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Filme ge-zeichen-t
Still aus dem Werk
Zugegeben: Es ist sehr abgefahren und schon etwas speziell. Aber in Zeiten, wo Nerds Kultstatus bekommen, halte ich das Feature für eine mögliche Inspriration für medienpädagogische Projekte mit Jugendlichen.
Die Rede ist von einem versteckten „Telnet„-Angebot. Wer das leicht veraltete Kommunikationsprotokoll aufruft (unter Windows, Linux und OSX in der Kommandozeile integriert, muss bei Windows7 erst aktiviert werden) und „telnet towel.blinkenlights.nl“ eingibt, bekommt einen vollständigen StarWars-Film in ASCII-Art ins Textfenster gestreamt, über eine IPv6-Verbindung sogar in Farbe!
Das ist zunächst mal einfach sehr faszinierende Retro-Unterhaltung. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das gelungene Werk Jugendliche durchaus begeistern kann, sich an eigenen ASCII-Animationen zu probieren und diese als Ausdrucksmittel zu nutzen.
[via seeseekey]
Das Leid mit den Klischees
Medienpädagogik ist oft auch Begegnung – mit fremden Menschen, neuen Themen, anderen Perspektiven und unbekannten Lebensumständen – und Jugendliche lassen sich gerne und jenseits von Klischees darauf ein. Wenn anschließend Medienprodukte über solche Begegnungen entstehen, ist es dann wichtig, nicht wieder in alte gesellschaftliche Muster und eingeschliffene Redewendungen zu verfallen.
Wenn es um Menschen mit Behinderungen geht, sind solche sprachlichen Fallen besonders verbreitet, und umso schöner ist, dass mit „leidmedien.de“ ab sofort eine Website existiert, die über klischeehafte und diskriminierende Formulierungen informiert und Alternativen anbietet. Ein must-read für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.
The Streets of the Invisibles
Still aus dem Video
Google Maps bzw. Google Earth sind sehr praktische digitale Räume, wo sich ohne großen Aufwand Videos drehen lassen. Das hat mir Remo Rauschers Projekt „The Streets of the Invisibles“ einmal mehr gezeigt. Der Filmemacher hat zum Soundtrack der gleichnamigen Serie ein Video ausschließlich bei Google produziert.
Mir persönlich fehlen auf Dauer schon die Menschen im Film, dennoch macht das Video Lust, direkt bei Google Maps die Kamera anzuwerfen. Deswegen ist „The Streets of the Invisibles“ mein Beispielfilm der Woche für die Medienpädagogik.
[via Netzfilmblog]
Chatten mit Thunderbird
Screenshot von der Website
Eine kleine, aber sehr praktische Veränderung, die den medienpädagogischen Büroalltag erleichtern kann, weil sie die Anzahl der geöffneten Fenster bzw. Websites reduziert: Ab sofort (bis Version 15 muss sie aktiviert werden) hat der eMail-Client Mozilla Thunderbird eine integrierte Chat/InstantMessaging-Funktion.
Mit dem Programm können damit (zur Zeit) Nachrichten mit IRC, Facebook, Twitter und GoogleTalk ausgetauscht werden. Gerade bei Facebook-Nachrichten finde ich das sehr praktisch, weil ich kein ständig offenes FB-Fenster brauche und trotzdem mit KollegInnen in Kontakt sein kann.
Filme Gutes und rede darüber!
Screenshot von der Website
Die Zukunft des Internet heißt Video. Zumindest gibt es einen klaren Trend, mehr und mehr Inhalte durch Bewegtbild zu transportieren. Für die Medienpädagogik bedeutet das, dass Videos nicht nur mehr und mehr für das Web produziert werden (mit den entsprechenden Konsequenzen für Machart, Inhalt und Länge), sondern auch (Webmarketing-)KnowHow für Webvideos ein immer interessanterer Inhalt für Jugendliche und PädagogInnen sind.
Input gibt es hierzu vom Platzhirsch selbst: YouTube bietet mit seinen „Playbooks“ wertvolle Infos für erfolgreiche Videos im Netz. Das „Advertiser Playbook“ hilft dabei, ein passendes Format für die eigenen Inhalte zu finden und es erfolgreich bei YouTube zu platzieren. Das „Creator Playbook“ ist noch spezifischer und wartet mit sehr wertvollen Tipps zum konkreten Aufbau von Webvideos im Allgemeinen und zu derem Bekanntmachen im Netz auf. Denn es geht zwar vordergründig um YouTube-Videos, die Erfolgstipps (etwa zu den berühmten ersten 15 Sekunden) gelten aber in der Tat für alle Webvideos.
Sicher gemeinsam an Dateien arbeiten
Dezentrale Projektteams sind auch in der Medienpädagogik immer mehr die Regel. Und Cloudlösungen damit ebenfalls. Sollen die Daten auf dem eigenen Server bleiben und soll eine Alternative zu kommerziellen Lösungen wie Dropbox&Co., ist ownCloud da sicher die beste Lösung – wenn es um ein Rundumpaket mit Kalender, Kontakten, Fotos usw. geht.
Sollen aber „nur“ Dateien im Team synchronisiert und gemeinsam bearbeitet werden, dann ist für mich SparkleShare die beste Wahl. Die kostenlose Software gleicht einen lokalen Ordner mit einem Webserver ab (kann der eigene sein) und das meiner Meinung nach weitaus souveräner als andere Lösungen.
Sparkleshare bietet folgende Vorteile:
- Vertraulichkeit: Die Dateien werden in keinem Webverzeichnis auf dem Server abgelegt, damit können auch keine Deeplinks entdeckt werden.
- Sicherheit: Sparkleshare arbeitet ohne PHP; die Dateiübertragung läuft verschlüsselt per SSH.
- Fehlertoleranz: Zu allen Dateien gibt es eine ausführliche History; vorhergehende Versionen können problemlos wiederhergestellt werden.
Aber auch Nachteile müssen genannt werden:
- Es gibt keine ausgefeilte UserInnenverwaltung; alle UserInnen sehen daher alle Dateien auf einem Server.
- Sparkleshare kann nicht mit WebDAV o.ä. genutzt werden.
Dennoch kann ich die Software sehr empfehlen, gerade für geschlossene Teams, die dezentral Dateien synchronisieren möchten – oder auch ein medienpädagogisches Projekt mit gemeinsamem Zugriff auf eine zentrale Dateibasis, bspw. bei Website-, Foto- oder Zeitungsprojekten. Sparkleshare ist erhältlich für Windows, Linux und Mac OS X. Die Installation auf dem Webserver ist gnadenlos einfach, benötigt wird allerdings SSH-Zugriff beim Hoster.
[Dank an Christian Scholz]
HTML5-Games selber machen
Gamedesign wird ein immer wichtigerer und selbstverständlicherer Teil der Aktiven Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mit „Construct 2“ bekommen MedienpädagogInnen nun ein einfaches, mächtiges und zunächst kostenloses Tool an die Hand, um in Projekten einfache HTML5-Spiele zu gestalten.
Die Software ist für Windows verfügbar und kann auf der Website herunter geladen werden. Sie ist recht intuitiv bedienbar und liefert schnell erste Ergebnisse. Einziger Wermutstropfen: Momentan gibt es Construct2 nur auf Englisch.
[via Matthias Löwe, danke!]
Digitale Moderation
Foto von SPD Schleswig-Holstein auf flickr.com (cc by)
Das Papierzeitalter geht langsam zu Ende, dennoch haben Papier und Pappe vielerorts weiter ihre Berechtigung, bspw. bei der Moderation von Gruppenprozessen. Sollte aber bei einem Projekt mal keine Pinnwand und kein Moderationskoffer zur Hand sein, kann Wallwisher eine Lösung sein.
Die Website erlaubt es – auch kollaborativ – Texte, Fotos und Videos auf eine Website zu posten, die wie eine Moderationspinnwand gestaltet ist. Für mich ein schönes Tool, um in Projekten in der Medienpädagogik zu brainstormen, Inhalte zu sortieren und Medienprojekte zu planen.
[Dank an Heidi Schließer-Sekulla]
