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Strichmännchen animieren
Strichmännchen sind ein Segen für alle, die nicht zeichenbegabt oder -geübt sind. Auch in der Medienpädagogik haben sie daher ihren Platz, zB. beim Einstieg in die Animation bzw. bei einfachen Bewegungsstudien von Menschen: Die Animation von Strichmännchen (engl. “Pivot Stick Figure Animation”) ist immer ein guter Einstieg in die Trickfilmproduktion und ein gutes Übungsfeld in Animationsprojekten.
Zwei kostenlose Programme erleichtern die Pivot Stick Figure Animation immens: “Pivot Stickfigure Animator” (Windows) und “Stykz” (plattformübergreifend) lassen Kinder und Jugendliche fast spielerisch die Animation erlernen und liefern schnelle Ergebnisse. In diesem Sinne: Let the animations begin!
Kennen Sie noch weitere Programme? Ergänzen Sie den Artikel einfach mit einem Kommentar.
Bear Arms!

Screenshot aus "Attack of the Second Amendment"
Der Januar entwickelt sich zum Brickfilm-Monat, denn jede einschlägige Recherche in den letzten Wochen hat neue Beispielfilme zu Tage gefördert. Neuestes Produkt aus dieser Reihe ist die Animation “Attack of the Second Amendment“. Die MacherInnen von MindGame Studios [Website, YouTube-Channel] verbinden darin Witz und eine gelungene Umsetzung mit politischer Botschaft. Und das macht das Video zur medienpädagogischen Inspiration der Woche.
In dieser Woche gibt es auch noch einen Nachschlag für alle, die von Brickfilmen nicht genug bekommen können: Der “Weltraffer” von nichtgedreht erzählt die Menschheitsgeschichte auf 625 Quadratzentimetern (!) – ein sehr schönes Prinzip.
Der Reiz der Liebe zum Detail

Screenshot aus "Der Sündenhamster..."
Professionalität und technische Finesse ist das Eine beim Filmemachen, eine gute Idee, ein gutes Konzept und Liebe zum Detail das Andere. Selbstverständlich schließt sich beides nicht aus, aber allein mit Letzterem schon kann mensch einen guten Film bestreiten.
Das zeigt auch “Der Sündenhamster und die fünf Kontinente” von nichtgedreht: In dieser Animation gibt es keine aufwändige Auflösung, kein besonderes Licht, keine großartige Nachbearbeitung. Was den Film interessant macht, ist seine Idee und die Liebe zum Detail. Das ist auch das, was in den meisten medienpädagogischen Projekten realistisch ist. Und daher ist der Brickfilm unsere Inspiration zum Wochenende.
Lego-Stropptrick zum Wochenende: 8-bit trip
Ich bin vorhin auf ein Video aufmerksam gemacht worden, von dem ich ziemlich früh wusste, dass ich darüber schreiben würde. Das Video ist so sauber und professionell gemacht, dass ich beim zweiten Durchgang nach Hinweisen auf Animations- und Effektsoftware gesucht habe. Ich konnte aber keine Passage finden, die den Einsatz von Computer-Magie rechtfertigen würde, nichts dabei, was man nicht auch mit “normaler” Stoppfilmtechnik hinbekommen könnte. Die angegebenen 1500 Stunden Arbeit kommen aber auch hin.
Animierte Websites erstellen – mit youtube&Co.
Wirklich animierte Websites zu erstellen – egal ob mit Video, Zeichnungen oder anderen Animationen – war bisher auf Techniken wie Flash, Silverlight und Co. beschränkt und erforderte einiges an Training und Geschick. Aber es geht noch viel einfacher: Mit einer Videokamera, Schnittcomputer, einer Internetverbindung – und youtube (!) lassen sich wunderbar animierte Webseiten erstellen. Wir finden, dass das eine schöne, spannende, herausfordernde und lehrreiche Methode für medienpädagogische Projekte mit Jugendlichen ist, haben es ausprobiert und zeigen wie’s geht.
Neues aus Legoland
Brickfilme haben einen besonderen Charme, der fast alle fasziniert, das zeigt sich nicht nur bei medienpädagogischen Trickfilmprojekten mit Kindern, sondern auch immer wieder bei Fortbildungen mit MultiplikatorInnen – oder bei Projekten mit Jugendlichen. Entsprechend produziert die große Brickfilm-Community auch ein Schmankerl nach dem anderen. Jüngstes Internetfundstück ist “Yes we can” (natürlich ein Seitenhieb auf den Obama-Hype) von der Gruppe nichtgedreht. Die hat auf ihrer Internetseite nicht nur einige Tipps und Kniffe zum Thema StoppTrick mit Lego und weitere schöne Beispielfilme, sondern auch Links zu weiteren Brickfilm-Seiten. bricktrick.de beispielsweise wartet mit vielen Tutorials, HowTos, und Tricks auf – und bietet auch ein kleines Forum für Brickfilm-MacherInnen.
Stopp-Trick vom Feinsten
Der Titel lädt nicht direkt zum Anschauen ein, aber wer es tut, der/die wird belohnt: “Der Bettnässer” ist ein neuer Kurzfilm unter anderem von Stephan Müller, der mit “Fliegenpflicht für Quadratköpfe” schon für Aufsehen gesorgt hat. Mit dem neuen Film setzt er zusammen mit Ingo Schiller noch eins drauf und bietet mehr als sechs Minuten StoppTrick vom Feinsten, mit vielen kleinen Kniffen, zusätzlichen 2D-Tricks und einfach vielen guten Ideen. Ein hervorragender Beispielfilm für medienpädagogische Trickfilmprojekte, der bald Eingang in meine Arbeit finden wird. Im Internet ist nur der Trailer frei verfügbar, für schlappe drei Euro kann aber auch eine DVD erworben werden – und das Geld ist sicher gut angelegt!
Die Schönheit der Vogelperspektive
Volkswagen hat geklaut. Jawoll. Oder, sagen wir, sich inspirieren lassen. Und regt damit an, dasselbe zu tun. Und das fällt nicht schwer: Die neue Flash-Seite für den Fox erinnert auf den ersten Blick sehr stark an Mutabor, geht aber auf sehr ästhetische Weise darüber hinaus. Die MacherInnen zeigen, wie mensch die Vogelperspektive schön als Ausdrucksmittel verwenden kann. Und das geht meiner Meinung nach nicht nur im auf der Flash-Website/-Werbefilm, sondern auch im Musikvideo, im DVD-Menüfilm oder auch im Trickfilm. Und als bräuchte es noch eine stärkere Steilvorlage für die Adaption in der Medienpädagogik, liefern die MacherInnen auch noch einen kleinen MakingOf-Film. Und irgendwie hat das auch vieles von einem Liegevideo. Danke für die Anregung. [und auch danke an PAGE!]
Alles andere als Schmarn
Beim MB21 hab ich nicht nur einen Preis mitgenommen, sondern auch viele Ideen und KnowHow. Unter anderem bin ich auch auf Thomas Zeug (“SoeinSchmarn-Productions”) und seine Filme gestoßen. Insbesondere “Zurück in die Vergangenheit 2″ hats mir angetan: ein rundum gelungener, spannender, witziger, aufwändig animierter Kurzfilm, der auf den ersten Blick wie ein Brickfilm aussieht, aber auch beeindruckende 3D-Animationen und andere Effekte hat. Alle Filme sind absolut sehenswert und insbesondere gute und motivierende Beispielfilme für medienpädagogische (Trick)Filmprojekte. Und ganz nebenbei gibts auf Thomas Zeugs Homepage noch kleine Tutorials zu Trickfilm- und 3D-Animation.
Materialien für die Trickfilmarbeit
Trickfilmarbeit ist und bleibt eine sehr schöne, kreative, anschauliche Methode für medienpädagogische Projekte. Ein Grund mehr, warum auch MedienpädagogInnen auf diesem Feld nicht auslernen sollten. Durch Sandra Merker bin ich auf zwei weitere gute Materialien für Trickfilmprojekte gestoßen: Bei BIBER hat die Autorin eine anschauliche Projektbeschreibung veöffentlicht mit guten Praxistipps zu Ablauf und Durchführung. Sehr interessant finde ich dort insbesondere ein Rezept für eine eigene Knetmasse. Gerade für Projekte mit Kindern sehr geeignet und sicher besser als gekauft.
Außerdem ist dort ein Link auf das Trickfilm-Handbuch des BJF zu finden. Auch dort finden sich sehr schöne Methoden, Tricks, Anleitungen und Praxistipps für die medienpädagogische Arbeit mit dem Medium. Schon früher hier gepostet, aber weiterhin nicht zu vergessen ist natürlich das Trickboxx-Handbuch.


