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Linux und Videoschnitt(-software) – eine medienpädagogische Alternative?

"Chinstrap Penguin" von Geophaps auf flickr.com
Die Arbeit mit Videos spielt im Rahmen der aktiven Medienarbeit eine große Rolle und die Möglichkeiten selbst Filme zu drehen steigen stetig. Doch leider sind gute Videoschnittprogramme teuer. In diesem Artikel soll dazu eine Alternative vorgestellt werden – der Videoschnitt mit Linux.
Auch wenn Linux bei den meisten nur als das Betriebssystem mit dem “süßen” Pinguin bekannt ist, bietet es eine Menge Programme zum Schneiden. Doch sind sie nur kostenlos oder auch brauchbar im Kontext von aktiver Medienarbeit? Dieser Frage soll in diesem Artikel nachgegangen werden.
Super Mario im Klassenzimmer

Screenshot aus dem Video
Wenn das mal keine medienpädagogische Inspiration für ein Animationsprojekt zwischen Computerspiel und Video ist: Eine japanische Schulklasse hat per Post-Its und StopMotion Super Mario an die Wände ihres Klassenzimmers gebracht und damit die Realität zum Computerspiel gemacht.
Die Post-It-Technik an sich ist nicht unbedingt neu, für mich macht der Bezug zum Computerspiel und ehrlich gesagt auch der nicht professionelle Look das Video zum perfekten Beispielfilm für den Einstieg in ein Trickfilmprojekt. [via neueslernen.org]
Beispielvideo Matchmoving
Es gibt so ein paar Techniken, die sich nur ganz schwer abstrakt erklären lassen. Da ist mensch dann und wann froh ein kleines, simples Beispielvideo zeigen zu können, damit allen klar ist, wovon die Rede ist. Im medienpädagogischen Projekt ist mit einem Tutorial oft über das Ziel hinausgeschossen, weil dort die benötigten Werkzeuge erklärt werden. Versucht man es für ein konkretes Beispiel mit einem Ausschnitt aus einem Spielfilm, wo der Effekt (wohl offenbar) genutzt wird, ist eben genau das Problem, dass man den Effekt nicht erkennt, es soll ja real aussehen, da bekommt mensch nicht immer vermittelt, was jetzt der Trick oder wo die Leistung steckt.
2 oder 3 | alt oder neu: Die SIMS
Wir haben schon öfters über Machinima geschrieben, eine klasse Methode für medienpädagogische Videoprojekte. Unsere bisherigen Projekte haben wir mit Die SIMS 2 realisiert und positive sowie negative Erfahrungen gemacht. Nun haben wir das letzte Machinima in Die SIMS 3 erstellt und waren überrascht – und an so mancher Stelle enttäuscht bis frustriert. Aber der Reihe nach.
Allgemeine Anmerkungen:
Die SIMS 3 kommt in einer Mac- und in einer Windows-Version, auf der selben DVD, ohne Mehrkosten. Das ist sehr praktisch. Wir haben uns für die Mac-Version entschieden, weil in den vergangenen Projekten die Datentransfers von Windows zu Mac zeitraubend und nervig waren. Geschnitten haben wir mit Final Cut Pro, daher auch die Notwendigkeit des Transfers. Die folgenden Kritikpunkte können also auch macspezifisch sein, Windowsfilmer würden unter Umständen keine oder andere Punkte anführen.
Das Handy in der Schule

"mobile phone - conference image" von xristine_faulkner auf flickr.com
Das Handy ist ein bedeutendes Medium für Jugendliche und spielt daher auch in der Schule eine immer größere Rolle.
Das Dossier “Handy im Schulfeld” der PH Zürich enthält Vorschläge für den Unterricht und weist auf verschiedene Materialien und Hintergrundinformationen zum Thema Handy in der Schule hin: praxisbezogene Literatur, Handreichungen, Hintergrundliteratur und Links. Die Publikation kann als PDF heruntergeladen werden.
Mediaculture online stellt ebenfalls eine umfangreiche Sammlung an Materialien, Konzepten und Ideen für den Handyeinsatz im Unterricht zur Verfügung.
[Dank für den Dossier-Hinweis an Mandy Schiefner]
Licht ins Formatewirrwarr und Shortcutlisten zu Foto-, Video- und Audioeditoren
Vorbereitung ist die halbe Miete! Das gilt natürlich auch für medienpädagogische Projekte, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gut vorbereitet zu sein bedeutet aber auch, neben einer guten und realistischen Planung der Projektabläufe, über den Tellerrand hinweg informiert zu sein und evtl. auch Material für die TeilnehmerInnen zur Hand zu haben.
Unter worldwide-studios.com finden sich Listen, die die unterschiedlichen Formate von Audio- und Video- und Fotodateien gegeneinander setzen. Das ist schonmal sehr aufschlußreich, kommt so doch ein wenig Licht in das Dunkel rund um das Formatewirrwarr. Noch interessanter jedoch sind die Listen der Shortcuts für die populären Editionsprogramme rund um Audio, Video, und DVD. Hier sind die Listen leider – vielleicht aber auch verständlicherweise – auf Mac-Software wie z.B. Final Cut Pro, Soundtrack Pro, DVD Studio Pro beschränkt, mit einer Außnahme, die aber, ähnlich wie die anderen Programme auch, auf Grund des Anschaffungspreises nicht allzu oft in der Jugendarbeit Verwendung finden dürften. Die Außnahme bildet Avid Media Composer, die etablierte Alternative zu Mac-Programmen, die (noch) in der professionellen Videoproduktion weit verbeitet ist.
Auch wenn diese Programme nicht dauerhaft in den einzelnen medienpädagogisch aktiven Einrichtungen verortet sind kommen ProjektleiterInnen evtl. doch das eine oder andere Mal in die Verlegenheit mit ihnen zu arbeiten – für all diejenigen sind die Listen sehr hilfreich.
Um der Vollständigkeit willen gibt es auch noch die offizielle Shortcut-Liste zu dem guten alten iMovie HD (6), das zumindest bei mir den Vorzug erhält vor allen späteren Versionen. Wenn Sie Gründe dafür wollen, dann geben Sie in die Suchleiste “imovie” ein, Sie werden fündig und zustimmen!
Urheber? Werk? Urheberrechtsgesellschaft?

Screenshot aus einem Video
So lange es noch existiert, bleibt das Urheberrecht gerade in der Medienpädagogik ein wichtiges Thema. Bei allen guten Materialien, die dazu veröffentlicht werden, sind zentrale Begriffe für NichtjuristInnen nicht leicht zu verstehen: Was ist einE UrheberIn? Was ist ein Werk? Was ist eine Urheberrechtsgesellschaft?
Einen einfachen Weg zum Urheberrechtsverständnis hat die Autorenvereinigung CISAC geschaffen. In drei unterhaltsam, spannend und informativ gestalteten Videos im Comicstil werden die drei genannten Begriffe sehr gut erklärt. Wie geschaffen für den nächsten Vortrag oder Projektinput.
[via PriorMart Blog]
Erfrischende Frischfilme
Medienpädagogik und die freie Filmszene gehören einfach zusammen, das wird mir immer wieder bewusst: Nicht nur können Videoprojekte für Jugendliche ein Einstieg in das FilmemacherInnendasein bedeuten, die Produkte der freien Szene sind gleichzeitig immer wieder schöne Inspirationen für die medienpädagogische Arbeit.
Jüngstes Beispiel für letztere Verbindung ist die Filmcommunity “frischfilm” des Schweizer Fernsehens. FilmemacherInnen können dort ihre Werke hochladen, die Community bewertet sie und bringt die besten ins Fernsehen. Heraus kommt eine grandiose Sammlung medienpädagogischer Inspirationen — und vielleicht ja auch ein Sprungbett für die Filmstars von morgen.
Medienpaedagogik Praxis-Podcast #12: Online-Konferenzen mit Spreed
Kommunikation und Zusammenarbeit – Das sind Begriffe, die nicht nur im medienpädagogischen Alltag eine Rolle spielen. Mit der steigenden Entwicklung der Web-Angebote und dem weiteren Ausbau von DSL oder HSDPA Internetverbindungen steigen natürlich auch die Möglichkeiten der Kollaboration. Schon vor langer Zeit habe ich in diesem Zusammenhang hier das Konferenz-Angebot von spreed.com vorgestellt. Bis zu drei Benutzer können kostenlos an einem Video-Meeting teilnehmen und alle Formen des Austausches und der Zusammenarbeit geniessen, vom gemeinsamen Mindmapping bis hin zum Desktop-Sharing. Erst jüngst hat spreed es uns wieder ermöglicht, eine Medienpädagogik-Praxis Konferenz zwischen den Autoren in Rheinland-Pfalz und Thüringen zu organisieren. Grund genug, spreed.com in einem Video-Tutorial vorzustellen und die wichtigsten Merkmale zu erläutern.
Aktive Videoarbeit goes 3D
Seit “Avatar” hat 3D-Film Konjunktur – auch bei Kindern und Jugendlichen – und MedienpädagogInnen können sich fragen, wie dem Interesse an der Technologie auch in der Aktiven Videoarbeit Rechnung getragen werden kann. Wir haben verschiedene Methoden ausprobiert und liefern heute ein kleines Tutorial für medienpädagogische Videoprojekte in 3D, das mit vorhandenen Mitteln (normale Videokameras, Computer, herkömmliche Software) auskommt. In einem zweiten Artikel stellen wir demnächst eine Methode mit spezieller Software vor.
Das Fazit vorweg: Die hier vorgestellte Methode funktioniert gut, ist einfach und bringt ansehnliche Ergebnisse. Dadurch, dass alles selbst gemacht wird, erstellen Kinder und Jugendliche so nicht nur leicht eigene 3D-(Animations)filme und haben damit viel Spaß und ein großes Erfolgserlebnis, sondern nehmen dabei auch eine immense Portion Medienkompetenz mit und lernen auch noch einiges über den Sehsinn des Menschen. Allerdings setzt die hier gezeigte do-it-yourself-Methode auch ein gewisses Maß an Motivation voraus und ist eher für Video-AGs etc. geeignet.
Und um es nochmal deutlich zu sagen: Wer die Animationskomponente weglässt, der/die kann mit der beschriebenen Methode auch “richtige” (also gedrehte) 3D-Videos produzieren. Viel Spaß beim Nachmachen! Den ganzen Beitrag lesen





