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Linux und Videoschnitt(-software) – eine medienpädagogische Alternative?

"Chinstrap Penguin" von Geophaps auf flickr.com
Die Arbeit mit Videos spielt im Rahmen der aktiven Medienarbeit eine große Rolle und die Möglichkeiten selbst Filme zu drehen steigen stetig. Doch leider sind gute Videoschnittprogramme teuer. In diesem Artikel soll dazu eine Alternative vorgestellt werden – der Videoschnitt mit Linux.
Auch wenn Linux bei den meisten nur als das Betriebssystem mit dem “süßen” Pinguin bekannt ist, bietet es eine Menge Programme zum Schneiden. Doch sind sie nur kostenlos oder auch brauchbar im Kontext von aktiver Medienarbeit? Dieser Frage soll in diesem Artikel nachgegangen werden.
Praxistest: Audiobearbeitung am Interaktiven Whiteboard
Unser erster Praxistest Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard ist auf großes Interesse gestoßen, deswegen lege ich gerne nach.
Dieses Mal habe ich verschiedene Audiobearbeitungs- und Kompositionsprogramme auf ihre Verwendbarkeit am Interaktiven Whiteboard (kurz IWB) bzw. Smartboard getestet. Eins hat sich gezeigt: Auch für Audioprojekte in der Medienpädagogik sind IWBs geeignet. Ich gebe Empfehlungen für die geeignetste Software am IWB und habe einige interessante Anwendungsmöglichkeiten entwickelt.
Unter den KommentatorInnen dieses Artikels verlosen wir zwei Lizenzen eines der getesteten Programme.
Kostenlos animieren mit dem Mac
MedienpädagogInnen freuen sich meist über kostenlose Softwarelösungen, entlasten diese doch das meist knappe Budget. Das gilt aber nur für solche Programme, die einen großen Funktionsumfang und eine einfache Bedienung bieten. In diesem Sinne ist “FrameByFrame” ein guter Software-Tipp.
Das kostenlose Animationsprogramm für den Mac/OSX bietet alle Grundfunktionen einschlägiger Software, ist leicht zu bedienen und liefert gute Ergebnisse. Einzig das Onion-Skinning habe ich bei meinem Test vermisst. Aber für einfache StopMotion-Projekte ist FrameByFrame sicher eine schöne Empfehlung.
[Danke an Charlie Endres für den Hinweis!]
Drei Browser auf einen Streich
Auch bei medienpädagogischen Website-Projekten muss mensch sich bisweilen durch die Niederungen der Webentwicklung quälen – sofern sich die Beteiligten nicht auf vorgefertigte Lösungen oder Templates zurückziehen. Das bedeutet auch, die Seite in verschiedenen Browsern zu testen, was bei mindestens drei zu testenden Rendering-Engines einen gewissen Aufwand bedeutet.
Abhilfe schaffen Online-Screenshot-Dienste (einen habe ich schon vorgestellt, einen anderen bietet Adobe an) – oder spezielle Programme. Eins davon ist Lunascape, ein Browser, der gleich drei Engines auf einmal abbildet und noch dazu kostenlos für Windows verfügbar ist. Spart viel Zeit und Aufwand. Manche Dinge können so einfach sein.
Praxistest: Videoschnitt am Interaktiven Whiteboard
Nicht immer teile ich die teilweise großen Heilserwartungen, die insbesondere im schulischen Bereich Interaktiven Whiteboards bzw. Smartboards entgegengebracht werden. Dennoch können solche Boards in manchen Phasen der Gruppenarbeit Prozesse sehr gut unterstützen.
Das gilt auch für Videoprojekte in der Medienpädagogik, wenn mehrere Jugendliche zusammen an einem Rechner einen Film schneiden möchten: Mehrere Menschen scharen sich um einen kleinen Bildschirm, es gibt nur eine Maus und eine Tastatur. Interaktive Whiteboards bzw. Smartboards dagegen bieten einen großen Bildschirm, die NutzerInnen können gleichberechtigt mit ihren Händen das Programm bedienen. Wieso also nicht auch Videos in Teilen an einem solchen Board schneiden?
Wir haben den Praxistext gemacht und ausprobiert, wann kollaborativer Videoschnitt an einem Interaktiven Whiteboard in medienpädagogischen Projekten Sinn macht und welche Schnittprogramme sich dafür eignen. Außerdem haben wir einige Praxistipps zusammengestellt. Den ganzen Beitrag lesen
HDR roundup
Redundanz erhöht die Sicherheit. Und auch wenn ich hier schon mindestens einen Link zu einem Tutorial zur HDR-Foto-Erstellung mit Photoshop gepostet habe – dieser Artikel ist so klar, einfach und informativ, dass er hier rein muss:
DrWeb erklärt kurz und prägnant, wie aus einer Bilderserie mit Photoshop eine HDR-Bilddatei erstellt wird – und nennt darüber hinaus auch Programme, mit denen das zu bewerkstelligen ist. Unter anderem das kostenlose “Qtpfsgui” (Mac, Win, Linux).
Denn auch wenn ich die HDR-Ästhetik nicht immer sooo brilliant finde, haben die Bilder eine immense Ausstrahlung und Faszination und sind daher ein schöner Anlass und Inhalt für medienpädagogische Fotoprojekte.
CMS für alle
Wie Flugzeuge an den Himmel zu schreiben wirkt immer spielend einfach. Ebenso einfach ist das Content Management System “SkyBlueCanvas“. Das Besondere an diesem kostenlosen CMS: Es benötigt keinerlei Datenbank und kann damit auf jedem Webspace mit PHP installiert werden. Auch das Backend wirkt aufgeräumt und ist leicht zu verstehen, der Look der eigentlichen Website kann schnell angepasst werden.
Die Features machen SkyBlueCanvas für mich zu einem Geheimtipp für Webprojekte in der Medienpädagogik. Anders als bei “Geschossen” wie Joomla können Jugendliche nämlich nach dem Projekt das Gesehene auf dem eigenen, einfachen Webaccount nachvollziehen.
Alternativen zu Adobe Flash
Flash gehört nicht gerade zu den einfachsten Programmen und kann in der Vollversion nebenbei ganz ordentlich den Geldbeutel belasten. Dennoch bietet Flash tolle Möglichkeiten im Bereich Webdesign und Gestaltung. Sei es einfache Banner, Foto-Slideshows oder komplette Internetseiten – eine gut gemachte Animation hinterlässt auch einen guten Eindruck.
Daher möchte ich gerne auf einen schon in die Jahre gekommenen Artikel von drweb.de aufmerksam machen, in dem verschiedene Alternativen zum teuren Adobe Flash vorgestellt werden. Es handelt sich hierbei leider nicht um kostenfreie Programme, allerdings finde ich es eine enorme Erleichterung nur 70 statt 700 EUR für eine Lizenz zu bezahlen. Besonders mit Swishmax konnte ich schon sehr gute Erfahrungen sammeln. Leider beziehen sich alle Programme auf Windows. Der Frage nachgehend, ob es vergleichbare Programme auch für Mac oder Linux gibt, wende ich mich gerne an unsere Leserschaft. Kennen Sie welche?
Strichmännchen animieren
Strichmännchen sind ein Segen für alle, die nicht zeichenbegabt oder -geübt sind. Auch in der Medienpädagogik haben sie daher ihren Platz, zB. beim Einstieg in die Animation bzw. bei einfachen Bewegungsstudien von Menschen: Die Animation von Strichmännchen (engl. “Pivot Stick Figure Animation”) ist immer ein guter Einstieg in die Trickfilmproduktion und ein gutes Übungsfeld in Animationsprojekten.
Zwei kostenlose Programme erleichtern die Pivot Stick Figure Animation immens: “Pivot Stickfigure Animator” (Windows) und “Stykz” (plattformübergreifend) lassen Kinder und Jugendliche fast spielerisch die Animation erlernen und liefern schnelle Ergebnisse. In diesem Sinne: Let the animations begin!
Kennen Sie noch weitere Programme? Ergänzen Sie den Artikel einfach mit einem Kommentar.






