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Der Kamerasucher im Browser

Spiegelreflex-Fotografie erklären in der Medienpädagogik

"Olympus E-3 buried in sand" von Raoul Pop auf flickr.com (cc by-nc)

Auprobieren, anfassen, selber machen – das ist immer die beste Art zu lernen. Manchmal ist es aber auch gut, Dinge kurz und nachvollziehbar zu demonstrieren. Und wer grundlegende Prinzipien der Fotografie via Beamer zeigen möchte, der/die braucht schon eine gute Kamera und Stöpselkünste.

Für solche Momente ist CameraSim ein Segen: Die Website simuliert eine Spiegelreflexkamera direkt im Browser und macht es so möglich, mit Blende, Brennweite, ISO-Zahl und Belichtungszeit zu spielen und nachvollziehbar zu sehen, was das mit dem Foto macht. Ein brillianter Einstieg für Fotografie-Projekte!

Foto-Missionen auf der Straße

Street Photography in der Medienpädagogik

Beitrag zu Aufgabe #9 von mysim auf flickr.com

Mit jeder Minute, die aktuell die Tage wieder länger werden, steigt auch der Drang nach draußen und vor allem wollen so langsam die ersten Projekte für die wärmere Jahreszeit geplant werden. Eine schöne methodische Inspiration für medienpädagogische Fotoprojekte kommt vom “Street Photography Now Project“.

Die MacherInnen geben den BesucherInnen der Website jede Woche eine neue Fotografie-Mission mit auf die Straße. Die Ergebnisse der Fotoexkursionen können dann auf Flickr hochgeladen werden. Ich finde das für die Medienpädagogik gleich dreifach interessant: Das Projekt kann genauso mit Jugendlichen durchgeführt werden, die Frage können Anregungen für Fotoexkursionen bei Projekten sein – und die Flickr-Streams Inspiration für eigene Fotografien.

Hoffotografie im Journalismus

Medienkritik und Medienkunde zu Bildjournalismus in der MedienpädagogikMedienkritik und Medienkunde sind wichtige Teilaufgaben der Medienpädagogik für mehr Medienkompetenz, die umso wichtiger werden, je weiter der Journalismus auf dem Rückzug ist. Meiner Meinung nach gibt es aktuell eine Tendenz im Bildjournalismus, die ein hervorragender Anlass ist, mit Jugendlichen über die Entstehungszusammenhänge zu diskutieren: offensichtlich inszenierte Bilder von PolitikerInnen, die für mich die Grenze zur Hoffotografie ganz klar überschreiten.

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Tipps für die Digitale Fotografie

Tipps für die Digitale Fotografie in der Medienpädagogik

"Backdive" von Dust Mason auf flickr.com

Die Digitale Fotografie ist sicher das präsenteste kreative Medium bei Jugendlichen und nicht wenige wollen nicht nur gut, sondern besser fotografieren. Da freut sich der/die MedienpädagogIn über alle Materialien, die er/sie den jungen FotografInnen an die Hand geben kann.

Die PH Zürich hat mit dem PDF “Eintauchen in die Digital-Fotografie” eine hervorragende Publikation herausgebracht, die genau dafür geeignet ist. Die AutorInnen erklären in der HowTo-Broschüre nicht nur Basics wie Kamerahaltung, Fokus und Bildgestaltung, sondern gehen auch ans “Eingemachte” wie ISO-Werte, Brennweiten und Blende.

Eingefrorenes Licht at its best

Langzeitbelichtung in der Medienpädagogik

Screenshot aus "Freezelight Magic Forest"

Langzeitbelichtungsfotos faszinieren MacherInnen und BetrachterInnen und begeistern auch in der Medienpädagogik Kinder und Jugendliche. Einmal mehr liefern nun Profis massenhaft Inspirationen im Web für zukünftige Lightpainting-Projekte.

Die russische Gruppe “Freezelight” stellt auf flickr gleich hunderte Bilder bereit, ebenso auf der (leider kyrillischen, aber über die Bilder trotzdem nutzbaren) Website der Gruppe. Ein besonderer Knaller sind die Animationen bei vimeo, in denen die KünstlerInnen tolle Fantasiewelten erschaffen. Mein persönlicher Liebling: “Freezelight Magic Forest“. Viel Spaß beim Nachmachen!

TiltShift selbstgemacht

"Tiltshift, outside Waterloo station" von cloudsoup auf flickr.com

TiltShift-Fotos und ihre Miniaturwelten (schöne Beispiele hier (Foto&Video) und hier (Foto)) haben eine tolle Ausstrahlung und passen auch in die aktuelle Retro-Ästhetik. In der Medienpädagogik können sie daher ein mögliches Gestaltungsmittel für Websites sein – und weil die wenigsten TiltShift-Objektive haben auch ein Anlass sich mit Bildbearbeitung auseinanderzusetzen: Ein sehr gutes (und deutschsprachiges) Tutorial für Photoshop findet sich bei spiegel.de, ein englischsprachiger Klassiker hier.

Photoshop-Tutorials für “falsche” Tilt-Shift-Fotografien sind nicht unbedingt was neues, dafür aber die Online-Angebote für Situationen, in denen es mal schnell gehen muss: Der TiltShiftMaker bietet nach drei Klicks und rudimentären Anpassungen schnelle und gute Ergebnisse. Ausgefeilter aber auch komplexer ist der TiltShift Generator. Letzteren gibt es auch für das iPhone, sehr gut und auch offline nutzbar ist die iPhone-App Tiltshift.

Spiegelreflexen – aber bewusst!

Bild von imagebase.davidniblack.com

Bild von imagebase.davidniblack.com

Wer den Absprung von den kleinen Westentaschen-Knipsen und super 5 Megapixel Handykameras geschafft hat und eine Spiegelreflexkamera (DSLR) sein eigen nennt hat ist schonmal relativ weit vorne. Die Kunst ist jetzt aber erstens zu verstehen wie das Ding funktioniert, und zweitens wie man diese Funktionen einsetzt um super Bilder zu machen. Die Fotoholikerin hat einen Beitrag zur Schärfentiefe geschrieben, der das Spiel mit ebendieser sehr verständlich und nachvollziehbar erklärt. Außerdem gibt es noch einen Beitrag zum besseren Verständnis der Belichtung. Interessant ist das Spiel mit der Belichtung und der Schärfentiefe insbesondere für StopmotionfilmerInnen. Die Aufmerksamkeit des Betrachtes kann, geschickt eingesetzt, gezielt gelenkt und ein ästhetisch sehr ansprechendes medienpädagogisches Produkt erstellt werden.

Kamerakunst-Inspirationen

"18people 18camera" von -[j á n o s]- auf flickr.com

"18people 18camera" von jános auf flickr.com

Auch bei medienpädagogischen Fotoprojekten sind Inspirationsquellen gerne gesehen. Sie helfen dabei, am Anfang eines Projektes den “richtigen Blick” zu bekommen – für Erst- oder GelegenheitsfotografInnen ist das nicht trivial.

So gibt es diesmal zum Wochenende fotografische Inspirationen, nämlich zum Einen das “photoillustre magazin der kamerakunst“, das in der aktuellen Ausgabe unter anderem schöne Alltagsfotografien bietet; auf “seconds2real” findet sich Straßenfotografie vom Feinsten. Beides sind mögliche Motive für medienpädagogische Projekte. Weiterhin finde ich diesen Artikel hier über fotografische “Übungen” ohne Kamera sehr schön, weil er eine mögliche Einstiegsmethode in ein Projekt beschreibt.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, dem/der sei dieser SmashingMagazine-Artikel hier ans Herz gelegt, in dem 35 wunderschöne Fotografie-Websites beschrieben werden – oder er oder sie liest den tollen Twitter-Stream von Chris Veltman, aus dem drei von vier Tipps in diesem Artikel kommen. Danke!

Lightpainting-Inspirationen

Ausschnitt aus dem Magazin

Ausschnitt aus dem Magazin

Langzeitbelichtung und Malen mit Licht ist für mich eine der Top-Entdeckungen der Medienpädagogik im letzten Jahr. Die Methode begeistert Jugendliche wie MedienpädagogInnen, liefert wunderbare Ergebnisse und nebenbei auch noch Lerneffekte zur Fotografie.

Das “Loom Magazine”, eine Online-Publikation zur Fotografie der Bauhaus-Uni in Weimar hat sich in einer der letzten Ausgaben dem Lightpainting gewidmet – und bietet seinen LeserInnen wunderschöne Inspirationen zur Langzeitbelichtung. Genießen und nachmachen!

Von farbig zu schwarzweiß

"Zebra crossing - Zebrastreifen" von alles-schlumpf auf flickr.com

"Zebra crossing - Zebrastreifen" von alles-schlumpf auf flickr.com

Schwarzweißfotos haben durch die Digitalfotografie und die damit verbundenen Bildbearbeitungsmöglichkeiten eine Renaissance. Und auch bei medienpädagischen Fotoprojekten ist es gut zu wissen, wie mensch möglichst einfach und mit besten Ergebnissen ein farbiges Bild in schwarz/weiß umwandelt.

Dass es dafür mehr Möglichkeiten gibt als nur den Farbmodus zu wechseln ist mittlerweile ein Allgemeinplatz, wenn auch die Alternativen nicht immer klar sind. Mit dieser Unklarheit räumen zwei Tutorials auf, die die Macwelt für Adobe Photoshop und iPhoto 09 veröffentlicht hat. Eine gute Lektüre für die eigene Fortbildung.

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