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ownCloud – Cloud Speicher selbst gemacht
Speicherplatz in der Cloud ist schon eine tolle Sache. Daten, sofern sie nicht zu sensibel sind, können problemlos zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden. Auch der Tausch, bzw. der “Versand” größerer Dateien ist schon zum Kinderspiel geworden. Während allerdings Anbieter wie Dropbox oder Sugarsync den Nachteil haben, dass auch der Gegenüber einen entsprechenden Account haben muss, steht die Open Source Anwendung ownCloud wirklich allen zur Verfügung, also auch Personen, ohne Account oder Benutzernamen.
Aber nochmal ganz langsam von vorne: ownCloud ist eine Software, die sehr einfach auf einem eigenen Webserver installiert werden kann. Die Installationsdatei wird einfach entpackt und via FTP Programm hochgeladen. Danach die URL aufrufen, Namen und Passwort für den Admin angeben und fertig.
ownCloud bietet zudem in den Einstellungen verschiedene Tools für eine Desktop Synchronisation. Die Software wird einfach installiert und der neu entstandene Ordner “ownCloud” synchronisiert sich mit dem Server. So kann z.B. auf Wunsch eine ständige Datensicherung der eigenen Dateien eingerichtet werden. Darüber hinaus können auch einzelne (größere) Dateien hochgeladen und entweder mit anderen Benutzern oder eben über einen öffentlichen Link per Email geteilt werden.
Weitere Apps ermöglichen z.B. auch die direkte Wiedergabe von Multimediadateien. Somit wird ownCloud schon fast zum must have für medienpädagogische Projekte, bzw. eher für das Teilen von Ergebnissen und anderen Inhalten.
Inkscape – ein guter Open-Source Vektorgrafik-Editor
Wenn jemand von Vektorgrafiken spricht, höre ich nur noch mit einem halben Ohr zu, was wohl daran liegt, dass sich zum Einen eine gewisse Komplexität hinter dem Begriff verbirgt, zum Anderen ich noch nie wirklich intensiv damit arbeiten musste. Bis vor einigen Monaten jedenfalls, da bemerkte ich (auch endlich), dass mensch mit dem Open-Source Programm Inkscape ganz toll z.B. Din-A 3 Plakte oder Din-A5 Flyer herstellen kann. Auch bei Schriftzügen, Logos und andere Grafik-Spielereien eröffnete sich mir der Vorteil, mit Vektor-Grafiken zu arbeiten.
Inkscape gibt es für Windows, Linux und MacOS. Auf der Projekthomepage gibt es zudem sehr schöne Dokumentationen, Screenshots und Tutorials. Eine klare Empfehlung für den Bereich der freien Software!
Screencasting Software im Überblick
Screencasts oder Videotutorials sind toll. Mal eben auf “Record” gedrückt und das, was mensch einem anderen zeigen möchte ist als Videodatei gesichert.Aber auch im medienpädagogischen Arbeitsfeld finden Videotutorials immer mehr ihren Platz.
So unterschiedlich die Methoden und Möglichkeiten der Screencaster aber auch sind – eins brauchen alle: die richtige Software. Die Zeiten, in denen es nur das kostenpflichtige Camtasia gab sind längst vorbei. Es gibt eine Vielzahl kostenloser Programme und Web-Anwendungen, die qualitativ gute Aufnahmen ermöglichen.
Ein unter Windows sehr beliebtes Open Source Tool ist Camstudio. Das Programm ist recht klein und übersichtlich gehalten. Nach der Installation muss unter “Region” lediglich der Aufnahmebereich definiert werden (Region, fixed Region, Full Screen) und schon kanns losgehen. Nach Beendigung der Aufnahme steht dem User eine Avi-Videodatei zur Verfügung.
Ebenso bekannt, jedoch auch für Mac-User nutzbar ist Jing aus dem Hause des Camtasia Herstellers Techsmith. Dieses Tool ermöglicht in der kostenlosen Variante Aufnahmen bis 5 Minuten Laufzeit. Das ist nicht viel, reicht aber locker für kurze Aufnahmen.
Wer mit kleineren Einschränkungen, wie z.B. einem Wasserzeichen in der Export Datei leben kann, ist sehr gut mit Screencast-O-Matic bedient. Diese Java-Anwendung läuft diret im Browser und ist somit vom Betriebssystem unabhängig. Die Aufnahmezeit in der kostenlosen Variante liegt bei 15 Minuten. Eine sehr gute Alternative hierzu, sogar ohne Wasserzeichen, ist Screencastle. Dieses Angebot wurde von uns bereits in einem Screencast vorgestellt. Beide Tools bieten verschiedene Export oder Einbindungsmöglichkeiten.
Wer sich allerdings vorstellen kann, etwas Geld zu investieren, dem sei für Mac-OS das Programm Screenium nahegelegt. Für einmalig knapp 24 EUR steht eine Software zur Verfügung, die alle Wünsche in diesem Bereich sehr gut erfüllt.
Natürlich interessiert es mich, mit welchen Programmen unsere Leser arbeiten? Welche Tools sind (warum) Ihre Favoriten?
Wie im Märchen: Kostenlos und professionell unter Windows Videos schneiden
Es klingt wie ein Märchen, ist aber wahr: Es war einmal ein professionelles Videoschnittprogramm, mit dem schnitten ProficutterInnen nicht nur Filme, die die Welt im Kino sah und die mit Preisen überhäuft wurden. Nein, auch die Software selbst erhielt einen Oscar und wurde allenthalben hochgelobt. Das war den MacherInnen aber noch nicht genug und so entschieden sie sich, das Programm kostenlos als OpenSource zur Verfügung zu stellen – ihnen zur Ehre und den NutzerInnen zum Vergnügen. Die FilmemacherInnen in Medienpädagogik und Filmszene frohlockten und lagen sich in den Armen.
Die Rede ist von Lightworks, eine Profi-Videoschnittsoftware für Montage und Mastering, die ab sofort frei und kostenlos zum Download zur Verfügung steht – zunächst für Windows, später auch für OS X und Linux. Ich habe mir die letzten Tage mehrfach die Augen gerieben, aber damit geht ein Traum für die Medienpädagogik in Erfüllung: Ein Videoschnittprogramm mit allem, was das Herz begehrt, ist kostenlos für alle zu haben. Ich glaube sogar, dass das eine Revolution für die Aktive Videoarbeit bedeuten kann.
Grund genug, die frohe Kunde in die medienpädagogische Welt hinauszuposaunen und einen kurzen Praxistest zu machen (s.u.). Der ist vorsichtig begeistert ausgefallen und ich empfehle Lightworks für anspruchsvollere Videoprojekte absolut weiter. [via PAGE]
All about PDF – drucken, lesen, markieren
Software pdf flickr rilian
Vor einigen Tagen habe ich in diesem Blog den Artikel „PDF Dateien unter Windows bearbeiten“ verfasst und, den eifrigen Lesern sei Dank, eine Vielzahl von Rückmeldungen per E-Mail, Twitter und Kommentaren bekommen. Das gab für mich noch einmal den Anreiz, das Thema „PDF unter Windows“ etwas ausführlicher zu gestalten. Nach Schritt 3, also die Seitenreihenfolge ändern, einzelne Seiten löschen etc., folgen nun die Schritte 2 und 1.
2) PDF ansehen und verändern
Ein für mich neuer kostenloser PDF Betrachter ist der Nuance PDF Reader (Danke an Björn Friedrich). Ähnlich wie mit dem bereits vorgestellten Foxit Reader ist es mit diesem Tool möglich, PDF Dateien zu öffnen, Anmerkungen in Form von Markierungen, Unterstreichungen etc. zu hinterlassen und neu abzuspeichern. [Screenshot] Das Besondere am Nuance PDF Reader ist meiner Meinung nach vor allem die webbasierte Möglichkeit, PDF Dateien ins Office Format zu konvertieren oder über einen gesicherten Server anderen via E-Mail zur Verfügung zu stellen.
Wer sich lieber einen PDF Reader aus der Open Source Ecke zulegen möchte, findet unter http://pdfreaders.org eine interessante Übersicht. Neben grundlegenden Informationen zum Thema “freie Software” wird hier eine Übersicht über anbieterunabhängige PDF Betrachter angeboten.
1) PDF Dateien erstellen
Um eine PDF Datei unter Windows zu erstellen, wird ein (kostenloser) PDF Drucker benötigt.
In einem unserer Screencasts hatte ich vor langer Zeit bereits FreePDF vorgestellt. Als weitere PDF Drucker machen u.a. folgende eine gute Figur:
Diese Tools ermöglichen es, aus jeder Windows-Anwendung heraus über das Drucken-Menü eine PDF Datei zu erstellen.
EtherPad goes PiratePad
"Pirate vs. Ninja: Fight!" von Dunechaser auf flickr.com
Das fängt ja gut an: Nachdem EtherPad, das Tool schlechthin für das kollaborative Schreiben im Web, zunächst im Schlund von Google zu verschwinden drohte, hat sich die Lage nun komplett gewandelt. Die MacherInnen und die Software wechseln zwar zum Webgiganten, der damit GoogleWave weiterbringen dürfte, die eigentliche Software ist seit neuem aber OpenSource und kann damit auf eigenen Servern installiert werden!
Die schwedischen Piraten haben sich da nicht lumpen lassen und bieten direkt auf dieser Basis einen eigenen Dienst an: PiratePad. Da steht der freien Online-Kollaboration nichts mehr im Weg.
Und wer den eigenen Webserver mit EtherPad ausstatten möchte, der findet bei Google den Sourcecode und eine Installationsanleitung. Auf den ersten Blick sieht das aber nicht trivial aus… [via @ertelt]
10 kostenlose Photoshop-Alternativen
Photoshop ist eines der umfangreichsten Bildbearbeitungs – Programme die es gibt. Aber neben dem hohen Nutzen steht auch ein stolzer Preis. Da im Rahmen medienpädagogischer Projekte nicht immer das komplette Leistungs-Spektrum benötigt wird, weisen wir gerne auf passende und kostenlose Alternativen hin.
Neben dem bereits mehrfach genannten GIMP gibt es noch eine Reihe weiterer kostenloser Alternativen. Auf sixrevisions.com haben wir einen Artikel über 10 kostenlose Alternativen zu Photoshop gefunden. Einige der vorgestellten Programme kannten wir selbst noch nicht. Was ist mit Ihnen? Kennen Sie weitere tolle Alternativen?
Die Freie Grafische Suite für den Mac ist komplett
Selbstverständlich sind diese Programme auch für andere Platformen erhältlich, es handelt sich ja in bester Manier um Open-Source-Software, für medienpädagogische Projekte – aus 10 bekannten Gründen – freuen wir uns aber ganz besonders, dass mit der Erscheinung der neuen Version von Scribus nun eine native Mac OS X Variante verfügbar ist, die sich wirklich sehen lassen kann. Den ganzen Beitrag lesen
Microblogging selbstgemacht !
Wie der geneigte Leser das eine oder andere Mal bemerkt haben dürfte, legen wir Wert aufs “selbermachen”, was sich ganz konsequent auch darauf ausbreitet, nicht bestehende (Web-)Serverdienste anderer Anbieter in Anspruch zu nehmen, sondern eben diese selber zu installieren. Für medienpädagogische Projekte bietet sich nun an, auch das “twittern” zu personalisieren, indem man selber einen solchen Microblogging-Dienst aufsetzt:
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Freie Spiele – die neue Seite im Praxis Blog
Der Fundus an kostenlosen Spielen ist riesig. Um sich einen kleinen Überblick zu verschaffen haben wir eine weitere neue Seite erstellt, auf der kostenlose und Open Source Spiele nach Genre sortiert sind. Einige sind ideal für den kleinen Zeitvertreib in medienpädagogischen Pausen, andere sind anspruchsvoll, wieder andere sind angelehnt an Klassiker.
Wenn noch etwas hinzugefügt werden soll, dann bitte einfach bei uns melden.



