Leichter eigene WordPress Templates gestalten

Ausschnitt aus der Website

Ausschnitt aus der Website

Website-Projekte mit WordPress sind auch mit einer selbstgehosteten Installation mittlerweile sehr leicht umzusetzen und erfreuen sich daher in der Medienpädagogik großer Beliebtheit. Das Beste für die jugendlichen Macher_innen ist dabei sicher die riesige Auswahl an vorgestalteten Templates, mit denen die eigene Website einen individuellen Look bekommt.

Ist die Kreativität der Beteiligten aber mal angeregt, dann kann das schnell nicht mehr ausreichend sein – das ist dann der Einstieg in die Gestaltung eines eigenen Templates mit HTML5 und CSS. Mit dem Template «Bones» gibt es für diese Fälle nun ein ideales Starterkit: Responsiv, schnell und noch dazu frei und kostenlos – da macht Selbstgestalten doppelt Spaß.

Expeditionen zu YouTube

An keiner Stelle ist der Unterschied der Medienwelten von Kindern/Jugendlichen und von (älteren) Erwachsenen so deutlich wie bei Fernsehen bzw. YouTube. Umso wichtiger ist Vermittlungsarbeit ebenso wie die Entwicklung von medienpädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Wichtig für beides sind passende Materialien wie Erklärvideos, Hintergrundinformationen und aufschlussreiche Beispiele. Eine wahre Fundgrube in diesem Zusammenhang ist die (traditionell) umfangreiche Dokumentation der Fachtagung «Ich zeigs Dir – YouTube» des ServiceBureau Jugendinformation Bremen. Ebenso aufschlussreich ist ein Mitschnitt eines Vortrags (wenn auch in sehr schlechter Qualität) der YouTuber JustKetchup und Simon. Und immer wieder schön: der obige Klassiker «Was ist YouTube», ein dankbarer Einstieg in jeden Vortrag.

[thx Said Köse]

Wie Netzjournalismus (auch) funktioniert

Dass Newswebsites auch in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden ist genauso sicher wie die Voraussage, dass damit die Kultur des Abendlands nicht in ihrem Bestand gefährdet ist. In der Medienpädagogik wird es allerdings auch immer wichtiger sich mit Protagonist_innen der Szene und den spezifischen Rahmenbedingungen, Zwängen und daraus resultierenden Stilblüten zu beschäftigen.

Dafür empfehle ich gerne obiges, aktuelle Video des Elektrischen Reporters: Die Macher_innen setzen sich darin mit der Website «Deutsche Wirtschafts Nachrichten» auseinander, die in Sozialen Netzwerken gerne verlinkt werden. Die Zuschauer_innen lernen mögliche Gründe dafür – und insbesondere die Implikationen für die journalistische Qualität der Beiträge. Ein schönes Schlaglicht auf ein spezielles Segment des Netzjournalismus.

Der vorgegaukelten Realität auf der Spur

«TV» von Ravindra Prabhu @ flickr.com – CC BY-NC-SA

«TV» von Ravindra Prabhu @ flickr.com – CC BY-NC-SA

So genannte ScriptedReality-Formate wie «Berlin – Tag und Nacht», «X-Diaries» oder auch Gerichtsshows erfreuen sich unter Kinder und Jugendlichen ebenso großer Beliebtheit wie sie eine Herausforderung für Jugendmedienschutz und Medienpädagogik bleiben. In unserem Blog ist auch schon ein Praxiskonzept zur Auseinandersetzung mit dem Format erschienen.

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg hat nun in seinem Blog Ergebnisse einer Tagung zum Thema ScriptedReality in der medienpädagogischen Arbeit dokumentiert: Pädagog_innen bekommen damit gleich drei Module, die für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert sind, inklusive Begleitmaterialien zum kostenlosen Download; andere Materialien sind bestellbar.

Juleica-Baustein zum Thema Medienkompetenz

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Die Jugendleiter/In Card (Juleica) ist vielen Leserinnen und Lesern ein Begriff. Es handelt sich hierbei um eine Qualifizierungsmaßnahme für Jugendliche, damit diese lernen, als Teamer oder Helfer auf Freizeiten, in Jugendtreffs und auf anderen Events kompetent mit Gruppen umgehen zu können. In knapp 40 Einheiten werden wichtige Inhalte aus den Bereichen Pädagogik, Gruppendynamik, Recht, Organisation von Events etc. vermittelt.

Der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. hat nun erstmals eine sehr gut gelungene Arbeitshilfe für den Bereich Medienkompetenz entwickelt, welche kostenlos heruntergeladen oder als Print-Version bestellt werden kann. Der knapp 50-seitige Leitfaden ist gut strukturiert und bietet eine große Auswahl von Themenbereichen, Bausteinen, Arbeitsblättern und hilfreichen Tipps. Vielen Dank hierfür!

Soll ich, soll ich nicht? Ein Facebook Ratgeber für die Kirchengemeinde

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Facebook-Ratgeber und Anleitungen gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge im Netz. Als kirchlicher Mitarbeiter bin ich jedoch bei einer kostenlosen Orientierungshilfe des Evangelischen Bildungswerkes München hellhörig geworden, steht doch bei dieser Publikation die Gemeinde und die kirchliche Arbeit im Vordergrund. Gerade die besondere Strukturen und Gegebenheiten, die den Unterschied der kommunikativen Arbeit einer Kirchengemeinde ausmachen, werden nicht nur berücksichtigt, sondern bilden im Prinzip den Kern dieser Handreichung. Meiner Meinung nach ist dies eine gute Orientierung mit vielen hilfreichen Tipps für den ersten Schritt einer Gemeinde in Richtung Facebook-Auftritt.

Pimp your Spiegelreflex

Ausschnitt aus der Website von Magic Lantern

Ausschnitt aus der Website von Magic Lantern

Medienpädagogik bedeutet auch immer, das Jugendliche sich Medien aneignen und mit ihnen das machen, was ihren Interessen entspricht. Im Idealfall gilt das auch für die eingesetzte Technik, wird aber oft durch Beschränkungen der Hersteller konterkariert: Zum Beispiel können Spiegelreflexkameras (DSLR-Kameras), die in Medienprojekten als günstige und gleichzeitig anspruchsvolle Foto- und Videokameras sehr beliebt sind, oft mehr als die eingebaute Firmware zulässt.

Wem das aber nicht genug ist, der/die kann mit Magic Lantern (fast) die volle Kontrolle über Canon-DSLR-Kameras übernehmen. Die Software ist ein kostenloses und freies Firmware-Addon, das seit Jahren von einer engagierten Community entwickelt wird. Um es auf der eigenen Kamera einzusetzen, ist kein wirkliches Flashen des Gerätes erforderlich – Magic Lantern wird via Speicherkarte auf die Kamera gebracht, verändert im Einsatz nur 1Bit der Firmware und kann jederzeit (de)aktiviert werden. Dadurch ist das Risiko, dass die Kamera unbrauchbar wird, sehr gering. Obendrein gibt es wahrscheinlich (!) kein Konflikt mit den Canon-Richtlinien.

Einmal installiert, bietet Magic Lantern gerade Filmemacher_innen das, was sie sich schon lange in den kühnsten Träumen ausmalen: Im Videomodus ist etwa Autofokus möglich, das Material wird mit Timecode versehen oder gar (für semiprofessionelle Gruppen) im 14bit RAW-Format in brillianter Qualität speichern. Besonders genial ist die Möglichkeit HDR-Video aufzunehmen – was das bedeutet, zeigt dieses Video:

Magic Lantern behebt damit viele zentrale Probleme/Einschränkungen, die gerade bei DSLR-Video auftreten, birgt aber auch für die Fotografie ein großes Potenzial. Meiner Meinung nach ist das Addon damit ein Glücksfall für die Medienpädagogik, weil so auch aus günstigen Kameras viel herausgeholt werden kann und durch die neuen Features bspw. Dokumentationen tatsächlich auch leichter zu drehen sind.

Michael Zoller hat beim Chaos Communication Congress 2013 die Software vorgestellt – der Videomitschnitt gibt einen guten Überblick und macht Lust auf mehr. Viel Spaß beim Kennenlernen und Ausprobieren!

Wie Facebook Informationen filtert

Ausschnitt aus der Grafik von TechCrunch

Ausschnitt aus der Grafik von TechCrunch

Der so genannte «Newsfeed Algorithmus» (früher «Edge Rank») ist für mich eines der Hauptargumente gegen Facebook an sich und insbesondere gegen die Nutzung von Facebook-Seiten (aber auch Profile) in der pädagogischen Arbeit: Mit einer nicht transparenten Formel (mit 100.000(!) Faktoren) legt Facebook fest, ob der Beitrag eines/einer Benutzer_in oder einer Fanpage im Newsfeed eines Fans oder «Freund_in» sichtbar ist oder nicht. Das ist relevant für alle Facebook-User_innen: Zum Einen kann ich mir als Nutzer_in nicht sicher sein, ob ich alle Nachrichten meines Umfeldes wahrnehme – zum Anderen erreichen Betreiber_innen einer Fanpage (etwa für eine Jugendeinrichtung) immer weniger Menschen mit den eigenen Beiträgen, ohne dafür zu bezahlen.

Über den Newsfeed-Algorithmus zu informieren ist daher ein wichtiger Gegenstand in der Medienpädagogik – sowohl für Jugendliche und andere Nutzer_innen, als auch für Fachkräfte, die ihre Zielgruppe per Facebook informieren möchten oder gar (Beteiligungs)Projektkommunikation über die Plattform laufen lassen möchten. Josh Constine hat hierzu in der letzten Woche bei TechCrunch wertvolle Hintergrundinformationen veröffentlicht (auf Deutsch zusammengefasst von allfacebook). Das Beste an seinem Artikel ist aus meiner Sicht jedoch die obige Grafik, die die fünf wichtigsten Faktoren sehr gut visualisiert. Damit kann Nutzer_innen nicht nur gut deutlich gemacht werden, nach welchen Kriterien ihre Informationen gefiltert werden; Seitenbetreiber_innen bekommen auch Anhaltspunkte für erfolgreichere Arbeit (die aber leider immer aufwändiger wird).

Audiotool – Musik im Browser

audio

Musik im Browser erstellen – sicherlich nur für diejenigen interessant, die eine stabile Internetverbindung haben. Dennoch möchte ich heute gerne das kostenlose Audiotool vorstellen, ein Online-Angebot der Kölner Firma “Des Pudels Kern GmbH”. Mit wenigen Klicks lassen sich online Tracks und Samples erstellen und mixen, die dann als Mp3 oder Ogg heruntergeladen werden können. Darüber hinaus findet mensch auf der Seite viele Videotutorials, die den Einstieg in die App wesentlich erleichtern. Aber was meinen Sie? Sinnvolles Werkzeug für medienpädagogische Projekte oder eher nur was für musikbegeisterte Nerds?

Informationen im Netz: Wahrheit oder nicht?

Ausschnitt aus dem Titel des Buchs

Wahrheit oder Fake? Die Verifikation von Informationen und Inhalten sind im Zeitalter von Social Media – und angesichts nicht immer zwingend vorhandener journalistischer Recherche auch bei etablierten Medien – zu einem gefragten Thema der Medienpädagogik geworden: Wie kann ich herausfinden, ob die online entdeckte Information wirklich stimmt? Wie verifiziere ich ein Foto oder ein Video? Wie funktioniert journalistische Verifikation überhaupt? Diese Fragen sind nicht nur für Journalist_innen, sondern immer mehr auch für alle Userinnen und User, die sich mündig in der Welt bewegen möchten.

Es ist kaum zu glauben, aber wahr – und auch kein Aprilscherz: Im «Verification Handbook» werden nicht nur alle genannten Fragen beantwortet, es ist außerdem auch kostenlos online zum Download verfügbar! Die Leserinnen und Leser lernen darin nicht nur grundlegende journalistische Prinzipien kennen, sondern finden auch haarkleine Anleitungen und konkrete Anlaufstellen für die Verifikation etwa von Bildern im Netz – selbstredend mit vielen Links für die Überprüfung spezieller Informationen. Das Buch ist von erfahrenen Journalist_innen verfasst.

Einziger Wermutstropfen ist einmal mehr, dass das Handbuch nur auf Englisch verfügbar ist, aber für Medienpädagog_innen sollte es als Grundlage für die Vorbereitung von Seminaren und Workshops genügen – und für Jugendliche ist es vielleicht ein Lernanlass. Bei Konrad Weber findet sich allerdings auch eine Zusammenfassung auf Deutsch – inklusive zumindest einer umfangreichen Linkliste. Viele gute Materialien also für das nächste Projekt.

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