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Mit YouTube online schneiden

Screenshot aus YouTube
Das ist alles andere als eine Gefahr für “richtige” Schnittsoftware, aber vielleicht ein Backup für Notsituationen – oder medienpädagogische Remix-Projekte auf YouTube: Die Videoplattform hat einen neuen Online-Videoeditor an den Start gebracht.
Gegenüber dem alten “Remixer” ist der “YouTube Video Editor” sehr, sehr einfach, trotzdem lassen sich mit ihm Filme, die im eigenen Konto bei YouTube hochgeladen sind, trimmen und aneinander montieren. Das schafft es bei mir bisher nur zum Label “gut zu wissen”, ist aber technisch ganz ausgereift und lässt auf mehr gespannt sein.
A Real Life Goofy Movie
Diesen Freitag gibt es eine ganz besondere Inspiration für das Wochenende. Das Real Life Goofy Video.
Der Grundgedanke ist simpel: Einfach einen bestehenden Cartoon nehmen und diesen nachdrehen. Natürlich erfordert ein solch umfangreiches Projekt einen enormen Zeitaufwand (hier: 6 Monate) und sehr gute Kenntnisse mit Final Cut Studio. Allerdings finde ich den Grundgedanken äusserst praxisorientiert, innovativ und vor allem: gut umsetzbar, sei es in einem Langzeitprojekt oder in kleinerer Form in einer Projektwoche.
Inspiration zum Wochenende: Matrix style flipbook animation
Diesmal wollen wir Ihnen zum Wochenende eine ganz besondere Inspiration für Ihre medienpädagogischen Projekte mitgeben. Die “Matrix style flip book animation” ist zwar sehr aufwendig und erfordert ein hohes Maß an Kreativität und Sicherheit mit dem Bleistift, bietet aber auch jede Menge an Inspiration. Vielleicht sieht sich ja die ein oder andere Gruppe motiviert, einen ähnlichen “Streifen zu drehen”. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Links.
YouTube im Handumdrehen auf der Festplatte

"3 Mosaic" von Leo Reynolds auf flickr.com
Gerade rund um Videoprojekte in der Medienpädagogik gelüstet es eineN immer mal wieder, Videos von YouTube als Datei auf einer (Offline-)Festplatte zu haben. Für diese Momente gibt es zahlreiche Online-Angebote, die die Konvertierung schnell und unkompliziert vornehmen – wenn mensch sie denn gefunden hat. Ich muss nämlich immer wieder scharf überlegen, wie denn die tolle Konvertierungsseite von neulich hieß.
Das ist nun vorbei, denn dank 3outube.com ist die Konvertierung nach zwei Tastenklicks erledigt – und ohne Grübeln. Das einzige, was zu tun ist, ist das “y” in der YouTube-VideoURL mit einer “3″ zu tauschen. Genial einfach.
[Dank an René Scheppler!]
Fast wie im richtigen Leben

Screenshot aus "Choose A Different Ending"
Selbst wenn das Leben ein Ponyhof sein sollte – es müssen doch immer wieder schwierige Entscheidungen getroffen werden. Und Kleinigkeiten können große Auswirkungen haben. Das macht interaktive Videos so lebensnah und kann medienpädagogischen Videoprojekte, die ein solches Produkt anstreben, eine besondere inhaltliche Tiefe geben.
Ein hervorragendes Beispiel für die Umsetzung von interaktiven Filmen mit YouTube Video Annotations liefert die Kampagne “Choose A Different Ending” der London Metropolitan Police im Rahmen von Gewaltprävention. Nicht nur die Interaktivität und der inhaltliche Fokus – auch die gelungene Gestaltung in Ego-Perspektive macht das Video zur medienpädagogischen Inspiration der Woche. [via PAGE online]
YouTube Direct

Screenshot von der YouTube Direct-Website
Brechts Radiotheorie, Bürgerfernsehen, Blogosphäre: Mit technischen Innovationen entstehen immer neue Möglichkeiten der Demokratisierung der Medienlandschaft und der Veränderung der Kommunikationsstrukturen, die gerade bei MedienpädagogInnen für leuchtende Augen sorgen. Und bei allen Enttäuschungen: Die Utopie rückt mit jeder Innovation näher.
Dazu könnte auch das neueste Angebot von YouTube zählen: “Direct“. Mit dieser Technologie kann das eigene YouTube-Videoangebot um user generated content ergänzt werden; UserInnen können ihre eigenen Videos hochladen. Das ist in der Medienpädagogik nicht nur für Partizipationsprojekte interessant; auch bei Wettbewerben oder dezentralen Videoprojekten könnten Jugendliche so ihre Beiträge leicht auf einer zentralen Website hochladen. Die Einbindung in die eigene Website ist nicht trivial, aber bewältigbar; bei google code findet sich ein Tutorial.
Zum Thema Utopie: Es bleibt die Frage, wer denn hier letztlich die Produktionsmittel in Händen hält. In diesem Sinne empfiehlt sich bei größeren Projekten dann doch ein eigenes Videoportal.
Der richtige Rahmen für youtube-Videos

Screenshot aus dem dazugehörigen Video
Darauf hat die (youtube-)Welt gewartet: So unästhetisch es ist, wenn youtube 4:3-Videos im 16:9-Fenster mit Letterbox anzeigt, so ärgerlich ist es, wenn mensch 16:9-Videos bereitstellt und sie gedehnt in 4:3 auf der Website erscheinen oder gar mit einem schwarzen Kasten rundherum.
Für die letztgenannten Format-, Seitenverhältnis- und Anzeigeprobleme bei youtube-Videos gibt es nun eine Lösung: Das Videoportal beschreibt auf einer Support-Seite (englisch, auch mit HowTo-Video), wie Seitenverhältnis und andere Eigenschaften von Videos auch nachträglich geändert werden können. Mögen die medienpädagogischen Ergebnisse fortan auf youtube den richtigen Rahmen finden. [via @videofilmen]
Einfaches Handbuch zur Videoproduktion

"Superstition" von erix! auf flickr.com
youtube profitiert nicht nur von der Kreativität seiner NutzerInnen – teilweise unterstützt die Website sie auch. Ein Beispiel dafür ist das youtube-Handbuch mit Tipps zur Videoproduktion.
VideomacherInnen bekommen dort in kurzen Texten und kurzen Videos die Basics des Filmemachens nahegebracht: Einstellungsgrößen, Ausleuchten, GreenBox, einfache Tricks. Menschen mit Erfahrung reißt das nicht vom Hocker, kann aber Material bieten für den Einstieg beim nächsten medienpädagogischen Videoprojekt.
Lego-Stropptrick zum Wochenende: 8-bit trip
Ich bin vorhin auf ein Video aufmerksam gemacht worden, von dem ich ziemlich früh wusste, dass ich darüber schreiben würde. Das Video ist so sauber und professionell gemacht, dass ich beim zweiten Durchgang nach Hinweisen auf Animations- und Effektsoftware gesucht habe. Ich konnte aber keine Passage finden, die den Einsatz von Computer-Magie rechtfertigen würde, nichts dabei, was man nicht auch mit “normaler” Stoppfilmtechnik hinbekommen könnte. Die angegebenen 1500 Stunden Arbeit kommen aber auch hin.
Neues auf dem Gebiet der Stereofotografie
Wem bisher Rohmaterial fehlt, oder die Erstellung von Rohmaterial zu aufwändig war, um in medienpädagogischen Projekten mit Anaglyphen und andern Stereo- bzw. 3D-Bildern zu experimentieren (erste Anregungen haben wir hier gegeben) wird nun von Seiten der Industrie geholfen. Auch die c’t hat im Juli sich mal wieder dem Thema 3D gewidmet und prognostiziert eine weitere (die finale?) Hochzeit des 3D. Im Rahmen dessen lassen sich viele interessante Informationen bei heise finden.

