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Eine Suchanfrage sagt mehr als 1000 Worte

Screenshot aus "Parisian Lust" auf youtube

Screenshot aus "Parisian Lust" auf youtube

Wenn wir in allen möglichen (Alltags)Situationen das Internet bemühen, dann lassen sich alleine mit Screencasts in Kurzfilmen ganze Geschichten erzählen. Das zeigt mir ein Google-Werbeclip, auf den mich Uwe Klemm aufmerksam gemacht hat und die für mich die medienpädagogische Inspiration der Woche ist.

Mir fallen einige Anwendungen in medienpädagogischen Videoprojekten ein:

  • Die Darstellungsform eignet sich hervorragend, um komplexe/abstrakte Geschichten oder Inhalte zu erzählen.
  • Erweitert auf alle Internet-/Browseraktivitäten lassen sich Mediengewohnheiten/-phänomene genauso wie Alltagsgeschichten im Web2.0 erzählen. Beispielsweise kann eine Lovestory mit Facebook-Screencasts erzählt werden.
  • Wenn eine Geschichte auf Suchanfragen oder Web2.0-Aktivitäten eingedampft wird, ist das einerseits eine sportlich-intellektuelle Übung, auf der anderen Seite kann das ein Anlass sein, das eigene Medienhandeln zu reflektieren.

Eine Idee mehr, die ich bald mal gerne ausprobieren würde. Haben Sie Erfahrungen mit dem Ausdrucksmittel?

Inspiration zum Wochenende: Matrix style flipbook animation

Diesmal wollen wir Ihnen zum Wochenende eine ganz besondere Inspiration für Ihre medienpädagogischen Projekte mitgeben. Die “Matrix style flip book animation” ist zwar sehr aufwendig und erfordert ein hohes Maß an Kreativität und Sicherheit mit dem Bleistift, bietet aber auch jede Menge an Inspiration. Vielleicht sieht sich ja die ein oder andere Gruppe motiviert, einen ähnlichen “Streifen zu drehen”. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Links.

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Spezialeffekte und Equipment selbst gemacht

Screenshot aus "Elio"

Screenshot aus "Elio"

Manchmal darfs bei medienpädagogischen Videoprojekten auch mal etwas mehr sein – wenn der Geschichte ein Spezialeffekt gut tut oder Jugendliche sich an Kamerafahrten mit einer einfachen Steadycam ausprobieren möchten.

Für solche Momente – oder einfach zur Selbstbildung – sind mir zwei gute Recherchemöglichkeiten über den Mauszeiger gelaufen:

  • Backyard FX bietet kleine Videotutorials zu einfachen Spezialeffekten inkl. Materiallisten, Schnittempfehlungen – und auch Bastelanleitungen, etwa zu einfachen Steadycams,
  • die Vimeo Film School hat ein ähnliches Angebot, konzentriert sich dabei vor allem auf Produktionstipps und richtet sich eher an Profis.

Im Vimeo Channel finden sich ab und zu auch schöne Beispielfilme – und so gibt es auch diese Woche eine medienpädagogische Inspiration zum Wochenende: “Elio” – ein StopMotion-Film, gemacht mit Pappfiguren.

Saudumme Fragen, saugute Tutorials

Screenshot aus dem Tutorial

Videotutorials können auch richtig Spaß machen. Das zeigt Ulf Ligniez mit seinen liebevollen Animationen, die gleichzeitig auch inhaltlich gut und lehrreich sind. Mit seiner Reihe “Saudumme Fragen” führt er unter anderem in Programme wie Photoshop und “Super” ein und setzt dabei Standards: Die Animationen selbst sind sehr gelungen, die Nachvertonung hervorragend mit einem sehr guten Sprecher, das Konzept schlüssig, unterhaltsam und oft auch sehr lustig.

In diesem Sinne ist mein Favorit “Saudumme Fragen 01 – Videos umwandeln mit Super” kein medienpädagogisches Beispielvideo im engeren Sinne, sondern vor allem gute und lehrreiche Unterhaltung für MedienpädagogInnen, ein Tutorial für alle Fälle – und eine Inspiration, sich auch mal anders an Tutorials zu wagen. Viel Spaß!

Fast wie im richtigen Leben

Screenshot aus "Choose A Different Ending"

Screenshot aus "Choose A Different Ending"

Selbst wenn das Leben ein Ponyhof sein sollte – es müssen doch immer wieder schwierige Entscheidungen getroffen werden. Und Kleinigkeiten können große Auswirkungen haben. Das macht interaktive Videos so lebensnah und kann medienpädagogischen Videoprojekte, die ein solches Produkt anstreben, eine besondere inhaltliche Tiefe geben.

Ein hervorragendes Beispiel für die Umsetzung von interaktiven Filmen mit YouTube Video Annotations liefert die Kampagne “Choose A Different Ending” der London Metropolitan Police im Rahmen von Gewaltprävention. Nicht nur die Interaktivität und der inhaltliche Fokus – auch die gelungene Gestaltung in Ego-Perspektive macht das Video zur medienpädagogischen Inspiration der Woche. [via PAGE online]

Material-Fundgrube für Videoprojekte

Screenshot aus "Valkaama"

Screenshot aus "Valkaama"

CreativeCommons ist ein gesellschaftlicher Gewinn. Und im Fall von des Open-Source-Films “Valkaama” auch ein großer für die Medienpädagogik. Die MacherInnen des abendfüllenden Spielfilms haben sich entschlossen, ihn unter CreativeCommons-Lizenz zu veröffentlichen, gemeinsam mit allen Materialien, die im Produktionsprozess entstanden sind.

Für medienpädagogische Videoprojekte tut sich damit eine besondere Fundgrube auf. Denn für fast alle Projektphasen stehen damit Materialien zur Verfügung, die in Lernprozessen Eingang finden können:

  • Das Drehbuch kann in der Konzeptphase als Beispiel dienen oder auch als Grundlage für Dreh-Fingerübungen.
  • Das Rohmaterial (komplett, 179GB!) kann die Grundlage eines Schnittseminars sein.
  • Einzelne Szenen aus dem Film können analysiert, aufgelöst und mit dem vorhandenen Material neu geschnitten werden.

Und selbstverständlich kann auch der Film selbst lizenzfrei vorgeführt werden. Einziges Manko: Alle Materialien sind fremdsprachig und damit sicher nicht für alle Projekte geeignet. Der Film ist auch mit deutschen Untertiteln verfügbar.

Kennen Sie weitere OpenSource-Filme mit einem ähnlichen Quellenfundus? Ergänzen Sie mit einem Kommentar. [via MediaCulture]

Bear Arms!

Screenshot aus "Attack of the Second Amendment"

Screenshot aus "Attack of the Second Amendment"

Der Januar entwickelt sich zum Brickfilm-Monat, denn jede einschlägige Recherche in den letzten Wochen hat neue Beispielfilme zu Tage gefördert. Neuestes Produkt aus dieser Reihe ist die Animation “Attack of the Second Amendment“. Die MacherInnen von MindGame Studios [Website, YouTube-Channel] verbinden darin Witz und eine gelungene Umsetzung mit politischer Botschaft. Und das macht das Video zur medienpädagogischen Inspiration der Woche.

In dieser Woche gibt es auch noch einen Nachschlag für alle, die von Brickfilmen nicht genug bekommen können: Der “Weltraffer” von nichtgedreht erzählt die Menschheitsgeschichte auf 625 Quadratzentimetern (!) – ein sehr schönes Prinzip.

Der Reiz der Liebe zum Detail

Screenshot aus "Der Sündenhamster..."

Screenshot aus "Der Sündenhamster..."

Professionalität und technische Finesse ist das Eine beim Filmemachen, eine gute Idee, ein gutes Konzept und Liebe zum Detail das Andere. Selbstverständlich schließt sich beides nicht aus, aber allein mit Letzterem schon kann mensch einen guten Film bestreiten.

Das zeigt auch “Der Sündenhamster und die fünf Kontinente” von nichtgedreht: In dieser Animation gibt es keine aufwändige Auflösung, kein besonderes Licht, keine großartige Nachbearbeitung. Was den Film interessant macht, ist seine Idee und die Liebe zum Detail. Das ist auch das, was in den meisten medienpädagogischen Projekten realistisch ist. Und daher ist der Brickfilm unsere Inspiration zum Wochenende.

Der Nächste, bitte!

Screenshot aus "Der Fünfte"

Screenshot aus "Der Fünfte"

Die (oft jugendliche) Brickfilm-Community wird immer professioneller. In die jüngste Reihe von Lego-Animationen, die einen satten Kinolook bieten, passt nahtlos “Der Fünfte“: Eine spannende Geschichte, schöne Ausstattung, eine gute Kamera und ein gelungener Soundtrack machen den Krimi-Kurzfilm zur medienpädagogischen Inspiration der Woche.

Zugegebenermaßen gehört zur Professionalität in diesem Fall auch eine aufwändige Nachbearbeitung mit Adobe AfterEffects, die in durchschnittlichen medienpädagogischen Projekten wohl kaum möglich ist. Aber vielleicht ist der Film und das dazugehörige MakingOf für Jugendliche ein Anlass, mit dem Programm zu experimentieren.

Nah dran und mittendrin

Die Kamera in der Wasserflasche: Screenshot aus "recording"

Die Kamera in der Wasserflasche: Screenshot aus "recording"

Filmen mit dem Handy zeichnet sich neben der einfachen Verfügbarkeit vor allem dadurch aus, dass die Kamera so klein und flexibel ist, dass aus den außergewöhnlichsten Perspektiven und an den abgefahrensten Orten gedreht werden kann.

Der Gewinnerfilm “recording” des diesjährigen Handyvideo-Wettbewerbs “ohrenblick mal!” zeigt ganz hervorragend, was dabei möglich ist – und qualifiziert sich damit als medienpädagogisches Inpirationsvideo zum Wochenende. Der Clip findet sich auf der PreisträgerInnenseite des Wettbewerbs.

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