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Klarer Blick in den Rechtedschungel
Mit dieser Broschüre gehen bei Radio-, Zeitungs-, Video- oder WebseitenmacherInnen in der Medienpädagogik und darüber hinaus sicher ein Dutzend Wünsche auf einmal in Erfüllung: “Alles geklärt – Medienproduktion und Recht” der Medienanstalt Berlin-Brandenburg führt (verständlich) in grundlegende rechtliche Begriffe ein, die bei der Medienproduktion aufkommen.
Aber Klassiker wie Urheberrecht, Nutzungsrecht, Persönlichkeitsrecht, Hausrecht, Geschmacksmusterrecht und Markenrecht werden nicht nur allgemein besprochen, sondern die rechtlichen Situationen für die Bereiche Musik, Text, Foto, Video, Grafik im Detail geklärt. Alles mit vielen Beispielen und Praxistipps von ExpertInnen und gespickt mit Hinweisen zum Weiterlesen. Danach ist dann in der Tat alles geklärt.
Spielregeln im Internet – Durchblicken im Rechte-Dschungel
… so ist der Titel der neuen Broschüre der EU-Initiative klicksafe, die in Zusammenarbeit mit iRights.info erstellt wurde. In acht Themenschwerpunkten klären Experten über Rechte und Pflichten auf, die man als Internetnutzer hat. Beantwortet werden dabei aktuelle Fragen wie „Darf man Fotos anderer Personen auf sein Social-Network-Profil hochladen?“ oder „Was tun bei Abmahnungen?“. Die Texte warnen vor (Haftungs-)Risiken, helfen die eigenen Rechte zu erkennen und einzufordern und geben nützliche Tipps, beispielsweise wo Inhalte im Netz frei erhältlich und bedenkenlos genutzt werden können.
Einführung ins Urheberrecht
Auch wenn der Trend klar zu CreativeCommons geht: Die Sensibilität für das Urheberrecht in Schulen, in der Medienpädagogik und in der Jugendarbeit wächst, die Zahl der Begleitmaterialien auch. Eine Broschüre von Schulen ans Netz ergänzt den Reigen der Publikation zum Thema und beantwortet grundlegende Fragen wie “Was sind urheberrechtlich geschützte Werke?” oder “Welche Werke sind frei nutzbar?” Hilfreich besonders für den Bildungsbereich sind Hinweise zum Zitieren und zur Veröffentlichung von SchülerInnenarbeiten.
BAJ-Zeitschrift: „Wenn der Kontakt zum realen Leben verloren geht“
So lautet der Untertitel der ersten Ausgabe der Zeitschrift “Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis” (KJug) des Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ). Der „Internetsucht“ widmen sich die sechs Beiträge von Praktikern, Wissenschaftler und Dozenten.
Rechtlich gut im Bilde sein

"Hf30He63Dg12²Ob276" von just.Luc (just.Censored) auf flickr.com
Die Sensibilität für UrheberInnen- und Persönlichkeitsrechte wird ständig größer und über jedem Veranstaltungsflyer oder auch Jahresbericht mit Fotos schwebt das Damoklesschwert von Einzelpersonen, die das Recht am eigenen Bild verletzt sehen. Die erhöhte Sensibilität ist grundsätzlich eine gute Entwicklung, führt aber bei PädagogInnen zu großer Unsicherheit oder auch Angst.
Eine hilfreiche Publikation ist daher der “Ratgeber Bild- und Urheberrecht” beim jugendnetz-berlin.de. Eine Expertin beschreibt dort sehr praxisnah die rechtlichen Implikationen bei der Verwendung von Fotos von (jugendlichen) TeilnehmerInnen in eigenen Veröffentlichungen.
Bei den zahlreichen Nachfragen zum Thema kann mensch als MedienpädagogIn ab sofort noch mit zwei weiteren Materialien glänzen: mekonet beschreibt im PDF “Rechtsfragen in der digitalen Welt“, was bei der Publikation von Inhalten im Netz rechtlich beachtet werden muss. Ähnliches bietet lehrer-online mit einem Online-Kurs zum Thema.
Leitfaden Online-Recht
Sicherheit im Internet ist noch immer Thema Nummer eins. Doch meist denkt mensch, allen voran der medienpädagogisch denkende und handelnde, dabei an die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen, z.B. im Umgang mit Social Communities, Chats und so weiter.
Hamburg@work hat einen “Leitfaden Online-Recht” herausgebracht, der sich mit sämtlichen rechtlichen Fragen rund um das Internet befasst. Behandelt werden in dem Papier Themenbereiche wie u.a. Marketing und Werbung, Verträge mit Kunden und Nutzern und Online-spezifische Geschäftsmodelle und Kommunikationsformen.
Internetrecht: verwenden Sie Google Analytics?
Ich teilweise schon, da Google Analytics eine tolle kostenlose Möglichkeit bietet, eine umfangreiche Statistik über die Nutzung von Blogs und Internetseiten zu bekommen. Aber wussten Sie, dass Sie mit der “einfachen” Nutzung von Google Analytics gegen das Datenschutzgesetz verstossen? Durch die Speicherung und Verwertung der IP Adresse werden laut Rechtsanwalt Max-Lion Keller personenbezogene Daten gespeichert, und dass ohne Hinweis oder Einverständnis der Blogbesucher (Keine Panik: Auf diesem Blog wird Google Analytics nicht verwendet
). Dieser Passus gilt nicht nur für gewerbliche Seiten, sondern auch für private. Wie in fast allen Fällen schützt auch hier Unwissenheit nicht.
Rechtliches für die Medienarbeit in der Schule
Aktive Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen macht Spaß und bildet, kann aber durchaus auch rechtliche Fallstricke bergen, insbesondere weil die Gesellschaft und damit auch Eltern (erfreulicherweise) aufmerksamer sind, was die Verwendung von Bildern und Videomaterial ihrer Söhne und Töchter angeht.
Damit MedienpädagogInnen mit ihren Projekten und Produkten nicht zu Fall kommen, ist medienrechtliches Grundwissen angesagt. Material dazu gibt es nun vom Referat Medienpädagogik der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen in Form eines PDF “Medienrecht und Schule”. Die Broschüre bezieht sich vor allem auf die Schule, ist aber bei genauerem Hinsehen in weiten Teilen auch auf die Jugendarbeit übertragbar.
Rechtssichere Internetseiten
Was gehört in das Impressum einer Webseite? Was sind die rechtlichen Implikationen bei einem Onlineshop? Müssen sich Weblogbetreiber an das Presserecht halten? Diese und ähnliche Fragen müssen sich schnell gestellt werden, wenn eine Internetseite erstellt wird – auch im Rahmen eines medienpädagogischen Projektes.
Entsprechende Antworten sind schon oft gegeben worden, auch Gerd M. Fuchs tut das mit seiner 47seitigen Foliensammlung “Rechtssichere Internetseiten” zu den rechtlichen Aspekten von Webpräsenzen, fasst sich jedoch angenehm kurz, betrachtet interessante Einzelheiten und achtet auf Praxisnähe. Die Zusammenstellung wurde im Auftrag des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) erstellt und steht zum kostenlosen Download bereit .
Foto-Online-Magazin
heise, das Online-Mekka für elektronikbezogene Nachrichten, hat ein neues Feld entdeckt und bietet mit “heise Foto” ein Online-Magazin zur Fotografie. Neben aktuellen Meldungen gibt es praktische BenutzerInnenforen, Produkttests und vor allem viele Artikel zu Praxisfragen der (digitalen) Fotografie: wie kann ich den Blitzeinsatz verbessern, was hat es mit Lichtfarbe und Kontrast auf sich, welche Rechtsfragen muss ich beachten? Alles in allem sehr gute Inputs, die vielleicht auch mal ihren Weg in einen medienpädagogischen Fotoworkshop finden könnten.


