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Hacken, Spaß haben, HTML lernen

Hackasaurus in der MedienpädagogikSelten waren die Aneignung der (Medien)Umwelt, Kreativität, teuflischer Spaß und das Lernen von HTML so nah beieinander: Hackasaurus ist ein geniales Tool, das es ohne Vorkenntnisse möglich macht, existierende Websites in Texten, Bildern und Videos schnell und einfach zu modifizieren und neu zu veröffentlichen (mit einer dezenten Überblendung, die auf den Hack hinweist).

Das ist ein Traumwerkzeug für die Medienpädagogik! Denn zum Einen können Jugendliche sich damit jede Website im wahrsten Sinne des Wortes aneignen, aktiv damit arbeiten und ihre eigene Botschaft übermitteln, bspw. in Guerillakampagnen oder durch Website-Remixes. Wie immer in der Aktiven Medienarbeit lernen sie dabei spielerisch sehr viel über das Medium – und so ist Hackasaurus der spannendste und spaßigste HTML-Kurs, den ich kenne.

Der Test des Dienstes hat tierischen Spaß gemacht und unser Blog-Video innerhalb von wenigen Minuten in die erlauchte Runde der TEDTalks gebracht – mit erfreulich vielen Views. 🙂

[via Anselm Maria Sellen]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Social coding

Javascript lernen in der Medienpädagogik„Yeah! Ich kann schon ein bisschen JavaScript – und dabei wollte ich mir vor wenigen Minuten nur mal kurz Codecademy anschauen.“ Genau das ist der Effekt der Website, die den/die BesucherIn mit einem „What’s your name?“, begleitet von einer Eingabezeile begrüßt. Und was mit dem eingegebenen Namen beginnt, geht nur wenige Minuten später schon mit manipulierten Variablen weiter. Alles kann direkt ausprobiert werden und dabei ist die Eingabezeile bemerkenswert experimenttolerant.

Codecademy setzt jedoch nicht nur auf Spaß beim Programmieren lernen, sondern vor allem auf den sozialen Faktor: Wer sich mit Bekannten zusammen anmeldet, kann den Lernfortschritt vergleichen, sich gegenseitig anspornen und unterstützen.

Ein Manko hat das Angebot leider: Es ist – wie so oft in der Medienpädagogik – nur auf Englisch verfügbar. Wenn Jugendliche ambitioniert genug sind, Javascript zu lernen, dann werden sie jedoch wahrscheinlich auch die Motivation mitbringen, englische Texte zu lesen. Und daher traue ich mich, Codecademy dennoch zu empfehlen.

[via netzlernen.ch]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.
Verfasst am 08.05.2012

Wie das Internet selbst

Mozilla Popcorn in der MedienpädagogikDas Internet ist nicht nur eine bedeutende Publikationsplattform für medienpädagogische Projekte geworden – Aktive Medienarbeit, auch im Audio- und Videobereich, bezieht sich auch mehr und mehr auf die Eigenarten von Websites, bspw. durch die Produktion von interaktiven Videos.

Mozilla Popcorn eröffnet für die Medienpädagogik im Web wahrhaft neue Dimensionen: Die Plattform macht es möglich, „crossservice“-Mashup-Produktionen zu gestalten. So kann z.B. ein Video mit (Realtime!)Tweets und Bildern visualisiert werden, ein Soundcloud-File mit einem Streetview-Rundgang versehen und vieles mehr. So, wie das World Wide Web nunmal ist: vernetzt, vielschichtig, multimedial.

Wer die vielfältigen Beispiele sieht, dem/der erschließen sich sofort die riesigen Potenziale für Medienprojekte mit Jugendlichen. Vieles lässt sich schon jetzt mit dem Popcorn Maker (Tutorial hier) umsetzen, auch wenn der noch in der Alpha-Phase und damit teilweise recht wacklig ist. Die weitere Entwicklung von Mozilla Popcorn sollte mensch auf jeden Fall im Blick behalten.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Zwischen Spielspaß und Lernerfolg – kritische Medienpädagogik durch Alternate Reality Games (ARGs)

Alternate Reality Games in der MedienpädagogikEine mysteriöse E-Mail erreicht junge Leute aus ganz Deutschland. In der verschlüsselten Botschaft gibt es Hinweise auf einen Bombenanschlag in einer Großstadt. Noch ist völlig unklar, wer die Fäden dahinter in der Hand hält. Überall in der Stadt tauchen Leute mit schwarzen Anzügen auf, seltsame Informationen finden sich auf Internetseiten und nicht nur einer scheint im Schatten der Wolkenkratzer unterzutauchen.

Warum diese Methode so besonders ist…

Durch die Kombination von Erlebnis-, Abenteuer-, und Medienpädagogik stellt die Methode für Jugendliche und junge Erwachsene ein aufregendes und abwechslungsreiches Erlebnis dar, was nicht so schnell wieder vergessen wird. ARGs eignen sich vor allem für eine intensive Selbsterfahrung und kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Realitäten.

Was sind Alternate Reality Games?

ARGs sind urbane Spiele, die die traditionelle Stadtrallye mit Rollenspielelementen und einer spannenden, fiktiven Hintergrundgeschichte kombinieren. Dabei werden bewusst Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischt. Die Teilnehmenden verfolgen in der Stadt und im Internet Hinweise, die zur Lösung eines Problems oder zur Aufdeckung der Hintergrundgeschichte beitragen. Über konkretes Handeln, Erkunden und den Einsatz von Medien lernen die Teilnehmenden gesellschaftliche Realitäten und ihre medialen Darstellungen kritisch zu hinterfragen. Den Spielhintergrund bietet die moderne Großstadt. Den ganzen Beitrag lesen

Webserver mal einfach

Webserver in der Medienpädagogik

"HTML" von nidhug auf flickr.com (cc by-nc-sa)

Es haut mich immer wieder um zu entdecken, welche Schätze unter der Haube von Betriebssystemen schlummern. Neuester Anlass ist „Simple HTTP Server“, der zu der Standardaustattung von Linux (und in dem Fall damit auch zu OS X) gehört. Damit wird das Verzeichnis, in dem ich diese Funktion ausführe, lokal im Browser unter dem Port 8000 freigegeben.

Die Eingabe von „python -m SimpleHTTPServer“ in die Befehlszeile (also unter OSX im Terminal) startet den Dienst. Fertig. 🙂

So werden natürlich keine Websites veröffentlicht, aber ich denke, dass Simple HTTP Server sehr praktisch ist, wenn es darum geht, kleine HTML-Experimente mal eben auszuprobieren, etwa in einem Webgestaltungs-Seminar in der Medienpädagogik. Mehr Informationen zu dem Dienst finden sich in der Python-Dokumentation.

[via seeseekey, dort auch weitere Alternativen in den Kommentaren]

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Vernetzt und sicher

Social Networks in der Medienpädagogik

"Netting" von Oberazzi auf flickr.com (cc by-nc-sa)

Genauso wie zu unserer Gesellschaft gehört das SocialWeb zur Lebenswelt von Jugendlichen und damit auch zu Jugendarbeit, Schule und Medienpädagogik. Dass dabei Daten fließen, ist ein alter Hut – Plattformen, die verantwortungsvoll damit umgehen, dagegen nicht unbedingt.

Während das vielversprechendste Projekt, Diaspora, weiter beständig an der technischen Basis feilt, schießen andere wie Pilze aus dem Boden – und dabei gibt es interessante Entwicklungen. Hier kommt ein kleines Update zu (dezentralen) Sozialen Netzwerken, die für die Arbeit mit Jugendlichen interessant sein können: Den ganzen Beitrag lesen

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Social Media in P2P-Projekten der Jugendverbandsarbeit

Social Media in Jugendverbandsarbeit und MedienpädagogikKinder und Jugendliche wachsen heute mit digitalen Medien auf. Fast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen haben einen eigenen Internetanschluss, 3/4 einen eigenen PC. Kinder & Jugendliche sind zu 88% in sozialen Communitys vernetzt, mobile Datennutzung nimmt rapide zu (JIM-Studie 2011).

Jugendarbeit als wichtige Sozialisationsinstanz begleitet diese Entwicklung, hinterfragt sie kritisch, kombiniert Werkzeuge zu jugendgerechten Beteiligungsformen und spricht digital. Denn Jugendarbeit ist die Selbstorganisation von Jugendlichen und daher die Heimat von Peer-to-Peer-Konzepten.

In diesem Artikel möchten wir an vier Beispielen zeigen, wie Jugendverbandsarbeit mit Social Media kombiniert werden kann und welcher Themen- und Aktionsradius damit erreicht werden kann. Den ganzen Beitrag lesen

Das Webradio auf dem eigenen Server

Webradio in der Medienpädagogik

"The Old Jukebox" von C.P.Storm auf flickr.com (cc by)

Brecht hatte recht: Wer das Internet betrachtet, findet seine Radiotheorie bestätigt, denn noch nie war es so einfach zum/zur MedienproduzentIn zu werden. Das gilt nicht zuletzt auch für (Web)Radio.

Jugendredaktionen aus der Medienpädagogik, die ihr Webradio auf einem eigenen Server betreiben wollen, finden mit „Airtime“ auch gleich eine kostenlose Rundumlösung – inkl. Playlists, Kalender, Streamingserver und vielem mehr. Die größten Hürden stellen sich da höchstens noch auf dem medienrechtlichen Feld auf – Florian Bottke hat hier aber eine gute Checkliste für die Einrichtung eines Webradios aufgestellt. In seinem Blog findet sich auch eine Installationsanleitung für Airtime.

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

Spielbesprechungen als Beteiligungsform im Netz

Computerspielbesprechungen in der MedienpädagogikDie Landschaft der Computerspiele entwickelt sich in hohem Tempo. Regelmäßige technische Neuerungen und Spieletrends verlangen eine besonders hohe Kritikfähigkeit von spielenden Kindern und Jugendlichen, aber auch von allen Erwachsenen in pädagogischer Verantwortung. Aufgabe der Medienpädagogik ist es, Kindern und Jugendlichen Beteiligungsformen aufzuzeigen und anzubieten sowie zum Meinungsaustausch über Computerspiele zu ermutigen.

In diesem Beitrag stellen wir von Kindern und Jugendlichen selbst verfasste Spielbesprechungen als eine Beteiligungsform vor, die von spielbar.de in Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendeinrichtungen und Jugendvereinen praktiziert wird. spielbar.de stärkt als interaktive Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung den Austausch zwischen Spielenden und Nicht-Spielenden aller Altersgruppen. Die Spielbesprechungen von Kindern und Jugendlichen richten sich in diesem Zusammenhang an Gleichaltrige, aber auch an „gamesferne“ Erwachsenenmilieus, die mehr darüber erfahren wollen, was ihre Kinder und Jugendliche bzw. Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Computerspiele bewegt und fasziniert.

Als Beteiligungsform docken Spielbesprechungen an die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen an, in der Computerspiele eine unbestrittene Rolle einnehmen. Diese (intrinsische) Motivation alleine aber genügt in der Praxis häufig nicht. Erst durch medienpädagogische und redaktionelle Betreuung werden Spielbesprechungen zu einer überzeugenden Form aktiver Medienarbeit. Den ganzen Beitrag lesen

Medienkompetenz (in) der Jugendarbeit

Jugendarbeit und MedienpädagogikJugendarbeit war schon immer ein wichtiges Feld der Medienpädagogik. Damit das auch so bleibt, ist es eine ständige Herausforderung (ehrenamtliche) JugendarbeiterInnen mit Know-How und Informationen zu versorgen.

Der Landesjugendring Niedersachsen hat einmal mehr einen wichtigen Beitrag dazu geleistet und jüngst das „Praxisbuch M“ veröffentlicht. In der Publikation bekommen Interessierte auf mehr als 80 Seiten Hintergrundinfos, Methoden und praktische Tipps zum Social Web, zu Handys, Computerspielen, Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit und vielem mehr.  Das ganze kostenlos und als PDF – was will der/die JugendleiterIn mehr?

Eike Rösch Kurzbio
ist Dozent für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und war zuvor mehrere Jahre als Medienpädagoge in der Jugendarbeit tätig. Er arbeitet an seiner Promotion an der Universität Leipzig zu Jugendarbeit in der digitalen Gesellschaft und hatte und hat Lehraufträge verschiedener Hochschulen.

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