.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Kreativ Schreiben – im Blog

Eine Mischung aus Blog, (Doku-)Soap, kreativem Schreiben und Casting-Show: Das ist „Unser Veedel“, ein Projekt an der Kölner JournalistInnenschule. Die StudentInnen haben sich verschiedene Charaktere für ihre Soap ausgedacht, den Cast per Voting ausgewählt und spinnen nun Beitrag für Beitrag an ihrer Geschichte – und immer wieder nehmen die LeserInnen per Voting auf den weiteren Gang der Dinge.

Für mich ist nicht nur die Geschichte gut geschrieben und unterhaltsam, ich finde, „Unser Veedel“ ist eine hervorragende Projektidee auch für die Aktive Medienarbeit in der Medienpädagogik mit Jugendlichen. Denn auch in der Jugendarbeit gibt es Menschen mit Lust auf kreatives Schreiben. Einziges Manko der Seite ist die (textlastige) Gestaltung und die begrenzte Übersichtlichkeit. Aber ansonsten kann mensch von den AutorInnen nur lernen.

[danke an Jürgen]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Radiofeatures beim SWR2 Dokublog

Tonspuren finden, lesen und legen – das macht das SWR2 Dokublog möglich und animiert damit spielerisch zur Auseinandersetzung mit dem Hörfunkgenre ‚Feature‘: Die UserInnen können selbst erstellte Features zusammen mit den zu Grunde liegenden O-Tönen hochladen. Diese O-Töne können auch in anderen Produktionen verwendet werden und so entsteht ein Netz von Tonspuren, das sich über die gesamte Website zieht. Eine inhaltlich wie technisch sehr interessante Sache, die auch zur Arbeit mit dem Genre im medienpädagogischen Zusammenhang animiert. Achja: Die interessantesten Beiträge aus dem Dokublog werden in SWR2 gesendet und angemessen honoriert; die Sendungen laufen alle 2 Monate am ersten Donnerstag, 20.03-21.00 Uhr, die nächste am 3. Juli 2008.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Wieviel Zeit benötigt das Web2.0?

In medienpädagogischen Webprojekten geht es oft darum, gemeinsam zu entscheiden, ob Webseiten Funktionalitäten wie Blogs, Foren oder Communities haben sollen oder nicht. Ich persönlich bin da eher vorsichtig, weil ich guten Inhalt erfolgsfördernder finde als technische Spielereien. Und nichts ist schlimmer als ein verwaistes Forum oder Blog. Über das Weiterbildungsblog bin ich nun auf eine geniale Grafik gestoßen, die Wasser auf diese meine Mühlen gibt: Die MacherInnen von Museum2.0 listen Web2.0-Angebote nach ihrem Zeitaufwand auf. Demnach braucht mensch beispielsweise für den Betrieb eines eigenen Blogs mindestens sieben Stunden pro Woche. Das kann ich nur bestätigen…

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 22.04.2008

Blogs und Co. innovativ erklärt

„Was ist Web2.0?“ wurde ich heute (tatsächlich) bei einer Präsentation an einer FH gefragt und das hat mir einmal mehr bewusst gemacht, wie wenig selbstverständlich manche Begrifflichkeiten für viele Menschen sind. Diese Erkenntnis ist genauso wichtig wie immer wieder neu zu erklären. Die Videos von CommonCraft machen genau das und haben dabei gleich zweierlei Sinn: Sie transportieren die genannten Inhalte (Erklärungen von Blogs, Wikis, RSS etc.) – und zeigen eine innovative Art und Weise, Informationen aufzubereiten. Sie können damit sowohl Instrument als auch Inspiration für die Medienpädagogik sein.

In jedem Fall: Sie machen Spaß! Hut ab.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 20.12.2007

Tipps zum Podcasting von Profis

Mensch hat es im Gefühl, aber es ist auch empirisch begründbar: „Ein optimaler Podcast sollte im Durchschnitt 7 Min. 45 Sek lang sein.“ Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung von Podcasting-ExpertInnen von Patrick Zoll, aus der sich gute Tipps fürs eigene Podcasten ablesen lassen. Mandy Schiefner hat seine Informationen schön zusammengefasst. Danke für beides.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 11.11.2007
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ePortfolios in kurzzeitigen Medienprojekten

ePortfolios bzw. dem Hype darum stehe ich grundsätzlich kritisch gegenüber, weil es sicherlich seine Zeit braucht, bis solche Konzepte und Technologien sich auf breiter Basis durchgesetzt haben. In diesem Sinne sind Visionen wie „ePortfolios für alle bis 2010“ meiner Meinung nach recht utopisch.

Trotzdem ist die Portfolioarbeit sicher eine passende Methode zu (weitestgehend) selbstbestimmter Bildungsarbeit – auch in der Medienpädagogik. Deswegen habe ich versucht, bei einem Internet-Medienprojekt in der Jugendarbeit in der letzten Woche Elemente  davon einzubauen: Individuelle Blogs mit der Aufforderung an die TeilnehmerInnen, ihre Lernerfahrungen der Woche mindestens täglich zu reflektieren.

Meine persönliche Lernerfahrung dabei: Nicht leicht. In solch kurzer Zeit entwickeln die TeilnehmerInnen zwar eine gewisse Erfahrung mit dieser Art der Reflexion (was sich auch in den Postings zeigt), allerdings führt nur lange Erfahrung zu hoher Intensität. Gerade in kurzzeitigen Projekten macht ein ePortfolio also nur Sinn, wenn es in einen größeren Prozess eingebunden ist/Kontinuität gewahrt ist.
Außerdem will auch von der Seite des/der PädagogIn der Rahmen gut gewählt sein. Die Motivation zur Reflexion muss gut rüberkommen, die Fragestellung interessant und gleichzeitig treffend gewählt sein.

Insgesamt aber ein interessanter und ausbaufähiger Anfang. Weitere Versuche folgen bestimmt.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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