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Let’s Play-Händewaschen

Das RealLife ist meist das beste Computerspiel. Ganz nach diesem Motto hat tabletennisgamer das Video “Lets Play Händewaschen – die Butter des Grauens” produziert und bringt darin Alltagsszenen mit dem Let’s-Play-Genre zusammen.

Heraus kommt nicht nur ein unterhaltsames (und preisgekröntes) Video, sondern auch eine schöne Inspiration für Medienpädagogik und aktive Videoarbeit: ich finde den Ansatz nämlich eine schöne Methode, um mit gameinteressierten Jugendlichen lebensweltorientierte Filme zu produzieren.

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Filmgeschichten mal anders finden und erzählen

Inspirationen für die Medienpädagogik

Still aus dem Video

Gibt es auch ein Zuviel an Inspiration”? Nach “The Scared is scared” hätte ich das fast gedacht. In jedem Fall ist er eine Inspiration für vielfältigste Situationen und Bereiche in Medienpädagogik und Filmgestaltung: Wie lässt sich eine Geschichte mal anders finden? Wie sehen Kinder die Welt? Wie lässt sich gesprochener Text abwechslungsreich visualisieren? Muss ein Film immer lineal sein? und und und …

Und so geht es in diesem Video um Bären, Mäuse, Pizza, Monster, Kekse, Freundschaft, Schwimmbäder im Winter, Langeweile, Spaß, ein Klavier und ein Happy End. Und anschließend ist klar: Zuviel Inspiration gibt es nicht – es gibt nur ein Zuwenig an Einsatzmöglichkeiten. :-)

[thx Jo Gather!]

Der Film im Film

Greenscreen und Bild im Bild in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Digitale Effekte im Film machen Kindern und Jugendlichen in Videoprojekten immens viel Spaß. Ganz vorne dabei sind dabei der Greenscreen und das Bild im Bild. Doppelt so viel Spaß macht der Einsatz solcher Effekte natürlich, wenn sie auch wirklich Sinn ergeben.

Eine schöne Inspiration in diesem Zusammenhang ist “Fake Photoset in Real Life“: Der Film erzählt seine Geschichte mit Bildern, die in Wirklichkeit Videos sind, und spielt sehr virtuos mit dem Bild im Bild. Das macht nicht nur Spaß beim Anschauen, sondern das Werk auch zu meinem medienpädagogischen Beispielfilm der Woche.

Make a remake!

Musikvideos in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Nachmachen ist meiner Meinung nach in der medienpädagogischen Arbeit ein legitimes Mittel um zu lernen und in einen Schaffensprozess zu kommen. Und gerade wenn es um Orientierung an den Produkten von Stars und Idolen geht, ist die Motivation obendrein am größten.

Insofern ist das Musikvideo einer Gruppe der Hauptschule am Dahlbusch ein schönes Beispielvideo zum Wochenende: Die Jugendlichen haben diese Video sehr gelungen nachgestellt und obendrein noch mit AfterEffects bearbeitet. Eine ebenso einfache wie gute Idee. Nachmachens-, äh, nachahmenswert!

LipDub-Videos in Jugendarbeit und Schule

LipDub-Videos in der Medienpädagogik

Still aus “The Grand Rapids LipDub”

Ich habe meine nächste Herausforderung für Videoprojekte gefunden: LipDub-Videos. Bei diesem Genre bewegen die DarstellerInnen ihre Lippen passend zu einem bestehenden Soundtrack als würden sie selbst singen. LipDub-Videos sind aber mehr als nur Musikvideos: Die Filme werden meist in einem Take mit einer Kamerafahrt aufgenommen, außerdem stellt sich oft eine Gruppe vor oder es wird eine Institution oder ein Stadtteil präsentiert.

Meiner Meinung nach empfiehlt sich das Genre gleich aus mehreren Gründen für die Medienpädagogik:

  • Es ist eine spaßige und spannende Art, sich mit dem Medium Video auseinanderzusetzen. Die entstehenden Videos präsentieren darüber hinaus das Lebensumfeld von Jugendlichen.
  • Planung und Durchführung des Drehs sind eine komplexe Gruppenaufgabe, die erlebnispädagogischen Charakter hat.
  • Gruppen können “ihre” Institution oder Gruppe so präsentieren, wie sie möchten: das Jugendhaus, die Schule, die Uni, den Stadtteil usw.
  • Dabei können sehr viele Beteiligte eingebunden werden.
  • Gerade im Jugendhaus oder der Schule können Bands aus dem Umfeld die Musik beisteuern. Das erhöht nicht nur die Identifikation, sondern löst auch das Urheberrechts- bzw. GEMA-Problem, das sich sehr schnell stellt.

Am anregendsten sind aber die Filme selbst. Hier kommen nun meine Lieblingsbeispiele. Welche kennen Sie noch? Wie halten Sie von LipDub-Videos in der Medienpädagogik? Den ganzen Beitrag lesen

Alle in einer Reihe

Kennenlernen mit Videos in der Medienpädagogik

Still aus “100″

In Gruppen ist es immer wieder eine Herausforderung, alle miteinander gut bekannt zu machen. Zu meinen Lieblingsmethoden zum Kennenlernen gehört es, die Anwesenden sich nach verschiedenen Aspekten sortieren zu lassen: Alter, Schuhgröße, Anreiseweg, Zahl der Facebook-Kontakte usw.

Auch in Videoworkshops stellt sich manchmal die Frage, wie eine Gruppe vorgestellt werden kann. Wieso also nicht ähnliches machen, allen eine Frage stellen und dann in einem line-up sortieren? Der Filmemacher Jeroen Wolf zeigt wie das geht: In “100” sagen 101 Menschen ihr Alter in die Kamera, die ZuschauerInnen bekommen so einen beeindruckenden Eindruck von der Vielfalt der Menschen in unterschiedlichen Lebensaltern.

Das funktioniert meiner Meinung nach mit Projektgruppen, in Stadtteilen und ganz vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen. Und ist daher mein Inspirationsvideo der Woche für die Medienpädagogik.

[Dank an Jo Gather für den Hinweis!]

The Streets of the Invisibles

Google Maps in der Medienpädagogik

Still aus dem Video

Google Maps bzw. Google Earth sind sehr praktische digitale Räume, wo sich ohne großen Aufwand Videos drehen lassen. Das hat mir Remo Rauschers Projekt “The Streets of the Invisibles” einmal mehr gezeigt. Der Filmemacher hat zum Soundtrack der gleichnamigen Serie ein Video ausschließlich bei Google produziert.

Mir persönlich fehlen auf Dauer schon die Menschen im Film, dennoch macht das Video Lust, direkt bei Google Maps die Kamera anzuwerfen. Deswegen ist “The Streets of the Invisibles” mein Beispielfilm der Woche für die Medienpädagogik.

[via Netzfilmblog]

Mit Spaß kritisch fernsehen

TV-Formate in der Medienpädagogik

Still aus "Landwirt sucht Liebe"

Manche Fernsehformate schreien förmlich danach, in ihrer einfachen Machart auseinandergenommen zu werden, andere – etwa DokuSoaps – danach, dass Kinder und Jugendliche genau über sie bescheid wissen. Da wundert es fast, dass es bisher noch keine Produktionen wie “Walulis sieht fern” gegeben hat.

Die MacherInnen analysieren nicht nur Formate wie ScriptedReality-Dokus, Call-in-Sendungen, Teleshopping und andere – sie persiflieren sie auch sehr gekonnt und lustig, ohne dabei einem verkrampften Aufklärungsgestus zu erliegen. Dass die Beiträge von “Walulis sieht fern” auch noch frei online verfügbar sind, macht sie zu einem Fundstück ohne gleichen für die Medienpädagogik. Bessere Beiträge (und Inspirationen) für einschlägige Videoprojekte oder Vorträge kann es fast nicht geben.

Ach ja: Und dass die Produktion eigentlich selbst mal ein medienpädagogisches Projekt war und nun nicht nur im Fernsehen angekommen ist, sondern auch mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, ist fast wie ein wahr gewordenes Märchen.

[Dank an Jo Gather!]

Die Crowd im Weltall

Crowd-Remakes in der Medienpädagogik

Still aus Szene 222

Es ist nicht unbedingt ein cineatischer Leckerbissen geworden, sprüht aber vor Enthusiasmus, Kreativität, Vielfalt und Nerdism – und ist eine tolle Inspiration für die Medienpädagogik: “Star Wars Uncut” ist vor drei Jahren kollaborativ durch die Crowd im Netz entstanden. Dabei haben 472 Gruppen je eine Sequenz der Episode IV von StarWars nachgedreht und eingereicht – herausgekommen sind 120 Minuten Spaß und Kreativität.

Nun, knapp zwei Jahre nach der Fertigstellung, ist der Film nach aller rechtlicher Klärung auch im Netz verfügbar und meiner Meinung nach eine Steilvorlage für medienpädagogische Projekte: Wieso nicht mal den Lieblingsfilm dezentral nachdrehen?

[via Netzfilmblog]

Film- und Videoschule

Aktive Videoarbeit in der Medienpädagogik

Still aus "Freitag Nachmittag" von cineschool.de

So etabliert die Aktive Videoarbeit mittlerweile in der Medienpädagogik ist, so unerschöpflich ist sie auch, was Thema, Gestaltung und Genre angeht. Deswegen bin ich immer dankbar für alle Materialien, Inspirationen und Beispielsammlungen.

Eine wahre Fundgrube in diesem Sinne ist Cineschool. Das Angebot der PH Freiburg dokumentiert zum Einen Projektergebnisse aus der Videoarbeit mit Kindern und Jugendlichen – mehr als 200, sehr gut nach Schlagworten und Genres sortiert. Zum Anderen ist auf der Website neben einem umfangreichen Filmglossar das Konzept des Freiburger Filmcurriculums zu finden, ein rezeptions- und produktionsorientiertes Filmbildungskonzept.

[via jugend.rlp.de]

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