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Soll ich, soll ich nicht? Ein Facebook Ratgeber für die Kirchengemeinde

Facebook-Ratgeber und Anleitungen gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge im Netz. Als kirchlicher Mitarbeiter bin ich jedoch bei einer kostenlosen Orientierungshilfe des Evangelischen Bildungswerkes München hellhörig geworden, steht doch bei dieser Publikation die Gemeinde und die kirchliche Arbeit im Vordergrund. Gerade die besondere Strukturen und Gegebenheiten, die den Unterschied der kommunikativen Arbeit einer Kirchengemeinde ausmachen, werden nicht nur berücksichtigt, sondern bilden im Prinzip den Kern dieser Handreichung. Meiner Meinung nach ist dies eine gute Orientierung mit vielen hilfreichen Tipps für den ersten Schritt einer Gemeinde in Richtung Facebook-Auftritt.

Wie Facebook Informationen filtert

Der so genannte «Newsfeed Algorithmus» (früher «Edge Rank») ist für mich eines der Hauptargumente gegen Facebook an sich und insbesondere gegen die Nutzung von Facebook-Seiten (aber auch Profile) in der pädagogischen Arbeit: Mit einer nicht transparenten Formel (mit 100.000(!) Faktoren) legt Facebook fest, ob der Beitrag eines/einer Benutzer_in oder einer Fanpage im Newsfeed eines Fans oder «Freund_in» sichtbar ist oder nicht. Das ist relevant für alle Facebook-User_innen: Zum Einen kann ich mir als Nutzer_in nicht sicher sein, ob ich alle Nachrichten meines Umfeldes wahrnehme – zum Anderen erreichen Betreiber_innen einer Fanpage (etwa für eine Jugendeinrichtung) immer weniger Menschen mit den eigenen Beiträgen, ohne dafür zu bezahlen.

Über den Newsfeed-Algorithmus zu informieren ist daher ein wichtiger Gegenstand in der Medienpädagogik – sowohl für Jugendliche und andere Nutzer_innen, als auch für Fachkräfte, die ihre Zielgruppe per Facebook informieren möchten oder gar (Beteiligungs)Projektkommunikation über die Plattform laufen lassen möchten. Josh Constine hat hierzu in der letzten Woche bei TechCrunch wertvolle Hintergrundinformationen veröffentlicht (auf Deutsch zusammengefasst von allfacebook). Das Beste an seinem Artikel ist aus meiner Sicht jedoch die obige Grafik, die die fünf wichtigsten Faktoren sehr gut visualisiert. Damit kann Nutzer_innen nicht nur gut deutlich gemacht werden, nach welchen Kriterien ihre Informationen gefiltert werden; Seitenbetreiber_innen bekommen auch Anhaltspunkte für erfolgreichere Arbeit (die aber leider immer aufwändiger wird).

Netzschwingungen auf dem Schirm

Rund um die Medienpädagogik ist gut was los und Pädagog_innen tun und lesen viel um sich weiterzubilden und up to date zu bleiben. Dabei sind verschiedenste Kanäle im Blick zu behalten, was – allein technisch – nicht trivial ist: Twitter, Facebook und Co. und, wie der Shutdown von Google Reader in diesem Sommer gezeigt hat, auch sehr verbreitet RSS-Feeds.

Wer nicht allein einen RSS-Reader braucht, sondern möglichst viel unter einen Hut bekommen möchte, dem/der kann das unter Umständen mit Netvibes gelingen: Mit dem kostenlosen (Freemium) Webservice lassen sich RSS-Feeds, Twitteraccounts, Websuchen usw. in einen Stream bringen und so zumindest übersichtlicher gestalten. Imports insbesondere von Google sind möglich; auch die mobile Nutzung ist ausdrücklich mitbedacht.

Netvibes ist ansprechend gestaltet und gut zu bedienen und sicher eine gute Alternative zu anderen zentralen Webangeboten. Genau wie diese hat Netvibes aber einen Nachteil: Ändert der Dienst seine Politik, kann der eigene Informationsstream auch schnell zusammenbrechen.

[via Björn Maurer, thx!]

Facebook-Info für Lehrer und Pädagogen

Facebook ist derzeit wohl das beliebteste soziale Netzwerk überhaupt. Als fester Bestandteil einer mittlerweile gar nicht mehr so jugendlichen Lebenswelt, gehört der blaue Riese einfach zum Alltag dazu. Lehrer und Pädagogen, die einen mehr oder weniger gezwungenen Zugang zu sozialen Medien finden dürfen, beschäftigen sich in erster Linie mit den ausführlichen und mehrsprachigen Broschüren der EU-Initiative Klicksafe. Ein guter erster Schritt, sehen doch viele Menschen nicht die ausführlichen Angebote von Facebook selbst, sei es das Sicherheitscenter oder den Hilfebereich. Erst kürzlich ist zudem das leider nur englisch-sprachige Infomaterial für Lehrer und Pädagogen erschienen, welches auf 16 Seiten komprimiert eine gute Beschreibung elementarer Funktionen für diese Zielgruppe enthält.

via allfacebook.de

Faceboom – ein analoges Medienkompetenz-Spiel

Analoge Spiele zu digitalen Themen haben ihren Reiz. Das hat vor einiger Zeit auch schon das Facebook Offline-Spiel gezeigt. Heute geht es aber nicht nur um Facebook, sondern um durch Studien und Untersuchungen belegte Fakten aus dem Bereich der Medienkompetenz. Faceboom ist ein analoges Kartenspiel, so unterhaltsam wie simpel in der Umsetzung. Das Regelwerk ist sogar für Spiele-Muffel wie mich einfach zu verstehen.

Es geht um Kernaussagen aus dem Bereich der Mediennutzung und Medienkompetenz, die fett gedruckt auf einer Karte stehen. Diese werden den Mitspielenden laut vorgelesen und diese müssen dann ihre “stimmt” oder “stimmt nicht” Karten ablegen. Die unter der These stehende Antwort gibt dann Aufschluss und regt zur Diskussion an.

Ich muss sagen, ein tolles und kurzweiliges Spiel für jede Altersgruppe oder eine prima Einführung ins Thema beim nächsten Workshop oder Elternabend.

Facebook für Senioren – gebündelte Erfahrungen in einer Broschüre

akDass Facebook nun kein Medium der Jugend mehr ist, zeigt der aktuelle Altersdurchschnitt der aktiven User. Dieser liegt hier in Deutschland bei 38,7 Jahren und immer mehr Senioren entdecken als Silversurfer die Vorzüge der digitalen Kommunikation. Aus diesem Grund finde ich auch die Broschüre des an der Universität Ulm angegliederten Arbeitskreises “Media” lesenswert. Dieser AK besteht aus 12 Senioren-Studierenden am Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung und hat die gebündelten Facebook-Erfahrungen der Mitglieder in einer PDF-Broschüre und einem eBook gesammelt.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich beim ersten Lesen sehr schnell zum Schluss kam, keinen Artikel schreiben zu wollen. Grund hierfür waren vor allem die Quellennachweise, wonach die ersten beschriebenen Informationen aus dem Frage-Antwort Portal Gute-Frage.net stammten (hüstel, räusper). Es hat sich jedoch gelohnt, weiterzulesen – die Broschüre setzt sich danach sehr gut mit Fragen des Datenschutzes und den Anwendungsmöglichkeiten auseinander. Insgesamt eine gute Anleitung für Senioren, die sich einen Überblick verschaffen wollen.

Die machen Geld mit Ihren Daten! Warum Sie nicht auch?

commodifyFacebook finanziert sich durch die persönlichen Daten der mittlerweile über 1 Milliarden User. Das erstellte Profil ist sehr wertvoll für Marktforschungsunternehmen und Werbe-Anbieter. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir jedoch noch nie die Frage gestellt, warum nur Facebook an meinen Daten verdienen soll und nicht ich selbst – zumal es ja schliesslich meine Daten sind? Auf diesen Gedanken kam ich erst, als ich von der Seite commodify.us mitbekommen habe.

Nach einer Anmeldung können die Daten, die bei Facebook zum Download bereit stehen, auf den Server von commodify.us hochgeladen und lizensiert werden. Dort stehen sie dann verschiedenen Interessenten anonymisiert für wahlweise kommerzielle oder nicht-kommerzielle Zwecke zur Verfügung.

Derzeit bin ich persönlich noch etwas skeptisch, finde aber den Ansatz nicht uninteressant. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es mit diesem Angebot weitergeht, bzw. ob andere vergleichbare folgen werden. Was meinen Sie dazu?

Die größte Facebook-Studie aller Zeiten

wolframIm September letzten Jahres haben wir hier im Blog über das Facebook-Analytics Tool geschrieben, ein Angebot der Suchmaschine Wolfram Alpha, das eigene Facebook-Profil gründlich zu analysieren. Ursprünglich sollten die hierbei gesammelten Daten der einzelnen Nutzer nicht weiter verwendet werden, jedoch konnte Stephen Wolfram, Gründer und CEO von Wolfram Research, dieser enormen Datenmenge nicht widerstehen und hat sie ausgewertet. Herausgekommen ist dabei die wohl größte und umfangreichste Facebook-Studie aller Zeiten, die nämlich nicht auf Hochrechnungen und Schätzungen basiert, sondern auf den Daten von über einer Millionen Facebook-Nutzern.

Thinkup – der eigene Social Media Report

thinkWer unterschiedliche Social Media Angebote nutzt, stellt sich oft die Frage, wer eigentlich was von einem Beitrag mitbekommt. Viele Angebote stellen Optionen zur Verfügung, womit mensch die eigenen Daten herunterladen kann, allerdings ohne eine entsprechende Auswertung. An dieser Stelle füllt die Open Source Web-Anwendung Thinkup eine Lücke.

Thinkup lässt sich auf einem eigenen Webserver installieren. Hierfür benötigt mensch lediglich eine Datenbank und entsprechenden Webspace. Das hat den Vorteil, dass die gesammelten und ausgewerteten Daten ebenfalls auf dem eigenen Server bleiben. Nach der Installation müssen die entsprechenden Schnittstellen zu den Social Media Diensten eingerichtet werden. Das klingt erstmal kompliziert – ist es aber gar nicht, da diese Schritte sehr gut dokumentiert sind. Die Anwendung ist dann in der Lage, mit Hilfe eines Cronjobs stündlich die Daten von Twitter, Facebook, Foursquare und Co abzurufen und stellt diese in einem Dashboard ausgewertet zur Verfügung. [via]

Accountkiller – Konto löschen leicht gemacht

accountkillerIm Laufe der Jahre habe ich mich bei sehr vielen Diensten im Netz angemeldet, sei es, um ein bestimmtes Angebot zu testen oder um es wirklich ausgiebig zu nutzen. Skype, Google, Facebook sind nur drei von vielen, ein Account ist in der Regel sehr schnell und mit wenigen Klicks erstellt. Was aber, wenn ich ein Konto löschen möchte? Nicht immer ist das so einfach, oft sind die entsprechenden Buttons und Funktionen gut versteckt – schliesslich wollen die Anbieter ja, dass man mit seinen Daten bei Ihnen bleibt.

Wer es sich hier etwas einfacher machen möchte, sollte einen Blick auf den Accountkiller werfen. Auf dieser Website finden Sie Anleitungen, um Ihr Konto bei über 700 Anbietern zu löschen, wie z.B. Facebook, Skype, MSN, Twitter, Windows Live, etc.

 

 

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