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Grundlagen und Anwendung der Radioproduktion

radioQ

© Johann Hinrichs Fotografie

Das Projekt “Kompaktausbildung” ist eingebettet in die tägliche Programmerstellung des Campussenders Radio Q und findet dort pro Semester einmal statt. Weiter unten soll diskutiert werden, wie durch Modifikation die Vorteile dieses Projekts genutzt werden können, ohne dass die Infrastruktur eines Campussenders zwingend nötig ist.

Vorbereitend sollten die Teilnehmenden über Organisatorisches, wie Termine, Ablauf oder  Räumlichkeiten, informiert werden. Vorerfahrungen benötigen die Teilnehmenden keine. Im Vordergrund des Projekts steht das Lernen durch Handeln. Wenn den Teilnehmern nur erzählt wird, wie toll die Radioproduktion doch ist, welche außergewöhnlichen Möglichkeiten sie besitzt und wie viel Spaß sie macht, wird es sie wohl kaum mitreißen. Lust und Begeisterung kommen beim Machen. Ebenso können die Trainer vermitteln, dass das Mikrofon niemals aus der Hand gegeben werden darf und man während der Antwort des Interviewpartners still sein muss. Den ganzen Beitrag lesen

DJ-Battle der Generationen

DJ-Battle in der MedienpädagogikDass die Musik einen entscheidenden Raum im eigenen Leben einnimmt, ist Jugendlichen eher bewusst als älteren Menschen, deswegen ist es von Vorteil in der Durchführung des Projekts, die Gruppe der Jugendlichen Musikerinnen und Musikern im Seniorenalter oder musikaffinen älteren Menschen gegenüberzustellen, da diese Musik als einen bedeutenderen Lebensinhalt erachten und differenzierter über ihr Musikerleben sprechen können und wollen.

Das Projekt basiert auf der Form des DJ-Battle, bei dem zwei DJs ihre Künste am Plattenteller zeigen. Aber nicht auf Scratching und Beatjuggling kommt es beim Radio-DJ-Battle an, sondern auf die treffendsten Songs bezüglich eines gemeinsam gegeben Überthemas. Eine Moderatorin oder ein Moderator gibt den jungen und älteren DJs jeweils ein Thema vor, diese einigen sich auf je ein dazu passendes Musikstück, spielen dieses und müssen natürlich auch erklären, warum sie es für passend halten. Die jeweilige Gruppe muss argumentativ überzeugend für die Battlegruppe und die Radiozuhörerinnen und -hörer darstellen, warum sie findet, dass der jeweilige Song das Thema am besten beschreibt. Die Zuhörenden werden subtil in das Gespräch eingebunden, bekommen den Gerichtshammer in die Hand und entscheiden, welche der beiden Gruppen sie überzeugender finden, so dass eine intermediale Situation entsteht. Den ganzen Beitrag lesen

Teens-Talk: Diskussion im Radio

"Teens-Talk in der Medienpädagogik" 1. Vorbereitung
Die Betreuerinnen und Betreuer treffen sich eine Stunde vor dem Start. Sitzmöglichkeiten, Mischpult, Mikros und Stative werden aufgebaut.

2. Start
Sechs Jugendliche treffen sich mit den Betreuerinnen und Betreuern. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wird ein teens talk ausprobiert; die Themen werden per Brainstorming und Gruppenwunsch ermittelt. In Rotation können alle Jugendlichen unterschiedliche Rollen testen (Moderation, Diskutierende). Zwischen den Rollenwechseln wird kurz reflektiert: Was ist gut gelaufen an der Diskussion? Warum (nicht)? War das Thema für eine Diskussion geeignet? Warum (nicht)? Ergebnisse festhalten. Den ganzen Beitrag lesen

Radiosendungen mit Jugendlichen

Radio für Jugendliche durch Medienpädagogik

Die Redaktion trifft sich am Nachmittag zur Redaktionssitzung. Hier wird ihnen gezeigt wie sie eigenständig recherchieren, Beiträge gestalten können, wie die Musik eines eigenen Radiomagazins klingen sollte, welche Tricks es für die Moderation einer Sendung gibt und wie sie mit der Sendetechnik umgehen. Parallel zu dieser Arbeit treffen sie hier Freundinnen und Freunde, die die gleiche Leidenschaft teilen. Den ganzen Beitrag lesen

Jugendradiotag – so klingt meine Stadt

"Jugendradiotag in der Medienpädagogik"Vorbereitung:
Für den Ferienkurs müssen geeignete Coaches gefunden werden: Deren Aufgabe ist es während der ersten Phase des Projekts, die radiorelevanten Inhalte zu vermitteln und während des weiteren Verlaufs die Kleingruppen zu betreuen. Jeder Kleingruppe sollte ein persönlicher Coach zur Seite stehen.

Die erste Projektphase, der Ferienkurs, muss organisiert werden: Tagespläne erstellen, Coaches einteilen, für Räumlichkeiten und technische Ausstattung sorgen, Verpflegung nicht vergessen!

In der zweiten Phase sind vornehmlich die Coaches für die Gruppen zuständig. Das gesammelte Material sollte jedoch bei der Projektleitung als zentraler Sammelstelle gesichtet werden. Dies gilt auch für die unmittelbare Sendungsvorbereitung: Um Dopplungen und Ungereimtheiten im Gesamtzusammenhang des Sendetages zu vermeiden, sollte die Projektleitung den Überblick über die einzelnen von den Coaches betreuten Sendungen behalten. Den ganzen Beitrag lesen

Radio machen

Radio machen in der Medienpädagogik

“Radio Free Strawberry” von cogdogblog auf flickr.com (cc by)

Radio lebt und erfreut sich ungebrochener Popularität gerade bei Jugendlichen – und dank Internet ist es leichter denn je auf Sendung zu gehen. Für alle, die diesen Schritt mit einem Projekt in der Medienpädagogik wagen wollen, ist das Blog “Radio machen” ein guter Einstieg.

Die Radiomacherin Sandra Müller bietet dort Links auf Materialien wie zum Beispiel Schülerradio-Tutorials [1,2] oder Tipps für gute Radiosprache sowie kleine Übungen. Im Blog selbst finden sich viele Kniffe, etwa für gelungene Interviews. Etwas ärgerlich ist, dass einige Inhalte nur dafür da zu sein scheinen, das Buch der Autorin zu promoten, und es so viele dead ends auf der Website gibt. Wen das aber nicht stört, der/die kann dort viele praktische Dinge entdecken.

(Interkulturelle) Audioprojekte leichtergemacht

Interkulturelle Audioarbeit in der Medienpädagogik

Ausschnitt aus einem Handout

Interkulturelle Audioprojekte, das hört sich zunächst besonders schwer an, auf den zweiten Blick ist das besonders passend: Wo sonst wird so genau hingehört und steht Sprache so im Mittelpunkt wie bei Audioprojekten?

Die Website “Interaudio” trägt dazu bei, dass solche Projekte in der Medienpädagogik besser und leichter gelingen – mit vielen Hörbeispielen zu verschiedensten Themen (CC-lizensiert!) und vor allem mit Handouts, die in verschiedenen Sprachen Tipps zu Interviewführung, Radio- und Hörspielproduktion und anderen Dingen geben. Und davon profitieren obendrein auch “normale” Audioprojekte.

Das Webradio auf dem eigenen Server

Webradio in der Medienpädagogik

"The Old Jukebox" von C.P.Storm auf flickr.com (cc by)

Brecht hatte recht: Wer das Internet betrachtet, findet seine Radiotheorie bestätigt, denn noch nie war es so einfach zum/zur MedienproduzentIn zu werden. Das gilt nicht zuletzt auch für (Web)Radio.

Jugendredaktionen aus der Medienpädagogik, die ihr Webradio auf einem eigenen Server betreiben wollen, finden mit “Airtime” auch gleich eine kostenlose Rundumlösung – inkl. Playlists, Kalender, Streamingserver und vielem mehr. Die größten Hürden stellen sich da höchstens noch auf dem medienrechtlichen Feld auf – Florian Bottke hat hier aber eine gute Checkliste für die Einrichtung eines Webradios aufgestellt. In seinem Blog findet sich auch eine Installationsanleitung für Airtime.

Klarer Blick in den Rechtedschungel

Hausrecht, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht in der MedienpädagogikMit dieser Broschüre gehen bei Radio-, Zeitungs-, Video- oder WebseitenmacherInnen in der Medienpädagogik und darüber hinaus sicher ein Dutzend Wünsche auf einmal in Erfüllung: “Alles geklärt – Medienproduktion und Recht” der Medienanstalt Berlin-Brandenburg führt (verständlich) in grundlegende rechtliche Begriffe ein, die bei der Medienproduktion aufkommen.

Aber Klassiker wie Urheberrecht, Nutzungsrecht, Persönlichkeitsrecht, Hausrecht, Geschmacksmusterrecht und Markenrecht werden nicht nur allgemein besprochen, sondern die rechtlichen Situationen für die Bereiche Musik, Text, Foto, Video, Grafik im Detail geklärt. Alles mit vielen Beispielen und Praxistipps von ExpertInnen und gespickt mit Hinweisen zum Weiterlesen. Danach ist dann in der Tat alles geklärt.

Multi-Media im Web

Internetprojekte in der Medienpädagogik

"Mainz – Dom im Gegenlicht 6" von hsing_nice auf flickr.com

Gerade komme ich von einem Medienprojekt zurück, bei dem es neben “meinem” Internetworkshop auch einen Radio-, Zeitungs- und Videoworkshop gab. Bei solchen “Multi-Medienprojekten” ist es angesagt, die Gruppen genauso zu verzahnen, wie es in der realen Medienwelt praktiziert wird, also insbesondere Audio- und Videoprodukte auf der Website zu publizieren.

Ein inhaltlich, gestalterisch und strukturell gelungenes Beispiel, wie das in der Praxis aussehen kann, liefert das Journalistische Seminar der Uni Mainz mit seinem Projekt “360 Grad Mainz” – und empfiehlt sich damit auch als Vorbild für die Medienpädagogik.

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