Fotofundus – suchen und finden

von found-photos auf flickr.com
Bilder im Internet zu suchen ist kein Hexenwerk. Der Gigant Google bietet eine ziemlich mächtige und diffenzierbare Bildersuche an, bei der u.a. auch die Lizenzen mit berücksichtigt werden können. Wer sich aber seine Unabhängigkeit wahren möchte und gerne auch Alternativen nutzt, der hat dank webresourcesdepot gute Chancen auch abseits des Mainstream qualitativ sehr hochwertige Bilder nach unterschiedlichen Kriterien zu finden. Für medienpädagogische Bildbearbeitungsprojekte oder Flyerentwürfe sicherlich interessant – so müssen nicht die Urlaubsbilder herhalten
Besonders gut gefällt mir an einer der genannten Datenbanken, dass sie ein ungewöhnliches Suchschema bereit hält. So bietet die Seite unprofound die Möglichkeit die Bilder nach den dominanten Farben sortieren zu lassen. Ein Klick auf den rosa-Button liefert dann also Suchergebnisse die überwiegend in rosa gehalten sind.
Und damit die Seiten nicht verloren gehen habe ich die “Freie Fotos“-Seite ergänzt um:
und noch viele mehr. Viel Spaß beim Stöbern.
Fast wie im richtigen Leben

Screenshot aus "Choose A Different Ending"
Selbst wenn das Leben ein Ponyhof sein sollte – es müssen doch immer wieder schwierige Entscheidungen getroffen werden. Und Kleinigkeiten können große Auswirkungen haben. Das macht interaktive Videos so lebensnah und kann medienpädagogischen Videoprojekte, die ein solches Produkt anstreben, eine besondere inhaltliche Tiefe geben.
Ein hervorragendes Beispiel für die Umsetzung von interaktiven Filmen mit YouTube Video Annotations liefert die Kampagne “Choose A Different Ending” der London Metropolitan Police im Rahmen von Gewaltprävention. Nicht nur die Interaktivität und der inhaltliche Fokus – auch die gelungene Gestaltung in Ego-Perspektive macht das Video zur medienpädagogischen Inspiration der Woche. [via PAGE online]
Kostenloses Desktop-Sharing Tool als E-Learning Plattform nutzen
Unter den kostenlosen Desktop-Sharing Programmen sticht das für Privatpersonen und Unternehmen kostenlose Tool Mikogo hervor. Die Freeware läuft unter Windows und Mac-OS und bietet eine Remote-Desktop Funktion ähnlich wie Teamviewer ohne umständliche Port-Freigaben. Das Herausragende an Mikogo ist allerdings die Möglichkeit, das Programm als E-Learning Plattform zu nutzen. Bis zu 10 Personen können gleichzeitig an einer Sitzung teilnehmen und den Bildschirm des “Organisators” betrachten. Jeder Person kann hierbei einzeln ein Remote-Zugriff gewährt werden. Das ist z.B. sinnvoll, wenn ein Arbeitsschritt demonstriert wird und die Teilnehmer ihn einzeln und für alle sichtbar wiederholen sollen. Auch ist es möglich, die Rolle des “Organisators” während einer laufenden Sitzung zu wechseln. Übliche Kollaborationswerkzeuge wie z.B. ein Whiteboard, eine Dateiübertragung etc. stehen zur Verfügung. Natürlich ist es auch möglich, eine Sitzung aufzuzeichnen und die Sitzungsdaten per E-Mail zu verschicken.
Kostenloser Netzwerkscanner für Windows
Nützliche Helferlein erleichtern uns die Arbeit, sei es im Büroalltag oder in medienpädagogischen Projekten. Nicht allzu selten muss mensch als pädagogische Fachkraft jedoch auch die Rolle des IT-Administrators übernehmen. In solchen Fällen stellen z.B. kleine Tools wie clipboardpath oder Joiku eine enorme Bereicherung in der Arbeit mit Netzwerken dar. Als weitere Empfehlung an dieser Stelle bietet sich das kostenlose Programm SoftPerfect Network Scanner (Windows) an. Mit wenigen Klicks werden in einem fest definierten IP Bereich alle verbundenen Geräte (Computer, Router, Smartphones etc.) mit entsprechender IP und MAC-Adresse, sowie den jeweiligen Freigaben angezeigt, welche sich per Mausklick direkt öffnen lassen. Eine tolle Möglichkeit schnell nachzuschauen, wer alles mit dem Netzwerk verbunden ist oder welche Adresse zu welchem Gerät gehört.
Material-Fundgrube für Videoprojekte

Screenshot aus "Valkaama"
CreativeCommons ist ein gesellschaftlicher Gewinn. Und im Fall von des Open-Source-Films “Valkaama” auch ein großer für die Medienpädagogik. Die MacherInnen des abendfüllenden Spielfilms haben sich entschlossen, ihn unter CreativeCommons-Lizenz zu veröffentlichen, gemeinsam mit allen Materialien, die im Produktionsprozess entstanden sind.
Für medienpädagogische Videoprojekte tut sich damit eine besondere Fundgrube auf. Denn für fast alle Projektphasen stehen damit Materialien zur Verfügung, die in Lernprozessen Eingang finden können:
- Das Drehbuch kann in der Konzeptphase als Beispiel dienen oder auch als Grundlage für Dreh-Fingerübungen.
- Das Rohmaterial (komplett, 179GB!) kann die Grundlage eines Schnittseminars sein.
- Einzelne Szenen aus dem Film können analysiert, aufgelöst und mit dem vorhandenen Material neu geschnitten werden.
Und selbstverständlich kann auch der Film selbst lizenzfrei vorgeführt werden. Einziges Manko: Alle Materialien sind fremdsprachig und damit sicher nicht für alle Projekte geeignet. Der Film ist auch mit deutschen Untertiteln verfügbar.
Kennen Sie weitere OpenSource-Filme mit einem ähnlichen Quellenfundus? Ergänzen Sie mit einem Kommentar. [via MediaCulture]
Partitionsgrößen nachträglich verändern – ohne Neuinstallation!

Screenshot von gparted
Hinterher ist mensch immer schlauer. Das gilt auch – klar – für MedienpädagogInnen. Und leider gibt es nur in den seltensten Fällen eine einfache Möglichkeit zur Lösung des Problems. Ich beschreibe im Folgenden eine solche Möglichkeit für das nachträgliche Ändern von Partitionen – ohne Neuinstallation! Okay, dank Partition Magic und dergleichen nichts weltbewegendes, aber mächtiger und interessanter weil unabhängig von Windows-Zickereien (läuft unter Linux) und v.a. kostenlos. Vorweg noch ein Hinweis: Ich habe das ganze unter Boot Camp auf einem Mac probiert, auf einem originären Windows-Rechner sollte das Partitionstuning aber ebenfalls möglich sein.
Anfangs ging ich davon aus, dass der Platz mehr als ausreichend ist. Doch es kamen mehr und mehr Spiele hinzu und die Partition wurde immer enger für mein System. Das System neu aufsetzen in einer größeren Boot Camp-Partition fiel aus: zuviel Zeitaufwand und zu hohe nervliche Belastung ob der diversen anstehenden Updates unter Windows (und der damit i.d.R. einhergehenden nichtssagenden Fehlermeldungen oder Schlimmerem). Den ganzen Beitrag lesen
Fotografische Zeitreise

"World Press Photo 08" von mi buen zora auf flickr.com
Jedes Foto aus dem Wettbewerb “World Press Photo” ist ein beeindruckendes, ausdrucksstarkes Zeitdokument und Kunstwerk. Alle diese Fotos zusammen sind fast wie eine Zeitreise – und genau das lässt sich nun online erleben im “World Press Photo Contest Archive“. Die MacherInnen des Wettbewerbs haben alle ausgezeichneten Fotografien seit 1955 in einem Archiv zusammengestellt, jeweils zusammen mit den entsprechenden Fotoserien bzw. -reportagen.
Das ist meiner Meinung nach für die Medienpädagogik gleich mehrfach interessant: In geschichtlichen Projekten – etwa um Themen des entsprechenden Jahres zu betrachten oder um gesellschaftliche Sichtweisen zu thematisieren –, zur Auseinandersetzung mit Fotografien und gestalterischen Mitteln im Wandel der Zeit oder zur inhaltlichen Arbeit an speziellen Themen wie Hunger, Krieg oder ähnlichem. Zur Reproduktion sind die Werke leider nicht geeignet, da copyright-geschützt. Aber den Nutzen der Website mindert das wahrlich nicht.
Websites hinter Gittern

"Gitter" von rudolf_schuba auf flickr.com
“Immer schauen, wie’s die Profis machen” ist eines meiner medienpädagogischen Mottos, und das hat mich jüngst zu einer neuen Erkenntnis gebracht: Wireframes sind eine geniale Methode, um mit mehreren Menschen an einem Website-Entwurf zu arbeiten. Die Gittermodelle (manchmal auch “Mock-up” genannt) stammen aus der professionellen Webentwicklung, sind meiner Meinung nach auch ein guter Ansatz, um während eines medienpädagogischen Website-Projektes mit einer Gruppe gemeinsam die Grundstrukturen einer Website festzulegen.
Wie das aussieht, was die Vor- und Nachteile sind, das erklären zwei Artikel der Webkrauts und von Dr.Web. Stellt sich nur noch die Frage, wie mensch solch einen Wireframe denn konkret erstellt. Dafür gibt es verschiedene Herangehensweisen mit herkömmlichen Programmen wie bspw. Photoshop. Ein Tutorial im InteractionDesign Blog erklärt das genauer. Sehr schön, praktisch und funktionell finde ich aber auch eine webbasierte Lösung wie Mockingbird. Viel Spaß beim Entwerfen!
Der (Windows-)Geist aus der Flasche

"Swing" von 96dpi auf flickr.com
Manchmal geht es auch am Mac eben doch nicht ohne – Windows – sei es, um Computerspiele laufen zu lassen, um Websites mit einem schlechten Browser zu testen oder um einzigartige Programme zu nutzen. Mit BootCamp und Programmen wie VirtualBox oder Parallels sind Mac-UserInnen da gut versorgt, allen Lösungen ist aber gemeinsam, dass sie eine gültige Windows-Lizenz benötigen.
Nicht immer kann und will mensch dafür Geld in der Medienpädagogik ausgeben, gerade wenn es um einmalige Projekte und/oder Tests geht. Genau dafür gibt es nun eine kostenlose Lösung für Mac OS X: WineBottler. Das Programm basiert auf “Wine“, das ebendiese Aufgabe für Linux erledigt, und lässt die genutzten Programme angepasst im vorhandenen Betriebssystem laufen.
Ein erster Praxistest hat gezeigt, dass das Programm hält, was es verspricht – so kann ich nun das ausgereiftere Windows-Skype auf meinem Mac laufen lassen und auch den Riva FLV Encoder nutzen. Allerdings gilt das bei fast allen Programmen nur mit Einschränkungen: Umfangreiche Software erfordert teilweise Gebastel; mir ist es bei verschiedenen Versuchen nicht gelungen, die entsprechenden Programme direkt zum laufen zu bringen. Die Wine-Website bietet dafür zahlreiche Anleitungen und eine Kompatibilitätsliste. Dennoch: WineBottler ist sehr vielversprechend und lohnt in den genannten Ausnahmefällen einen Versuch. Übrigens basiert auch die kommerzielle Software “CrossOver” auf Wine.
Bear Arms!

Screenshot aus "Attack of the Second Amendment"
Der Januar entwickelt sich zum Brickfilm-Monat, denn jede einschlägige Recherche in den letzten Wochen hat neue Beispielfilme zu Tage gefördert. Neuestes Produkt aus dieser Reihe ist die Animation “Attack of the Second Amendment“. Die MacherInnen von MindGame Studios [Website, YouTube-Channel] verbinden darin Witz und eine gelungene Umsetzung mit politischer Botschaft. Und das macht das Video zur medienpädagogischen Inspiration der Woche.
In dieser Woche gibt es auch noch einen Nachschlag für alle, die von Brickfilmen nicht genug bekommen können: Der “Weltraffer” von nichtgedreht erzählt die Menschheitsgeschichte auf 625 Quadratzentimetern (!) – ein sehr schönes Prinzip.

